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IIII Saar⸗Sauger⸗Bund suut:
*phn Nr. 8
Liegt hier nicht der wahre Grund für das Verbot
der Abstimmungs- und Regierungskommission, dieses
Sängerfest in Saarbrücken zu begehen. Liegt hier
nicht zugleich aber auch der Widersinn des Verbotes?
Staatliche Willkür stellt sich gegen die
lebendigen Kräfte des Volkstums, gegen
das Eingeborene und deshalb Unauslösch—
dare. Das Unnatürliche, Ungewachsene, Volksfremde
Wir sind an der Saar nicht zugänglich für das
Werben mit äußerlichen Vorteilen, nein, wir sind
nicht käuflich. Wir fürchten auch nicht Drohung und
Macht. Ueber Wirtschaftsfragen und Paragraphen kann
nan sich nach den Worten unseres Führers und Kanz—
lers verständigen, über angeborenes Recht niemals.
Bibt sich jemand im Ernst dem uns beleidigenden
Blauben hin, das deutsche Saarvolk könne seiner Ab—
aber wird geduldet und gefördert. So unvernünftig
und so unsittlich ist das Gebilde, das sich Saargebiet
nennt.
Kleingläubige und Enttäuschte, Emigranten und
Separatisten, Parteiegoisten und ewig Gestrige dürfen
sich an der deutschen Saar sammeln, Luxemburger und
Lothringer mit ihnen gemeinsame Sache machen gegen
das neue Deutschland! Aber das Bemühen aller volks—
fremden Kräfte wird trotz des Schutzes äußerer Macht-—
mittel zerbrechen an seinem eigenen Widersinn —
das wird in vier Monaten der 13. Januar zeigen.
Denn daß in den großen Augenblicken des Entweder—
Dder immer die positiven seelisch-geistigen
Kräfte, die sittlichen, entscheidend sind, daß Geist
und Seele sich den Körper bauen, ist nicht nur philo—
ophisch-dichterische, sondern auch staatsmännische Er—
kenntnis und Erfahrung. Unsere Losgelöstheit vom Vater—
land hat das Volk an der Saar stark und hart werden
lassen wie Eisen und Stahl, hat uns zur selbstverständ—
lichen sittlichen Pflicht gemacht den leidenschaft-—
lichen Protest, dessen Ausdruck dieses zwanas—
äufig nach Trier verlegte Gaufest ist.
tammung und Geschichte untreu werden, könne sein
Zelbst verleugnen, könnte die der Welt bekannten
iationalen Willensurkunden seiner Väter und Urväter
dügen strafen?
Wir Sänger, vor allem wir Sänger von der
Zaar, stehen hier an des Reiches Südwestgrenze —
Mann für Mann — als lebendiges Credo an das un—⸗
vergängliche Deutschland. Gerade in den Kämpfen der
setzten 15 Jahre ist es uns zur unerschütterlichen Ge—
wißheit geworden, daß Vaterland mehr ist als
oloße Form des äußeren Lebens, mehr auch als Form
für unser Sehnen und Denken, daß es uns vielmehr
einzeln und allen — freudig und restlos
dejahtes, schicksalbestimmtes und schicksal—
bestimmendes Sein und Werden bedeutet
und allezeit bedeuten wird. Deshalb steht dieses Fest
des Gaues XIV des Deutschen Sängerbundes auch im
letzten Ausklang auf dem Grundakkord, mit dem
ꝛs ausklang:
„In Freud und in Leid,
In Fried und in Streit,
deutschlaud! Heil deinem Namen!“
Hans Bongard.
Das Gaugfest in rier.
Des unverständliche Verbot der Regierungskommis—
sion, das Gaufest des Saar-Sänger—
Bundes, Gau XIv des DEB. Nahe-Mosel-Saar, in
Saarbrücken zu feiern, und die dadurch notwendig ge—
wordene Verlegung desselben nach Trier, haben —
was immerhin befürchtet werden konnte — der fest—
lichen Veranstaltung nicht Abbruch getan, sondern
vielmehr den Zustrom aus dem eigenen Gaugebiet,
aus dem Bereich des ganzen Deutschen Sängerbundes
und aus der Bepölkerung erheblich gesteigert und ganz
zewiß ihre innere Anteilnahme aus dem Geiste un—
ösbarer Volksverbundenheit heraus wesentlich vertieft.
Das trat gleich in Erscheinung bei der Bannerübergabe,
die dem Gaufest den weihevollen Auftakt gab und für
die der Domfreihof einen wahrhaft festlichen Rahmen
zildete. Ueber 800 Sänger des Kreises Saarbrücken
erheben unter dem Stabe von Chormeister Hans
Billessen ihre Stimmen zu Baußnerns „Hohem Lied“:
Deutschland, heiliger Name, dem eine vieltausend—
üpfige Menagde ergriffen lauscht Nun rollte sich auf