Full text : 14.1934/35 (0014)

Seite 194 III'
VB0on.

hhhh Saar-Sänger-Bund III

äüchertisch.

Zeitschrift für Musik, Monatsschrift für eine geistige
Erneuerung der deutschen Musik, gegründet 1834 von
Robert Schumann, Herausgeber und, Verlag Gustav Bosse,
Regensburg. Preis vierteljährlich 3,60 Mk. Einzelheft 1,85
Mark. Die reichhaltige November-Nummer ist dem Klavier
gewidmet. Wir verweisen auf folgende Auffätze: Dr. Wile
helm Zentner: Elly Ney; Prof. Carl Adolf Martienssen:
Edwin Fischer; Dr. Erwin Bauer: Walter Niemanns
poetische Sendung; Univ-Prof. Dr. Hans Joachim Moser:
Wilhelm Kempff; Ernst Ludwig Schellenberg: Erinnerun—
gen an Conrad Ansorge; Ferruccio Busoni: Rubinstein
in Wien. Uebersetzt von Dr. Friedrich Schnapp; 1. Reichs—
tagung der Deutschen Musikerzieher: Prof. Dr. Franz Rühl—
männ: Aufbau von Musikerberufsschulen in Deutschland;
Prof. Dr. Felix Oberborbeck: Schulmusikerziehung und Pri—
batmusikunterricht. Den Beschluß des wieder mit zahlreichen
interessanten Bildbeilagen ausgestatteten Heftes machen Be—
richte über Musik und Musiker, Besprechungen, Ur⸗- und
Erstaufführungen, Musikhefte und Tagungen, Konzert und
Oper, Musikfeste und Festspiele, Gesellschaften und Ver—
eine, Kirche und Schule, Bühne, Rundfunk, deutsche Musik
im Auslande. Wir empfehlen die Zeitschrift aufs wärmste!
Die Westmark, Monatsschrift für deutsche Kultur, Schrift—
leiter Kurt Kölsch, NSZ3-Verlag Neustadt a. d. Hardt.
Jahrespreis 70 Fr. für Mitglieder der Deutschen Front
18 Fr. In der letzten Kreisführer- und Kreischormeister—
cagung hat Gauführer Dr. Bongard empfohlen, daß jeder
Verein ein Exemplar dieser ausgezeichneten heimischen
kKulturzeitschrift beziehen möchte. Darüber hinaus
nachen wir wiederholt darauf aufmerksam, daß gerade
n diesen Monaten und Jahren neuen Werdens sich
eder Sängerführer und Chormeister über die Entwickelung
der kulturellen Belange unterrichtet halten muß. Wie dazu
die „Westmark“ wertvolle Dienst leistet, macht jede Nummer
deutlich. Wir nennen aus dem trefflich illustrierten Oktober—
heft;: Kurt Kölsch: Die Front am Rhein, Arwed Hoyer:
Mission der Westmark, Kurt von Raumer: Ost und West
in der deutschen Geschichte, Dr. Johann von Leers: Deutsche
Volkstumsgrenze im Westen. Otto Dodderer: Deutsches
Schicksal am Rhein, Dr. Hermann Emrich: Das Reich
der Deutschen. Dazu fesselnde Erzählungen, Dichtungen,
Adolf Hitlers Rede an das Saarvolk, Berichte, Mittei—
lungen und Buchbesprechungen. Diese Nummer bringt große
jistoxische und kulturpolitische Aufrisse über das West—
markproblem, namentlich über die Verflochtenheit von Pfalz
und Saar.
Bölkische Musikerziehung. Monatshefte für eine musika—
lische Jugend- und Volksbildung. Herausgeber Prof. Dr.
Eugen Bieder. Leiter der Staatlichen Akademie für Kirchen—
und Schulmusik. Henry Litolss Verlag Braunschweig, viertel—
ährlich 2 RM. Wir greifen heraus: Schiller und die mu—
sikalische Klassik von Heinrich Besseler, Völkische Musik—
erziehung von Albert Greiner. Pflege der alten nieder—
sächsischen Volkslieder von Gustav Fock, Lehrerhochschule
und Landschaft von Walter Rein, Berichte aus Baden,
hamburg und Württemberg. Zu meiner „Weihnachtsmusik
aus Volksliedern deutscher Stämme, singt und klingt“ von
Armin Knab. Stimmen der Zeit, Notenbeilagen. Bedeut—
sam für alle Musikpädagogen, die mit den musikerz'eherischen
Strömungen. Problewme und Aufgaben der Gegenwart ver—
traut werden und bleiben wollen!
Es drängt mich, namentlich unsere katholischen Leser
zu Weihnachten wieder mit wärmster Empfehlung auf die
Beschenkwerke des Ars Saera Verlages Josef Müller,
Müuchen 23, hinzuweisen, von denen wir im Laufe des
Jahres zahlreiche bereits mit besonderer Anerkennung
hervorgehoben haben. Ich erinnere zunächst an reizende
Weihnachtsbüchlein mit Bildern — Das Wunderstädklein.
Die Erste Weihnacht, Das Christkind kommt — von Josef
Madlener. Dann an die großartigen Textbildwerke Liebrauenminne
 ein Vilgergang durch das Marienleben.

