Lustige musikalische Ecke.
Ips Ner.
Mistverstanden. Er: „Die kommende Woche kostet mich
unser Gesangverein sogar zwei Abende. Sonnabend wird
eine Tonne Bier aufgelegt und tags zuvor proben wir.“
Sie: „Was braucht Ihr dazu erst zu proben. Saufen könnt
Ihr so schon genug.“
Der Ehebrecher. Frau Lehmann will sich von ihrem
Manne scheiden lassen. Grund Ehebruch. Während ihrer
Sommerreise soll er in der Wohnung gesungen haben:
„Einsam bin ich, nicht alleine.“
Wahre Begebenheit. Ein Organist und Chorleiter im
Bergischen hatte so fleißig komponiert, daß er ein ganzes
Konzert mit eigenen Kompositionen geben konnte. Bei
einer Nummer des Programnis war ein Solist ausge—
blieben. Da verkündete der Konzertgeber: „Die folgende
Nummer fällt aus. Wir spielen dafür ein Stück von Beet⸗
hoven. Das ist aber auch schön.“
Dem Tenor Carutto in Kamenz setzte man einen anderen
Tenor vor die Nase. Der Kamenzer Tenor begrüßt ihn
sauersüß. „Willkommen an unserem Theater — aber eigent—
lich brauchten wir in Kamenz keinen zweiten Tenor.“ Der
neue erwiderte kühl: „Stimmt — aber einen ersten.“
Während eines Konzertes, das dem Komponisten Arnold
Schönberg gewidmet war, erhob sich unter den Zuhörern ein
Streit, und ein Herr gab seinem Nachbar eine schallende
Ohrfeige. Der Operettenkomponist Oskar Strauß wurde
vor Gericht als Zeuge vernommen und gefragt: „Haben
Sie die Ohrfeige gehört?“ — „Natürlich,“ entgegnete
Strauß, „die Ohrfeige war ja das einzige klangreiche
Moment in dem ganzen Konzert.“ Worauf ihm der Richter
eine Rügde erteilte
„Meine liebe Dame! Ich kann auch keine Eier legen, und
glaube doch, mehr von einem Omelett zu verstehen als
die Henne!“
Scherzfrage. Warum haben die Militärmusiker kein Ge—
wehr? Antwort: Weil es heißt: Spiele nicht mit Schieß—
gewehr.
Zeitgemäßz. „Nun, wie gehts?“ — „Danke! Zeitgemäß
flötenartig.“ — „Inwiefern?“ — „Nun, ein Loch wid zu
gemacht und ein anderes auf!“
Wer hat Recht? Zu Lebzeiten Haydns sollte einst eine
Sängerin eine Haydnsche Kompossttion vortragen. In einer
Probe zu dem bevorstehenden Konzert unterschied sich ihre
Meinung über das Tempo, in welchem das Lied zu fingen
war, mit der des Dirigenten, und man kam überein, den
Komponisten zum Schiedsrichter zu wählen. Der Dirigen
jsuchte Haydn auf, und nachdem er ihm sein Anliegen vor—
zetragen hatte, fragte dieser zunächst: „Ist die Dame
chön?“ — „Sehr“, lautete die Antwort, „und ein besonderer
ustuns, des Hofes!“ — Haydn entichied: „Dann hat
sie recht.“
Die Pastoralsymphonie wird geseudet. Alle hören auf—
merksam zu, nur Ballhorn raunzt immerzu, man solle
das Radio abstellen, die Musik sei langweilig. „Und neu—
lich erst hast du behauptet“, meinte einer, „Dir sei die
längste Symphonie die liebste.“ „Weist du bestimmt, daß
das die längste Symphonie ist?“ verteidigt sich Ballhorn
Zeitgemäßer Hörfehler am Radio. „Was meldet der
Ansager im Rundfunk?“ „Ich glaube „Volkshunger“ von
Edmund Kretzschmer!“ (Folkunger.)
