Seite 46 III anllll Saar⸗ Sänger⸗Bund
Maäathieu, Chorleiter, St. Ingbert. Wir veröffentlichen die
recht gute Vortragsfolge:
Orchester 1. Oubvertüre zu Alfonso Estrella““
Mãnnerchor 2. Lied der Gefallenen
Frl. Nidlas a) Verklärung
b) Die Mutter Erde
c) Dent' es o Seele
d) Wo find' ich Trost
Violinkonzert G⸗dur
Andante con moto aus der V. Symphonie
Sonate (Pathetiquè)
a) Grave-Molto⸗-⸗Allegro con brio
b) Adasgio cantabile
Orchester, Sopran, c) Rondo
Knaben- u. Männerchor 7. Kantate, „Den Gefallenen zum Gedächtnis, den
Hinterbliebenen zum Trost“ Baumann
Das vom Vereinigten M.G. V. Lautzkirchen am Ostersonn—
tag veranstaltete Frühjahrskonzert bewies den Opfermut
und die Opferfreude, sowie das Können des Vereins, zu—
mal sich die beiden Vereine M.G.V. und M.G. V. Sänger⸗
klub 1924 erst vorigen Sommer zusammengeschlossen haben.
Den Auftakt des Konzerts, welches unter Leitung des Chor—
meisters und Organisten Jung, Blieskastel, und unter Mit—
wirkung der Solistin Else Kusche-Franke, Karlsruhe, statt—
fand, bildete der Deutsche Sängergruß und Deutschland,
heil'ger Name. Diesem schloß sich dann das eigentliche
Programm an. Die Besucher, die den Saal bis auf den
letzten Platz gefüllt hatten, und durch Ruhe und Ordnung
das Gehörte zu einem vollen Genuß machten, konnten dem
Verein nur weiteres Blühen und Gedeihen wünschen.
FRreis Sulzbachtal.
Die Kreissstagung des Kreises Sulzbachtal am 7. April
war von 27 Vereinen besucht, leider fehlten von den an—
wesenden Vereinen 14 Dirigenten, teils mit und teils ohne
triftigen Grund. Neuaufgenommen wurden: Sängerverein
„Eintracht“ Neuweiler, „Friede“ Bildstock, „Frohsinn“
Merchweiler und „Flora“ Quierschied. Die Anmeldung des
Sängervereins „Harmonie“ Sulzbach wurde vorläufig zu—
rückgestellt. Der Sängerverein „Liedertafel“ Spiesen hat
sich aufgelöst und seine Sänger anderen Bundesvereinen
zugeführt, so daß diese Sänger unserer Bewegung erhalten
bleiben. Die Beiträge zum Deutschen Sängerbund sind ab
1. Januar auf 1,20 Mk. festgesetzt, die aber nur mehr von
den aktiven Sängern zu zahlen sind. In diesem Beitrag
sind alle Leistungen mitenthalten, auch die Beiträge zur
Tonsetzergenossenschaft. Kreischormeister Mayer erfstattete
einen gusführlichen Bericht über die Musikausschußsitzung
vom 17. 3. in Trier. Er führte aus, daß im Vordergrund
unserer Arbeit das volkserzieherische Moment steht. Des—
halb Eingliederung in die deutsche Kulturaufgabe nach
dem Willen des Führers des deutschen Volkes. Fortschritt
in unserer Bestrebung ist nur durch Fortschritt unserer
Dirigenten möglich. Also ununterbrochene Weiterbildung.
Bedauerlich ist das freiwillige Zurückstehen und Sichaus—
schließen einiger „ausgelernter“ Dirigenten von der Mög—⸗
lichkeit, die Richtlinien für Gemeinschaftsarbeit am deutschen
Lied kennen zu lernen. — Die letzte Chorleiterschule fand
in Bernkastel statt. Die nächste für das Saargebiet in
Betracht kommende steht noch nicht fest. Die neue Wer—
tungssingordnung wurde eingehend geschildert. Der Gau—
tag am nächsten Sonntag in Trier wird sich noch damit
beschäftigen. Mit dem Wertungssingen 1934,36 soll noch
in diesem Jahr begonnen werden. Den Anfang wird die
Gruppe 1 machen. Gemischte Chöre werden nicht mehr
mit Männerchören zusammengewertet. Frauen- und Ge—
mischte Chöre bekommen ihre eigene Wertungssingen. Die
Musikgusschußsitzung in Trier beschäftigte sich auch mit
dem Plan zum Abhören der Gruvpen⸗— und Masseuchöre
upeeh Nr. 2
zum Gautreffen am 1. und 2. September in Saarbrücken.
