Full text : 14.1934/35 (0014)

uhhll Saar⸗Sänger-Bunde
‘ Lereine, mit einigen entschuldigten Ausnahmen, er—
sRꝛreis Homburg. — chienen. Nachdem der Deutsche Sängergruß verklungen, er—
Mänunerchor Oberberbach beging eine wirklich wohlge- wriff Kreisleiler Griebler das Wort zu unenm großangelegten
ungene Feter, waren es doch 153 Jahre, daß sich die vortrag über Das Voltetum dine Buelle bet Kraft“. Red⸗
eiden Vereine „Concordia“ und „Bergmannsgefangverein“ ier zeigte zunächst den Begriff Volkstum, zeigte die falsche
unter dem Namen Männerchor zusammengeschlofsen hatten. pmantische, aber auch die Berechtigung der germanischen
Weiterhin galt die Feier der leßthin erfolgten Vereinigung Auffassung. Aus der Geschichte erörterte er au Hand von
pon „Eintracht“ und „Männerchor“ unter dem Namen Beispielen den Unterschied von Volk und Staat, zeigte, wie
hesangverein „Männerchor“ Oberberbach, Der einftimmig volk ohne Staat Geschichte macht, wie namentlich in den
gewählte Vereinsführer Fuchs, der den Verein fast unter heinischen Separatistenkämpfen, aber auch in den Ab—
drechungslos geleitet hat, hieß die Erschienenen, insbeson— timmungskämpfen der gefährdeten Gebiete nur deutsches
dere die Vertreter des Kreises Homburg Schuff, Feß und Löw Lolkstum die drohende Gefähr abwenden konnte. Die vier
herzlich willkommen. Er, rückte die Aufgaben und Ziele svlocken von Völtermarkt, so schloß der Vortragende seine
des deutschen Gesanges ins Licht und gemahnte die an— nit denkbarem Beifall aufgenommenen Ausführungen, die
vesenden Eltern, doch ihre Jugend in die Gesangstunde ßreußengloce, die Oberschlesienglocke, die Schleswig—
zu schicken. Schriftführer Idas trug nun die gesamte zlocke und die Saarglocke läuten alljährlich am dib—
Vereinsgeschichte vom Gründungsjahre 1878 an bis heute ummungstage, Kreischormeister Lambert führté mit prak—
vor. Kreischormeister Schuff hielt einen Vortrag über ischen Beispielen ein Gemeinschaftssingen vor, wie es heute
Pflege des deutschen Liedes, insbesondere des Gemein— 'om DSB verlangt wird. Er führte dabei aus, daß der
schaftsgesangs. Vereinsführer Fuchs übermittelte unserem dauptzweck eines Vereins nicht das Konzertsingen sein soll,
z35jährigen Sängerjubilar Friedrich Kullmann, der gerade ondern es muß mehr Wert auf das Volksliedsingen,
an diesem Tag sein 50jähriges Sängerjubiläum feierte, einstimmig und mehrstimmig, gelegt werden Mit dem vin—
die besten Segenswünsche. Eine diesbezügliche Ehrung er— timmigen Liedsingen, das natürlich nicht ausschließlich ge—
folgt nach Erhalt der Urkunde des deutschen Säuger— flegt werden soll, wird zunächst erreicht, daß das Volts
»undes. Nach Vortrag einiger gut gegebener Lieder unter ied wirklich geistiges Eigentum eines jeden Sängers wird.
Leitung von Dirigent Lehr, von denen vor allem der ẽr umriß dabei das einstimmige Lied, das Liedgut der
„Schwur des Volkes“ von W. Rein gefiel, fand man sich vandernden Jugend und den Kanon. Die Ausführungen
zu einer frohen Feststunde zusammen. J. anden eine dankbare Zuhorerschaft. Ferner berichtete der
reischormeister über das kommende Wertungssingen der
Rreis Merzig. Sruppe J. Ueber den Verlauf des Saar-Säugerfeftes in
Trier, sowie über die letzte Bundesvorftandsfitzung' gab der
dreisleiter einen kurzen Ueberblick. Der Kullurwärt der
deutschen Front, Lehrer Schienhofen, fand von Herzen
ommende Worte der Anerkennung für die Mitwirkung
der Gesangvereine bei den Veranstaltungen der Deutschen
Front. Schulrat Kell, als Kulturwart des Sängerkreises
prach über die großen Aufgaben der Sängerschaft am Auf—
»au des deutschen Vaterlandes, die Gesangvereine haben
tets auf deutsches Volkstum gehalten und es bewahri.
Mit einem begeistert aufgenommenen Sieg-Heil auf Führer
ind Vaterland und dem Absingen der nationalen Vieder
chloß diese denkwürdige Tagunga. P

