Full text : 14.1934/35 (0014)

Nr. 7 Ui
Totenehrung am Kriegerdenkmal, woselbst der Ehrenvor—
itzende Peter Merten eine eigreifende Gedächtnisrede hielt
und einen Ehrenkranz mit den Symbolen des neuen
deutschen Reiches niederlegte. Den anschließenden Fest—
Jottesdienst verschönte der Gastverein durch Vortrag dreier
Thöre unter der bewährten Leitung seines Chordirektors
Palmatius Wilhelmi. Am Nachmittag veranstaltete der
Verein ein großes Konzert in den Parkanlagen an der
Zaar, unterstützt durch die gesamte Feuerwehrkapelle von
danweiler und Bad Rilchingen. Der dritte Tag brachte die
Besichtigung der Kuranlagen des Bades Rilchingen sowie
der Sprudelfabrik „Rilchinger Gesundbrunnen“. Noch einige
Stunden fröhlichsten Beisammenseins in den Gartenanlagen
des Vereinslokals, dann schlug die Abschiedsstunde. Ein
etztes Lied, ein letztes Winken! Das herrliche Erlebnis war
zu Ende; es wird jedoch jedem Teilnehmer in lieber,
teter Erinnerung bleiben! P. H.
sKreis St. Wendel.
M.G. V. Maringen muß!e
in dem Sangesbruder
Matthias Wegmann seinen
cerdienten Gründer zu
Brabe tragen. Mit seinem
Bründerkameraden Jakob
Rektenwald hat er stets den
VBerein durch alle Fähr—
risse treu und gewissenhaft
zindurchgeleitet. Im Ok—
tober hätten wir seinen
70. Geburtstag feiern
können. Die Treue der
Sängerfamilie bezeugt sich
auch darin, daß seine Söhne
und Schwiegersöhne als
liebe Sangesbrüder in
unsern Reihen stehen.

m Saar⸗-Säuger-Bund I!i he

rnh Seite 151

tundgebung in Wittlich phot. A. Braunceberger
AIrbeit, auch in den kleinsten Vereinen, gab. Ten Sängern
elbst aber und den zahlreichen Zuhörern aus der Stadt
ind dem Kreise hat das Wertungsfingen ganz zweifellos
euen Antrieb gegeben zu freudiger Mitarbeit im Tienste
ines unserer höchsten Kulturgüter, des deutschen Liedes.
dachmittags hielt der Gauchormeister eine Gesamtprobe
sir das große Gaufest, an die sich eine Probe für das
zonderkonzert des Sängerkreises Wittlich beim Gaufest unter
reischormeister Kranz anschloß. DTanach gab es einen ein—
rucksvollen Festzug durch die reich beflaggte Stadt. Hinter
er stattlichen Fahnenkompagnie, in deren Reihen manch
ertvolles Banner verdiente Bewunderung auslöste, mar—
chierten zwei Gastoereine, MGV. „Frohsinn“ Saarbrücken 1
ind der Sängerbund St. Vith. Sie gaben der Tagung durch
hr Erscheinen eine besondere Note und wurden üuͤberall
egeistert begrüßt von ihren deutschen Volksgenossen. Ter
zängerbund St. Vith 1867 hatte beim Wertungssingen
im Vormittag oon allen Männerchören die beste Leistung
sezeigt. Nach den Gästen folgten zirka 1690 Sänger, nach
;ztimmen geordnet. Auf dem Jahnplatz fand dann eine
indrucksvolle Kundgebung statt. Nach den Begrüßungs—
vorten des Kreisführers und dem Totengedenken überreichte
Landrat Bender den Kreispereinen die Hafenfronzmimnvos

Kreis Völklingen.
M.GB. „Flora⸗-Sangeslust“ Völkliugen hatte zum Ziel
seiner Sängerfahrt Rhein und Nahe gewählt. Von Bingen
rus brachte der Dampfer die stattliche Reisegesellschaft nach
A
sommensworte fand, die Vereinsführer Schnur wärmstens
erwiderte. Im Kreise der rheinischen Sangesbrüder ver—
zingen bei Lied und Wein und manchem guten treu—
deutschen Wort die Stunden nur zu rasch. Nun ging es nach
Sobernheim, wo der befreundete M.G.V. „Liederkranz“,
der Saarverein und das Trommlerkorps des F. A.D. für
festlichen —A und Einzug in den gastlichen Ort
sorgten. Prachtvoll verlief der Saarabend in der „Hohen
Burg“ bei vaterländischen Chören, frohen Weisen, warmen
Worsten des Lehrers Schug und des Vereinsführers Schnur.
In diesen unvergeßlichen Stunden vertiefte sich das Gefühl
sangesbrüderlicher und volksdeutscher Verbundenheit.
Kreis Wittlich.
Zu einer großen Saarkundgebung trafen sich 39 Kreis—
nereine in dem freundlichen Kreisstädtchen Wittlich. Von
hnen nahmen 16 Vereine am Wertungssingen teil. Es waren
Rereine, die bis 20 Sänger zählten. Werstungssachverständi—
ger war Gauchormeister Beck. Vorgetragen wurden durchweg
bolkstümliche Lieder. Neuzeitliches Liedgut war nur gering
zertreten. Als Durchschnittsprädikat konnte der Wertungs—
reichter die Note „fast gut“ ansetzen, ein Verein erhielt
„guͤt“, zwei Vereine sogar „gut—sehrgut“. Nur zwei Ver—
eine erhielten eine geringere Note, „genügend ——. Wäh—
rend die meisten Vereine mit den harmonischen Verhältnissen
der von ihnen vorgetragenen Lieder gut fertig wurden,
gelang ihnen die künstlerische Gesamtgestaltung weniger.
dier eröffnet sich für alle Vereine ein wertvolles und
dankbares Arbeitsfeld. Fleiß und Eifer, die bvon den Sün—
gern und ihren Chorleitern bewiesen wurden, lassen hoffen,
daß duch die bünstlerische Gesamtgestaltung der Lieder—
orträge mehr und mehr sich heben wird. An das Wer—
rungssingen schloß sich eine ausführliche Besprechung, bei
der rniee Gaßrmeifter wernlse Winke fün die weitere

— — — ——
Hauptprobe din Wittlich pbot. A. Brauneberger
zie in Zukunft als äußeres Zeichen für die Verbundenheit
er Sängerschaft mit dem Dritten Reiche von den Sänger—
ahnen wehen werden. Ter Brüder an der Saar und im
Aüsland wurde besonders gedacht. Als Dank sangen die
Häste deutsche Vaterlands- und Heimatlieder. Wuchtig klang
zie Kundgebung im Teutschlandlied aus. Nun ging's zum
Narktplatz, wo der Saarverein noch durch weitere Lied—
sorträge der deutchen Heimat huldigte. Eine Stunde später
zegann das frohe Leben und Treiben der Sänger in den
inzelnen Gaststätten. Bei frohem Lied und flottem Tanz
erbrachten sie mit ihren Angehörigen und Freunden noch
inige Stunden echter deutscher Geselligkeit. Ueberblickt man
ioch einmal den Tag des deutschen Liedes in Wittlich, so
sann man nur sagen, daß er in allen Teilen wohlgelungen
var und eine wertvolle Werbung für das deutsche Lied
und die Trädger seiner Vfleoge bedeutefe

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