Full text : 14.1934/35 (0014)

Nr. 9 Ihu.

AUl Saar⸗Sänger-Bund Jl

tgll Seite 183

tun kann, der trete still beifeite. Die neue Zeit verlangt
neue Führer als Amtswalter des deutschen Liedes. Vor—
gesehen sind für die Eingliederung in die Gemeinschaft und
die weltanschauliche Schulung etwa Wochenendkurse in
dagern, Heimen, Jugendherbergen, wo durch unmittelbare
Berührung Kameradschaftsgeist und Einfühlung in das
Wollen der neuen Zeit gewonnen werden kann. Wünschens—
wert wäre es, wenn die einzelnen Kreischorleiter ich
selber Gedanken über diese Fragen machen wollten, da—
nit bei der nächsten Sitzung, die auch einen diesbezüg—
lichen Vortrag bringen solle, ein möglichst, anregender
Meinungsaustausch erfolgen könne. Zum Schluß wurden
noch einige Fragen über das Wertungssingen geklärt.
Veter Marx.
Wenn die Saar-Ausstellung in Köln ein möglichst lücken—
oses Bild der wirtschaftlichen, kulturellen und politischen
Verhältnisse des Saargebietes widerspiegeln und nament—
ich die unlösbare Verflochtenheit aller inneren und äußeren
stulturbelange von Reich und Saar ins Licht rücken wollte,
dann durfte es sich auch der Saar-Sänger-Bund — heute
BHau 14 des DSB. — nicht versagen, der an ihn ergan—
genen Einladung zu folgen, seine 15jährige Arbeit im
Dienst am deutschen Lied in einer Sonderausstellung deut—
lich zu machen. Natürlich war sich die Gauführung von
oorneherein der Schwierigkeit bewußt, die Kulturarbeit
der deutschen Sängerschaft an der Saar museal zu er—
assen D0o2u war ihr leider ein ihrer Bedeutsamkeit in

ind Sängerfahrten. Drei große Tafeln zeigten die Pro—
ramme aller Konzerte führender deutscher Chorvereini-—
jungen, vom Kölner MGV. bis zum Reichssinfonieorchester
er NEDAP., die auf Einladung der Gauführung in ein—
inhalb Jahrzehnten im Saargebiet veranstältet wurden.
gierzehn Tafeln gaben Einblick in die Vielseitigkeit unserer
zundeszeitschrift, deren zwölf Bände außerdem in gebun—
enen Exemplaren der Deffentlichkeit zugänglich gemacht
varen. Auf zwei Tischen waren die im Auftrag der
auführung herausgegebenen Chorwerke ausgestellt:
dendvais „Psalm der Befreiung“, Bruno Stürmers „Ein
ßolk ruft“, Reins „Deutscher Schwur“, Knabs „Wekcruf“
ind „Deutscher Morgen“ und die Liederblätter des Gaues
nit den vier Saarliedern von Hans von der Saar und
wei Saarheimatliedern von Walter Rein. Daneben waren
as „Deutsche Chorsängerbuch“ des Gaues, Werbeblätter,
zundesbücher, Urkunden und weiterhin Konzert- und
Vertungssingenprogramme der Kreise und Vereine zur
„chau gestellt, beredtes Zeugnis von Fleiß und Streben
wr Saardeutschen Sängerschaft. (Saarbr. Landesata.“)

Veranftaltungen.
2. Dezember: Liederkranz Elversberg: Konzert.
2. Dezember: Sängerverein 1929 Bildstock: Herbstkonzert.
9. Dezember: Harmonie Altenwald: Chorkonzert im Saale
Bauer-Schaum.
23. Dezpher: Sängerverein 1882 Herrensohr: Weihnachtseier.

25. Dezember: Liederkranz Herrensohr: Weihnachtsfeier.
26. Dezember: Quartett-Verein Arion Herrensohr: Weih—
nachtsfeier.
31. Dezember: Sängerverein 1929 Bildstock: Jahres⸗
wendfeier

Sängerehrungen.
Dreis Daun: M.G.V. Müllenborn: August Dick,
debensalter 66 Jahre, aktiv 40 Jahre; Philipp
dappes, Lebensalter 65 Jahre, aktiv 6 Jahre; Josef
dick, Lebensalter 59 Jahre, aktiv 40 Jahre; Simon
drämer, Lebensalter 54 Jahre, aktiv 25 Jahre;
dambert Schäfer, Lebensalter 48 Jahre, aktiv 25
Jahre; Martin Würschem, Lebensalter 45 Jahre,
ktiv 25 Jahre; Joh., Heinrich Schmitz, Lebensalter
58 Jahre, aktiv 25 Jahre.
s Saarbrücken: Saarbrücker Liederkranz: Karl
Backes, Lebensalter 51 Jahre, aktiv 25 Jahre; Fritz
Schweig, Lebensalter 45 Jahre, aktiv 25 Jahre; Joh.
Steinemier, Lebensalter 18 Jahre, aktiv 25 Jahre;
Peter, Hauch, Lebensalter 60 Jahre, aktiv 25 Jahre;
denrich Kerner, Lebensalter 49 Jabhre. aktiß 25
Jahre.
M.G.V. Bourussia Rußhütte: Peter Schmidt, Lebens—
alter 42 Jahre, aktiv 25 Jahre; Hermann Gerber,
debensalter 59 Jahre, aktiv 25 Jahre.
M.G.V. Arion Bübingen: Emil Diesinger, Lebens—
iter 41 Jahre, aktiv 25 Jahre; Friedrich Kekler
Aoßensalte— 48 QGohre aftin 3535 0hre

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—S ——
keiner Weise Genugtuung gebender Raum zugewiesen, der
es noch nicht einmal ermoͤglichte, den Ausstellungsgegen—
ständen mit den Fahnen deutscher Städte aus dem Fest⸗
saal des Sängerheims einen würdigen Rahmen zu geben.
Zo konnte es nicht ausbleiben, daß die Sonder-Ausstellung
der Saarsängerschaft einen etwas nüchternen Eindruck
machte. Eine Reihe von Bildern in Vergrößerung 6050
»eranschaulichte Höhepunkte heimischen Sängerlebens:
— ,—estefre Gunvehunaoon Sänqertreffen
            
Waiting...

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