Full text : 14.1934/35 (0014)

Seite 148 IIIII.

uhtt, Saar-Sänger-Bund Ph. uhn Nr. 7
Rtreis Saarlouis.
Sehnsucht nach der Mutter Germania und dem deutschen
Khein hatte die diesjährige Sängerfahrt des M.G.V. Sanur⸗
Duartett Hülzweiler bestimmt. Dieser Stimmung gaben auf
»er Fahrt von Saarlouis nach Trier durchs fruchtbare
Moseltal nach Koblenz unsere Lieder sinnvollen Ausdruck.
dat der Finger Gottes Saar, Mosel und Rhein ewig mit—
inander verbunden, können Menschen da das Unnatürliche
vagen, sie zu trennen? Von Koblenz aus gings mit der
ztraßenbahn nach Metternich, wo M.G. V. Liederkranz uns
nit Fanfaren und Trommelerchor mit der gesamten Orts—
»evölkerung erwartete und in unabsehbarem Festzug durch
»as Flaggenmeer der Ortsstraße zum Vereinslokal gelei—
ete. Für alle waren Freiquartiere besorgt. In einem Kon—
ert mit ausgesuchtem Programm einer Saarkundgebung
and unter Mitwirkung der wackeren Feuerwehrkapelle ein
estlicher Empfang und die Begrüßung durch die Orts—
»ehörde und die Führer der gastgebenden Vereine statt.
den Gästen von der deutschen Saar wurde ein prachtvolles
Blumengebinde, sowie das Wappen von Metternich ge—
vidmet. Wir überreichten ein Album unserer Saarheimat
und luden zum Gegenbesuch bei der Fahnenweihe 1935
ein. Des weiteren ernannten wir die Vereinsführer zu
Ehrenmitgliedern unseres Vereins. Von Metternich gings
nach Rübenach, wo der Gesangverein Cäcilia sein 80jäh—
riges Stiftungsfest verbunden mit Saarkundgebung bver—
anstaltete. Auch hier fanden die Hülzweiler Sänger die
gleiche Gastfreundschaft, einen gleich herzlichen Empfang.
Auch hier erklangen Lied auf Lied des Orts- und des Gast-—
vereins. Wir mußten Abschied nehmen. Noch einmal gings
nach Metternich und Koblenz zurück. Zum Abschied reichten
Brüder sich die Hände auf frohes Wiedersehen an der deut—
sichen Saar 1935! Nach Besichtigung des Arenbergs und
der Festung Ehrenbreitstein ging es auf den Rheindampfer.
Von Koblenz bis Bingerbrück schauten wir wohl das roman—
tischste Stück deutscher Erde, ergriffen grüßten wir noch ein«
mal die hehre Germania auf dem Niederwald, und dann
trug uns durchs Nahegebiet das mit Fähnchen und In—
schriften geschmückte Stahlroß über Saarbrücken nach Saar—
louis in die Heimat. Sch.
Die Sängerfahrt des MGVB. „Zur Einigkeit“ Reisweiler⸗
dabach führte mit dem Autobus über Lebach, Simmern,
ßoppard nach Koblenz. Hier erfolgte allgemeiner Kirch—
zang, dann ging es nach kurzer Erfrischung über die
skheinbrücke gauf dem herrlich gelegenen Arenberg. Nach
»em Mittagessen und kurzer Erholung schlug leider schon
zie Stunde zur Weiterfahrt noch Caub. Hier wurden wir
im Blücherdenkmal vom MGV. „Elslein von Caub“ so—
vie von zahlreicher Bürgerschaft empfangen. Ter Chor
ang den deutschen Sängergruß und „Bleib deutsch, du
errlich Land am Rhein“ Tann sprach der Vereinsführer
erzliche Worte der Begrüßung, welche mit dem Ge—
öbnis „Deutsch die Saar, immerdar“, einem dreifachen
Zzieg Heil auf Vaterland, Saarland und unseren Führer
owie mit dem Horst-Wessel- und Deutschlandlied schloß
Am Abend fand im Saale „Zur Brauerei“ ein gut be—
uchtes Konzert statt, vozu von MGV „Elslein von Caub“
n entgegenkommender Weise alle Vorbereitungen getroffen
varen. Der stürmische Beifall eines dankbaren Publikums
erpflichtete trotz des reichhaltigen Programms zu mehreren
zugaben. Als zum Schluß beide Vereine gemeinsam
Deutschland, dir mein Vaterland“ sangen, wollte der
zeifall kein Ende nehmen. Bei recht rheinischer Fröhlichkeit
erlebten wir mit den Cauber Sängern und Bürgern noch
inige gemütliche Stunden. Am Montag verabschiedeten
vir uns unter herzlichen Tankesworten auf ein Wieder—
ehen, nach unserer Rückkehr im nächsten Jahr, an der
zaar. Tann ging unsere Fahrt über Rüdesheim, Bingen
rach Bad Kreuznach und nach kleinem Aufenthalt nach
Rerstein-Idar. Kurz vor Anbruch der Tämmerung be—
riegen wir zum letzten Mal unseren Wagen, und unser
zuverlässiger Wagenführer Isel brachte uns wohlbehalten
in beschleunigtem Tembo in unsere Heimat zurüück
KRreis St. Ingbert.
M.G.B. „Germania“ Niederwürzbach und M.G.V.
Sangesfreunde“ Oberwürzbach trafen auf ihrer Sänger—
ahrt morgens auf dem Wiesbadener Hauptbahnhof ein,
voselbst sie von den Führern der MGV. Gemütlichkeit und
MGV. Concordia auf herzlichste begrüßt wurden. Mit fünf
Imnibarssen oqino's von der Bepäsferuna Mieshadone ftür—

