Full text : 14.1934/35 (0014)

Seite 152 IIIII.. IIlh Saar⸗Sänger-Bund ere usppph Nr.
das deutsche Wort.

Es hat mich immer bedrückt, wenn ich erleben mußte,
wie sorgfältig meist Ausländer ihre Muttersprache
handhaben, mit welchen Gefühlen des Stolzes sie auch im
täglichen Leben — hellhörig für ihre Schönheit — jedes
Wort aussprechen, während wir Deutschen oft selbst in
unsern Schulen viel mehr auf sorgfältige Artikulation
sremder Sprachen halten als auf die der eigenen Mutter—
sprache. Wir Sänger haben zu ihr ja ein besonderes
Verhältnis: Kein Chor darf⸗ gesungen werden, dessen
Dichterworte nicht vor dem Einüben sorgfältigst gesprochen
worden wären! Mit Recht wird sonst von dem Kundigen
die schlechte „Deklamation“ getadelt. Wir wissen, daß in
unsern guten Chören deutsche Muttersprache höchster Klang
geworden ist. Das schult unser Wissen ihr gegenüber.
Besonderem Interesse begegnen deshalb die gelegentlichen
Belehrungen des Deutschen Sprachvereins in unserer
Zängerzeitung bei unsern Sängern.
Das deutsche Wort — so nennt Richard Petrum ein im
Verlage von Georg Dollheimer, Leipzig, erschienenes ziem—
lich umfangreiches Nachschlagewerk, das auf dem Grunde
gediegener Fachkenntnis „Rechtschreibung und Erklärung
des deutschen Wortschatzes sowke der Fremdwörter“ in
zgemeinverständlicher Form darbietet. Augenblicklich ist jedes
Wort nachgeschlagen und nach Form, Ableitung und Inhalt
zgedeutet. Der Benutzer wird sich mehr und mehr der

Wortverwandtschaften bewußt, lernt die Begriffe aus—
inanderhalten und schult so seine Gewissenhaftigkeit im
vebrauch des deutschen Sprachschatzes, ein Ideal, das wir
ille zu erfüllen trachten sollten! Deshalb sollte dieses
vertvolle Nachschlagewerk in keinem deutschen Hause fehlen!
Der Verlag hat seit Jahren äußerst wohlfeile, bedeut—
ame Kulturfragen behandelnde Werke auf den Markt ge—
racht. So jetzt wieder: Die Eroberung der Erde, drei
ausend Jahre Entdeckungsgeschichte von Dr. Richard
BZuschick, mit 39 Textbildern, 46 Abbildungen und 20
darten und Skizzen, eleganter Ganzleinenband ebenfalls
3,60 RM. Alle Phasen der Erderforschung werden in diesem
pannenden, abenteuerlichen Werk vergegenwärtigt: der
Katurmensch und seine Umgebung, die Entdeckungen der
alten Völker, der Griechen, Römer, Araber, des Kolum—
»us, die Erdumsegelung durch Magalhaes, die Erforschung
Afrikas durch Nachtigal, Stanley, Livingstone, Sven Hedin
m Inner-Asien, die Polarfahrten zu Nord- und Südpol.
Inter den heroischen Menschen, die sich in den Dienst der
Frderforschung stellten, werden ehrenvoll auch eine Reihe
eutscher Forscher und Gelehrter ins Licht ge—
üückt, deren Andenken im deutschen Volk und in der deut—
chen Jugend nicht verlöschen darf. Gerade unsere Zeit
»egegnet ja dem heroischen Menschen wieder mit besonderem
Interesse! W.St.

Hom Büchertisch.

Zeitschrift für Musik, gegründet 1834 von Robert Schu—
mann, Monatsschrift für eine geistige Erneuerung der deut—
schen Musik, Herausgeber Gustav Bosse, Regensburg. Preis
dierteljährlich 3,60 Mk., Einzelheft 1,35 Mk. Die vor—
liegende, der Musikerziehung gewidmete September—
nummer der von uns immer wieder empfohlenen 8. f. M.
berdient besondere Beachtung. Wir greifen heraus: Dr.
Wilhelm Zentner: Siegmund von Hausegger als Musik—
erzieher; GMD Prof. Dr. Peter Raabe: Zur mußsikalischen
Erziehung der deutschen Jugend; Univ-Prof. Dr. Karl
Hasse: Musikerziehung und große Meister; Geheimrat Prof.
Dr. Hermann Zilcher: Zur deutschen Musikerziehung; Otto
Daube: Richard Wagner und die Volksschule; Dr. Robert
Jeukens: Zwei wichtige Fragen des Musikunterrichts an
höheren Schulen; Lena Roffmann: Aufgabe und Sinn des
nodernen Privatmusikunterrichts; Wilhelm Matthes: Die
Bayreuther Festspiele 1934; Wolfgang von Bartels: Die
Bayreuther Uebertragung des „Ring des Nibelungen“; Dr.
Horst Büttner: Die Bildung fester Sendeopernverbände am
deutschen Rundfunk. Die in jeder Nummer befindlichen
Mitteilungen und Berichte aus der gesamten Musikwelt,
iber Musik, Musiker und verwandte Gebiete machen die
3. f. M. für jeden unentbehrlich, der anteilnehmend im
Strom der gegenwärtigen Kulturbewegung stehen will

