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Ihhh Saar-Sänger-Bund—
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'annt, daß der Gau mit dieser, Unterteilung einverstanden
ei, jedoch wünsche, daß für die Unterkreise besondere Unter—
reischormeister ernannt werden sollten. Nach Vorschlag
der Kreisführung wurden mit Zustimmung der Gaufüh—
rung ernannt für die Unterkreise Obermosel-Tälchen Greif,
Irsch-Pluwig Glieden, Ruwertal Mertes, Hochwald Berens,
Fifel Meidt, Mittelmosel Huber und Untermosel Adams.
In jedem Unterkreise sollen alle zwei Monate gemein—
scchaftliche Proben stattfinden, hauptsächlich um die Sänger
an das Singen im größeren Verbande zu gewöhnen. Sie
Proben sollen abwechselnd in den einzelnen Ortschaften des
Unterkreises stattsinden. Den weiteren Teil der Tagung
ftüllten Besprechungen organisatorischer und gesanglicher
Fragen und Liederspenden des M.G. V. Moselland 1882
Ruwer aus, die mit wohlverdientem Beifall gelohnt wur—
den. Mit einem Sieg-Heil auf den Führer und Reichs—
kanzler und das deutsche Vaterland schloß Kreisführer
Konz die Tagung. M.
Rreis Völklingen.
Kreisführer Frantz hatte Vereinsführer, Chormeister und
sreisvorstandsmitglieder des Kreises Völklingen geladen,
um sich mit ihnen über wichtige Gegenwartsfragen und
die Arbeit der kommenden Monate zu unterhalten. Im
Rahmen seines Berichtes über die letzte Gauvorstandssitzung
zeichnete er zuerst die augenblickliche volksdeutsche Aufgabe
der Vereinsführer und Chormeister. Unbedingt notwendig
ist, daß die Vereine Volksabende veranstalten, die ohne
nennenswerte Kosten aufgezogen werden können. Wichtig
ist auch die Mitwirkung bei Veranstaltungen anderer kul—
tureller Vereinigungen Ueber wertvolle Saarliteratur in
Theorie und Praxis berichtete der stellv. Kreischormeister
Marx. Man hörte Proben aus den Liederblättern des
Baues, Lieder, die nicht nur in den Vereinen, sondern
auch in den Familien gesungen werden sollten. Ausführ—
icher berichtete der Kreisführer dann über die musikalische
und organisatorische Durchfuͤhrung des Gaufestes in Saar—
brücken. Der Gaupressewart dürfte den Tageszeitungen
rechtzeitig das Wissenswerte über diese große Veranstal—
tung und ihre Vorbereitungen mitteilen. Recht ausgedehnt
war die Unterhaltung über Presseangelegenheiten. Der
Kreispressewart richtete an die Vereinsführer noch einmal
die bereits in einem größeren Rundschreiben ausgedrückte
Bitte, ihn über alle Veranstaltungen der Vereine regel—
mäßig zu unterrichten, um die vom Gau gewünschten und
im Interesse der Sängerzeitung — und der Vereine selbst
— liegenden Kreisberichte zusammenstellen zu können. Ein
neues Rundschreiben wird weitere Aufklärung über die
Abfafsung der Vereinsberichte geben. „Vereine und Tages—
bresse“ bildete ebenfalls ein lange diskutiertes Kapitel.
Ueber diese Frage dürfte eine offizielle Besprechung der
Bauleitung mit den Leitungen der Tageszeitungen in ab—
sehbarer Zeit Klarheit geben. Jedenfalls legen Gau— und
sKreisleitung den Vereinen sehr ans Herz, engere Fühlung
mit der Taͤgespresse zu nehmen. Wie Bundesschriftführer
Stein in einem Rundschreiben richtig sagt, wird fleißige
Arhoitft immaer die verdiente Nerfennung finden B
Deutscher Sprachverein.
