Full text : 14.1934/35 (0014)

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IIII Saar⸗Sänger-Bund J.i

ihhh Nr. 9
Rreis Saarlouis.

Arie. III. Chor). Mitwirkende waren: Frau Lotte Hellwig—
Josten, Violine (Köln), Fräulein Marianne Brugger, Sopran
Berlin), Herr Günther Lemmen, Viola, Herr Aldert Sei—
bert, Fagott. Die Leitung lag bei Proi. Hans Skohoutil
in besten Händen.

Wenn eine Reihe von Sängerfahrten aus dem Rcich und
ns Reich vorzugsweise dem Anknüpfen oder Befestigen
angesbrüderlicher Verbindungen galt, so kann dem
Zängerbund Saarlonis 2 bezeugt werden, daß wie seine
erste Sängerfahrt nach Mannheim, so auch seine jüngste
iach Frankfurt, Elberfeld-Wuppertal, Düsseldorf, Köln und
Zoppard durchaus den Charakter einer künstlerisch zu werten—
den Konzertreise hatte. Das wird auch mit Einmütigkeit von
der gesamten Presse anerkannt. Der von Chormeister Gott—
ieb Hoffmann in sleißiger Arbeit auf einen hohen Stand
ebrachte 170 Sänger fafssende Chor bewältigte ein im
anzen treffliches Programm — Chöre von Knöchel, Rein,
zaußnern, Hildebrand, Heinrichs, Moldenhauer, Othegraven,
förster, Lang, Hans von der Saar — mit ausgezeichneter
deklamation und gutem Ausgleich der Stimmen. Schade,
»aß der Raum nicht gestattet, die festlichen Empfänge.
dundgebungen und Festabende, die Beweise warmer Gast—
ichkeit, die den Saarsängern von den Spitzen der
bartei und der Behörden, von der Sänger- und Bürger—
chaft überall zuteil ward. Unvergeßliche Bilder: die An—
prache des Oberbürgermeisters vom Balkon des Frank—
urter Rathauses, des Elberfelders von dem des Elber—
jielder Rathauses, des Düsseldorfers auf dem Nathaus—
olatz vor vieltausendköpfigen begeisterten Massen. Dann
der Festabend im Städtischen Saalbau Frankfurt, in dem
auch Dr. Herrmann vom Führerrate des DEeB so warme
Worte der Anerkennung fand, die sehr instruktive Be—
ichtigung der Hemberger Spitzenfabrik in Langenberg, der
Festabend im Saalbau zu Elberfeld, der Ausflug ins Ber—
zjische LRand zum „Bergischen Kaffee“, der Besuch des
Z300 und dann der Festabend in der Düsseldorfer Ton—
salle — welch eine Fülle von herzerhebenden Eindrücken!
Wieviel rührende Beweise herzlicher Gastlichkeit, wenn ich
ius der großen Zahl einen herausgreifen darf: Den Sänger—
ührer Direktor Krüger! Mit eiserner Disziplin hielten die
zaarsänger ihre Kräfte zusammen, so daß ihm die Ent—
pannung zu gönnen war, die ihnen am Schluß der Fahrt
ie Sangesbrüder von Boppard in ihrer wein- und lieder—
rohen Stadt bereiteten. Nicht zu vergessen das begeisterte
ẽcho, das die Treuebekenntnisse der Sprecher von der
Zaar überall fanden. Alle Herzen sind in Erinnerung
in die prachtvolle Fahrt, die ihnen im neuen Reich be—
chieden war, auf den Ton geftimmt: Dank. Dank und
mmer wieder Danf!