rer Friedrich Bubel in begeisterten Worten zusammen, für
die das Deutschland- und Horst-Wessel-Lied der gegebene
Ausklang waren. Dem Konzert folgten einige gesellige
Stunden, die das Band der Sänger von Rhein und Saar
noch enger verknüpften.

FKreis Saarbrücken-Burbach.
Die von dem M.G.V. Eintracht Luisenthal mit Chor—
meister Max Rasgon ausgeführte Sängerfahrt zum Teuto—
burger Wald nach Osnabrück und Halle wird allen Teil—
nehmern eine dauernde Erinnerung bleiben. Am Bahnhof
in Osnabrück wurde den 31 Sängern von der Saar seitens
der Kreisleitung des DEB., sowie von der Parteileitung
der NREODAP., von seiten des Verkehrs- und Presseamtes
der Stadt Osnabrück und vom Saarverein ein herzlicher
Empfang zuteil. Im schönen Sängerheim wurden uns Im—
biß und Erfrischungen geboten und nochmals herzliche Worte
der Aufnahme gesprochen. Abends traf sich die gesamte

MGwW. Eintracht Louisenthal am „Brunnen der Arbeit“
in Osnabrück.
Osnabrücker Sängerschaft im Konzertgarten Germania, um
mit den Gästen von der Saar einige schöne Stunden zu
verbringen. Hier fanden unsere Choͤre herzliche Anerken—
nung. Der folgende Tag versammelte die Sänger in der
Frühe am Brunnen der Arbeit zu einem Stadirundgang,
sowie zur Kranzniederlegung am Ehrenmal der gefallenen
helden. Anschließend fand der Empfang im Osnabrücker
Rathaus durch Bürgermeister Petermann statt. Sie war
umso eindrucksvoller, weil sie im Friedensfaal (Friedens—
unterzeichnung des 80jährigen Krieges 1648) stattsand. Der
Vereinsführer des M.G. V. Eintracht Luisenthal dankte für
die liebevolle Aufnahme seitens des Magistrates und der
ganzen Bevölkerung und überreichte im Namen des Vereins
dem Bürgermeister, sowie der zur Begrüßung erschienenen
Kreisleitung des DeSB. und der Orisgruppe des Saar—
ereins zur Erinnerung an diesen Besuch ein Geschenk.
Rachdem der Nachmittag mit einer Tour in dem von der
Stadt zur Verfügung gestellten Autobus in die Umgebung
von Osnabrück ausgefüllt war, stieg am Abend im Garten
der Stadthalle die von der Kreislestung der NEDAP. und
des DSB, vorgesehene Saarkundgebung. Die abwechselnd
vom M.G. V. Eintracht und den Vereinen des Stadt—
kreises Osnabrück vorgetragenen Chöre und Ansprachen
der Kreisleitung der NEDAP., des DEB. und des Saar—
oereins machten diese Kundgebung zu einer sehr eindrucks—
dollen. Nachdem die Sänger noch einige gemütliche Stun⸗
den im großen Saal der Stadthalle verbracht und die ge—
schlossene Freundschaft besiegelt hatten, rückten wir in die
Quartiere, um am folgenden Morgen frisch die Weiterfahrt
nach Halle anzutreten. Auch hier wurde dem M.G.V. ein
übergaus herzlicher Empfang geboten. Die am Sonntag—
aAbend im großen Saal des Hotel Hollmann stattgefundene
Saarkundgebung, sowie die durch Gesang, Wort und Tat
uns entgegengebrachte Liebe und Verbundenheit wird eine
bleibende Erinnerung bleiben. Wir hoffen, daß die Sänger
aus Osnabrück und Halle recht bald ihr Versprechen ein—
süsen und uns an deoer Saar hesuchen! 58
            
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