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Nr. 7 IIl.

Il Saar⸗Sänuger-Bund IIu

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herühmten Gärtnereien. Außerordentlich angenehm berührte,
daß eine ganze Reihe Erfurter Damen und Herren sich
in liebenswürdiger Weise an der Rundfahrt betelligten und
die notwendigen Erklärungen übernahmen. Du trautes
AA
wir in dir heimisch werden, da mußten wir dich auch
schon verlassen .. . Denn es winkte Weimar, die Stadt
der Dichter und Denker, die Stadt der Musik, die Stadt,
die fast alle geistigen Größen in ihren Mauern leben und
wirken sah! Gleich der Empfang am Bahnhof war über—
wältigend; rauschende Musik, Fahnen, reizende Ehrenjung—
trauen, und fast die gesamte Weimarer Sängerschaft. Ihr
Vertreter Wicke, sowie der Führer des Saarvereins Kri—
ninalrat Paulus fanden herzliche Begrüßungsworte. Mit
lingendem Spiel und unter spontaner Anteilnahme der
Bürgerschaft marschierten wir zur neuerbauten Weimarhalle,
um unser Rundfunkkonzert zu singen. Der Abend brachte
unser Hauptkonzert, das ebenfalls in der völlig ausver—
'auften, wundervollen Weimarhalle stattfand, und das in
einer grandiosen Steigerung zum künstlerischen Höhepunkt
der ganzen Reise wurde. Bei dem anschließenden Festabend
lernten wir auch in Rechtsanwalt Dr. Sommer, dem
rüheren Vorsitzenden des Weimarer M.G. V, einen lieben
Freund und prächtigen Menschen kennen. Wir freuen uns
ehrlich darauf, ihn im Verein mit Kriminalrat Paulus
recht bald in unserer Mitte zu begrüßen. Die offizielle
Begrüßung der Stadt erfolgte durch Oberbürgermeister Dr.
Müller. Herzliche Worte für uns Liederkränzler fanden
auch Dr. Sommer, Kriminalrat Paulus sowie der Gau—
ührer von Thüringen Zech. Sangesbruder Weißgerber
machte wiederum sehr treffende Ausführungen und ernannte
Dr. Sommer, Kriminalrat Paulus und Sangesbruder Benz
zu unseren Ehrenmitgliedern. Der Morgen galt der Be—
ichtigung der zahlreichen Weimarer Sehenswürdigkeiten:
Boethehaus, Park, Fürftengruft usp. Weimar, du wunder—
volles Kleinod im grünen Herzen Deutschlands! Eine Nacht
und einen Tag beschaulicher Gemütlichkeit hatten wir uns
zum Abschluß aufgeéehoben. Als Ort hatten wir die alte
taiserstadt Woremis auserkoren. War Weimar der künst—
erische, dann Worms der gesellige Höhepunkt! Unvergeßlich
die Begrüßung durch die Tausenden aͤm Bahnhof, wundervoll
der Festabend. Sangesbruder Körner überreichte uns eine
schöne, selbstverfaßte Dichtung in einer Mappe, Kreiswalter
Arnold eine feine Plakette mit sinnvoller Widmung. Die
offizielle, Begrüßung erfolgte durch Oberbürgermeister
Körbel, serner sprachen der Ehrenpräsident, des Wormser
Liederkranz Neu und der Kreisleiter des NDP. Born.
Sangesbruder Weißgerber erwiderte in launigen Sätzen
und ernannte Kreiswalter Arnold zum Ehrenmitglied des
Saarbrücker Liederkranz. Ihr lieben Sänger und Menschen
aus dem grünen Herzen Deutschlands, ihr prächtigen Na—
mensvettern aus der alten Nibelungenstädt habt nochmals
piel herzlichen Dank für eure Gastfreundschafti“

