Nr. 2 IIIIIPpue?upu shhhh SaareSänger-Bund l.
gar nicht, zu spät oder an unbedeutender Stelle bringt, weil mm Drud vor, und alle Kreisleitungen müssen es sich nun
sich der Feuilletonredalteur nicht gegen seine Kollegen zur, Pflicht machen, die Satzungen in die lebendige Wirk
durchzusetzen vermag, kurz, — wenn auch bei uns an Nahe— echkeit zu übersetzen. Um den neu hinzugekommenen Kreisen
Mosel⸗Saar noch nicht alle Blütenträume reiften, so liegt Belegenheit zu geben, sich rasch in unserer Kulturarbeit
das zum geringsten Teil an der Presse, zum größten an der ꝛinzufinden, habe ich eine Keihe von Wochenendrkursfen
Gleichgültigkeit,der Sänger, die nicht ebenso ür die Dirigenten der betr. Kreise durchgeführt, ich muß
wie Turner und Sportler ihre Forderungen geltend machen, agen, bei dem großen mir allseits entgegengebrachten
Forderungen, die ihre Berechtigung aus der hohen volks- Interesse mit gutem Erfolg. Aber wenn Chorleiter an
erzieherischen und zugleich volksdeutschen Be— olchen, übrigens mit großen Mühen und Kosten ermög
deutung unserer Sängerbewegung herleiten. Aufgabe un— ichten Bildungsgelegenheiten nicht teilnehmen, offenbar,
serer Presssewarte in den, 23 Kreisen unseres Gaues veil sie schon auüsgelernt haben, schon fertig sind, schon
ist es, nunmehr restlos die Presse für uns zu gewinnen. Sie alles wissen und können, dann dürfen sie und ihre Vereine
dürfen es mit gutem Gewissen, und sie finden — ich weiß ich nicht wundern, wenn sie mehr und mehr die Fühlung
es bestimmt — überall offene Türen, offene Herzen, dienste derlieren, in Rückstand geraten und schließlich erleben
bereite Hände! nüssen, daß die Zeit über sie hinweggeht. Solche Chor—
Ueber unsere eigene Sängerzeitung berichten eiter haben vom Geist unserer Bewegung keinen Häuch
meine Ausführungen in der Ihnen vorliegenden Tages- derspürt, sie sind des hohen Erzieheramts eines Chor—
ordnung. Ich möchte hinzufügen, daß jetzt alle Energien eiters am schafsenden Volke, das ihnen ihr Ver—
eingusetzen sind daß unsere Sängerzeitung ge— rauen schenkt, unwürdig, sie können nicht rasch genug den
mäß unserer Satzung auch den letzten Sanges- Faktstock niederlegen. In Bernkastel hatte der Gau in den
bruder in Stadt und Land erfaßt, daß die Be—- Isterferien für seine Chorleiter ein achttägiges Schu—
richte mehr und mehr versachlicht werden, wie es der ungslager eingerichtet, zu dem sich 84 Chorleiter zu
Kreisbericht aus Dillingen in der letzten Nummer ver⸗ völligem Gemeinschaftsteben zusammenschlossen, um sich
deutlicht, und endlich, daß es sich aklle Kreise zur unter Leitung des Gauchormeisters, des Professoré
PfLicht machen, den Bestand unserer Sängerzeitung Walter Reun aus Frankfurt a. M. und des Gauarchivars
nach Inhalt, Umfang, Ausstattung und Preis durch Wer? Willi Lorscheider die „Richtlinien für die Gemein—
bung von Anzeigen zu gewährleisten, ieder Kreis schaftsarbeit am deutschen Lied“ selbst in lebendiger Praxis
venigftens eine Seite! zumerarbeiten. Hier war der Nachdruck gelegt auf die
Verlieren wir auch nicht die Verbindung mit dem großen Pflege des ein- ünd zweistimmigen Singens, des Kanons,
Ganzen, dem Deutschen Sängerbund, dessen treues des Volksliedes, der Chorgestaltung und Chorliteratur, auf
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Saarbrücker Kreisleitung im Festzug Trier. phot. A. Boch
Kreis TrierLand im Festzug Trier.
vbot. A. Bach
Glied wir sind, indem wir auch hier den Richtlinien ent—
sprechen und jeder Verein und jeder Sängerführer wenig—
stens ein Exemplar der D.S. BeZeitung hält, liest und be—
herzigt. Das ist wohl nicht zu viel verlangt für eine Sache.
der man sein Herz verschrieben hat!