Borsitzer. Wer zu lehren hat, heißt Lehrer; und wer zu
ichten hat, heißt Richter. Auch fagt man nicht: der Vor—
tehende, der Vorarbeitende, sondern: der Vorsteher, der
Korarbeiter. Wie aus „vorstehen“ das Hauptwort , Vor⸗
teher“, so wird aus „vorsitzen“ das Hauptwort „Vorsitzer“
zsebildet. Dieser Ausdruck ist sprachlich gegeben, erscheint
Alerdings vielen noch eigenartig und gesucht, obwohl das
ius „beisitzen“ gebildete Hauptwort „Beisitzer“ glatt über
zie Lippen geht. Ueblich ist die Zusammenstellung: Der
Korsitzende und die Beisitzer. Wäre der Vorsitzende im
3prachgebrauch unantastbar, so sollte es der Gleichmäßig—
eit halber lauten: Der Vorsitzende und die Beisitzenden.
rine dritte Möglichkeit wäre die Umkehrung des jetzt Ueb—
ichen: Der Vorsitzer und die Beisitzenden. Wie einfach und
zleichmäßig klingt dagegen: Der Vorsitzer und die Bei—
itzer. Goethe nennt in dem 1787 vollendeten Egmont den
hderzog von Alba „Vorsitzer des Gerichts der Zwölfe“, und
derder rechnet 1788 zu den altdeutschen Grundsätzen, „daß
ser Vorsitzer des Gerichts von den Beisitzern das
stecht nur schöpfe“ (18. Buch der „Ideen zur Philosophie
ner Geschichte der Menschheit“). Der „Vorsitzer“ läßt sich
ilso schon vor nahezu 150 Jahren nachweisen und ist
richt etwa ein neues Sprachgebilde, das der Deutsche Sprach—
erein geschaffen hat. War diese Bezeichnung zunächst fast
illein dem Leiter des Sprachvereins vorbehalten, so ist sie
nzwischen von verschiedenen Vereinen aufgenommen wor—
zen; sie ist bereits in einzelne Gesetze des Landes Thü—
ingen und neuerdings auch in ein Reichsgesetz überge—
sJangen. In späterer Zeit wird vielleicht der „Vorsitzende“
n Wörterverzeichnissen als veraltet aufgeführt werden und
dem Leser befremdlich vorkommen. R. L.
bu chdruckerei
friedr.ourths snarbrücken
fernsprecher 21421- begründet 1889
Sterbeiofel.
J
Heinrich Junk, inaktives Mitglied des MGV. Sanger⸗
kreis Saarlouis 1, gestorben am 28. Juli im Alter
von 39 Jahren.
Beorg Haub, Vorstandsmitglied des MGV. Sängerkreis
Saarlouis 1, gestorben am 7. August im Alter von
55 Jahren.
Nikolaus Wagner, Ehrenpräsident der Sängervereini⸗
gung 1848 e. V. Saarlouis, gestorben am 31. Juli
im Alter won 68 Jahren.
Zohann Hohe, inaktives Mitglied der Sangervereinigung
1848 e. V. Saarlouis, gestorben am 16. Juni im Alter
bon 75 Jahren.
philipp Rase, aktives Mitglied des Sängerbund Güdingen,
gestorben im Alter von 60 Jahren.
Karl Griesbächer, inaktives Mitglied des Sängerbund
Güdingen, gestorben im Alter von 63 Jahren.
Johann Brandenburger, Ehrenmitglied des Halberger
Sängerbundes Brebach, gestorben am 21. Juli im
Alter von 52 Jahren.
Jakob Heltemes, aktives Mitglied des MGV. Liedertafel
Balesfeld⸗Neustraßburg, gestorben am 30. Juni im
Alter von 27 Jahren.
W. Witt, Bauunternehmer, inaktives Mitglied des
MGV. Sängerkreis Dillingen, gestorben am 5. Juli
im Alter von 55 Jabren
—E — —
Nachruf!
heute vormittag 8.15 Uhr starb nach kurzem
chweren Leiden unser lieber Vereinsführer
Herr Werkmeister
Joh. Adam Emmes
Zieferschüttert stehen wir an der Bahre dieses so
olötzlich aus dem Leben gerissenen verdienstvollen
Mannes, der seit 38 Jahren unserem Verein ange⸗
zört und ihn seit 10 Jahren mit seltener Hingabe
und Aufopferung geleitet hat. 166
Wir werden ihn nie vergessen!
die Vereinsleitung der Sängerbereinigung Lisdorf.
ZLisdorf, den 20. Juli 1934.
„GStumm schläft der Sänger ......“,
Vereine, Gau, Bund bewahren ihnen ein dankbares Andenken.