Full text : 14.1934/35 (0014)

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des Saues XIV des D. s.s. nan⸗Moltel Saat.
Rund ooo Bereine mit so ooo Mitgliedern. Herausgegeben im Auftrage des Bundes
von Hauns Bongarden. Walther Stein. — Drach und BVerlag der Buch—- und Kunstöruckerei BSebr. Hofer ASG.
Saurbrũcken u. Volklingen. Tel. Saarbr. 22015. Volkliugen 13. — Bezugspreis Fr. 5. 00 vierteljährlich, Einzelnummer Ar. 2. 00

ur. 4

Juli 1034

14. Jahrgand

Bruno 5tiürmer.

Mrumg Stürmer ist der Sängerschaft an Mosel,
257 Nahe und Saar besonders nahegerückt durch
seine Kantate „kGin Volk ruft“, die er auf An—
regung der Gausührung
für das im September in
Saarbrücken stattfindende
Gaufest nach einer Dich—
tung von Walther Stein
schuf. Eine Reihe unserer
besten Vereine setzt seit
einiger Zeit Kraft und
Liebe an das Studium
dieses großangelegten über—
aus wirkungsvollen Wer—
kes, das auf dem Gaufest
zur Uraufführung gelan—
gen wird. Ueber die Kan—
tate schreißbt eben Dr.
Paul Mies in der
D. S. B.-Zeitung: „In
vier Abschnitten: Auf—
gesang, Einigkeit, Recht
Freiheit ist der Text ge—
formt. Geschrieben wurde
das Werk auf Veranlas—
sung des Saar-Sänger—
Bundes vor dem Jahr
der Abstimmung über das
Saargebiet. Es ist mit
Freuden festzustellen, daß
hier aus dem Auftrag
heraus ein Werk tiefer
ethischer Bedeutung und
hohen musikalischen Wer—
tes entstanden ist, das
nicht auf eine Stufe ge—
stellt werden darf mit
zahllosen der heute er—
scheinenden vaterländischen
Gelegenheitekompositionen. Bruno Sturmer.
Der Kantate dürfte eine dauernde Bedeutung zuzu—
schreiben sein. Die Formung des Ganzen ist überaus
frei. Stürmer bemüht sich, die kurzen und lapidaren
Zätze des Textes möalichst klar und verständlich wieder—

tiefern Gehalt zu erfassen
Tonmalerei nirgends Raum
eine einstimmige Anrufung,
deren Motive auch in das
eigentliche Werk hinein—
reichen. Die drei Haupt—
teile reihen dann Bilder
starken Eindrucks neben—
einander, wie den Anfang
„Unsere Augen fließen mit
Wasser“ und „Rufe mit
Deiner Stimme“ oder
„Höret die Botschaft des
Königs“ des Teils „Einig—
keit“; dann den Anfang des
zweiten Teils „Wie geht's
zu, daß der Hammer der
ganzen Welt zerbrochen
und zerschlagen ist“. Im
Abschnitt „Freiheit“ schei—
nen mir einige Verse zu
stark mit Parallelführun—
gen belastet. Ueber die
Motive „Gib frei, welche
du drängest“, „Werfet
Panier auf“, „Singet und
spielet dem Herrn“ führt
dann eine große Steige—
rung zum Schlußainen
„Er macht uns frei“
Stürmers Stil ist auch
in diesem Werke durchaus
modern, aber er erscheint
stark gereift, klar und
durchsichtig,. Vor allem
im Rhythmischen dürfte
das Werk kaum größere
Schwierigkeiten bieten Und
vor allem die leistungs—
fähigen Vereine seien ein—
dringlichst auf diese wertvolle Neuerscheinung aufmerk—
sam gemacht.“ Wir fügen die Besprechung hinzu, die
Hanns Mießner dem Werke in der von Dr. Eberhard
Preußner. Otto Sommer und Prof. Dr. Fritz Stein
            
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