Full text : 14.1934/35 (0014)

Nr. 12 inr

Ui Saar⸗Sänger-Bund

n Seite 255

lingen. Gemeinschaftskonzert mit dem Gesangverein „Heiter—
keit“. Beteiligung am Gaufest in Trier und Mitwirkung
beim Konzert im katholischen Bürgerverein. Am 2. De—
zember bestritt der Verein die Stunde des Chorgesanges
über die Reichssender Frankfurt und Stuttgart. Beteiligung
an der Feier der DIK. anläßlich des Besuches des Fuß—
hallvereins M.Gladbach. Mitwirkung beim Erntedankfest.
In den Kundgebungen der Deutschen Front wirkte der
Verein fünfmal mit, ferner zweimal an deutschen Abenden.
Für die Mitglieder gab es 3 Abende, darunter ein Kaffee—
ränzchen für die Frauen am Muttertag. Die Kassenver—
hältnisse sind befriedigend. Die Mitgliederzahl beträgt neben
80 singenden, 250 fördernde Mitglieder. Möge es dem Ver—
ein vergönnt sein, auch in Zukunft in Treue für Volk
und Vaterland zu arbeiten!
MGB. 1926 Ludweiler hielt seine Jahresversammlung
ab. Nach Begrüßung der Mitglieder, Bekanntgabe der
Tagesordnung übergab der Vereinsführer dem Schrift-—
führer das Wort zum Jahresbericht. Der Verein hat im
berflossenen Jahr in gesanglicher Hinsicht gute Fortschritte
gemacht. Als ein besonderes Ereignis sei die Tatsache an—

usehen, daß dem Verein am 27. Januar Gelegenheit
regeben wurde, am Reichssender Stuttgart im Rahmen
iner volkstümlichen Stuünde mitzuwirken. Der Bericht
chloß mit dem Wunsch, daß die Sänger aus der Er—
enntnis der Wiedervereinigung des Saargebietes mit
inserm Vaterland in diesem Jahre mit neuem Mut und
roher Zuversicht das deutsche Lied pflegen mögen. Nach—
em die Kassenrevisoren die Kasse geprüft und dem
dafsierer das Zeugnis einer übersichtlichen Kassenführung
usgestellt haben, wurde der Vorstand entlastet. Der bis—
erige Vereinsführer Heinr,ch Gürtler trat von seinem
Zosten freiwillig zurück. An seine Stelle wurde Rudolf
dadig einstimmig gewählt. Seine Mitarbeiter setzen sich
eilweise aqus dem früheren Vorstande zusammen. Im
ibrigen beschäftigte sich die Versammlung mit der Frage der
nn diesem Jahr zu treffenden Vorbereitungen für den Emp—
ang unserer Meisenheimer Pfingstgäste, die uns mit einem
sßegenbesuch beehren. Ferner wurde beschlossen, am 16.
Februar eine Kappensitzung zu veranstalten. Die Vorbe—
eitungen zu diesem lustigen Abend sollen schon in An—
griff genommen werden L.

BGBom müüüchertisch.

Zeitschrift für Musik, gegründet 1834 von Robert Schu—
mann, Monatsschrift für eine geistige Erneuerung der
deutschen Musik, Herausgeber und Verlag Gustav Bosse,
Regensburg, viertelj. 3,60 Mk., Einzelheft 1,35 M. Die
3. f. M., der wir Monat für Monat als einem Pionier
deutscher Musikkultur ein Wort wärmster Empfehlung ge—
widmet haben, wartet eben mit einem trefflichen Richard—
Wetz-Heft auf. Es bringt: Dr. Walter Hapke: Richard Wetz.
Eine ungesprochene Rede; Hilmar Schulz: Richard Wetz
als Mensch und Lehrer; Gerhard Strecke: Die Oratorien
oon Richard Wetz; Dr. Walter Hapke: Der Sinfoniker
Richard Wetz; Univ-Prof. Dr. Karl Hasse: Neue musik⸗
theoretische Lehrbücher I1: Blessinger, Melodienlehre; Prof.
Dr. Ferdinand Pfohl: Richard Strauß und der Hambur—
gische Geist; Dr. Otto zur Nedden: Hans Pfitzners deutsche
Sendung; Hans von Wolzogen: Hugo Rüdel *; August
Pohl: Wilhelmine Schröder-Devrient; Gusti Conrad: Die
drei Tafeln. Es folgen, wie stets, Berichte über das musi—
kalische Leben in Berlin, Leipzig, Köln, Wien und anderen
Städten, über Ur— und Erstaufführungen, über Konzert
und Oper, Musikfeste und Festspiele, Gesellschaften und
Vereine, Kirche und Schule, Musik im Volk, im Rundfunk,
im Film, deutsche Musik im Ausland, Neuerscheinungen,
Persönliches. 5 Bildbeilagen erhöhen den Wert der Num—
mer. Wer mit dem Musikleben in lebendige Fühlung treten,
in Fühlung bleiben will, bediene sich der Z. f. M.!
Ueberaus reizvoll ist auch die soeben erschienene reich
Ilustrierte FaschingsKummer der Zeitschrift für Musik.
Sie bringt: UniveDozent Dr. Paul Nettl: Ein Prager
Albumblatt Carl Maria von Webers, Deutobold Fürchter—
lich: Die Entschleierung des Beethoven-Geheimnisses, Dr.
Sanford Charles Alk: Joh. Seb. Bach und Shakespeare,
Hyperchronion Telescopius: Himmelsgespräche, Otto Pleß:
Leipziger Allerlei, Berlinische Musikgeschichte von einem
Kenner und Liebhaber derselben, O. W.: Funk-Telegramm
aus Luxemburg, Emil Wagner: Wässerige Geschichten (Aus
dem Münchener Musikleben), Prof. Dr. Ferdinand Pfohl:
Rondo infonito (Aus Hamburgs Musikleben), Tyll Ulen—
spiegel: Neues vom Tage, Hieronymus Birnhäupl: Fahrt
ns Reich, Alfredo Lazzi: Die Rettung der Opernkunst,
Hans Wilhelm Lichtenberg: Kleine Geschichten um große
Künstler. und vieles andere.
Die Westmark, Monatsschrift für deutsche Kultur, Schrift—
seiter Kurt Kölsch, Westmarkverlag Neustadt a. d. Haardt,
Einzelverkaufspreis 1 Mk., für Mitglieder der Deutschen
Front erheblich billiger! Bestellungen durch Post, Buch—
andlungen, Ortsgruppen der Deutschen Front und den
Verlag. Die Westmark sollte nun endlich Heimatrecht ge—