sr. 10 sspuenete

unn Seite 207

Das Wertungssingen der ersten Gruppe des Kreises
Merzig wurde in Merzig durchgéführt. Kreisleiter Griebler
'and herzliche Worte der Begrüßung an Sänger, Wertungs—
jachverständigen Beck und Buͤndesfuͤhrer Schuͤlrat Dr. Boͤn—
gard. Nach dem gemeinschaftlich gesungenen Deutschen
Zängergruß und „Glück auf an der Saar“ stellten sich
olgende Vereine dem Wertungssachverständigen: Froh—
inn“ Dreisbach mit „Der liebste Buhle“ (Walter Rein'
und „Das Lieben bringt groß Freud“ (Herm. Erdlen).
MGV Hausbach mit „Es ritt ein Jäger (Walter Rein)
und „Der Soldat“ (Fr. Silcher), „Sangeslust“ Hilbringen
gem. Chor) mit „Vespergesang“ (Karl Kämpf) und „Ab—
marsch“ (H. Heinrichs), „Harmoönie“ Menningen mit „Allles
schweige“ und „Es wolit ein Jägerlein jagen“ (beide von
Walter Rein), Brauereigesangverein Merzig mit Hymne“
Otto Siegl) und Soldatenleben“ (Hans Langh, Liederkranz“
harlingen mit „Drescherlied“ (Bruno Stürner) und „Jetzt
ommt die Zeit“ (We Hanselh), Liederkranz“ Merchingen
nit „Mein Deutschland“ (Ernst Hansen) und wie
serbe“ (Ir. Silcher). Man konnte feststellen, welche er—
reulichen Fortschritte die Vereine gemacht und welche ziel—
»ewußte Arbeit seitens der Chorleiter geleistet war. Mit
kernigen Worten sprach Dr. Bongard am Schluß des
Singens über die große Bedeutung der Wertuügssingen
ür die einzelnen Vereine und gab seiner Freude Ausdruck,
daß trotz der starken Beansprüchung der Sänger in der
etzten Zeit dieses Wertungsfingen zustande gekommen ist.
Dann wies Dr. Bongard auf die Bedeutung uñd Pflege des
deutschen Liedes gerade in der jetzigen Zeit hin und dat
die Gesangvereine, besonders in dieser schweren und sorgen—
pollen Zeit überall eine deutsche Weihnachtsfeier für die
ganze Bevölkerung, zu veranstälten. In der Chorleiter—
besprechung gab Gauchormeister Beck unter eingehender
Begründung den Eindruck der Gesamtleistungwieder.
Unter Würdigung der vorgetragenen Chöre erkannte er
bei 5 Vereinen auf gut und beͤ zwei Vereinen auf fast
zut. Die Leistung von „Frohsinn“ Dreisbach wurde als
heste anerkannt. M

Die Jahresschlußpersammlung des G.V. Liedertafel
Nettlach war zu einem Familienabend ausgestaltet und
satte starten Besuch aufzuweisen. Besonders erfreulich
var der Besuch der alten Ehrenmitglieder, welche früher
iher 30 Jahre im Verein mitgewirkt hatten. Nach ein—
eitenden, von hoher vaterlaͤndischer Gesinnung be—
chwingten Worten von Vereinsführer Strauch verlas
Zchriftführer Matth. Reinert den Jahresbericht, sowie
inen ausführlichen Bericht über unfere Saarkundgebung
n Begesack und den damit verbundenen Besuch der Stadt
zremen und der Insel Helgoland. Den Kassenbericht er—
tattete Kassierer J. Palz. Er konnte trotz der Aufwen—
ungen bei den vielen Festlichkeiten im alten Vereinsjahr
inen kleinen Ueberschuß buchen. Nach Prüfung der Ein—
ind Ausgaben durch 3wei Kassenrebisoren wurde dem
Korstand mit Dank Euntlastung erteilt. Für 40jährige
zängertreue dankte der Führes unter Ueberreichung ge—
ahmter Beethovenbilder Sangesbruder Adolf Schmidt,
owie für 25jährige den Sangesbrüdern Nikolaus Simon
ind Gustav Peétry. Schriftführer M. Reinert, sowie der
rühere langjährige Liederordner dohanm Wagner wurden
ür 30jährige treue Mitgliedschaft unter Ueberreichung von
ẽhrenurkunden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Dem zweiten
zührer, Sangesbruder Hölscher, wurde seitens seiner Stimme
2. Tenor) für vollzähligen und pünktlichen Probenbesuch
in Sängerglas mit Widmung überreicht. Diefe Ehrungen
ürften ein Ansporn für die jüngeren Sangesbrüder sein.
Sangesbruder Josef Reinert wurde das Amt des Lieder—
rdners übertragen. Die Veranstaltung wurde durch Ge—
ang und ein, Musiktrio aus Merzig angenehm unter—
rochen und schöne Volksweisen von allen Anwesenden
edeistert mitgesungen.

In der letzten Kreissängertagung in Merzig, die sich
zu einer nationalen Kundgebung gestaltete, konnte Kreis—
eiter Griebler die Vertreter von 36 Vereinen, sowie eine
tattliche Sängerschar aus dem ganzen Kreise begrüßen.
Erfreulicherwesse waren auch die Ehorteiter der einzetnen

Aboouu wollen wir: eine wahre Gemeinschaft aus den deutschen Slämmen.
aus den Sltänden, den Berufen und den bisherigen Klassen! bel Hiter
            
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