Full text : 14.1934/35 (0014)

Nr. 11 IIIntr

III Saar-Sänger-Bund Inz

Vn Seite 233

brüchen 2, in seiner Begrüßungsansprache anläßlich des 49.
Stistungsfestes zum Ausdruck. Damit hatte er in kürzester
Form Sinn und Zweck unserer Gesangvereine klargestellt;
enn nirgends tritt so deutlich der Charakter und die
Bemütsstimmung unseres Volkes hervor, wie in Lied und
Gesang. Das Programm war von hohem künstlerischem Ge—
halt. Ber Männerchor zeigte unter der hervorragenden Lei—
tung des Ehorleiters Willi Lorscheider, daß sein Können
weit über dem Durchschnitt liegt. Seine Lieder, besonders
„Wanderes Nachtlied“ von Stürmer und „Glück auf der
Saarn fanden den ungeteilten Beifall der Zuhörer. Als
Willi Lorscheider selbst mit seiner klaren, reinen Stimme
sang, als die herrlichen Melodien Haydns und Schuberts
durch den Raum klangen, da lauschte das Publikum in
atemloser Stille und sein Beifall wollte kein Ende nehmen.
Man fühlte, hier sang ein Künstler, der eine aussichts—
reiche Lausbahn vor sich hat, und dem der Weg zu den
Höhen reinen Künstlertums offensteht. Daß Willi Lor—
scheider an diesem Abend zum letzten Mal vor dem Männer—
hor des Vereins „Euphonia“ den Stab führte, denn er
vurde an den Reichssender Frankfurt berufen, bedeutet
für den Verein einen unersetzlichen Verlust. Das bekannte
ruch der Vereinsführer, welcher am Schluß der Veranstal—
rung einige herzliche Worte des Dankes und des Abschiedes
an den scheidenden Künstler richtete und ihm im Namen
Vereins die besten Glückwünsche mit auf den Weg
Jab.

ehlen. Kreischormeister Haus gibt die Programme hierzu
ekannt und ermahnt alie Vereinsführer, sich gegenseitig
u unrerstützen, um so zur Linderung der Not nuch wesent—
ich beisteuern zu können. Den Vereinen konnten mit
venigen Ausnahmen die Mitgliedskarten zu D.S. B. und
seichsmusikkammer ausgehändigt werden. Sie dürsen nur
zereinen ausgehändigt werden, welche ihren Beitragsver—
flichtungen fsür 1934 vollständig nachgekommen sind.
ruppenchorleiter Weseley sührte dann die Zuhörer in
inem lebendigen und mit seinem Humor gewürzten Vor—
rag durch das Schulungslager Köln-Königsforst. Kreis—
horleiter Hans erstattete Bericht über den Chorleiter—
ehrgang fuͤr Fortgeschrittene an der Stagtl. Hochschule
ür Musik in Berlin⸗Charlottenburg. Beiden Rednern wurde
ür ihre interessanten und fesselnden Ausführungen mit
ebhastem Beifall gedankt. Kreischormeister Hans sprach
sierauf über die Weihnachtsfeiern. Die Anzeigenwerbung
st ein weiterer Punkt der Verhandlung. G.G. Psälzer
zängerbund Edelweiß beschloß den 1. Teil der Tagung
nit zwei schönen Volksliedern. Kreisführer Schunk ehrte
odann einen eifrigen Förderer unserer Sängersache, der
eider nicht mehr in unserer Mitte weilt, Sangesbruder
fugen Schwarz von der Liedertafel Rentrisch. Das Lied
om guten Kameraden hörten alle stehend an. Die Treue—
»undgebung zu unserem lieben Vaterlande leitete Kreis—
ührer Schunk mit einem begeistert aufgenommenen Vortrag
iber „Volkstum und Lied an unserer deutschen Saar“ ein,
vie die beiden vom schöpferischen als auch vom selischen
Standpunkt betrachtet, zwei untrennbare Dinge sind, genau
p wie Heimat und Vaterland; von der Muttersprache, die
ins zu einer großen Volksgemeinschaft verbindet. Ferner
„on der deutschen Weihnacht, die unter unserem großen
zührer Adolf Hitler, der das deutsche Volk wieder geeint
ind damit wieder einen echten Weihnachtsfrieden in unser
Volk gebracht, seinen alten Glanz erhalten hat. Von den
roßen Fortschritten im D.S.B. als Mitglied der Reichs—
nusikkammer kam er dann auf die Abstimmung zu sprechen
ind sagte: Wir können heute in Ruhe der, Abstimmungg
utgegensehen, an der unser aller Losung heißt: „Zurück
u „'unserem lieben Vaterlande“. Erst später werden wir
o richtig ermessen können, welche Schmach und welches
deid wir in diesen 15 Jahren von fremder Willkürherrschaft
rtragen mußten. Dies alles wollen wir wieder vergef—
en, wir wollen gerne mit unseren Volksgenossen aufbauen
selfen an dem gigantischen Werk des Führers, das auch
inser Werk sein wird, unser Deutschland. Wir wissen,
daß noch manches Opfer gebracht werden muß, um einen
virtschaftlichen Ausgleich in unserem Volke zu schaffen,
iber dennoch mag kommen was will, nichts kann uns mehr
„om Muttetlande trennen. Volks— und schicksalverbunden
eloben wir in unserer deutschen Westmark an der Saar,
inserem lieben deutschen Vaterland, sowie unserem großen
Führer und Volkskanzler Adols Hitler erneut unsere un—
erbrüchliche Treue und Anhänglichkeit mit einem drei—
achen „Sieg Heil“. Stürmischen Beifall erntete Kreis—
ührer Schunk fuͤr die kernigen, zu Herzen gehenden Worte,
sem die mit großer Begeisterung gesungenen National—
ymnen vorausgingen. MG.V. Josesstal St. Ingbert er—
reute dann noch“ unter Chorleiter Schneider mit drei
unigen Volksliedern. Kreischorleiter Hans weist zum
Szchlüsse nochmals auf die Bedeutung der Kreistage hin,
ankt den Sängern für ihr zahlreiches Erscheinen und
zibt⸗dem Wunsche Ausdruck, daß in Zukunft immer meh—
ere Vereine geschlossen an diesen Tagungen teilnehmen,
senn diese stete Fühlungnahme von Verein zu Verein und
Zänger zu Sänger und vor allem Sänger zu Kreisc, Gau—
ind Bundesleitung ist der beste Wega zur Erfüllung unserer
roßen Aufgabe im D.S.B. zum Wohle unseres deutschen
zaterlandes Mit dem gemeinsam gesungenen Saarsänger—
hwur endete diese bedeutungsvolle Tagung, wie sie der
Zängerkreis St. Inabert noch selten erlebt hat. Ju.