unden haben, wie in der Pfalz, so an der Saar, denn
diese fein redigierte und sorgsamst illustrierte Monatsschrift
tand seit ihrem Bestehen in der vordersten Linie des Be—
reiungskampfes um die Saar und hat es sich stets ange—
egen sein lassen, in Aufsätzen erster Autoren, Mitteilungen
ind Buchbesprechungen sachkundiger Mitarbeiter das
reistige Bild unserer Heimat widerzuspiegeln. Die vorlie—
ende Nummer ist dem Abstimmungskampf gewidmet. Sie
ringt: Rupert Rupp, die Saar kehrt heim, Hans Steinacher,
zolkstum im Kampf um das Reich, Friedrich Grimm, Es
zibt keinen Status quo, Bruno Rauecker, Das Gesetz des
zozialismus, Dr. von Leers, Deutsche Schicksalswende, Er—
ählungen von Klaus Schmauch, Klaus Stief, Johannes
dirschweng, — Ph. Tempel, Die Wacht im Westen,
dichtungen, Bilder, Buchbesprechungen. So findet die schöp—
erische Kraft des jungen heimischen Schrifttums und der
ildenden Kunst in wesentlichen Ausschnitten den gebühren—
»en Rahmen zur Selbstdarstellung. Unsere Sänger als
»ie berufenen Treuhänder deutschen Kulturgutes müssen,
venn es noch nicht geschehen, die „Westmark“ im deutschen
Zängerheim „heimisch“ machen! An dieser Aufgabe sollen
insere Sängerführer nicht länger vorübergehen!
Th. W. Elbertzhagen, Amfortas, das romantische Schicksal
ines großen deutschen Opernsängers, Verlag Georg Wester—
nann, Braunschweig, Berlin, Hamburg, 4,80 M. In glut—
oller, fesselnder Darstellung vergegenwärtigt uns hier ein
vahrhaft Berufener in einem kulturhistorischen Roman gro—
zen Formats Leben, Schicksal und künstlerisches Wirken des
zottbegnadeten Wagner-Sängers Theodor Reichmann, der
ẽnde des 19. Jahrhunderts zu den hervorragendsten Mit—
liedern der Hamburger, Münchener und Wiener Opern
ählte und in Bayreuth an zwei Jahrzehnte den Am—
ortas spielte. Indem der Dichter uns durch die labyrin—
hischen Gänge dieses außerordentlichen Künstlerlebens führt,
urchmessen wir gleichzeitig ein bedeutsames Stück deutscher
Nusikgeschichte, durch bis dahin unveröffentlichte Reden
tichard Wagners, des Reichstagsabgeordneten Feustel und
urch Briefe Wagners, Cosima Wagners und Gustav Mah—
ers grell beleuchtet. Hier zeigt der historische Roman
eine bildende und erzieherische Macht; das treffliche Werk
sehört in jede Bücherei. Es stellt aber auch eine wertvolle
zabe für Sänger und Sängerjugend dar!
Deutsche Reise von Werner Bergengruen, mit 114 Ab—
ildungen in Kupfertiefdruck, Volksverband der Bücher—
reunde, Wegweiser⸗Verlag G.m. b. H., Berlin. Ein treff⸗
iches Buch der Heimat⸗ und Vaterlandsliebe! Treffliche
zchilderungen lassen wie auf einem Filmstreifen die
chönsten und charakteristischsten deutschen Landschaften

THEODOR BEBR αν.
            
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