Full text : 14.1934/35 (0014)

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iphll Saar⸗Sänger⸗Vund
deunscher Redergarten J.hhest

*pu Nr.

Gerach, Göttschied, Griebelsschied, Gimbweiler, Grünbach,
Grumbach, Hoppstädten, Hattgenstein, Nieder- und Ober
Hambach, Herrstein, Hintertiesenbach, Hettenrodt, Herborn,
Hammerstein, Heimbach, Hausweiler, Herren-Sulzbach, Hom—
berg, Idar, Ilgesheim, Kronweiler, Kirnsulzbach, Kappeln,
Kirrweiler, Kirschweiler, Kefersheim, Kirchenbollenbach,
Leisel, Langweiler, Mackenrodt, Marnbächel, Merzweiler
Mörscheid, Mittelbollenbach, Mittelreidenbach, Niederbrom—
bach, Nohen, Niederwörresbach, Niederalben, Niederhosen
bach, Niedereisenbach, Nahbollenbach, Oberbrombach, Ober—
stein, Oberhosenbach, Oberjeckenbach, Offenbach a. Gl., Ober—
eidenbach, Rinzenberg, Rötsweiler-Nockenthal, Rimsberg
Regulshausen, Reidenbach, Ronnenberg, Ruschberg,
Schwollen, Sonnenberg, Schmißberg, Sonnenschied, Sien,
Siesbach, Sienhachenbach, Schmidthachenbach, Traunen,
Unterjeckenbach, Veitsrodt, Vollmersbach, Weißbach-Bleider—
dingen, Winnenberg, Wilzenberg-Hußweiler, Gg.Weierbach
Weiden, Wickenrodt, Wiesweiler,. Wieselbach, Wickenhof
Weierbach, Zaubach.
10. Kreis Prims-I11-Thel: Aschbach, Außen,
Bettingen, Buprich, Berschweiler, Bubach-Calmesweiler,
Bergweiler, Dorf, Dirmingen, Dörsdorf, Eidenborn, Eppel⸗
born, Falscheid, Goldbach, Gresaubach, Hahn, Hüttersdorf
Habach, Hierscheid, Hasborn, Dautweiler, Jabach, Knorr
scheid, Lebach, Landsweiler, Limbach, Lindscheid, Macher
bach, Niedersaubach, Neipel, Primsweiler, Rümmelbach.
Steinbach, Scheuern, Thalexweiler, Ueberoth-Niederhofen.
Wiesbach.
11. Kreis Prüm: Arzfeld, Auw, Balesfeld, Bell—
scheid, Binscheid, Birresborn, Bleialf, Brandscheid, Buchet,
Burbach, Büdesheim, Dackscheid, Dahnen, Daleiden, Das—
burg, Dausfeld, Densborn, Dingdorf, Duppach, Eilscheid,
Ellwerath, Eschfeld, Euscheid, Feüerscheid, Flexingen, Gies—
dorf, Gondelsheim, Gondenbrett, Greimelscheid, Groß
kampenberg, Großlangenfeld, Habscheid, Halenbach, Hall
schlag, Hargarten, Harspelt, Heckhalenfeld, Heckhuscheid,
Heilhausen, Heisdorf, Hermespand, Herscheid, Hontheim,
Sellerich, Herzfeld, Hickeshausen, Holluich, Hölzchen, Huf,
Irrhausen, Jucken, Kerschenbach, Kesfeld, Kickeshausen,
Kinzenhurg, Kleinlangenfeld, Kobscheid, Kopp, Kopscheid,
Krautscheid, Lambertsberg, Lascheid, Lasel, Laudesfeld,
Lauperath, Leidenborn, Lichtenborn, Lierfeld, Lünebach,
Lützkampen, Manderscheid, Masthorn, Matzerath, Maueil,
Merkeshausen, Merlscheid, Mürlenbach, Neuendorf, Neurath,
Niederhersdorf, Niederlauch, Niedermehlen, Niederpierscheid,
Niederprüm, Niederüttfeld, Euscheid, Reuland, Oberhers—
dorf, Oberlascheid, Oberlauch, Obermehlen, Oberpierscheid,
Oberüttfeld, Olmscheid, Olzheim, Oos, Orlenbach, Ormont.
Pintesfeld, Pittenbach, Plütscheid, Preischeid. Pronsfeld.

