Full text : 14.1934/35 (0014)

Nr. 3 IIIn.
Um 5 Uhr eröffnete das Orchester der Berufsmusiker unter
Leitung von Hans Gillessen das Konzert mit dem Lied
„Der Mai ist gekommen“ und einem Marsch. Weiter hörte
man noch die Suvertüre „Orpheus in der Unterwelt“, Wal—
zer“„Romantik, Fantasie „Undine“, Ouvertüre „Wenn ich
König wäre“ und verschiedene Märsche, auch das Saarlied,
das kräftig mitgesungen wurde. Das Orchester gab sich
alle Mühe, dem Konzert zum Erfolg zu verhelfen, und
es muß lobend anerkannt werden, daß sich immer mehr
Musiker der Sache zur Verfügung stellen. Weiter hörte man
„Flamme empor“ von Trunk, „Heraus mein Kind“ von
Kaun durch die Liedertafel Saarbrücken unter Leitung von
Wilhelm Schäfer. Die Chöre wurden gut vorgetragen, ich
wümschte mir nur ein etwas fließenderes Tempo. M.G.V.
Rotenhof sang „Ich kehre wieder“ und „Sonntagsfeier“
von Wengert. Wenn ich dem Verein auch ein Lob spenden
muß, denn der Verein hat sich seit seinem letzten Auf—
treten wesentlich gebessert und hat schönes Stimmenmaterial,
so kann ich doch nicht scharf genug diese zuckersüße und
fürchterliche Literatur verurteilen. Ich glaube auch, daß der
neue Leiter, P. Mang, bald zu der Literatur greifen
wird, die wir seit Jahren den Vereinen empfehlen. Der
Sängerchor des Eisenbahnvereins unter Max Rasgon sang
„Ein deutsches Lied“ von Stürmer, „Der kleine Rekrut“,
Bearbeitung von Zlosch. Dieselben klangen sehr gut, und
Rasgon hat den Verein gut in der Hand. Zum Schluß er—
klangen „Mahnung“ von Heinrichs und „Deutschland, hei—
liger Name“ von Baußnern als Massenchor unter W.
Schäfers Leitung. War das schön! Ich wünsche jedem Verein
die Stärke des Massenchors, dann werden die gestellten
Aufgaben eine weit größere Wirkung haben. Auch wünsche
ich den folgenden Konzerten einen besseren Besuch, denn
die Mühen der beteiligten Sänger und die Berufsmusiker
verdienen es G. H.—

Juph Saar⸗Sänger-Bund

An Seite 63

und unverdrossen bis zum Ende zu einem vollen und
vürdigen Erfolg! Alle Fragen, die mit dem Feste zusam—
nenhingen (Notenbeschaffung usw.) fanden schnellste Er—
ledigung. Besondere Betonung erfuhren noch einmal die
Nachmittagskonzerte im Sängerheim. Einstimmige Aufnahme
and der Bäckermeistergesangverein, Borussia Rußhütte
vurde seine Wiederaufnahme bestätigt. Besonderen Beifall
'and die Bekanntgabe, daß nun auch im Kreise Saarbrücken
der Gedanke des Zusammenschlusses von Vercinen an Boden
gsewönne. Den Anfang machten „Männerchor“ und „Froh—
inn“ Saarbrücken 2, die nunmehr unter dem Stabe von
Otto Schrimpf einen Klangkörper von über 90 Sängern
hildeten. Der Zusammenschluß von 3 Vereinen in Saar—
hrücken 1 stände bevor und es sei zu hoffen, daß nun auch
der Kath. M.G.V. Constantia Saarbrücken 2 in kürzester
Frist sich mit einem anderen Chor vereinige. Mit dem
„Deutschen Sängergruß“ schloß die Tagung. „Männerquar—
ettverein“ Saarbrücken gab der Tagung mit erlesenen
Thören einen äußerst wirküngsvollen musikalischen Rahmen

Seinen 75. Ge—
burtstag feierte
am 26. Aprihend.
J. der weit über
den Kreis der
engeren Heimal
hinaus bekannte
EB. Aug. Berg—
mann, Ehrenvor—
iitzender des Män—
ner⸗Ouart.⸗Ver⸗
eins Saarbr. 1.
Er nimmt noch
heute an den
Singstunden und
an allen Veran—
staltungen des
Vereins teil. U.
W. dürfte er der
älteste aktive Sän—
ger des Kreises
Saarbrücken sein
Der Verein brach—
te ihm ein Ständ—
chen und über—
reichte ihm ein
größeres Blumen—
gebinde.

