Full text : 14.1934/35 (0014)

Seite 232 IIIIN lllsaar⸗Sänger-Vund UIs. * JIPph Nr. 11
i uten Kompositionen dürfte der Chorleiter immer Erfolg
sareis Homburg.
Nach ihrem Rundfunkvortrag trat jetzt die Gesangs— n Trier uraufgefuͤhrten von Armin Knab für Männerchor
abteilnug „Einigteit“ des Turnvereins Beeden mit ihrem nit Blasorchester gesetzten Chöre „Weckruf“ und „Deutscher
derbstkonzert vor die Oeffentlichkeit. Wie der starke Be— Norgen“, die ihre Wirkung nicht verfehlten. Es war ein
such bewies, brachte die Bevölkerung der Veranstaltung jenußreicher Abend, alle Darbietungen gefielen restlos
erfreulicherweise reges Interesse entgegen. Die aufge— ank der reichen Ausdrucksfähigkeit des Chores und seines
ührten Chöre, unter dem Leitgedanken Heimat und Volk »erdienten Leiters Kapellmeister Deichelmann, der den
stehend, hinterließen unter Chormeister Schmidt's kundiger eelischen Inhalt der Lieder durch einfache aber zwingende
Leitung einen starken Eindruck. Der prächtig geschulte ztabführung trefflich zum Ausdruck zu bringen verstand.
Klangkörper von rund 50 Sängern ist seit Verschmelzung deider war das Konzert schwach besucht, wie man es bei
mit dem Turnverein Beeden bedeutend stärker geworden, rüheren Konzerten des Liederkranz nicht gewöhnt war.
insbesondere haben Stimmenausgleich und gesangstechnische dofsen wir, daß sich die Oeffentlichkeit ihrer Pflicht den
Kultur entschieden gewonnen. Als Solist war Pirmin don ernstem Kulturwillen getragenen Veranstaltungen
Stephan (Bariton) aus Pirmasens verpflichtet. Mit seiner inserer Gesangvereine gegenüber bald wieder mehr be—
Verpflichtung hatte der Veranstalter einen glücklichen Griff vußt wird und erkennt, mit welcher opferfreudigen Hin—
getan. Sein prachtvoller Bariton, von H. Henning (Gom- jzabe sie um die Pflege und Erhaltung eines unserer
hurg) feinsinnig begleitet, gesiel stimmlich außerordentlich. söchsten Geistesgüter. des deutschen Liedes, kämpfen. S.
Seine musikalische Auffassung stand auf hoher Stufe. Alles
in allem kann die Gesangsabteilung des TV. Beeden mit
berechtigtem Stolze auf ihre jüngste Leistung zurück—
licken. M.
Rreis Merzig.
In unserem Bericht über die Sängerfahrt des Gesang⸗—
VBerein Liedertafel Mettlach nach Vegesack und Helgoland
st ein Irrtum unterlaufen. Nicht Sangesbruder Engel,
sondern der Führer des Vereins Josef Strauch überreichte
den Herren Josef Ehrenberg sowie August Borowsky für
ihre Verdienste um das Zustandekommen der Saarkund—
gebung in Vegesack je eine Weinbowle der heimischen
Industrie mit entsprechender Widmung, welche von den
derren sichtlich erfreut dankend entgegengenommen wurde.
Sangesbruder Engel überreichte dem früheren Mitgliede
der Liedertafel Johann Ehrenberg als geborenem Mett—
lacher, jetzt in Vegesack, zwei Mettlacher Vasen mit
Heimaterde.

Kreis Saarbrücken.
Sängerbund Güdingen war durch die sangesbrüderliche
Finladung des Ges. V. Haardt 1835 Gelegenheit geboten,
as eineinhalb Jahrzehnte in Treue an der Saar ge—
flegte deutsche Lied im geliebten Vaterland zum Klingen
u bringen. Im festlich geschmückten Saal wurden die
100 Saäärgäste nach einleitenden Musikvorträgen des NS.⸗
Irchesters Neustadt und dem Willkommschor des Haardter
hesangvereins durch Vereinsführer Müller und durch Orts—
zruppenleiter und Bürgermeisser Hauptmann aufs herz—
ichste begrüußt. Bewegten Herzens dankte der Vereins—
ührer des Güdinger Sgbd. Das Konzert der Saarsänger
inter dem Stabe von Chormeister Maas brachte: „Morgen—
ied“, „Eine Wiese voll weißer Margueriten“, „Heimat—
ehnen“, „Ich laß von meiner Heimat nicht“ und fand
eichen Beifall. Stellvertr. Vereinsführer Dillinger zeich—
rete mit herzlichem Dank für die gastliche Aufnahme ein
Bild von der Treue der deutschen Saarbevölkerung und
»er Saarsänger zum Reiche Adolf Hitlers. Feine Worte,
ie tief zu Herzen gingen, sprach Pfarrer Alexander. Die
eutschen Lieder der Saarsänger machten es deutlich, daß
iiemals getrennt werden könne, was Gott als eine Volks—
zemeinschaft zusammengefügt habe. Der treffliche Gau—
eiter Bürckel, den der Führer auf die Kommandobrücke
»er bedrohten Westmark berufen hat, wird Euch helfen,
»en 13. Januar zu einem Ehrentag zu machen. Die
Nationallieder und die von beiden Gesangvereinen ge—
ungenen Chöre „Mahnung“ und „Deutschland, heiliger
Name“ machten die aus hohem vaterländischem Geiste be—