Von der Schönheit der Seele mit 44 Kupfer—
tiefdruckbilderny, Gottes werden und Menschen—
pege von Prof. Fugel und P. Lippert, mit 72 Bildern,
Die Bibel in Bildern von Gustav Doré, das Buch
der Jahreszeiten mit 192 Bildern, Dantes Gött—
uche Komödie, Miltons Verlorenes Para—
ies und Cervantes Don Quichote, Bilder von Gustab
doré, Die Kunst Rembrandts und Rembrandt als
Führer von Nissen-Langbehn, Werke von Spitzweg, ein
Textbildwerk über Rom, die ewige Stadt. An diese sehr
vohlfeilen Prachtwerke des Ars-sacra-Verlages reiht sich
ine stattliche Zahl von Erzählungen von literarischer
Bßedeutsamkeit: Die drei Kristalle, Bauernlegenden aus
Türol, Der Reiter im Morgenrot — aus dem riährigen
drieg, Die Elendskerze, eine Hexengeschichte aus dem 30—
ährigen Krieg u. a., über die der Verlagskatalog Auskunft
sibt. Endlich möchten wir noch auf eine Reihe von tief—
fründigen, schöngeistigen, von Gottes Geist beschwingten
Verken zur christlichen Lebensgestaltung hinweisen, die
Peter Lippert zum Verfasser haben und zugleich
vegen ihres trefflichen Buchschmuckes und der liebevollen
derlegerischen Ausstattung Geschenkwerke erster Ordnung
darstellen. Ich nenne „Von Festen und Freuden“?
zgesammelte Rundfunkrede über die Erscheinung Gottes unter
Menschen als Licht in der Nacht, über die Zeichnung der
uus dem Geist geborenen, die mit Gott gehen, vom wahren
Führertum, vom Kommen und Gehen der Menschen, über
»as Mysterium des Todes. Und von dem gleichen Verfasser,
benfalls als Stimmen im Rundfunk“ das nachdenkliche
Verk Christentum und Lebenskunst, eine wahre
zchule edler Lebenspraxis, eines Lebens aus dem Glauben!
der Aufdringlichkeit des Körperlichen, der Sorge des
ꝛdebe- und Genußmenschen, der Rekordleistung des Muskel—⸗
nenschen stellt der Verfasser die bewußte und beabsichtigte
gereinfachung des körperlichen Lebens, die Anspruchslosigeit
 der Geistesmenschen und Geistesdiener gegenüber. Und so
eruht das ganze Werk auf dem idealen Gesetz des Men—
chentums: das Aeußere und Sichtbare muß aus der Inner—
ichkeit strömen und zur Innerlichkeit hinführen. Die
Menschheit kann nicht menschlich leben und menschlich sich
ntwickeln, wenn sie nicht übermenschlich denkt und liebt,
ie kann nicht die Erde behaupten, wenn sie nicht zum
dimmel aufschaut, sie kann nicht die Zeit erfüllen, wenn
ie nicht die Ewigkeit anstrebt. In der gleichen Linie,
Weisung für eine geistige Lebensführung zu geben, liegen
die sehr lesenswerten Heftchen: Frauen und Männer
und Mütter und Töchter, beide von Otto Kasser.
Hindenburg. Ein Lebensbild von Hermann Schmökel.
Ztark erweiterter Neudruck. Mit 6 Kunstdruckbildern. Stif—
ungsverlag, Potsdam. Fein kart. 1,20 Mk.; in Leinen
2 Mk. Das Lebensbild Hindenburgs von Hermann Schmökel
hat während des Krieges trotz seiner Fassung in einen
nappen Rahmen sich eines riesigen Erfolges erfreut. Die
ebendige Darstellungskraft fand den Weg zum Herzen des
Bolkes. Das Leben Hindenburgs liegt jetzt vollendet vor
ins. Verlag und Verfasser betrachteten es als eine Ehren⸗
»flicht, dem Büchlein nunmehr eine völlige Neugestaltung
zu geben, und zwar nicht nur in der weiteren Heraus—
arbeitung der charakteristischen Merkmale der unvergleich—
ichen Gestalt Hindenburgs, wie sie im Kriege und in
der Zeit bis zu seiner Berufung als Reichspräsident sich
rusgeprägt hat, sondern auch durch eine Darstellung des
etzten Jahrzehnts, in dem Hindenburg in nicht geahnter
Weise zum getreuen Ekkehard des deutschen Volkes wurde
und es bis an die Schwelle einer neuen Zeit führen
»urfte. Ein echtes Volksbhuch, dem der Verlag durch vor—
zügliche Ausstattung und niedrigen Preis den Weg in
edes deutsche Haus ebnen will. Vor allem sei es der Jugend
Us Weihnachtsgabe dargebracht.
Sprachenpflege. „Le Traducteur“, französisch-deutsches
Sprachlehr- und Unterhaltunagasblatt, das dem Sprachbeflis—

D e u ! sche Fa h n eẽ n zum 13. Januar 1935 von K O r n Sagrbrucen
            
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