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uhh Saar⸗Sänger-Bund IIsunnuut
*AJI Nr. 4
hat es in gemeinsamer Arbeit mit seinem Chorleiter trotz
austretender Hindernisse verstanden, die Vereinigung durch
dieses Konzert sicher zu stellen. Fast alle Vereine unseres
Gaues unternahmen in diesem Jahre Sängersahrten ins
Reich. Wir hosfen und wünschen, daß überall von einem
herrlichen Verlauf dieser Fahrten berichtet werden kann.
Die Tagezeitungen stellen gern ihre Spalten fsür diese
Berichte den Vereinen zur Versfügung. Leider können wir
diese inu nserer Sängerzeitung nicht so ausführlich bringen,
da die anderen Kreise unseres Gaues auch zu Wort
kommen wollen. Die Vereins-Presiewarte wollen hierauf
Rücksicht nehmen. K. Sch.
Kreis Daun.
führung des Eisenbahnbeamten Herres stehen. Dieser bietet
durchaus die Gewähr für hervorragende Leistungen der
hm unterstellten Sänger. Dieser Umstand, daß die drei
Vereine von einem Dirigenten geführt werden, machte es
den Vereinen leicht, zu einer engeren Arbeitsgemeinschaf!t
zu kommen. An dem Ziel, diese große Gesangsgruppe immer
mehr zu schulen und dadurch zu befähigen, auch einmal
an größere Werke heranzugehen, wird die Arbeitsgemein—
ischaft ohne Unterlaß weiter arbeiten. P.
Kurz nach dem Kriege 1870 bildeten eine Anzahl Männer
aus Schwemlingen einen Gesangverein, dem sie den Namen
Deutsche Einigkeit gaben. Im Jahre 1882 entstanden in
diesem Verein Unregelmäßigkeiten, die ein gerichtliches
Nachspiel zur Folge hatten. Es bildeten sich zwei Parteien,
bon denen die eine den M.G.WB. Sängerbund Schwemlingen
zründete und zu dessen Gunsten auch die gerichtliche Ent—
scheidung fiel. Er übte nun in den solgenden Jahren eine
rege Tütigkeit für Sang,
Voͤlk und Heimat. Im
Jahre 1907 lonute er
sein 25jähriges Stif—
tungssest begehen. Im
Jahre 1914 mußte der
Verein seine Tätigleit
einstellen, da fast fämt—
liche Sänger, sowie auch
der Dirigent zu den
Wafsen gerufen wurden.
Von 50 aktiven Sän—
gern, die der Verein
durchschnittlich zähte,
blieben 10 als Helden
auf dem Felde des Egre,
darunter der Dirigent
und Präsident. Ihre
Namen sind auf einer
Gedenktasel im Ver—
einslokale verewigt. Im
Jahre 1922 seierte der
Verein sein 46jähriges
Bestehen, verbunden mit
einem schönen Sänger—
feste, an dem über 30
Vereine teilnahmen.
1932 konnte dann das
goldene Jubiläumssest
abgehalten werden.
Unter Teilnahme der ganzen Dorfgemeinde wurde
dieses Fest bei Gesang und Musik begangen. Bei dieser
Gelegenheit wurde der Verein vom S. S. B. dessen Mit—
gründer der Verein ist, mit einem schönen Liede beschert.
Auch wurde ihm die Zelter-Plakette überreicht. Eine be—
sondere Ehrung wurde auch dem 70jährigen Ehrenpräsi—
denten Karl Brandt zuteil, der Mitbegründer war und
eifriger Förderer des Vereins geblieben ist. Trotz aller
wirtschaftlichen Nöte der letzten Zeit hält der Verein unter
seinem Vorsitzenden Oskar Bungert und seinem Chorleiter
Lehrer Thieser wacker durch.
Kreis Neunkirchen.