dierin hatte unser Kreischormeister bereits vorbildliche Ar—
heit geleistet. Daten hierfür lagen in unserm Kreis bereits
seit längerer Zeit fest. Der Gauchormeister hat am 15. Jult
hbeim Kreistreffen in Sulzbach Gelegenheit, die Pflicht—
höre „Weckruf“ und „Deutscher Morgen“ von Armin Knab
und „Schwur des Volkes“ von Walter Rein abzuhören. Es
ist eine selbstverständliche Pflicht der Vereinsdirigenten bei
dieser Generalprobe zugegen zu sein. Vor dem Nreistreffen
ftinden noch einzelne Gruüppenproben durch den Kreischor—
meister statt und zwar haben die Vereine von: Elversberg
und Spiesen eine gemeinschaftliche Probe in Spiesen, Bild—
tock und Friedrichsssthal eine solche in Friedrichsthal,
Schnappach, Hühnerfeld, Neuweiler und Sulzbach in Sulz—
dach, Dudweiler, Jägersfreude und Herrensohr in Herren—
sohr und Merchweiler, Fischbach und Quierschied in Quier—
chied. Die Proben finden an einem Montag statt, dessen
Ddatum noch bekanntgegeben wird. Die vom Gau heraus—
zegebenen Liederblätter wurden zur Anschaffung empfohlen.
Zie sind sehr billig und wertvoll. Blatt 1 enthält Lands—
nechtlieder, Blatt 2 Unsere lieben Frauen, Blatt 3 Mit
Lust tät ich ausreiten, Blatt 4 einstimmige Saarlieder und
Blatt 5 Wir wollen heim. — Kreisführer Baus berichteto
über die erweiterte Gauvorstandssitzung vom 18. 3. Sie
heschäftigte sich hauptsächlich mit dem Gautag am 15. 4. in
Trier. — Zum Gaufest in Saarbrücken ist beabsichtigt ein
Festbuch herauszugeben. Es soll zum freien Eintritt be—
rechtigen. Den Ehrenbrief für 50jährige aktive Sängertätigkeit
zrhalten aus unserem Kreis die Sänger: Jak. Kraus und
Joh. Kaup, beide vom Sängerverein Flora“ Fischbach. —
Die Kreiskonzerte sind am 22. 4 in Spiesen, 29. 4
in Fischbach und am 6. 5. in Jägersfreude. Sie stehen
unter dem Motto „Das Volkslied“ Der Kreischormeister
wird in diesen Konzerten einen einleitenden Vortrag über
das Volkslied halten.
Der Sängerverein „Liederkranz“ Elversberg hielt auch in
diesem Jahre sein bereits traditionelles Osterkonzert ab.
Das Konzert war diesmal nur dem Volkslied gewidmet. Es
fand bei den Zuhörern dankbare Anerkennung. Chormeister
Mayer brachte mit seinem gut disziplinierten Männer- und
Frauenchor die Lieder in eindrucksvoller und einwandfreier
Form zu Gehör. Der Männerchor erfreute mit Liedern
»on Silcher, Zelter, Othegraven, Walter Rein und Hans
Lang. Im forte beherrscht und rein im zarten piano war
ein Vortrag ein Genuß für die Zuhörer. Der Frauenchor,
der in der letzten Zeit einen flarken Zugang an Sän—
gerinnen zu verzeichnen hat, brachte ebenfalls seine Lieder
zon Zelter, Othegraven, Jos. Haas, Max Trapp usw. in
ehr guter Weise zum Vortrag. Die Lieder wurden mit
reichem Beifall von seiten der Zuhörer belohnt, ein Be—
veis, daß sie diesen Liedern das größte Interesse entgegen—
hringen. Als Solist war der Tenor Hary Liedecke, Karls—
zuhe, zu diesem Volkslieder-Konzert verpflichtet. Ein junger,
ympathischer Sänger, der zu großen Hoffnungen berechtigt
Seine Lieder von Schubert, Weingartner, Hildach usw.
offenbarten großes Können. Er singt einen kräftigen Tenor,
in den hohen wie tiefen Lagen gleich rein und beherrscht
Der Verein tat in seiner Verpflichtung einen guten Griff
Seine Begleitung am Klavier lag in Händen von Lehrer
Fuchs, Heinitz, der sich in feinsinniger Weise dem Sänger
anpaßte. J. W.
Das Wohltätigkeitskonzert des Sängervereins „Flora“
Fischbach zum Besten des WHW. fand vor vollbesetztem
dause unter Otto Schrimpfs Leitung und unter Mitwir—
kung der Solisten Heinrich Bohn (Violine) und Rudi
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empfiehlt seine Lokalitäten bei Ausflügen von Vereinen. Großer Saal mit Gartenanlagen für
1000 bis 1200 Personen. Kleiner Saal 70 bis 80 Personen. Im Ausschank das beliebte
Becker Bier, St. Ingbert. Vereinslokal des Sängervereins 1882 Herrensohr (krüher Männer—
bor Konkordia. ältester Verein am Ort). Prima Küche. Eigene Schlächterei. Ia Hausmacher
Mürste Treffvunket ber Ganger 12*