Full text : 14.1934/35 (0014)

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»ust Seite 209

MGB. „Constantia“ 1894 e. VB. Saarbrücken feierte
sein 40. Stiftungsfest. Ter starke Chor unter Leitung von
Musiklehrer Hafs Gillessen brachte zu Beginn des Fest—
Konzertes „Ehret die Arbeit“ von Hausmann sowie die
eiben Kaunschen Lieder „Die Hütte“ und „Heraus mein
Kind“ wirkungsvoll zum Vortrag. Auch der unter der—
elben Leitung stehende Elversberger „Liederkranz“ konnte
in „Gebet“ von Lendvai die zählreichen Festteilnehmer
pon der guten Schulung überzeugen. Vereinsführer Peter
Bauer begrüßte in herzlichen Worten die Festteilnehmer,
nsbesondere die Gäste von Trier-Feyen, den Liederkranz
Elversberg, Kreisführer Oberregierungsrat Jäckel sowie den
Vertreter der Ortsgruppe der Teutschen Front Gewerbe—
oberlehrer Größler. Ter „Pilgerchor“ aus Tannhäuser mit
Orchester wurde von der Constantia gut vorgetragen. Aus
der Kantate „Ein Volk ruft“ von Bruno Stürmer trugen
die beiden Vereine den Teil „Recht“ vor. Tieser Chor wirkte
rußerordentlich in seiner Geschlossenheit und löste wahre
Beifallsstürme hervor. Gewerbeoberlehrer Größler über—
zrachte die Grüße der Ortsgruppe Malstatt der Teutschen
Front und führte aus, daß es in den vergangenen Jahren
die Gesangvereine waren, die durch das deutsche Lied
vesentlich die deutsche Seele bewahrten und sie hinlenkten
rxuf unser heißgeliebtes Vaterland. Kreisführer Jückel
iberbrachte die Glückwünsche des deutschen Sängerbundes
und nahm mit herzlichen Worten die Ehrung der Jubilare
dor. Der Vereinsführer des Brudervereins Trier-Feyen,
Schwind, gedachte der in Trier anläßlich des Bundesfestes
zeschlossenen Freundschaft und feierte die Volksverbundenheit
don Saar und Mosel. Beide Männerchöre. brachten noch
einige neckische Volkslieder zum Vortrag. Tas Orchester
der Berufssmusiker unter Leitung von Kapellmeister Schnei—
nte lebhaften Anteil an dem guten Gelingen des
Abends.

erbergdenkmal. Tabei führte er aus, daß gerade wir
Besangvereine an der Saar die hochbedeutsame Aufgabe zu
eꝛrfüllen hätten, durch das Lied den deutschen Külturge—
danken in alle Schichten der Bevölkerung hineinzutragen.
der zweite Tag sah die Sänger vollzählig beim Gausfest
n Trier. Von unsern gastlichen Sangesbrudern in Trier—
sürenz nahmen wir dankbar Abschied mit dem Wunsche:
„Auf ein frohes Wiedersehen 1935 in Auewomachertd
Rreis Saarbrücken-Burbach.

