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Ennh Saar-⸗Sänger-Bund jih
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fälschlicherweise immer noch als „Liedertafelei“ bezeichnet
werden sind es nur insofern, als sie sich vom Volk
wie die Liedertafel abgeschlossen haben), sind eine Pseudo—
kunst. Sie geben Stimmungen, Gefühlchen und Eigenschaf—
ten wieder, die das reine, unverfälschte Volk nicht kennt.
Was wir brauchen, ist eine Kunst, die erdgewachsen ist und
noch den Duft der Ackerscholle atmet, den wir Menschen
von heute fast alle missen müssen. Leonhard Blumberger.
A d Deut —XX b
us dem Deutschen Sängerbund.
n historischer Stätte, im ehemaligen Preußischen Land—
9 tage, fanden sich am 22. April Vertreter des Deutschen
Sängerbundes aus allen Teilen des Reiches
zusammen. Von Nord und Süd, von Ost und West waren
die Sängerführer herbeigeeilt, um über das Schicksal des
Deutschen Sängerbundes zu beraten und dem Bunde die
Festigkeit zu geben, deren er in der neuen Zeit bedarf.
Ddie Tagung, die unter dem Eindruck der Wahl eines neuen
Bundesführers stand, ist die 28. in der Reihe der Sänger—
tage. Ihre Einberufung machte sich notwendig durch die
Rüͤcktriftsserklärung des bisherigen Bundesführers Georg
Brauner, der sein Amt genau ein Jahr innegehabt hat,
nachdem er fast ebenso lange als Stellvertreter des ver—
storbenen Geheimrats Dr. Hammerschmidt die Geschäfte ge—
führt hatte. Tagungen pflegen in der heutigen Zeit, wo
das Führerprinzip eine umfassende Rolle spielt, kurz zu
sein. So war es auch hier: Der Sängertag hatte mehr
den Charakter einer Feierstunde, durch die von Anfang
bis zum Ende Festigkeit und starke Zuversicht auf die Zu—
kunft durchklang.
Inserpusen der Gesangvereine. Rosenberg glaubt, daß man
odieles Alte veredeln könne, daß man aber auch viel aus
dem Geist der neuen Zeit in die Chorbewegung herüber—
nehmen müsse. SA. und Hitlerjugend zeige ein „neues“
vLied, das zwar manchmal unzulänglich sei, durch das aber
doch ein einmütiger Rhythmus gehe. Ziel der großen,
iationalsozialistischen Weltanschauung sei, den ganzen Men—
schen zu erfassen. An dieser Aufgabe könne auch der D.S.B.
mitarbeiten, im deutschen Lied stecke das ewig sich erneuernde
und die Millionen immer wieder bindende Mittel des ge—
neinschaftlichen einheitlich gerichteten Willens. Der starke
Beifall, der den Worten Rosenbergs folgte, ließ die tief—
zehende Wirkung seiner Worte erkennen. In der Tat,
Rosenberg umriß in seinen Ausführungen das Kernproblem
der Bewegung: Im Liede den ganzen deutschen
Menschen zu erfassen.
Sodann erfolgte die Wahl des neuen Führers. Rektor
Brauner gab, wiederholt von Beifall unterbrochen, die
Erklärung ab, daß er wie bisher, dem D.S. B. treue Ge—
folgschaft halten werde. Die Wahl von Oberbürger—
meister Meister, Herne, den Brauner als seinen Nach—
folger vorschlug, wurde durch Zuruf vorgenommen. Meister,
der seit dem 18. März bereits den Bund als Beauftragter
führt, gehört der NEDAßP. seit ihrer Gründung an und
ist einer der zähesten Kämpfer für die Partei in Westfalen
gewesen. Seit einigen Monaten führt er den Westfälischen
Sängerbund und wurde unlängst in den engeren Führerrat
des D.S. B. berufen. Durch seine Tätigkeit in den letzten
Wochen, in denen die Organifation schwerste Kämpfe zu
bestehen hatte, hat Meister bewiesen, daß er der geborene
Führer für die DSB.Bewegung ist. Von seiner Energie
uünd seiner Tatkraft dürfen die deutschen Sänger starken
Schutz gegen alles erwarten, was dem D.S. B. hemmend in
den Weg gelegt wird. Der neue Bundesführer dankte in
einigen markigen Sätzen für das erwiesene Vertrauen. Vor
allen Dingen dürfe man nicht das große Ziel aus den
Augen verlieren. Der D.S. B. sei zu großen Aufgaben be—
rufen, bei denen es gelte, die ganze Kraft einzusetzen. Man
müsse in Zukunft besonders darauf achten, daß die großen
Ideen des nationalen Chorgesangs nicht durch Elemente
verwässert werden, die unter der Systemregierung die
nationale Sache sabotiert hätten. Die Worte des Bundes—
führers lösten begeisterten Beifall aus.