Zu seinem 75. Stiftungsfeste hatte der Hütten-Gesang⸗
verein Neunkirchen eine treffliche Festschrift herausgebracht,
die sowohl die Liebe zur Heimat, wie die dankbare Ge—
sinnung gegen den Arbeitnehmer sympathisch ins Licht
rückte. Den Auftakt zum Feste gab ein Festabend, den
Musikdirektor Lorenz mit trefflichen Instrumentalvorträgen
des Musikvereins umrahmte. Vereinsführer Julius Scherer
begrüßte als Ehrengäste Frhrn. Ferdinänd v. Stumm und
Angehörige der Familie, die Generaldirektoren und leitenden
Beamten des Werkes, den Vertreter des Gaues, die Bürger—
meister Dr. Blank und Dr. Löwer und nicht zuletzt die
schon eingetroffenen reichsdeutschen Brudervereine und die
zeimische Sängerschaft. Freiherr von Stumm überbrachte
mit seinen Glückwünschen die des Vizekanzlers von Papen
und der Gräfin Sierstorpf und überschaute in großem
Aufriß die wechselreiche Geschichte des Jubelvereins. Kreis—
führer Reuter überbrachte die Grüße des Kreises, Gau—
schriftführer Stein die des ganzen Gaues; er dankte dem
Verein für seine Sangesbruüderlichkeit und seine stets be—
viesene nationale Halkung, der Werkleitung für die Be—
reuuno des wockern Hittfenogesanovereinz dus dem Geöisfte
M.E.B. Taun 1850 konnte ein seltenes Jubiläum fseiern:
am 15. April 1874 war der Sangezbruder Georg Deblon
als aktives Mitglied in den Verein aufgenommen worden.
Tas damals gegebene Ver—
prechen, allzeit ein treuer
Sänger zu sein, hat er
gehalten wie selten einer
Sechzig Jahre hindurch
stellte er sich selbstlos mi
einer krästigen Tenor—
sttimme und seinem musi—
alischen Wissen in den
Dienst des deutschen Loedes.
Als Organist war er auch
ahrelang stellcertretender
Dirigent und bei manchen
Anlässen war er der ein—
zige Tenor! Der Jubilar
war sichtlich ersreut über
das Ständchen, mit dem
ihn seine Sange-brüder
Iten. 5 eine d —
3 ichen orte des Dankes
Sängerveteran Georg Deblon. nen aneete ste Mia
ha zur Treue am deutschen Lied fanden warmen Wider—
all.
RKreis Homburg.
Zu einem Erlebnis wurde für die Mitglieder des
M.E.WB. „Bavaria“ Mitteberbach und des M.G.WB.
„Männerchor“ Deerberbach eine Sängersahrt nach München.
Psingstsamsstag führen die Teilnehmer in Bexbach ab und
trasen am Morgen des Pfingstsonntags in München ein.
Nach kurzem Ausenthalt fuhren sie weilter nach Preisenberg,
dem Hauptziele dieser Sängersahrt. Ein sehr herzlicher
Empsang wurde den saarländischen Sängern aus dem
höcherberggau zuteil. Am Abend fand ein großes öffent—
liches Konzert statt, zu dem fsast alle Bewohner erschienen
waren. Am Pfingstmontag traten die Sänger die Rück
fahrt nach München an, wo die Sänger aus dem Höcher—
berg die Ehre hatten, am Bayerischen Rundfsunk einige
Lieder zum Vortrag zu bringen. Im Anschluß hieran sand
ein Rundgang durch die Hauptstadt mit Besichttiaung der
Zehencwürdigkeiten statt.
In Gimmeldingen wurde zu Ehren des Gesangvereins
Vayer. Koblhof Limbach am Pfingstsonntagvormittag vor
dem Kriegerdentmal eine schlichte Saarkundgebung ver—
anstaltet. Einem Ausslug am Nachmittag schloß sich abends
im Turnerheim ein aut besuchtes Festkonzert an.
RKreis Merzig.
Das deutsche Gesangswesen hat neue Formen ange—
hnonmmen; es will den Gemeinschaftsgeist pflegen. In dieser
Erkenntnis haben sich die drei Merziger Werksvereine
Fabritgesangverein, Brauereigesangverein und der Eisen—
bahner-Gesangverein zu einer engen Arbeitsgemeinschaft zu—
sammengeschlossen. Die Führung ist dem Umsichtigen und
bdewährten Führer des Fabrikgesangvereins Glaßmann
übertragen worden. Diese Arbeitsgemeinschaft wird von
den drei Vereinen in der Praris schon seit Anfang dieses
Jahres geübt. Sie hat den Zweck, das deutsche Lied, dieses
kostbare Kulturgut des deutschen Volkes, durch Gemein—
schaftssingen mehr wie bisher den Mitbürgern zugänglich
zu machen und bei besonderen Anlässen mit einem größeren
Vereinskörper auftreten zu können. Sie umfaßt etwa 130
aktive Sänger. wolsche alle unter der einheitsfichen Stoh—