Full text : 14.1934/35 (0014)

Nr. 7 II IJIIIPP Saar-⸗Säuger-Bund llie uphh Seite 143
zdurg, wie folgt: „Kernpunkt war die nationalpolitische jesbrüder aus nah und fern in unser sonst so stilles
Erziehung im Sinne des Dritten Reiches: Aus dem Erb- Fiseldörfchen, welche von der „Eiflia“ mit einem Begrü—
jut gewaächsenen Volkstumes sind die Ewigkeitswerte zur zungschor und von Chorleiter Sartoris im Namen des
villensmähßigen Zucht zu gestalten. Frühe blutmäßige Vereins und gleichzeitig im Namen der Gemeinde herzlich
Bindungen unbewußter Art werden jetzt zu bewußtem, villkommen geheißen wurden. Nach einem schönen Prolog
volksverantwortlichem Bund, aus dem in Generationen ollzog sich die Weihe der Fahne durch den Protektor Bür—
wieder das unbewußt Einigende erwachsen wird. Dabei jermeister Dr. Lauffs-Gillenfeld, der in seiner Festrede
vird auch das Lied als Lebenskraftübertragung wichtig sein, zinn und Wert eines wohlgepflegten Männergesanges be—
soweit es im Leben selbst verankert ist. Im allmählichen onte. Hauptziel müsse sein, durch die Kunst des Gesanges
Führungs-, Förderungs- und Auslesewege soll die Minder— reudeutsches Volksgut an Liedern der Mitwelt zu über—
seit gebildet werden, die dann als müsikpolitischer Stoß— nitteln und damit Kulturträger deutschen Gedankengutes
rupp eingesetzt werden wird, nicht um das Alte zu be- uu werden. Daß in diesem Rahmen die Pflege der Heimat—
eitigen, wohl aber seine Struktur zu wandeln. So sollen ind Vaterlandsliebe an erster Stelle stehe, sei für den
danu schließlich die Gesangvereine nicht mehr nur für das zerein eine Selbstverständlichkeit. Mit dem Wunsch, daß
Konzert arbeiten, sondern in größter Verbundenheit mit zie Fahne dem Verein stets als leuchtendes Panier gelten
dem Volkstum, das (wie früher der Glaube) die alles nöge, schloß der Redner seine Ausführungen mit einem
ragende Substanz werden wird. Das Volkslied soll nicht doch auf Verein und Gäste, unter denen sich der Führer
nehr nur „gepflegt“ werden (nur Kranke werden „ge- ses Sängerkreises Daun Dr. Masson, Kräeisleiter der
oflegt“), es soll wieder im Leben lebendig und stark, als stSDAP. Kölle und Landrat Dr. Wirtz befanden. Das
ordnende und bindende Kraft unentbehrlich werden. Dafür Fahnen-Weihelied sangen die Sangesbrüder vom Doppel—
vird ein konzertmäßig verselbständigtes, rein musikalisches Auartett „yra“ Zemmer, deren Vereinsführer dem Fest—
Singen wertlos sein (ohne seinen auf anderer Ebene liegen— »erein eine Medaille überreichte, desgleichen überbrachte
den Eigenwert zu verlieren), nur der haltungsmäßig der, MGV. Liedertafel Bengel einen Fahnennagel. Ab—
richtige Einsatz, sichert den Dauererfolg. „Vereinsleben“ chließend folgte ein markanter Sprechchor „Du deutsches
und „„Musikleben“ (oder gar „Konzertleben“) haben mit tied, wohin, woher?“, vorgetragen von der Hitlerjugend des
dem wirklichen — dem wirkenden — Leben nichts zu tun. Irtes. Nach dem Festzuge durch den reichgeschmückten Ort,
Der Gemeinschaftsgesang, aus dem Volkstum wesenhaft helcher zirka 600 Teilnehmer zählte, fand das große
zewachsen und in ihm lebend, wurde nach der Aufklärung ẽhrensingen der Brudervereine statt, bei welchem durchweg
Zelbstzweck, löste sich vom Brauchtum und wurde später wute Leistungen zu hören waren. Es beteiligten sich daran
m „Verein“ zum nur-musikalischen Zweckverband ohne 5 Vereine mit zirka 600 Sängern. Anschließend brachte
Verantwortungs- und Einsatzbereitschaft seiner Angehörigen. dreisinspektor Bollonia ein Sieg-Heil auf Volk und Va—
der neue Ehor wird diese nicht verpflichtenden Teil— erland aus, dem das Deutschland- und Horst-Wessel-Lied
bindungen umwandeln in eine Totalbeanspruchung des olgten. Den musikalischen Teil führte in gewohnter tadel—
ganzen Lebens mit dem Willen zur geordneten Zucht der oser Weise die 25 Mann starke S. AKapelle Gillenfeld
Gemeinschaft, die durch ihre Bindung an Volkstum und ius. Die allgemeine Anteilnahme der Bevölkerung, die
deimat ihre ursprüngliche Sinnkraft zurückerhält. Was bis— n dem reichen Flaggen- und Häuserschmuck zum Ausdruck
ser im allgemeinen vereinsmäßig gesungen wurde, lag in am, bewies die Verbundenheit von Verein und Dorfge—
Mi WischedVheaenm und — And — neinschaft!
veder das eine noch das andere. Die Einheit zwischen i illi J
beiden herbeizuführen, ohne das Volkstum in der Kunst * Kreis Dillingen vx
Jufzulösen. ist das Problem unserer Zeit. M.G.V. Sängerbund Dillingen durfte auf einer Sänger—
ahrt ins Schwabentand viel Gastfreundschaft in Ludwigs—
Kreis Bernkastel. urg wrnei ne asneig —36 * sedh
Unsere Mitteilung über die Sängertagung in Rachtig be— es 2. ene aene I oda au geste
richtigen wir dahin, daß Sängerverein Andel vertreten esangvereine, SA SIJ., BowW. und andere xganisationen
war, — aber Wertungssingen nicht beteiligt hat. deine —ãA â 8 opiad ener IeWrhören witen
In der Mong ——
In der Mongtsversammlung des M utnant Steinel erschienen. Der Kreisleiter des Schiller—
zedachte der Vereinsführer in ergreifenden Worten des Zaues überbrachte den Willkommensgruß der Ludwigs—
oerstorbenen Staatsoberhauptes v. Hindenhuro, Aus dem Urger Saängerschaft, Oberbürgermeister Frank die von Staͤdt
ußergewöhnlich langen und tatenreichen Leben des Ber- rnd' Burgerschaft. Ihnen dantten aufs herzlichste Vereins—
torbenen, an dessen Bahre nicht nur sein ganzes deutsches hrer Düsemund und Sangesbruder, Albert Schweitzer. Mit
Volk trauert, sondern weit über Deutschlands Grenzen die Foßem Interesse wurde die Anteressante, Stadt besichtigt.
Völker der Welt, schälte er die wichtigsten Ereignisse heraus in 'den Gaxtenanlagen, des Ratskellers hatte der Verein
und führte, uns so vochmals das überaus taten- und Im Abend Gelegenheit, sich sehr erfolgreich mit seinen musi—
cuhmreiche Leben vor Augen, Nur für sein Bolk zu leben, lischen Leistungen vorzuftellen. Ammer wieder wurde ihm
für sein deutsches Volk zu kämpfen und für dasselbe seine dankbarer Beifall zutei
janze Kraft aufzuopfern, war sein höchster Wunsch, was
bir aus den edlen uns noch hinterlassenen Worten ent—
nehmen können: „Bis zu meinem letzten Atemzuge soll die
Wiedergeburt Deutschlands der Inhalt meines Bangens und
Betens sein“. Die Versammlungsteilnehmer erhoben sich
hon ihren Plätzen und gedachten nochmals dieses großen
Soldaten, des Retters von Ostpreußen und des Siegers von
Tannenberg. Hiernach wurde in die Tagesordnung einge—
treten. Nachdem die rückständigen Beiträge erhoben waren,
Jab der Fuͤhrer einen Bericht über die letzte Sängerkreis⸗
itzung in Lieser und übermittelte die auf derselben mit⸗
eteillen Bestimmungen für das aroke Bundessingen in
Saarbrücken. J—

