Full text : 14.1934/35 (0014)

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n Saar⸗Sänger-Bund IIIpueurnuna:

issiee Nr. 9

Die Uraufführung des Oratoriums „Das Lebensbuch
Bottes“ von Jos. Haas findet am 6. November in Essen
durch den Städt. Musikverein unter Johs. Schüler statt.
Weitere Aufführungen folgen in einer großen Anzahl von
Städten, zunächst u. a. in Aachen, Vüsseldorf, Leipzig,
Frankfurt a. M., Heidelberg, Halberstadt, Kassel, Utrecht,
Braunschweig, Hamm.
Hermann Reutters erfolgreiches Oratorium „Der große
stalender“ kommt in dieser Konzertsaison in Mannheim,
Zürich, M.Gladbach und Wien, ferner in Bremerhaven,
Arnsberg und Neheim durch die dortigen NS. Kultur—
zgemeinden zur Aufführung.
Edwin Fischer bereitet in Zusammenarbeit mit Kurt
Soldan die Veröffentlichung der sieben bekanntesten Kla—
vierkonzerte von Mozart in einer Neuausgabe für 2 Kla—
biere vor. Die Ausgabe wird das besondere Interesse der
Mozartspieler erwecken, da sie die Partie des Soloklaviers
ohne jeden Zusatz in dem nach dem Autograph revi—
dierten Urtext bietet.
Im Rahmen des diesjährigen von der Internationalen
Brucknergesellschaft veranstalteten Brucknerfestes in Aachen
gelangte ein Orgelwerk des Brucknerschülers Friedrich Klose:
Präludium und Doppelfuge nach einem Thema von Bruck—
aer mit Schlußchoral für 8 Bläser zur Erstaufführung.

Bruno Stürmers Kautate für Männerchor und Orchester
„Der steile Weg“ gelangt demnächst in Erfurt zur Auf—
ührung. Weitere Aufführungen sind in Kassel und in
Nürnberg anläßlich des Fränkischen Sängerbundfestes 1935
esehen. In verschiedenen Städten sind Stürmer-Abende
geplant

Anläßlich des im nächsten Jahre zu feiernden 250. Ge—
»urtstages von Joh. Seb. Bach bietet der Verlag C. F.
Peters der Musikwelt eine besondere Gabe: eine neue, nach
den Quellen revidierte Urtertausgabe der Brandenbur—
zjischen Konzerte und der vier Orchester-Suiten in Einzel—
»artituren und Aufführungsmaterial (ceinschließlich Cem—
»alostimme) herausgegeben von Kurt Soldan. Diese Ver—
ffentlichung bedeutet eine zeitgemäße Erneuerung der 1850
»ei C. F. Peters erschienenen Erstausgabe der Bachschen
Irchesterwerke

Heinrich Spittas vom Hitlerjugend-Funk des Deutsch—
and-Senders zur Uraufführung gebrachte Kantate „Dent—
ches Bekeuntnis“ für Bariton-Solo, gemischten Chor und
leines Orchester (Flöte, Oboe und Streicher) ist foeben
m Verlage E. F. Peters erschienen. Der Musikreferent der
steichssugendführung W. Stumme sieht in dem Werk
en „bisher höchsten Ausdruck unseres Wollens auf dem
Wege zur deutschen Feier“

Gau XIV im DSB. VNahe-Molsel⸗Saaur.

Sprechstunden der GBauleitung
im Sängerheim Stadtpark Ludwigspark, Saarbrücken:
Montag, 15—517 Uhr: Gauführer Bongard.
Dienstag, 10217 Uhr: Gauchormeister Beck.
Donnerstag, 526 Uhr: Gauschatzmeister Düren.
Freitag, 526 Uhr: Gauschriftführer Stein.
Mitteilungen.
Zeitnugsgebühren. Den Vereinen gehen im Laufe des
Monats Dezember 1934 die Zeitungskontenauszüge zu
nit der Bitte, dieselben zu überprüfen und den Restbeträg
zu überweisen. Die Gebühren, die bis zum 5. 1. 1933
nicht eingegangen sind, werden durch Postnachnahme er—
hoben. In diesem Falle werden die Vereinsführer ge—
eten. die fälligen Beträge hereit zu halten

Vom Gaufest in Trier find der Schriftleitung noch eine
Reihe von photographischen Aufnahmen zugegangen, meist
diebhaber-Aufnahmen, die wir in dieser Nummer ver—
zfientlichen.
Berichtigung zur Aufstellung über die Beteiligung am
Baufest in Trier. Wie uns nachträglich von der Kreis—
leitung. Homburg mitgeteilt wird, hat sich der MG.V.
„Liederkranz“ Erbach, der als nichtbeteiligt in der Auf—
tellung geführt wurde, mit 5400 beteiligt.
Bericht über die Kreischorleitersitzung vom 28. August.
Bertreten waren vom Gauvorstand Gauchorleiter Beck,
sein Stollnertreter Hißelherger und der Geschäftstüßre—

— Dù53—ö&&

Rauchholz. Alle Kreise bis auf St. Ingbert waren ver—
reten. Gauchorleiter Beck besprach eingangs noch einmal
zie Chöre für das Gausest in Trier. Dann gab er die
»urch die Verlegung notwendigen Aenderungen. Geschäftsührer
 Rauchholz wies darauf hin, daß organisatorisch noch
»iel zu tun sei. Er machte nachdrücklichst darauf auf—
nerksam, daß angesetzte Termine unbedingt eingehalten
verden müßten, da sonst das Ganze darunter litte und
ede Zusammenarbeit erschwert würde. Er rief das Pflicht⸗
zesühl der Chorleiter an, ihrerseits auf die Vereine zu
virken, in der Erledigung so notwendiger Dinge für die
zukunft nicht lässig zu sein. Bei dieser Gelegenheit brachte
ßeck zur Sprache, daß auch immer noch nicht trotz Rück—
ragen die Fragebogen seitens der Chorleiter eingegangen
eien. Diese sollten doch die Angelegenheit sofort er—
edigen Wer nicht mitarbeiten wolle. müsse die Folden

J—

ragen. Es sei sehr zu wünschen, daß die Kreischorleiter
die Vereine von Zeit zu Zeit besuchen, um festzustellen,
vo tätige Arbeit geleistet wird und wo nicht. Dem Kreis—
horleiter solle dann das Recht zustehen, uͤnnütze Glieder
er Gemeinschaft abzustoßen. Eine der brennendften Fragen
inserer Zeit berührte nun Beck: Wie sollen die Chor—
eiter musikalisch weitergebildet werden, und wie soll es
rreicht werden, daß sie dem gewaltigen weltanschaulichen
Imbruch Rechnung tragen? Die neue Zeit wandelt den
ganzen Menschen. Es kann also auch der Musiker sich von
hr nicht abseits halten, sondern muß über die Grund—
agen seiner Kunst neu nachdenken Mor hier nicht mif—
            
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