Seite 216 Il
es auch wahr ist, daß der neue Herder mit Farbe, Photo,
Zeichenstift, mit dem lebendigen Wort auch Gemüt und
Phantasie seines Benutzers anzurufen und zu veschäftigen
weitßz, — so ist er doch vor allem ein Gebrauchsbuch zum
Klarers, Gescheiter- und Praktischerwerden.
Und wahrlich, wer nicht ganz verhutzelt und verblendet
auf seinem engen Weg dahinrennt oder »stolpert, der ge—
wöhnt sich daran, die Herderbände als Werlzeuge au—
zufassen, wo immer sein Bedürfnis nach Wissen, Erkennen
oder Können einen Ansatz findet.
Ja richtig, es war ja schon öfter die Rede von einem
neuen Lexikontyp, als welcher sich der „Große Herder“ sich
darstellt: die einfachste Erklärung liegt in dem „einen
Ansatz finden“: Tas Lexikon, wie wir es heutzutage brauchen
und wie es uns hier gegeben ist, muß mit seinem Be—
nutzer eine Arbeitsgemeinschaft eingehen, — es muß durch
Lebendigkeit, durch Rat und Hilse in der Lebenspraxis
seinen Benutzer daran gewöhnen, immer gleich nach ihm
zu greisen, wo sich der kleinste „Ansatz“ findet. Tas ist
der neue, nützliche Lexikontyp!
Und der Herder kommt mit jedem Band diesem Ideal
eines Lebenshelfers ein gut Stück näher, der Kontakt
zwischen ihm und seinem Leser wird enger; man wundert
sich nicht, wenn man dann aus Briefen an die Lexikon—
Redaktion zu lesen bekommt: „Daß man ein Lexikon wie
einen spannenden Roman lesen kann, weiß ich erst, seit
ich den „Großen Herder“ besitze; immer öfter zieht es mich
zur Reihe seiner Bände hin, um einige Seiten, die Antwort
auf eine Frage geistiger oder praktischer Lebensgebiete
zu „genießen“.“ — „Ter „Große Herder“ erscheint mir als
ein Reagens von allgemeiner Anwendbarkeit, es gibt keinen
Namen oder Begriff, auf den er nicht eindeutig reagierte;
darum erscheint er mir als das Werkzeug des eigen—
wüchsigen Menschen in unserer Zeit.“ — „Wenn der schlichte
Geschäftsmann, der sich doch ein Lexikon hat leisten können,
darauf kommt, wie diese Bücher ihn sowohl geistig wie
auch in allen praktischen Fragen und Angelegenheiten seines
Lebens und Berufes beraten, so kann das auf die Dauer zu
einer wirklichen Vertiefung seiner Lebensauffassung führen.
Ein großer Vorzug des Herder.“
Also der neue Band! — Geht man ihn nach dem
ersten lustigen Turchschweifen nun kritisch an, ist man
auf die Einzelleissungen in den vielen Wissens- und Lebens—
gebieten erpicht, so prüft man am besten die Haupt—
Rahmen-NArtikel, die graphischen und illustrativen Bei—
lagen, die Behandlung von Kernproblemen, Interessemittelpunkten
unserer Zeit, auch Fragen des alltäglich-praktischen
Lehens. Aufzählen (1750 Spalten) ist unmöglich, aber
zinige besonders glanzvoll, will heißen, erhellend — brauch—
dar — umfassend behandelte Stichworte kann man zitieren,
und schließlich ist auch der Gesamteindruck kurz festzuhalten:
Die Aufsätze Pacht, Pädagogik, Pantheismus, Paris,
Persönlichkeit, Pessimismus, Pflicht Philosophie, Photo—
lll Saar⸗Sänger-Bund
»ulh Nr. 10
zraphie, Planen Politik, Post, Propaganda, Preußen, Radio,
RKaumkunst, Recht, Rechtschreibung, Redekunst, Refsormation,
Reich, Reisen, Religiose Erziehung. Tie bildlichen (farbigen)
Tarftellungen zu „Papier“, „Pelze“, „Pferde“, „Planzen—
leid der Erde“ und „Pftanzenkranrheiten“, „Pilze“, „Polar—
orschung“, „Porzellankunst“, „Preise“, „Raphael“, „Reis“
„Rembrandt“, „Renaissance“. Ter Fülle geistreicher Bio—
zraphien (Paulus, Pius, Philipp II., Plato, Raabe, Ra—
rzine, Radetzky, Ranke), den vielen Stadt- und Landschafts—
zeschreibungen (Palästina, Persien, Pfalz, Prag usw.) und
auch dem Unzähligen aus Vergangenheit und Gegenwart
ann ein Querschnitt nicht anders gerecht werden als durch
die bloße Bemerkung, daß man von allem klarer sehen lernt,
daß man nicht allein belehrter, sondern auch besser werden
'ann durch ein solches Buch — und daß auch der Inhalt
Reses Bandes seinen Leser dazu zu erziehen vermag, ihn
tetig und in jedem Fall zu befragen ...