Nach Annahme einer neuen Satzung, die der Zeit durch
das Führerprinzip Rechnung trägt, machte Bundesführer
Meister von der Zusammensetzung seines Führerrats Mit—
teilung. Zum stellvertretenden Bundesführer wurde ein—
stimmüg Dr. Bongard, Saarbrücken, gewählt. Dem
Führerrat gehören weiter an: Württembergischer Innen—
minister Dr. Schmid EGtuttgart)) Oberbürgermeister
Memmel (Würzburg), Rektor Brauner Gerlin), Dr
dermann GErankfurt a. M. Dr. Laugs (Gassel Dr.
dangemann (Hannover), Wilke (GKassel). Der Musik
ausschuß setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:
Dr. Kaugs (Kassel), Heinrichs (Hannover) Nellius
Herne), Nagel (Eßlingen) Sauerstein Garlsruhe)
Rosenthal-Heinzel Mießner Ger—
lin). Damit war der geschäftliche Teil der Tagung zu
Ende. In seinen Schlußworten stellte der neue Führer
drei Gehhtonne heraus, die er den deutschen Sängern
als goldene Wort mit auf den Weg gab: Glauben an
die nationalsozialistische FIdee und ihre
Zukunft, Treue zum Führer und Pflicht,
erfüllung bis zum Aeußersten. Mit einem Heil—
ruf auf Adolf Hitler, an den ein Begrüßungstelegramm
gesandt wurde, schloß die Versammlung.
In einer Stunde war die große organisatorische Neu—
orientierung abgewickelt. Ein neuer Führer, gewählt vom
Vertrauen der deutschen Sänger, lenkt das Schiff des
D.S.B. durch die oft hochgehenden Wogen unserer Zeit.
Idealismus und Tatkraft, die dem neuen Führer in hohem
Maße eigen sind, geben die Gewißheit, daß er den D.S. B
zum Siege führen wird.
—
Bundesführer Oberbürgermeister Meister, Herne.
Die „Berliner Liedertafel“ unter Leitung ihres Chor—
meisters, Friedrich Jung leitete die Tagung durch zwei
stimmungsvoll gesungene Chöre von Wiedemann (Erd—
geboren“) und Kaun („Lebenslied“) ein. Die Chöre klangen
herrlich an dieser ungewohnten Stätte, die früher viele
Reden, aber nie Musik vernahm. Reicher Beifall lohnte
den Vortrag der Berliner Liedertafel.
Die Taguüng wurde durch den bisherigen Bundesführer
Brauner eröffnet, dessen besonderer Gruß dem mit großem
Beifall empfangenen“ Ehrenführer des D.S. B., Alfred
Rosenberg, galt. Gauführer Schulz begrüßte die Versamm—
lung als Vertreter der Kurmärkischen Sänger. In seiner
Ansprache dankte er Brauner unter wiederholtem, leb—
haftem Beifall der Versammlung für seine bisherige Tätia—
keit als Bundesführer.
Sodann machte Alfred Rosenberg grundlegende
Ausführungen über die Einstellung des neuen deutschen
Menschen zur Zeit und zum Liede. Er kam ausführlich zu
sprechen auf das neue Lied, das „schlicht und heroisch“ sein
müsse. Die neue Zeit erfordere auch auf dem Gebiete des
Chorgesangs eine genaue Ueberprüfung in bezug auf die
Vifertur. wie auch auf den Stil der bisherigen Lebens—