Wir von der Saar. Roman von Lisbet Dill. Ganzleinen
4,20 RM., broschiert 3,2 RM. K. Thienemanns Verlag,
Stuttgart. „Ich habe das Saargebiet — Landschaft, Bet
vohner, Geschichte, Kultur und Industrie — erst aus diesem
Buch kennen gelernt und bin überzeugt, daß dieser mit
Sachkenntnis und Begeisterung geschriebene Rpoman auf
alle Leser einen gewaltigen und nachhaltigen Eindruck
machen wird. Es wird deutlich gemacht, wie bei geschicht—
lichen Ereignissen der einzelne immer zur Passivität ver—
urteilt ist, und daß nur der feste Zusammenschluß aller
und der daraus entstehende Gemeinschaäftsgeist als geschicht—
liches Aktivum zu bewerten ist. Ich bin der festen Ueber—
zeugung, daß dieser Roman großes Aufsehen erregen wird.“
Jukius R. Haarhaus

Für die deutsche Jugend bringt K. Thienemanns Ver—
lag in Stuttgart seit Jahren trefflich ausgestaltete, gut
ustrierte 1,630 und 2,00-RM.⸗Bände heraus, auf die wir
verschiedentlich empfehlend hingewiesen haben. Wir nennen
heute: Goetz Sternegger: „Kerls seid ihr!“ Jugend
marichiert zum Sührer SIlIsustriert vn Morner Ehomton.

KM. 1,50. Ein Feuerbad des Willens und des Charakters
redeutet das Unternehmen von Lübecker Primanern, Hitler—
ungen, Stahlhelm- und V.D.A.-Kameraden, die 280 Kilo—
neter im Oktober 1933 nach Berlin zum Führer marschierten
ind wieder zurück. Sie überreichten ihm eine selbstgebaute
dogge mit den Worten: „Zwölf Lübecker Jungen fer—
igten dem Künstler stolzer deutscher Zukunft dieses Sinn—
ild großer deutscher Vergangenheit und bringen es ihm als
deschenk in Liebe und Dank!“ Helle Sonne leuüchtete aus den
Augen des Führers. Diie Jugend seines Volkes stand vor
hm. Diäese Herzen waren sein! Adolf Hitler blickte auf das
Zchiff. „Kerls seid Ihr!“ sagte er staunend. — Wer für den
veist unserer heutigen Jugend Sinn hat, fühlt, daß hier
twas Einzigartiges vorliegt, nämlich ein Unternehmen,
»as eine wirkliche Tat bedeutet, die der alten Frontgenera—
ion in Mühe, Ausdauer und Selbstlosiakeit würdig ist. Im
Ueichen Verlag:
Durch Front und Feuer. Kriegsschicksale eines deutschen
Jungen. Von Werner Chomton. Mit vielen Zeichnungen
»es Verfassers. RM. 1,50. Otto, ein 16jähriger deutscher
Funge, in Belgien vom Kriegsausbruch überrascht, von der
deimat abgeschnitten, als Spion verhaftet, geflohen und
chließlich auf abenteuerlichen Wegen nach Paris gelangt,
rlebt dort, „auf der anderen Seite“, den siegreichen Vor—
narsch der deutschen Trupppen, zu denen er sich während der
Marneschlacht durchschlagen kann. Er folgt der Truppe
nach Flandern, wird mit hineingerissen in die große Schlacht
im Ypern, an deren Anfang die Tragödie von Langemarck
teht; macht den unbergeßlichen Siegessturm auf Zand—
worde mit, einen der letzten großen Angriffe des Bewe—
Jungskrieges mit flatternden Fahnen und unter den Klängen
— 00
iegenden und sterbenden deutschen Jugend erlebt er den
jeiligen Sinn des Opfers für sein Vaterland. Das Buch
st ein Symbol für die junge erwachende Jugend

Sprachenpflege. Le Traducteur“, französisch-deutsches
Sprachlehr⸗e und Unterhaltungsblatt. Das in der Schule ge—
ernte Französisch lebendig zu machen und das Lesen und
zprechen geläufig werden zu lassen, als ob man da drüben
zelebt und studiert hätte, erreicht man, wenn man den
Traducteur sich hält. Probeheft kostenlos durch den Ver—
ag des Tradueteur in La EChaur-de-fonds (Schweiz)

Meçen Styffandrand mustten mehrero Nrtifes zurücksieihen
            
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