Ich schließe mit dem Wunsche, daß die Drucklettern,
diese kleinen schwarzen Kanoniere Gutenbergs, die für
eine Sache oft schon besser gekämpft haben als große Ar—
meen mit modernstem Kriegsgerät, unsere Sänger—
bewegung, tragen mögen mit ihrer Sorge,
ihrer Liebe, ihrer Kraft, namentlich jetzt, da es
für unsern Gau dem großen Gaufest in Saarbrücken ent—
gegengeht, das auch die Lauen aufrütteln und ihnen
einen mächtigen Eindruck von Kraft und Hoheit des
deutschen Liedes geben soll!
Den zweiten Vortrag hielt Gauchormeister Musik—
direktor Beck über die
Musikpolitik des Gaues.
Im Vordergrunde unserer Arbeit steht das volkserziehe⸗
rische Moment, die Eingliederung unserer gesamten Kultur—
leistungen in die Aufbauarbeit unseres Volkes nach dem
Willen seines Führers. Fortschritt in unserer Bewegung
gibt es aber nur durch den Fortschritt der Dirigenten.
Das erfordert ununtérbrochene Weiterbildung.
Als vorzüglichstes Mittel haben sich bei uns seit eineinhalb
Jahrzehnten die Wertungssingen erwiesen. Die neue
Wertungssingenordnung, aufs gewissenhafteste von den zu—
ständigen Führern des Gaues auf Grund langjähriger Er—
fahrungen durchgeführt und festgesekt, lieat den Vertretern
Stimmbildung und Einbeziehung von Instrumenten in
unsere volkstümliche Musikpflege. Es liegt auch hier un—
bedingt den Kreisführern ob zu prüfen, warum sich die
Chorleiter ihres Kreises diese Bildungsgelegenheit ent—
zehen ließen, und gegebenenfalls herbeizüführen, daß in
Zukunft dieses „Sichselbstausschließen“ unterbleibt.
Namentlich zur Pflege des Gemeinschafts—
singens gab der Gau in eigenen Liederblättern (Karl
dochstein, Heidelberg) Lieder und Chöre heraus — bis
etzt 5 —, die von den Kreisleitungen möglichst bald zu
Pflichtchören gemacht werden mögen, damit bei Zusammen—
ünften aller Art diese Lieder gemeinsam, als Massenchöre,
gesungen werden können. Ueberhaupt ist es unsere Auf—
gabe, die Singgemeinschaft zu pflegen, das ein—
stimmige Lied, den Kanon, das Volkslied, das Marschlied,
nicht zuletzt das einstimmige Lied. Sicher wird dadurch
auch die Jugend in unsere Kreise hineingezogen. So er—
greifen wir mit dem deutschen Lied auch wieder die Fa—
milie, das deutsche Haus, und wir werden wieder ein
ingendes Volk!
Als dritter Redner war der Komponist und Musikschrift
steller Dr. Walter Leib aus Heidelberg gewonnen
Seine Ausführungen galten der
Jugendsingbewegung und ihrer Eingliederung in
die volksmusikalische Erziehung.
Wir werden den Vortrag demnächst in unserer Bundes—
‚eitschrift veröffentlichen. Der Redner zeigte auf, wie die
Chorvereine und die Jugendsingbewegung aus der
Sinafreudiagkeit unseres Volkes entstanden sind. Die vater—