RKreis Oberstein⸗Adar.
Das Herbstkonzert des M.G.B. Liederkranz Oberstein
hrachte im 1. Teil ganz auf den Totensonntag abgestimmte
Werke und im zweiten eine schöne Auswaähl volkstüm—
licher Chöre. Zu Beginn spielte das Streichorchester des
Musikvereins Oberstein unter Leitung von Kapellmeister
Deichelmann, der auch den Continuopart am Flügel aus—
führte, die Trauersymphonie von Pietro Locatelli. Der
schöne und innige Vortrag vermochte die Besucher so
recht in die dem Tage entsprechende Stimmung zu ver—
setzen. Die nachfolgenden 2 Männerchöre „Zum Sanctus“
von Schubert und „Gnädig und barmherzig“ von Grell
vparen eine ausgezeichnete Leistung von EChor und Dirigent.
Das vortreffliche Stimmenmaterial war hier zu einem aus—
geglichenen Klangkörper geformt, der gleich einer Orgel
alle Feinheiten zum Ausdruck kommen ließ. Auch der
„Glaube“ von Böttcher wurde vorzüglich zu Gehör ge—
bracht. Der anschließend vom Männer- und Frauenchor
porgetragene „Ausklang“ von Rinkens war eine schöne
Leistung, wobei besonders die wohlklingenden Frauen—
stimmen hervorzuhehen sind. Den Abschluß bildete „Wie
lieblich sind deine Wohnungen“ aus Brahms „Ein deutsches
Requiem“ für gemischten Chor und Orchester. Reicher
Beifall belohnte diese ebensalls wohlgelungene Darbietung.
Der 2. Teil wurde mit dem vom Liederkranz beim Gau—
est in Trier mit großem Ersolg als Kreischor gesungenen
„Tandaradei“ von Stieber eröfsnet. Der Chor bewies bei
diesem schwierigen Werk dieselbe Zuberlässigkeit und
Schlagfertigkeit wie in Trier, was um so anerkennenswerter
su als ihm, nicht wie dort ein ausgezeichnetes Orchesterl
sondern nur ein aus Laien zusammengesetzter Klangkörper
zur Verfügung stand, der sich freilich recht wacker hielt.
Die drei darauffolgenden Volksliedchen „Mag da draußen
Schnee sich türmen““ von Loewe, „Ich hört ein Sichelein
rauschen“ von Schrimpf und „Abmarsch“ von Heiurichs
vurden prächtig wiedergegeben und ernteten starken Bei—
fkall, der erst nachließ, als das letztere wiederholt wurde.
Zwei entzückende Volkslieder für Männer- und Frauenchor
Feinsliebchen, du sollst mir nicht barfuß gehn“ und
„Soldatenliebe“ in der Bearbeitung von Hans Mießner
'anden (nicht zuletzt wegen ihres interessanken Aufbaues:
Wechselgesang und Zusammenklang bei den Chorgruppen
n der lekten Strophe) sebhhaftesten Beifall. Mii ähnlichen

AEX Güdingen am Gefallenendenkmal in Haardt.

chwingten Worte zu einem Treubekenntnis der Saar—
ängerschaft und der Sangesbrüder im Reich! Festlichen
ztunden folgte am andern Morgen Kranzniederlegung der
ßüdinger Gäste am Gefallenendenkmal der Gemeinde
daardf!
Die Pflege deutschen Sanges und deutscher Volkslieder
und damit eines Volksgutes von hohem kulturellem Wert
var von jeher die höchste Aufgabe unserer Gesangvereine
und wird es auch immer sein. Dies brachte der Vereins—
ührer des Männergesangahereins Eunphonia 1885“. Saar
            
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