Full text : 14.1934/35 (0014)

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klungen, da kam über uns der Orgel innige Stimme:
„Ehre sei Gott in der Höhe“, und mit ihren Klüängen ver—
banden sich die Stimmen unseres Kirchenchores zu dem
frohen abelgesand „. . und Friede auf Erden den Men—
schen“. Das anmutige Wiegenlied war eine herrliche Hul—
digung für das goͤttliche Kindlein in der Krippe. Als
dann die Orgel schwieg, gaben die Sänger auf dem Frucht-—
markt unseren Gefühlen Ausdruck: „Dveutschland, heiliger
Name“, „Nun schweige jeder von seinem Leid .. Sind
wir nicht alle zu Opfern bereit und zu dem Tod! Deutsch—
land muß besteh'n!“ Es war unser Lied, es waren unsere
Nationalhymnen, die begeistert von den Hunderten ge—
sungen wurden als Gelöbnis der Treue zu Volk und
Vaterland. Und Zeuge dieser herrlichen Bekundung war
unser ehrwürdiger Wendelsdom, dessen gewaltiger Turm
in der Neujahrsnacht stand und sich zum Sternenhimmel
emporreckte, — eine Schwurhand! Gott der Herr wird in
dieser Stunde auf die Fürbitte unseres hl. Patrons St.
Wendalin uns alle gesegnet haben, — unserer Treue zur
deimat den erhofften Lohn geben.
sKtreis Sulzbachtal.
G.B. Liederkranz Elversberg blickt auf sein diesjähriges
Winterkonzert zurück. Es wurde vom Männer- und Frauen—
hor des Vereins unter der vorzüglichen Stabführung von
Hans Gillessen sehr erfolgreich bestritten, der sich in
diesem Konzert erstmalig dem Elversberger Koñzert—
publikum vorstellte. Der Männerchor stand mit 112
Sängern, der Frauenchor mit 60 Sängerinnen auf der
Bühne. Die Vortragsfolge war:

Nll Saar⸗EängereBund —D

iltshhh Nr. 12
Vielfältigkeit lebendig werden.
Taͤe derb-heiteren Soldaten—
lieder fügten sich wirkungs—
voll ein, dem ganzen einen
geschlossenen Rahmen gebend.
Aus der Fülle des bis da—
hin Gebotenen ragten „Bau—
ernerde“ von Simon und
„Lied der Bauleute“ von
Erdlen heraus; erstere, stamp—
fend im schweren Bauern—
schritt, letzteres in hoff—
nungsvollem, von Optimis—
mus getragenem Rhythmus,
beide die Verbundenheit
von Mensch und Heimat—
erde zum Ausdruck bringend.
Ter Beifall war verdient.
Ter einheimische Tenor Hans
Glaser sang Lieder von Schu—
bert und Richard Strauß und
and damit dankbare Zuhörer. Der zweite Teil war ganz
auf den Kampf um die Saar zugeschnitten. W. Rein und
Hans von der Saar“ gaben mil ihren Trußzliedern dem
danzen das Gepräge. Den Ausklang bisdete W. Reius
„Schwur des Volkes“. Brausend klang das Gelobnis der
Treue aus 125 Sängerkehlen, 700 Zuhbrer schlossen sich
uus tiefstem Herzen ihnen an. Fürwahr ein wirklicher deut—
cher Abend im Lied! In der ESylvester-Nacht fand auf
dem Hindenburg⸗Platz gemeinsam mit dem Quartettverein
„Friede“ ein Neujahrssingen statt. Die Leitung hatte Chor—
neister Bölinger. Vaterländische Weisen klangen wie feier⸗
iche Schwüre zum dunklen Nachthimmel, grüßten den An—
ruch des Jahres, das uns nach Ziähriger Trennung und
Knechtschaft endlich Heimkehr uͤnd Freiheit bringen wird.
Am 20. Januar fänd eine Kameradschaftsfeier im' Vereins—
okale statt. Eingangs verlas der Vereinsleiter die Tele—
zramme, die uns in großer Anzahl vor und nach der Ab—
timmung von vielen, Vereinen uͤnd Behörden zugingen.
Insbesondere die Städte Furtwangen und vVillingen“ im
Schwarzwald, deren Gast wir im Sommer gewesen sind,
Jaben uns Beweise herzlicher Verbundenheit. In Verfolg
einer Ausführungen wies der Vereinsleiter auf die ver
chiedenen neuen Aufgaben hin, die sich aus der bevor—
tehenden Rückgliederung für den Verein ergeben. Er schloß
nit der Aufforderung, daß die Sänger auch in den kom
nenden Tagen ebenso treu zur Fahne des neuen Reiches
tehen mögen, wie in vergangenen Tägen des Kampfes. AÄn—
chließend gab Chormeister Meyer einen umfaffenden Be—
ticht über das Aufbaulager in Thüringen, das er besucht
hatte. Seine Ausführungen wurden von der Verfamming—

