Full text : 14.1934/35 (0014)

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Anhn Saar⸗Säuger-Bund tt

ushh Nr. 5

oon außerordeutlicher Diszipsin und Spannkraft musika—
lischer und allgemeiner Volkserziehungsarbeit erstand nach
dem Kriege im Saar-Sänger«zBund, der seit einem Jahre
mit den Chorvereinigungen des Trierer Bezirks und der
oberen Nahe den Gau XIV des D.S. B. bildet. Taß Bismarck
das deutsche Lied als einen mächtigen Bundesgenossen be—
trachtete, ist vekannt; was aber das Chorsingen an gemein—
schaftsbildender Kraft in sich birgt — von, seinen großen
onstigen Bildungswerten nicht zu reden — das erlebt man
im Grenzraum uünmittelbarer und tiefer noch alz im In
lande. Der S. S. B. knüpfte an eine schon beachtliche Ent—
vicklung an, gestaltete aber nach der organisatorischen wie
der künstlerischen Seite grundlegend um und erweiterte
und vertiefte Umfang und Aufgabe so, daß er schon seit
Jahren die größte geschlossene Kulturorganisation des Saar—
Jebiets darstellt. Er zählt über 55 000 Mitglieder, und
venn man erwägt, wieviele Familien hinter ihnen stehen,
dann erklärt sich die immer bewiesene Stoßkraft des Bundes.
Er betrachtete von seiner Geburtsstunde an den Männerchor
nicht als Selbstzweck, sondern wollte durch die Pflege aller
Zzweige des Chorgesanges, d. h. durch Aktivierung unseres
Volkes von dem öberflächlichen und bequemen Musikkonsum
yftematisch in ein festes innerliches Verhältnis zur ge—
saͤmten guten deutschen Musik bringen. Deshalb nahm er
eit seiner Gründung auch Frauen-, Jugend- und gemischte
Thöre auf, deshalbpflegte er den einstimmigen Gesang,
dechalb bekämpfte er scharf und erfolgreich jede Liedertaselei,
den Unfug des Wettsingens und die Zersplitterung im Chor—
wesen. Zur Versolgung seiner künstlerischen Ahsichten schuf
er eine der besten deuischen Sängerzeitungen, die nach der
Satzung jedem Mitglied zugestellt wird, und regelmäßige
ucfse und Musikwöchen für seine Chorleiter unter Füh—
rung erster deutscher Autoritäten, Von segensreichstem Er—
olge war die Einrichtung der Pflichtpruͤfungssingen für
alle Vereine; wenn auch sowohl die chortechnische Ausbildung
pie die musikalische Qualität der Programme allgemein eine
Stuse erreicht hat, wie sie noch vor einigen Jahren für un—
nöglich gehalten wurde, dann ist das in erster Linie das
Ergebnis der pädagogisch immer besser gestalteten Prüsungs—
singen und der dauernden Sorge für die Chorleitersortbildung.
 Ueber das Mitarbeiten im Chor hinaus ermög—
lichen eine ansehnliche Bundesbücherei und Vorträge mit
Ausfprachen, die über das rein Chorische und Musikalische
zewußt hindusgehen, jedem Bundesmitglied Anregung und
zeistiges Weitertommen. Weil aber gerade auf musikalischem
Gebiete das Beispiel ungleich mehr bedeutet als jedes andere
dagogische Mittel, läßt der S.S. B. jährlich erste deutsche
in das Saargebiet kommen und bei passender Ge—
egenheit auch große und gute Orchester. Man mache sich
einmäl klar, was es an tiesgehender menschlicher und vater—
ändischer Wirkung bedeutet, wenn z. B. im Winter 1928,29
Per 11000 Sängerinnen und Sänger — die Mitglieder
des Bundes gehören übrigens zu neun Zehnteln der werk—
lätigen Bevölkerung an — in neun Konzerten dem Staats-—
uind' Tomchor aus Berlin unter Leitung von Hugo Rüdel
sauschten oder im Juli vergangenen Jahres in sieben über—
ültten Konzerten deutscher Orchestermusik des Reichs-Sin⸗
onieorchester; aus München unter Leitung von Franz
Adam. Wer dieser buchstäblichen Triumphzug deutscher
Hrusik, deutschen Geistes durch das Saargebiet miterlebt
Jat, bder weitz, woher und wobin letzte Entscheidungen
vllen“