M.G.V. „Euphonia“ 1885 Saarbrücken hatte die Freude,
ie Erwiderung des Besuchs des M.G.V. „Liederkranz“
Veißenhorn entgegenzunehmen. Zu Ehren der Gäste fand
m Festsaal des Sängerheims Ludwigspark ein Sommersest
tatt, das beide Vereine mit trefflichen Chören verschönten.
linter dem Stabe von Chorleiter Oberlehrer Heidl und von
shorleiter Lorscheider boten sie ihr Bestes und fanden
ankbaren Beifall. Das Orchester umrahmte die chorischen
darbietungen und die von echter Sangesbrüderlichteit und
olksdeutscher Verbundenheit zeugenden Ansprachen mit
zren befeuernden Weisen. Gauschriftführer Stein über—
rachte die Grüße der Gauführung. Der Besuch wird
zästen und Gastgebern in angenehmster Erinnerung ver—
seiben!
M.G. V. Frohsinn Saarbrücken 1 unternahm eine Sän—
erfahrt an die Mosel. War schon während der Faährt
schte Sängerstimmung aufgekommen, so erreichte diese bei
ver Ankunft in Thomm ihren Höhepunkt. Nach herzlichem
ẽmpfang und freundlicher Bewirtung in Privaäatquartieren
anden wir uns bald im Vereinslokale des dortigen Vereins
usammen. Der Abend war ausgefüllt mit einem Konzert—
ingen unseres Vereins, anschließend Saargedenkstunde.
zonntag früh erfolgte die Weiterfahrt nach Wittlich zur
dreistagung. Hier ging es durch die festlich geschmückten
ztraßen zum Standquartier, nach kurzer Mittagspause zum
deutschen Haus, dortselbst war Aufstellung des Festzuüges
ind Abmarsch zum Festplatz. Sämtliche 33 Sängerfahnen
es Kreises Wittlich an der Spitze des Zuges! Anschließend
zaarkundgebung, wo Vertreter des Kreises Wittlich, der
'andrat des Kreises Wittlich, Vertreter der Stadt und der
zührer des Saarvereins Trier, Volksgenosse Vogler, an—
hesend waren. Die Worte des Vertreters, besonders an
ns Sänger von der Sagar gerichtet, wurden mit freudigem
erzen aufgenommen. Der Sängerspruch, „Vaterland“ von
Lohlgemut und „Deutschland, heil'ger Name“ von Bauß—
ern, gesungen vom Männergesangverein Frohsinn, war der
zchluß der Kundgebung. Die größte Freude für uns Saar—
inger war die Neberreichung einer Fahnenschleife, welche
Is Zeichen der Verbundenheit zu unserm Deutschland über—
eicht wurde, und die alsbald die freie Heimat grüßen
göge. Noch lange bleibt uns die Erinnerung an die schönen
ztunden, die wir mit unsern Brüdern jenseits der Grenz—
fähle und Zollschranken verbracht haben. Sie haben uns
zestärkt in der Liebe und Hoffnung zu unserem deutschen
Laterlande!
Erhebende Stunden verlebte der Kath. Kircheuchor
St. Michael Saarbrücken auf Grund einer herzlichen Ein—
adung des Organisten und Chordirigenten Johannes Mül—
er in dem reizvollen Ahrweiler. Schon am Bahnhof warm
villkommen geheißen, im Vereinshaus gastfreundlich betreut,
zrachte der Abend mit Kirchen- und Narienchor Ahrweiler
ind zahlreichen Gästen eine wahrhaft festliche Stunde, ver—
chönt durch prachtvolle Chorgaben der Gesangvereine. Kn—
tonikus Dickopf zeigte in seiner von hohem vaterlän—
ischen Schwung beseelten Ansprache, daß die Brücke von
er Saar zur Ahr längst geschlagen sei. Prälat Dr. Küchler
gachte in köstlicher Weise ein halbes Jahrhundert zurück—
egender Saarlandserinnerung wieder gegenwärtig. Warme
Vorte inneren Einseins sprachen Vorsitzender Appel, Kom—
»onist Johannes Müller und der Vorsitzende des St. Micha—
lschors. Im Hochamt brachten in der St. Laurentius-Pfarr—
irche die Saarsänger die Missa solemnis von Johannes
Nüller zum Klingen.
M.G. BV. Liederkrauz Ensheim und Musikverein „Arion“
olgten im Anschluß an die Treukundgebung in Koblenz mit
00 Mann einer freundlichen Einladüng in das entzückende
steuwied, das schon beim Empfang der Saarsänger und
sann auf dem Zug durch die festlich geschmückten Straßen
eine echt deutsche Gastlichkeit ins Licht rückte. Das Kön—
ert im „Storchen“, mit schneidigem Marsch eröffnet, war
»em Vertreter der beiden Neuwieder Brudervereine An—
aß, die Saarsänger herzlichst zu begrüßen und den Saar—
ändern Dank zu sagen für die dem' Vaterland in schwerer
zeit bewiesene Treue. Ein Vertreter der Saarsängerschaft
ntrollte ein Bild der letzten 15 Jahre und versicherte,
»aß die Saar heim zum Reich wolle. Ortsvereine und
vastchor wetteiferten nun mit ihren Chören, deren Vor—
rag Zeugnis von sorgsamster beiderseitiger Kunstpflege
var, und die dankbaren Beifall fanden. Alle herzlichen Ge—
ühle der Dankbarkeit, der Sangesbrüderlichkeit und der
ulütäharen Nasffsnorhundenheit fäüßte herna Woereinsfüß

M.G.V. 1865 St. Arnual veranstaltete einen wohl—
gelungenen Volksliederabend. Trotz der drückenden Hitze
var der geräumige Saal vollbesetzt, Zur Einführung zeigle
Vereinsführer Götze an Hand von schönen Lichtbildern dus
Wald und Feld, Städten und Dörfern, Haus und Familie
vie das Volkslied auf Schritt und Tritt überall an das
Leben anknüpft, weil es eben alles Erleben und Fühlen
des Volkes in sich schließt. Der Chor des Vereins sang
vohlbekannte und auch weniger bekannte Volkslieder.
Sangesbruder Götze brachte einige heitere Volkslieder zur
Ldaute zu Gehör. Besonderen Beifall erntete die Konzert—
sängerin Lieselotte Wunn, die sich in liebenswürdiger Weise
zr Verfügung gestellt hatte und eine ganze Reihe schöner
Volksmelodien mit schlichter, warmer Empfindung vortrug.
Ein rechter Volksliederabend wäre es aber nicht gewesen,
venn nicht auch alle zur Mitwirkung herangezogen worden
vären. Das geschah mit zwei Kanons. An dem offenen
Singen, das zum Einüben und Singen dieser Kanons
‚wischen die Vorträge eingeschoben wurde, beteiligten sich
alle Anwesenden mit Hingabe und Begeisterung, und eben⸗
so sangen sie am Schluß nochmals das zweistimmige .Wenn
wir marschieren“ frisch-fröhlichmit.

M.G.B„Frohsinn“ 1893 Saarbrücken 1 brachte den
stranken des Hauses Heiligge,ist ein Morgenständchen,
gleichzeitig auch als Ehrung zweier seiner Mitglieder, die
dort Heilung suchen. Seine Darbietungen wurden mit
garoßem Beifalf aufgenommen
            
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