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M.
Vaterlaͤndische Gesãnge aus alter und neuer Zen
— .
Bruno Teipold

—

*

Verlag von Karl hochstein heidelberg

Prüm, Reiff, Reipeldingen, Reuth, Ringhuscheid, Rommers—
heim, Roscheid, Roth, Scheid, Schlaufenbach, Schönecken,
Schönfeld, Schüller, Schwirzheim, Seiwerath, Sengerich,
Zevenich, Stadtkyll, Stalbach, Staudenhof, Steffeln, Stein—
nehlen, Strickscheid, Stupbach, Urn, Wallersheim, Wascheid,
Wawern, Waxweiler, Watzerath, Weinsfeld, Weinsheim.
Welchenhausen, Wetteldorf, Willwerath, Winringen, Winter
cheid, Winterspelt, Zendscheid.
12. Kreis Sgarburg: Auyl, Büschdorf, Beurig,
Betingen, Besch, Borg, Bußsdorf, Biebelhausen, Bilzingen,
Beuren, Baldringen, Cahren, Crutweiler, Canzem, Dilmar,
Dittlingen, CastelzStaadt, Eft-Hellendorf, Esingen, Fellerich,
Freudenburg, Faha, Fisch, Greimerath, Hamm, Helfarnt,
deutern, Irsch, Keßlingen, Kreuzweiler, Kelsen, Kirf, Körrig,
Köllig, Menrich, Münzingen, Mannebach, Nohn, Nieder—
euken, Oberperl, Onsdorf, Perl, Portz, Palzem, Rommel—
angen, Rehlingen, Saarburg, Schoden, Serrig, Sehndorf,
Soest, Sinz, Südlingen, Schoemerich, TabenRodt
Unterdessen hatte sich die Temperatur im Tanzraum voll—
ständig verändert. Längst waren die Eiskristalle an Deckee,
Wänden und Fenstern verschwunden. Eine drückend schwüle,
mit Wasserdämpfen gefüllte Luft erschwerte das Atmen und
oerdüsterte die ohnedies trübseligen Flämmchen der Taälg—
lichter noch mehr. Die wenigen geöffneten Fensterflügel
umhüllten dichte Wolken, aus welchen dann und wann,
venn die geöffnete Türe Zug erregte, ein dichtes Schnee⸗
gestöber auf die Köpfe der an den Fenstern Stehenden
niederwehte. Nicht bloß die Burschen hatten längst Mützen
und Jacken abgelegt, auch die Musikanten machten es sich
so bequem, als nur möglich. In dem engen Orchester
herrschte eine fast unerträgliche Glut. „Schwenselens! ist
das 'ne Hitz'!“ murrte der Wasserfuchs, indem er sich die
Ztirn trocknete, „man zerfließt rein. Das Wachs an meinem
dornbogen ist schon lang auf und davon!“
„Das ist was jecht's!“ knurrte der Bergkasper, „an meinen
Kllappen wird das Siegellack weich und läßt das LSeder
fohjen!“
„Ja, es ist nimmer zum Aushalten!“ meinte auch der
Zimmerdick verdrießlich, „ich denke, wir machen bald Feier
abend — es wird ohnedies fast nichts mehr aufgelegt. —
Vun, und wie steht's eigentlich mit dir und deinein Handel
Paule? — Wo will's hinaus? — Was soll's werden?
Schülzle, der auf dem Orchester die drei Tänze verbrachte,
die dem Hofmartin zukamen, fuhr aus seinem Brüten uünd
Träumen, strich sich die Haare aus der Stirn und seufzte:
„Weiß ich's? Und doch, was red' ich? Das Evehärble ver
langt, daß ich sie heingeleite —— *

Schülzle sah dem Hofmartin lange nach. Ein tiefes Rot
färbte einen Augenblick seine bleichen Wangen. Endlich
näherte er sich dem Mädchen, das sich mit Gewalt zur
Ruhe zwang, denn das Dammsbrücker Jungvolk ward auf⸗
merksam. Ehe er sie anreden konnte, zog sie ihn in den
Reihen, erst, als sie sich zwischen den übrigen Paaren
drehten, flüsterte sie ihm zu: „Sei still, rede kein Wort,
verstanden? Kein Wort! Was wir uns zu sagen haben,
paßt nicht hierher. Nimm dich zusammen, mach kein Auf—
sehen. Richte es ein, daß du mich heimgeleitest. Es mag
Unrecht gegen den ehrlichen Martin sein, aber ich kann
nicht anders, ich muß heute noch mit dir reden. Still setzt.
kein Wort mehr!“
Die Verwunderung, das Staunen der Musikanten wie
der Dammsbrücker nahm heute kein Ende. So etwas war
ganz und gar unerhört, ünbegreiflich: Zwei Nebenbuhler,
die, statt sich braun und blau zu schlagen, sich gutwillig
und gewissenhaft in den Besitz des Mädchens teilten; ein
Mädchen, die, scheinbar völlig gleichgültig und teilnahms
los, dem einen wie dem andern ihrer Bewerber in den
Reihen folgte, kalt und abstoßend gegen jeden. Was ging
da vor? Wer war Meister des Spiels? Worauf war es
abgesehen? — Diese Fragen machten jung und alt viel
zu schaffen; manche fanden zuletzt die Sache komisch und
versuchten, sie ins Lächerliche zu ziehen. Die drohenden
Fäuste der Bergheimer Mufikanten wie die der Rotten—
steiner Burschen belehrten sie jedoch bald, daß Witz hier
ganz am unrechten Platz sei. So suchte man sich denn in
Geduld zu fassen, ein Endeé konnte ja nicht ausbleiben. Doch
ward besonders den weiblichen Zuschauerinnen die Zeil
nicht wenig lanqg.

EGyrtsekung solat.)
            
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