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illl Saar⸗Sänger⸗Bund s
i‘ ien ede Uebungsstunde für uns eine Freude und ein geistiger
Rreis Jrier Land. Bvenuß ist, war es uns vergönnt, auch manche Anerken—
tung für unsere Mühe zu verzeichnen, 15 Preise bei
besangswettstreiten und mehrere Wertungspreise. Mit
dankbarkeit gedenkt die Sängerschar der herzlichen Teil—
iahme der Bevölkerung. Alt und jung erwarteten die
zeimkehrenden Sieger und führte unter lauter Jubel
‚„ihren Gesangverein“ ins Heimatdorf. So nahmen die
Bewohner auch regen Anteil am Silberfeste des Vereins
am 10. Juni 1934. Ein wohlgelungener Festkommers
leitete an Vorabend den Jubeltag ein. Die weite festlich
jgeschmückte Halle im Winzervereinsgebäude faßte die
Teilnehmer nicht. Von nah und fern waren die Gesang—
bereine herbeigeeilt, um an der Freude ihrer Sanges—
hrüder teilzunehmen. Ein Sturm der Begeisterung er—
regte das Eintreffen der Sangesbrüder von der Saar.
150 Mann des Fraulauterner M.G.V. schenkten uns die
Ehre ihres Gegenbesuchs. So gestaltete sich das Fest zu
einer herrlichen Saarkundgebung. In Wort und Lied ver—
tahmen wir den Treuschwur der deutschen Männer von
der Saar, die sich bei den Moselanern so rasch heimisch
ühlten. In Freiquartieren wurden alle aufs herzlichste
aufgenommen. Bürgermeister Ruland aus Schweich über—
zrachte die Glückwünsche und den Dank der Behörde für
die opferwillige und treue Betätigung des Vereins, wenn
es galt, der Allgemeinheit des Vaterlandes zu dienen oder
zur Linderung der Not in der engeren Heimat beizu—
ragen. Die Brudervereine schenkten dem Jubelverein
Zilberkränze, Schleifen, Fahnennägel. Besonders geehrt
vurden die Sangesbrüder, die seit dem Gründungstaäge in
Freud und Leid dem Verein ihre Treue bewiesen hatten.
Es waren zwei Sangesbrüder und der Präsident des
Pereins, Weinkommissionär Johann Kasel, der 25 Jahre
»em Verein vorstand. In Anerkennung seiner Bemühungen
»erehrten ihm die Vereinsmitglieder ein schönes Lande
chaftsbild. Jeder Zubilar erhielt vom Führer des Sängers
reis Trier-Land Konz ein Diplom. Er überbrachte auch
zie besten Wünsche von Gauführer Dr. Bongard. Bis
pät in die Nacht hinein sangen die einzelnen Vereime
hre herrlichen Weisen. Es herrschte eine ungetrübte
Freude, die noch durch einige Reigen der Mädchen der
deutschen Frauenschaft erhöht wurde. In geschlossenem
Zzuge gingen am Sonntag die Vereine unter Vorantritt
ser Feller Musikkapelle, die schon am Vorabend zum
chönen Gelingen des Kommers beigetragen hatte, zum
sottesdienste, nachdem man am Grabe des Gründers einen
dranz als Brudergruß niedergelegt hatte. Im fröhlichen
Beisammensein bei feinem Moselwein verlief der Nach—
nittag allen zu rasch. Gegen Abend verabschiedeten sich
die Saarsänger, um in zwei großen Autobussen die Heim—
reise anzutreten. Her- und hinüber erscholl ein herzliches
„Auf Wiedersehen“! Möge das deutsche Lied ein immer
festeres Band um Volk und Land schlingen und das vater—
ländische Bewußtsein wecken und pflegen. Wer war es,
der Deutschlands Männer und Frauen in Zeiten tiefster
Not wieder ermunterte, begeisterte und die gefesselten und
erlahmten Kräfte zu neuem Leben weckte? Waren es
nicht die Dichter und Sänger schon in den Freiheitskriegen?
Auch nach dem blutigen Weltkriege waren es die Sänger,
die Gesangvereine, als alle anderen sich noch nicht z1
uvuppphh Nr. 11
Das Silberjubiläum des Longuicher M.G.VB. gab mir
Anlaß zu einem Rückblick auf die vergangenen 283 Jahre.
Es war ein lieblicher Maiabend 1908, als 13 sangesfrohe
Männer im Gasthause „Zur Post“ sich zu einer Be—
sprechung zwecks Gründung eines Gesangvereins trafen
Fliegeraufnahme des althistorischen Weindörfchens Longuich an
der Mosel.
Man wollte durch ihn die Männerwelt von Longuich zu—
sammenführen, um nach des Tages Last und Hitze im
frrohen deutschen Liede Erholung und neue Kraft zu frischer
Arbeit zu finden. Aber auch als Mittel zur geistigen
Weiterbildung, zur Charakterbildung, zum Emporheben zu
allem Edlen und Schönen, zu singen nicht nur, wie der.
Dichter sagt, von Lenz und Liebe, von seliger, goldener
Zeit, sondern auch von Freiheit, Männerwürde, von Treu.
und Heiligkeit! Die Anregung ging von dem Sangesbruder
Mayer, dem Besitzer der Longuicher Mühle, aus, der nun
schon 24 Jahre im Schatten der Linden auf unserm stillen
Friedhofe ruht. Wir gedenken mit Dankbarkeit seiner An—
cegung und seines Eifers, mit dem er den jungen Verein
betreute. Die Gründungszahl 13 hat uns kein Unglück
zebracht. Der BVerein blühte, und seine Mitgliederzahl
wuchs, so daß wir heute über 40 Sänger in unserem
Verein zählen. Der Verein erhielt sich trotz der bösen
Zeiten. die über uns kamen. 1914 wurden die meisten
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auαα ——
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Adolf Huber
20 Jabre Dirigent des MEV. Lyra“ Lonqauich.
Johann Kasel
25 Jahre, seit Gründung, Führer des MGV
donauich, 2. Führer des Kreises Trier⸗Land
Mitglieder zu den Waffen gerufen. Acht liebe Kameraden
kehrten nicht mehr zurück. Sie starben für Heimat und
Vaterland. Tiefbewegten Herzens gedenken wir ihrer, be—
sonders so oft wir das Lied vom güten Kameraden singen.
Unter der bewährten Leitung unseres Dirigenten Huder,
der nun schon 20 Jahre den Dirigentenstab führt, konnten
wir manche frohe Stunde buchen Abgesehen dapon. daßk