Full text : 11.1933-1934 (0011)

Seite 82 IIII.

ll Saar⸗Säuger-Bundel
dienter, alter, in Not geratener Sänger und Sänger—
führer, 4000 werden für Werbearbeit, namentlich
Lehrgänge, zur Verfügung gestellt, 1000 gelangen in
die bereits bestehende „Sängerbundesstiftung“ zu
Bunsten bedürftiger Komponisten und ihrer Angehö—
rigen. In den Ausschuß für Volkstumsfragen
wurden gewählt: Brauner, Dr. Bongard, Dr. Herr—
mann, Prof. Dr. Polheim und Baatz. Es sollen
Patenschaften geschaffen werden: innerdeutsche
Vereine übernehmen die Obhut über bestimmte aus
anddeutsche Vereine.
Hinsichtlich der Aufnahme von Arbeitergesang—
vereinen wird beschlossen, daß sie geschlossen nicht
aufgenommen werden können, dagegen ist es den Ver—
einen gestattet, einzelne Sänger aus den Vereinen des
Arbeitersängerbundes aufzunehmen, wenn nach reif—
licher Prüfung die Gewähr gegeben ist, daß die Ein—
stellung den Zielen des Bundes entspricht. Die Be—
teiligung unserer Vereine an öffentlichen nationalen
Kundgebungen und öffentlichen Aufzügen ist er—
wünscht. Verhandelt wurde ferner über die Aufnahme
oon Sängern nichtarischer Abkunft und über Auf—
führung von Werken jüdischer Komponisten. Als
Tagungsort des nächsten Sängertages
wurde Saarbrücken bestimmt.
Essteht zu hoffen, daß die mannigfachen
wertvollen Anregungen des Sängertages
sowohl in volksdeutscher, wie in künst—
lerischer Hinsicht in allen Bünden, Gauen
und Vereinen ein starkes Echo wecken, daß
sie dazu dienen, die zu uns Stehenden zu
halten, zu stärken und zu fördern, die noch
Abseitsstehenden zu suchen und zu ge—
winnen, damit — wie bisher — so auch in
Zukunft der D.S.B. seinen starken Antkeil
beiträgt bei der Bildung deutscher Volks—
gemeinschaft aus der Kraft des deutschen
Biedes, der deutschen Kunst!
Walther Stein.

—Al Nr.

Bundesfest mit seinem Ueberschuß von 157000 Mk.
vor und machte Vorschläge für dessen sinngemäße Ver—
teilung. Gemäß Antrag der Bundesrevisoren konnte
auch für diese Festabrechnung mit Dank Entlastung er—
teilt werden.
Ohne Aussprache erfolgte die Annahme der in Goslar
vorberatenen AUuUsführungsbestimmungen zur
Bundessatzung. Einem Vortrag Dr. Metzgers,
Freiburg, über die geplante Urheberrechtsreform folgte
die Beschlußfassung über das Vertragsverhält—
nis zum Musikschutzverband: es steht eine alle
Teile befriedigende Einigung bevor. Der Voran—
schlag des Etats für 1933 wird ohne Aussprache ge—
nehmigt. Aus den Wahlen gingen hervor: Georg
Brauner (Berlin) als 1. Vorsitzender, Dr. Hans
Bongard (Saarbrücken) als stellvertretender Vor—
sitzender, Justizrat Morhard (Eichstätt) ebenfalls als
Stellvertreter, Dr. Herrmann (Frankfurt) als Bundes—
schatzmeister, Dr. Robert Laugs (Kassel) als Obmann
des Musikausschusses. Es wurden ferner gewählt in
den Musikausschuß: Binder (Nürnberg), Heinrichs
(Hannover), Mießner (Berlin), Nagel (Eßlingen). Zu
den Arbeiten des Musikausschusses sollen auf Vorschlag
des Obmanns weiterhin hinzugezogen werden: Günter
Ramin (Leipzig) und Karl Hannemann (Altona). In
den Presseausschuß: Prof. Dr. Pohlheim (Graz) als
Obmann, Franke (Breslau), Brecht (Leipzig), in den
Wirtschaftsausschuß: Dr. Langemann (Hannover) als
Vorsitzender, Roth (Leipzig), Schwarz (München), in
den Ausschuß zur Abgrenzung der Kreise: Schulz
(Berlin) als Vorsitzender, Mühle (Dresden), Kinner
(Dessau), als Bundesrevisoren: Schabeikow (Stolp) und
Suchan (Breslau). Als Festort für das nächste Sänger—
bundesfest einigte sich der Sängertag auf Breslau
als Feststadt.
Aus den Verhandlungen des zweiten Tages sei be—
richtett die Beibehaltung des Bundesbeitrages auf
20 Pfg. und die Genehmigung des Verteilungsschlüssels
des Lotteriegewinns: 50060 fließen dem neu—
gegründeten „Sängerdank“ zu zwecks Unterstützung ver

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