RKreis Merzig.
Kreis Merzig hielt in Hausbach eine gut besuchte Ta—
zung ab und brachte dadurch die enge Verbundenheit des
cktammkreises zum Restkreis zum Ausdruck. Kreisleiter
vriebler gedachte des heimgegangenen Reichspräsidenten,
en er als wahres Beispiel von Treue und Pflichterfüllung
harakterisierte, dabei betonend, daß der Ernst der Zeit
ind die Schwere der Stunde restlosen Einsatz aller Kräfte
erlange. In einer Pause stillen Gedenkens ehrte der
Zängerkreis den heimgegangenen Reichspräsidenten. So—
hann trug der M.G.V. Hausbach den Chor, „Mahnung“
»on Hans Heinrichs vor. Nach kurzen Begrüßungsworten
zurch den Vorsitzenden des M.G. V. Hausbach begrüßte
dreisleiter Griebser die Delegierten, besonders aber die
delegierten aus dem Restkreis Wadern, die heute zum
rsten Male an der Tagung teilnahmen. Von den 36 ange—
hlossenen Vereinen hatten 31 ihre Vertreter entsandt—
eider fehlten von den anwesenden Vereinen eine Anzahl
dirigenten teils mit teils ohne Entschuldigung. In seinem
Zortrag „Die Macht des deutschen Liedes“ wies der Kreis—
eiter überzeugend nach, wie das deutsche Lied in reli—
ziöser und nationaler Hinsicht seine Macht entfaltete. Red—
ser wies weiter nach, wie auch 1870 und 1914 das Lied
2zj390 gfürliche Mirkung ausühte mie in dor Machfriggse

Rreis Daun.
Einen schönen Festtag beging das Doppel-Ouartett
„Eiflia“ Immerath anläßlich seines 10. Stiftungsfestes ver—
zuünden mit Bannerweihe. Zur Verschönerung des Fest—
gottesdienfites sang der Kirchenchor Strotzbusch in dankens⸗
verter Weise eine mehrstimmige Messe. Anschließend fand
eine eindrucksvolle Heldengedenkfeier am Kriegerdenkmal
ftatt. Siunvolle Gedichte, Musikchöre und ein von der
Eiflia“ vorgetragenes Grablied wechselten einander ab.
Pastor Barth hielt eine zu Herzen gehende Gedenkrede,
wonach Vereinsführer Mertes im Namen des Vereins einen
qG niepersegfe Fer Nachmittaag brachte die vielen San—
            
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