Kreis Saarbrücken-Burbach.
Am 24. Juni 1934 feierte der M.G.V. Liederkranz in
Holz das Fest seines 40jährigen Bestehens, das er in
der Form eines Konzertes kleidete. Absgesehen davon, daß
die Darbietungen ein volleres Haus verdient hätten, darf
die Veranstaltung als wohlgelungen bezeichnet werden.
Das von dem Vereinsdirigenten Rüffler durchgeführte
Programm, auf dem Bruch, Hartmann, Kaun, Heinrichs,
Kienzl, Moldenhauer, Othegraven und Lendvai vertreten
waren, zeigte schon in seiner Zusammenstellung, daß der
ausstrebende Verein gewillt ist, aus dem Rahmen der
zei solchen und ähnlichen Anlässen bisher üblichen Ver—

anstaltungen unserer ländlichen Vereine herauszutreten.
Angenehm überraschten auch die in das Programm ein—
zefügten Musikstücke von Beethoven, Schubert und Tartini,
die ebenfalls unter der Leitung von Chorleiter Rüffler
standen. Einen besonderen Genuß bot den Festteilnehmern
Fräulein Grete Uebel, die mit ihrem weichen und klang—
schönen Sopran Puccini's Tosca-Arie und „Die Forelle“
oon Schubert vortrug. Nach der Begrüßungsrede des
Vereinsführers Graeser ging Kreisführer Mayer in seiner
Festansprache kurz auf die Geschichte des Vereins ein, der,
am 24. Juni 1894 gegründet, es verstanden habe, nicht
nur die schweren Kriegsjahre und die Nachkriegszeit glück—
lich zu überwinden, sondern sich darüber hinaus bei seinen
Brudervereinen Ansehen und Geltung zu verschaffen. Er
würdigte die Verdienste der bisherigen Vereins- und
Thorführer und richtete Worte des Dankes an den ersten
Dirigenten des Vereins Fritz Walter, an den heute noch
aktiven Vereinsgründer Brück und die übrigen Sanges—
brüder, die an diesem Tage auf ein 40- bzw. 25jähriges
Wirken im Dienste am deutschen Liede zurückblicken konnten.
In seinen weiteren Ausführungen wies Kreisführer Mayer
auf die bedeutsame Rolle hin, die der Abstimmungskampf
im Saargebiete gerade unseren Gesangvereinen zuweist.
Wer heute noch im Zweifel darüber sei, um was dieser
Kampf geführt werde, der solle die Schönheiten des herr—
lichen Köllertales auf sich wirken lassen, um dann zu
wissen, daß keine Handbreit unserer schönen Heimat dem
deutschen Vaterlande verlorengehen darf. Sein „Sieg—
Hheil“ auf die Heimat, das Vaterland und seine Führer
'and begeisterten Widerhall. Für die Tatsache, daß der
iestgebende Verein, der noch vor kurzer Zeit über 30
aktive Sänger verfügte, es inzwischen zu ansehnlicher
Stärke gebracht hat. diene das Bild als Beweis

Einer Einladung der Kreisleitung der NSDAp Viersen—
dempen folgend, unternahm der Sängerbund Fraulautern
Chorleiter G. Hoffmann) eine Fahrt nach der reizvollen
tiederrheinischen Stadt Viersen. 135 Sänger beteiligten
ich an der Reise, die allen ein erhebendes und unvergeß—
iches Erleben bleiben wird. Bei der Ankunft wurde dem
berein ein geradezu überwältender Empfang zuteil. Tau—
ende von erwartungsvollen Menschen waren zur Be—
rüßung am Bahnhof erschienen. Der Sängerkreis 8 Viersen—
dempen, die SA-Formationen, Arbeitsfront mit Fahnen,
)J und BdoMuwaren aufmarschiert. Nach herzlicher Be—
zrüßung durch Kreisleiter Niem und einem Begrüßungschor
der Grenzlandsänger des Gaues 8, grüßten unsere Sänger
nit dem Saarschwur, worauf sich der Festzug mit Musik
»urch die mit Fahnen festlich geschmückte Stadt zum Markt—
Aatz bewegte. Dort ersolgte die offizielle Begrüßung durch
IRberbürgermeister Dr. Gebauer. Die Saarsänger statteten
hren Dank ab mit dem Saarsängergruß. Dann gings
n die Quartiere. Abends 8 Uhr folgte in der städtischen
Festhalle, die über 2000 Personen faßt und vollbesetzt
var, ein Sängerkommers im Rahmen der großen Saar—
und Grenzlandfeier. der Kreis-Arheitstagung der NSDV

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