Nette Schlußfolgerung. „Ich höre dich ja jetzt gar nicht
mehr singen?“ „Der Arzt hat es mir verboten!“ „Was.
wohnt er denn in deiner Nachbarschaft?“
Als Grillparzer kurz vor seinem Tode von einem Musiker
besucht wurde, hatte der greise Dichter gerade Chrysanders
„Leben Händels“ vor sich liegen. „Nun, wie gefällt Ihnen
dieses Werk?“ fragte der Besucher. „O, das 'ist ein recht
zutes Buch“, antwortete der Gefragte. „Aber“, fügte er
mit seinem unverleugbaren Wiener Akzent hinzu: „Wissen's.
beschriebene Musik ist halt immer wie ein erzähltes Mittag⸗
eisen “
Moderne Jugend. Die Mama spielte ihrem Sohn auf
dem Klavier Kinderlieder vor. „Na, Hänschen, wie gefällt
dir das?“ — Hänschen (der mit großem Interesse die Füße
der Mama auf den Pedalen beobachtet hatte): „Mutti.
du gibst zu viel Gas!“
Stimmgewalt. Ein Sänger mit einer furchtbaren Stimme
war im Zweifel darüber, welche Kunstrichtung für sein Organ
am passendsten wäre. Er begab sich zu Cherubini und sang
ihm vor, daß der Fußboden zitterte und die Fensterscheiben
zu klirren begannen. „Werden Sie Auktionator. Herr.“
meinte Cherubini.
Humor des Meisters. Richard Wagner kleidete auf den
Proben seinen Tadel oft in humoristische Bemerkungen.
Als bei einer Probe des „Rienzi“ die Posaunen zu laut
bliesen, sagte er lächelnd: „Meine Herren! Ich glaube kaum,
daß ich mich irre, wenn ich behaupte, daß wir uns in
Dresden befinden und nicht vor Jericho, wo Ihre ge—
achteten Vorfahren die abnorme Stärke ihrer Lungen be—
währten, indem sie die Mauern dort umbliesen.“
Nach dem Konzert. A.: „Nun, wie hat Ihnen das
Quartett gefallen?“ — B.: „Es war ja ganz nett, aber
ich meine, es hätte ein bißchen stärker beseht sein können.“
Ein Reinfall. Liszt will in Weimar eine seiner sympho—
nischen Dichtungen aufführen. Bei der Probe ist er mit
dem Orchester unzufrieden und schreit es an: „Kirmesmusik!
Kirmesmusik!“ Worauf der Konzertmeister seelenruhig er—
widert: „Ich habe sie nicht gemacht, Herr Kapellmeister!“
Kühner Vergleich. Sängerin: „Empörend! Wie konnten
Sie es wagen, so über meinen Gesang zu schreiben, wo
Sie selbst nicht einen Ton singen können!“Gritiker:
Vernichtende Kritik. „Die Aufführung des Gesangvereins
soll so jämmerlich schlecht gewesen sein“ — „Und wie! Der
Stadtmagistrat hat ihm sogar die Lustbarkeitssteuer wieder
zurückgegeben!“
Amerikanisches Duell. Rossini erzürnte einst einen
Kapellmeister so heftig, daß dieser ihn forderte. Auf
Degen und Pistolen verstehe ich mich nicht“, sagte der
Schöpfer des „Barbier“, „aber wir wollen jeder eine Oper
II8 Wessen Oper ausgepfiffen wird, der schießt
ich tot.“
Vielsagend. „Gehört das Klavier wirklich mir, Papa?“
„Natürlich!“ „Darf ich es auch mitnehmen, wenn ich ein—
mal heirate?“ „Auch das! Aber erzähle es klugerweise
keinem, sonst verdirbst Du Dir Deine Chanecen.“
Humor zum 11. D.S. B.-Fest. Der Bauer Michel von
Seckbach trägt ein Fenster nach Frankfurt. Unterwegs be—
gegnet ihm sein Freund Hans. „Wohin gehst Duͤ mit
Deinem Fenster, Michel?“ Ich habe géhört, in Frankfurt
geben sie für ein Fenster während des Festzuges 50 Mark.“
Sängerfalrlen
geken dieses Jakrx zurx Befesligung unserer sangesbrüderlichen Verbundenkeit zu den schönssen Orken an Nahe.
Molel u. Saar. Ihr seid es Gurer Hängerzeiksckexift schuldig, dabej Gastslãtlen zu besuchen, dexen Wesiker
ihrr Inleresse an unserer deufschen Hängerbewegung durck KRufgeben von Anzeigen bezeugen. Acklet sorgfällig darauf!