Kreis Saarbrücken-Burbach.
Zu den vielen, übrigens vielsach ausgezeichneten Deutschen
Abenden im Worte fügte M.G.VB. Güchenbach unter dem
hefeuernden Stabe von Bernhard Jungfleisch einen gut
zesuchten, auf hohem künstlerischen Niveau stehenden „Deut—
schen Abend im Liede“. Beteiligt waren außer dem wohl—
geschulten Chor Musiklehrer Jungfleisch (Klavier) und ein
zus Mitgliedern des Chors gebildetes recht erfreuliches
Streichquartett. Die Vortragsfsolge gab — das verdient
värmste Anerkennung — einen Querschnitt durch die gute
Saarheimatliteratur der jüngsten Zeit: Die bekannten, zu
Volksliedern gewordenen Sgarkampflieder von Hans von
der Saar, Weckruf und Deutscher Morgen von Armin Knab,
Schwur des Volkes und O Veutschland von Walter Rein,
Saarbergmann von Otto Schrimpf, Saarlied von M. Beck,
Ein Volk ruft von Bruno Stürmer, Wir wollen heim von
Ph. Stilz und Deutschland, heiliger Name von Waldemar
on Baußnern. Mit dem Saarlied und den Nationalliedern
mpee vzuch die dankbar Beifall spendende Zuhörerschaft
ktivpiert.

FRreis St. Ingbert.
Noch nie hatten sich zu einer Tagung des Kreises
St. Ingbert soviele Sänger eingefunden als in Rentrisch.
Sie klang als letzte Tagung vor der Abstimmung
n ein machtoolles Bekenntnis zu unserem lieben
Vaterlande aus. Außer Sängerbund Eintracht Hassel waren
alle Vereine mit Delegierten und Chorleitern vertreten, 3
Vereine sogar mit voller Sängerzahl. Kreisführer Schunk
rügte auf das schärfste das Fehlen der Hasseler, die das
mFrühjahr bei der Neuausnahme gegebene Versprechen,
Im D.SstB. gewissenhast mitzuarbeiten, schlecht einhielten.
Männerquartett Fröhliche Pfalz hat sich aufgelösst und
borschristsmäßtg bei Kreis und Gau abgemeldet. Den Mit—
zliedern dieses Vereins wird nahegelegt, sich einem anderen
Verein anzuschließen. Liedertasel Rentrisch eröffnete die
Tagung mit zwei sauber vorgetragenen Chören. Das Pro—
tokoll der letzten Tagung wurde angenommen. Wegen Ueber—
lastung der Vereine wird das Wertungssingen der Gruppe1
um zwei Monate verschoben. Zur Unterstützung des Win—
derhilfswerkes werden in St. Ingbert, Niederwürzbach,
Ldautzkirchen und Ormesheim Konzerte veranstaltet. Es
darf bei diesen Konzerten kein Verein und kein Sänger

— 9* 7— —* — Wi — 9 XX —6 39 * . X Haus für
—*38 — —54— —Vu4 — ——
— soen verarst
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