An einem schönen Spätherbstabend traf MGB „Lieder—
tranz“ Holz auf dem Calwer Bahnhof ein. Zu uͤnserem
sinpfang hatten sich der Calwer Liederkranz mit seinen
eiden Fahnen und der Spielmannszug der HJ. auf dem
bahnhof eingefunden. Unser Gastgeder begrüßre uns mit
em deutschen Sängergruß, den wir mit deni Saar-Sän—
serspruch veantworteten. Tarauf wurden wir mit An—
teablumen und in den Stadtsarben gehattenen éEchleisen
»ersehen. Mit Trommel- und Pfeifenttang ging es durch
die mit Fahnen geschmückte Staot zum Macttpiatz. Unser
zührer Graser dantte dem Calwer Sängerfsührer sur seinen
Willkommensgruß mit einem flammenden Betenntnis ßgum
eutschen Vaterland. Abends fand im überfürlten Badischen
dof⸗Saal unsere Begrüßung statt. Vereinsführer Fischer
om Calwer vLiederkranz hieß uns im Namen des Vereins
n einer herzlichen Begrüßungsansprache willkommen. Er
jab der Freude Ausdruck, daß gerade in dem gegenwürtigen
Iundkampf Volksgenossen von der Saar zu ihnen kümen, um
die deutschen Verhältnisse kennen zu lernen und neue Kraft
ür unseren Kampf zu schöpfen. Bürgermeister Göhner
vies in seiner Ansprache auf den tapferen Kampf der
Zaardeutschen hin und zeigte uns mit wenigen markanten
Worten, welch großer Wandel durch den Fuͤhrer seit dem
30. Januar 1933 im deutschen Vaterland eingetreten ist.
Im Unschluß an seine Redé überreichte uns der Bürger—
neister eine Radierung von Calw. Mächtig klang das
Saarlied auf. In aufruͤttelnden Worten schilderte Sanges—
»ruder Fritz Gräser das Ringen um das deutsche Saarland.
Fin unbändiger Glaube an Teutschland und heiße Liebe
um Vaterland waren aus seinen Worten zu spüren. Die
zgar bleibt deutsch, mag kommen, was wolle, klang durch
eine Rede. Als Dank an die Gastgeber händigte er dem
Lalwer Liederkranz ein Bild unserer Gemeinde aus. Weiter
iberreichten wir durch den Jüngsten unseres Vereins als
inniges Erinnerungszeichen eine Grubenlampe. Im Auf—
trag der Kreisleitung hieß uns Pg. Widmair freudig
villlommen. Die Saar ist deutsch und keine Macht der
Welt kann dies ändern! Diesen Glauben, so führte er
aus, habe er bereits im Jahre 1926 anläßlich eines Besuches
m Saarland empfangen. Tamals schon sei dort die natio—
nale Begeisterung bedeutend größer gewesen als im Reich,
Teutschlande und Horst-Wessel-Lied klangen machtvoll durch
den Saal. Als Gegengeschenk überreichte uns der Calwer
diederkranz eine Liedkomposition von ihrem Dirigenten
Musikdirektor Schraft. Ter Abend wurde durch Liedvorträge
der beiden Vereine sowie des Frauenchors verschönt. Der
Sonntag wurde vormittags von uns zu einem prüchtigen
Spaziergang nach Hirsau ausgenutzt. Nachmittags gaben
nereint der Calwer Liederkranz und Liederkranz Hohz un—
er Chorleiter Rußler ein über zweistündiges Liederkonzert
m Badischen Hof. Eine festlich gestimmte Gemeinde füllte
»en großen Saal und ehrte die Sänger mit stürmischem
Beifall. Als Konzertsängerin (Mezzo⸗-Sopran) brachte Frli.
debel aus Holzz Liedvertonungen von Schubert, Hugo
Wolff, Robert Franz sowie eine NArie aus Toscea sicher

Zu einem Erlebnis gestaltete sich die Sängerfahrt der
jungen aufstrebenden Sängervereinigung Auersmacher zum
Männer-Quartett-Werein Harmonie“ Trier⸗-Kürenz. Mit
dem deutschen Sängergruß und dem Mosellied und durch
Jeberreichung herrlicher Blumen an Vereinsführer Schäfer

und Chormeister Rodermann bewillkommnete die Harmonie
ihre Gäste. Diese — 75 an der Zahl — erwiderten mit
dem Saarsängerspruch und „DTeutschland, dir mein Vater—
and“. Abends fand im Vereinslokal der Kürenzer ein
Festkommers statt, der von dem hochentwickelten Können
heider Vereine bestes Zeugnis ablegte. Musikdirektor Meidt
ovon der Harmonie und Chormeister Rodermann Saar—
hrücken errangen mit ihren Sängern begeisterten Beifall.
Vereinsführer Teusenbach von der Harmonie fand warme
Worte, aus denen echter Sängergeist und Volksverbundenheit
zerausklangen. Triers stolzes Wahrzeichen, eine Feder—
eichnung der Porta Nigra, wurde den Auersmachern zum
Andenken überreicht. Tief bewegt dankte Vereinsführer
Schäfer für die herzliche Aufnahme, und als äußeres
2Aeichen seines Tonfkes üherooh or ein Kunsthäld uom Win—

atskeller
brudcken o Inh. Fritz Sasse
ERSIXILASSCGE KOCIE
QUuALITATS-BIERE
Nebenrzume f Vereinscitzungen. Tol. —
            
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