Der versprochene Gesamteindruck aber ist: „Wer nicht
»ft und viele Bücher liest, der solle zum wenigsten den
„Großen Herder“ benutzen!“ Er ist zeitlich das jüngste
Broßlexikon, inhaltlich eine neue Art Lexikon — ein prak—
ischer Lebenskamerad, der durch Wissen zur Weisheit, durch
Kennen zum Können führen will—
Sprachenpflege. Le Traducteur, französisch-deutsches
Z3prachlehr- und Unterhaltungsblatt, hilft erworbene fran—
zösische Kenntnisse zu befestigen und zu erweitern. Eine
remde Sprache zu beherrschen hat noch niemals geschadet,
vohl aber oft zu einer gutbezahlten Stellung verholfen.
Probeheft kostenlos durch den Verlag des Traducteur in
La Chaux-defonds (Schweiz).
Custige musikalische Ecke.
Hausmusik. „Meine Tochter hat ein wundervolles Ohr
ür Musik!“ — „Möglich, aber leider spielt sie nicht mit
den Ohren!“
Zerstreut. Kassiererin: „Ich habe nur noch Stehplätze zu
»erkaufen!“ Besucher: „Na, haben Sie wenigstens denn
zwei nebeneinanderliegende““
ANuchsachen aller Art
Gehr.Hofer Acc. Volllingen
IJ
VVVVVV—
— 9
—D——— RER E J 8 J —J E R z l C Ih —
ueisegn he inkauten uüsere Inserenten zu berücksichtieen oder ihre Lokate zu vesnuchen, —
nhed . . νναι
dusshe
du
1
Hotel Triexischer Hof 34 —— Sangermützen,
Merzig / Inh. Nik. Barth ss e ein ů — Sanserabæeichen
——
Vereinslotal des M. G. V. Liebertafei 7 cmuhhaus zumztets zu haben bei
vrdert die Gesundheit — dazu billigh *
d des M.G. V. Eintracht, empfiehlit
—— ieee In Leihfaͤssern * Liter versendet AM uoldenen dachp P BReuriger
Id nen lewen Sagn Jerznger Joh. Jos. Lur, Hilbringen (Saar) ĩ bd
Biere, gute billige Flaschen-und M Stadthaus.
en aece Apfelweingroßkelterei, Tel. Merzig Ij. eIwert. MCILII ærais, am Stadau-Anton
Becker. Hilbringen-Saar
Drogen O Kolonial-. Kurz- und Schreibwaren & Futtermittel.
ie AKonale Fe— etehlte öh — De 3—8
Die Kreissparkasse Merzig v⸗
scichert Dein Erspartes.
Uer Bundesshrütiührer beräat Bundesvereine kostenfrei über die künstlerische Ausctattune von Konzert-und Festprogrammen!