O Deutschland W. Rein
Wach auf du deutsches Land J. Walter
Deutschland, heil'ger Name Waldemar v. Baußnern
i. Gebet ẽ. Lendvai
. Das ewige Deutschland aus der CKhorsuite aus
3. Deutsches Lied Pro Patria von Jul.
. Dennoch —J Gat ter
3. Bergarbeiterlied Armin Knab
9. Eines Volkes Stimme j
O. An der Saar, die deutsche Front Hans von der Saar
1. Glück auf, der Saar —
2. Recht Bruno Stürmer

i

Mannerchor

Frauenchor

Maͤnnerchor

II.
13. Hab oft im Kreise der Lieben
14. Wenn die Soldaten
15. Soldatenleben
der Reiter und das Mädchen
s wollt ein Jagerlein jagen
Sandwerksburschen Wanderlied
18. Unser Vetter Veith
20. der Schneider auf d. Wanderschaft
21. Trinklied
2. Ueberschwimmung
23. Abmarsch
24. Muß i denn
Der Ehrenpräses des Sängerbundes OQuierschied Rektor
Jun in Quierschied grüßte den Abstimmungsfieg mit nach—
olgendem Gedicht:
Wir sind daheim.
Wir sind daheim, voll Jubel sind die Herzen,
Ein Freudenstrom braust durch das Land der Saar.
VBerstummt sind Sehnsucht und der Trennung Schmerzen.
Wir sind zu Hause nun für immerdar.
Wir sind daheim, in Mutters Arm geborgen
Und ruhen dort von Leid und Sorge aus.
Nach dunkler Nacht lacht uns ein dessrer Morgen
Im lieben, teuren, deutschen Vaterhaus.
Wir sind daheim, dem Herrn sei Dank und Ehre,
Der unser Schicksal gnädiglich gewandt.
Wir xuien's jauchzend über Land und Meere:
Wir haben wieder unser Vaterland
Wir sind daheim.
Die „Sängervereinigung 1929“ Bildstock beklagt den
Tod dreier Mitglieder: Rudolf Winkler, Christian Caspary,
Adam Morsch. Wir werden ihr Andenken in Ehren halten.
Die Sängervereinigung eröffnete ihre Winterveränstaltungen
mit einem Vokalkonzert am 2. Weihnachtstage. Der geräu—
mige Saal war überfüllt, als Chormeister Mayer den Takt—
tock hob. „Deutscher Abend im Lied“, so war der Titel
des Abends, und der Verlauf desselben zeigte, daß es in der
Tat ein rechter deutscher Abend war. Die Leitworte des
braramme waren, „Volk, Heimat, Vaterland“. Im ersten
eil erklangen unsere lieben, alten Volksweisen, Liebes—
Neck- und Ständelieder ließen dentsches Volkstuüm in feiner

ẽduard Hassel. Karl Tobae.
ꝛeifällig aufgenommen. Zum Schlusse wollen wir noch eines
erdienstvollen Sängers gedenken, der am 23. Januar seinen
3. Geburtstag feierte. Trotz seines hohen Auers ist unser
Sängersenior, Karl, Dietrich genannt „Metzgerkarl“ noch
mmer mit jugendlicher Begeisterung bei der Sache. Er
ingt noch immer seine Tenorstimme und gibt allen jüngeren
Sängern damit ein Beispiel von Sängergeist. Schon als
jugendlicher von 14 Jahren begann er seine Laufbahn als
Zereinssänger, nachdem er hereits vorher im Kirchenchb
            
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