hek Nr. 7247. Geheftet 35 Pf., gebunden 75 Pf. Frei
»on aller Leidenschaftlichkeit und daher mit um so
zrößerer Wirkung führt Ministerialrat DBr. Müller, einer
der besten Kenner des Saargebietes, den Beweis, daß die
Zaar deutsch ist. Ein Kapitel fügt sich an das andere,
edes eine Blutsader, die von Land und Volk an der Saar
um Herzen des Reiches führt. Deutsch ist die Saar ihrer
zeographͤschen Lage nach, ihr Land ist deutsches Land,
jleichgeartet dem preußischen und bayerischen, aus dem
»as „Saargebiet“ geschnitten wurde. Deutsch ist die Saar
hrer geschichtlichen Vergangenheit nach, nie konnte ein
remder, Eroberer länger als ein paar Jahrzehnte hier
Fuß fassen. Deutsch ist die Saar durch ihre Bevölkerung,
zie denselben deutschen Stämmen angehört, die auch das
z»er Saar anliegende Land bewohnen. Mit Deutschland
iuf Gedeihen und Verderben verbunden ist die saarlän—
ifche Eisenindustrie, der Bergbau, die Glas- und Keramik—⸗
ndustrie und das Handwerk. Das kulturelle Leben im
Zaargebiet ist vollkommen deutsch bestimmt. Die Saarfrage
teht heute mehr als je im Brennpunkt der großen Politit.
zür den entscheidenden Endkampf, der bevorsteht, muß
deutschland in jeder Beziehung gerüstet sein. Dieses billige
zändchen ist eine wirksame Waffe in diesem Kampf um
;»as Recht unseres Volkes. In den kommenden Monaten
nöchte es in recht viele Hände gelangen.
Funges Italien. Eine Anthologie der zeitgenössischen ita—
ienischen Dichtung in deutscher Uebersetzung, herausgegeben
ind eingeleitet von Dr. Ruggero Vasari. In Ganzleinen
4,50 RM., kartoniert 3,60 RM. Verlag von Max Mögyring,
reipzig C. 1. Auch dem sprachlich Gebildeten ist es heute
inmöglich, sich mehr als einen Einblick in das Kunstschaffen
inderer Völker zu verschaffen. Zu einem gewissen Ueber—
»lick kann es erst kommen, wenn eine gute Anthologie zur
berfügung steht, in der — das ist das Entscheidende — tat—
ächlich das Wesentliche vom Umwesentlichen geschieden ist.
das von dem italienischen Dichter Dr. Ruggero Vasari, dem
Lerfasser von „Maschinenangst“ und „Raun“, herausgege—
»ene Werk ist berufen, eine Lücke in unserer Kenntnis der
talienischen Literatur auszufüllen. Es enthält ausgewählte
Beiträge von etwa 50 Autoren der letzten 30 Jahre. Die
nit großer Sachkunde geschriebene Einführung des Heraus—
zebers zu dieser Anthologie, die Erzählung, Lyrik und
drama umfaßt, gibt dem Leser ein vollkommenes und kla—
es Bild über die Entwicklung und den Stand des heu—
igen italienischen Schrifttums. Das Buch wird nicht nur
sem Literaturfreund eine willkommene Gabe sein, vielmehr
zuch vielen anderen das Land Mussolinis, daß sie aus
Reisen längst kennen und lieben, geistig näher bringen.
Sprachenpflege. LRe Traducteur, französisch-deutsches
Sprachlehr- und Unterhaltungsblatt. Wer sich sein bißchen
Französisch retten und dasselbe weiter ausgestalten will,
jer greife nach dieser textlich, illustrativ und auch technisch
»orzüglich ausgestatteten Zeitschrift. Probeheft kostenlos
»urch den Verlag des Traducteur in La Chaux-de-fonds
Schweiz).
Humoristische Ecke.
Zerstreut. Kassiererin: „Ich habe nur noch Stehplätze zu
erkaufen!“ Besucher: „Na, haben Sie wenigstens denn
wei nebeneinanderliegende.“
Logischer Beweis. Lehrer: „Kannst du ein Beispiel für
die Klugheit des Hundes nennen““ — „Ja, er heult. wenn
stlavier gespielt wird“

Der Kampf um die Saar. Von Dr. jur. et rer. pol.
Adolf Müller, Ministerialrat. Reclams Universal-Biblio—

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Saar-Genossenschaftsbank

—— — SCcersweiler Sparkasse e. G.m. b. H.
RR 2Saarbrücken 3 * J Võlklingen. Saarlouis, Dil-Laĩerstraze
 8 P arein — emn ungen, Merzig. Dudweiler,
Saarbrücken5 ulzbach. Friedrichsthal.
Sreanenstt. Kredite an Mitglieder Puigααα Mαααιι4“
Gersweiler (Saar) Vechsel-Diskontierungen vgen etüren.

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