Beim Kreistag Saarbrücken waren zwei Vereine unent—
schuldigt nicht vertreten. Der 1. Teil brachte kurz und zu—
sammengedrängt den Jahresabschluß des früheren Gaues
Saarbrücken. Der Geschäftsbericht von Sangesbruder Bach
gab zunächst die äußere Entwicklung des Gaues. Mit Ge—
nugtuung konnte er feststellen, daß nun nach einer Reihe
von Neuaufnahmen alle Vereine der Stadt Saarbrücken
im Gau erfaßt seien. Mit 39 Vereinen, 2369 aktiven und
3533 inaktiven, zusammen 5901 Mitgliedern werde der
Gau im neuen Kreise Saarbrücken aufgehen. Dieser äuße
ren Entwicklung entspreche auch sein musikalisch-künstlerisches
Schaffen, angefangen bei den Gaunachmittagskonzerten mit
ihrem hohen künstlerischen Niveau, über die Wertungs—
singen, bis zu den Konzerten des Münchener Symphonie
orchesters. Alles in allem ein Bild, reich an Arbeit, aber
auch reich an Erfolgen. Sangesbruder Wollbold gab den
Kassenbericht. Finanziell gesund, mit einem Bestand von
9255,77 Fr., könne der Gau seine neue Arbeit im Kreise
aufnehmen. Nach einem Berichte der Kassenprüfer, mit
herzlichem Danke für seine mustergültige Kassenführung,
wurde dem Kassierer Entlastung erteilt. Kreischormeister
Hitzelberger vervollständigte das Tätigkeitsbild des Gaues
nach der rein musikalischen Seite hin, gab wertvolle An—
regungen für Sänger und Chorleiter, bat insbesondere die
Chorleiter, sich doch stärker als bisher an den Chorleiter—
tagungen zu beteiligen. Kreisführer Jaeckel konnte nun,
nach einem Gedenken für die Toten des Jahres mit dem
Danke an alle, an jeden Sangesbruder, an seine engeren
Mitarbeiter in der Führerschaft zur 1. Tagung des neu—
gebildeten Kreises Saarbrücken überleiten. Sie vollzog sich
trotz reichhaltiger Tagesordnung glatt und reibungslos in
kürzester Frist. Es war klar, daß bei der Gestaltung des
kommenden Jahresprogramms durch den Kreiswart und
seinen 1. Chormeister das Gaufest im Mittelpunkt stehen
mußte. Gerade dieses, so konnte der Kreisführer betonen,
erfordere jetzt angestrengte und zieslbewußte Arbeit. Das
Ziel stehe fest. der Weg sei gegeben, jetzt heiße es, zäh

In der gutbesuchten Jahres-Hauptversammlung de—
M. G. V. „Liedertafel“ Saarbrücken 3 wurden die durch den
SZchriftführer Felbel und den Kassierer Dewes erstatteten
Berichte einstimmig genehmigt. Nach Anhörung der Kassen—
orüfet wurde dem Kassierer Entlastung erteilt und für
die mühevollen Arbeit, wesche das Amt eines Kassierers
mit sich bringt, herzlichst gedankt. Sangesbruder Ehren—
porsitzender J. B. Ddüren gab dann einen interessanten
Bericht über die Neugestaltung von Bund und Gau. Bei
der stattgefundenen Wahl wurde der langiährige verdienst—
olle erste Vorsitzende R. Schmidt einstimmig zum Vereins—
ührer gewählt. Dankend nähm dieser die Wahl an und
zeftimmte zu seinen Mitarbeitern den gesamten früheren
Vorstand, welcher schon mit wenigen Ausnahmen 10 Jahre
lang die Geschicke des Vereins leitet. An Veranstaltungen
m Jahre 1934 sind vorgesehen: 28. Februar: Bunter Abend
m Johannishof. 1. Mai: Tag der nationalen Arbeit: Mit—
virkung bei der Gau-Nachmiktags-Veranstaltung. 10. Mai:
Familienausflug. 3. Juni: Wald- und Bannbegang der
Aktiven. 1. Juli: Familienausflug mit Kinderfest. 4. August:
Zängerausflug an die Mosel (evtl. nach Bernkastel). 3.
Rovemher: 65. Stiftunosfest mit Festkonzert im Johannis—

STADTPARK LVDWIGSBERG S
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