Nr. 3 IHIEie AIl Saar⸗Sänger⸗Bund IIln
glieder des bisherigen Gebietes S. S. B. bleiben bis zur Im Mittelpunkt der Verhandlungen am Nachmittag
Rückgliederung des Saargebietes wie bisher. stand ein Bortrag von Kreisschulrat Dr. Steeg
4. Der 14. ordentliche Bundestag beauftragt den Ge- über das Kulturprogramm von Verein, Gau und Bund,
samtbundesvorstand, eine neue Bundessatzung aufzu⸗ der das deutsche Lied, namentlich das Volkslied, als
stellen und dem nächsten Bundestag zur Genehmigung wesentlichen Faktor der Volkserziehung kennzeichnete.
zu unterbreiten. Seine Ausführungen über dieses „Singen um des
5. Die Größe und Ausdehnung des jetzigen Gebietes Singens wegen“ werden wir in unserer Bundeszeit—
bedingt, daß der engere Bundesvorstand nur zu den schrift veröffentlichen. Einstimmig wurde die Absendung
wichtigsten Gauveranstaltungen eingeladen wird. Der dolgender Telegramme beschlossen:
Besuch von Vereinskonzerten und Veranstaltungen ist Mαe:
in erster Linie Sache der Gauvorstände. Der engere Herrn Reichspräsident v. Hindenburg!
Bundesvorstand bittet erneut, ihn zu allen Gau— Der in St. Ingbert tagende Bundestag des
tagungen und wichtigen Gauvorstandssitzungen einzu— Saar-Sänger-Bundes entbietet dem Herrn Reichs—
laden. Er hält bei der Vergrößerung des Gebietes eine präsidenten in Dankbarkeit und Ehrerbietung und
noch engere Fühlungnahme mit den Gauvorständen für aus dem Geiste unlösbarer Verbundenheit mit
dringend geboten und bittet die Gauvorsitzenden, ihn dem Vaterland treudeutsche Grüße.
über alle wesentlichen Vorkommnisse im Gaugebiet auf gez. Dr. Bongard.
dem erdende altem —88 8 Herrn Reichskanzler Adolf Hitler!
De undestag unterstreicht den früheren Be— — ler enttietet dere;
schluß des Gesamtbundesvorstandes, die Verleihung von RX Iem Seprn Reichetans er enbietet der ain Se
Sängerehrungen nur vorzunehmen, wenn die Veröffent—
—* * sre — n Sung e 9 d Bundes aus dem Geiste unlösbarer Verbundenheit
ichung In ne Anuerrercung stattgefun en hat. mit dem neuerstandenen Vaterlande treudeutsche
7. Der 14. ordentliche Bundestag stellt sich auf den —2 gez dr. Bongard
Standpunkt der von Sangesbruder Frantz in seinem
Referat (das in der Nr. 11 der Sängerzeitung ver— Unter dem Stabe von Gauchormeister W. Hans
öffentlicht wurde) herausgestellten Richtlinien, nach rugen die Landvereine des Gaues St. Ingbert treff—
denen die arbeitslosen Sänger durch die Vereine mit lich „Regiment sein Straßen zieht“. Volksliedsatz von
einem für sie tragbaren Beitrag belegt werden sollen 9. Lang, vor.
Der Gesamtbundesvorstand wird im Laufe des kom— Dann faßte Bundesvorsitzender Dr. Bongard den
menden Jahres prüfen, ob Gau und Bund ebenfalls Ertrag der Tagung und die Aufgabe des Bundes in
einen geringen Beitrag für die arbeitslosen Sänger einem packenden Schlußwort zusammen: Was wir
festsetzen müssen, um den Mitgliedern auf die Dauer pflegen und hüten ist unvergängliches, aber nicht un—
alle Rechte des D.S. B. und Rh. Sgb. Mosel-Saar sichern beränderliches Gut. Beruhend auf den gleichen mensch—
zu können. lichen Grundlagen wandelt sich die Art wie wir
8. Die Gaue Köllertal und Trier beantvagen, den unsere Aufgabe erfüllen. Wir müssen uns auf die
15. ordentlichen Bundestag in ihrem Gaugebiet abzu⸗ neue Zeit einstellen und nicht im Schlendrian Dinge
halten. Der Bundestag wählte Trier. mitschleppen, die vielleicht noch vor 10 Jahren als
9. Das 3. Bundesfest findet im Jahre 1934 in Saar- Ausdruck jener Zeit gut waren, heute aber überständig
brücken statt. Die Vorbereitung und Durchführung des geworden sind. Wir müssen aus der Inzucht heraus!
Bundesfestes ist Sache des Gesamtbundesvorstandes Der Männerchor ist nicht eifersüchtig behüteter Selbst—
und des Musikausschusses. Sämtliche Bundesvereine Weck, sondern Mittel zum Zweck. Es gilt, durch
sind verpflichtet, an dem Bundesfest teilzunehmen. den Männerchor den Weg zu finden zur großen
10. Mit Rücksicht auf die Tatsache, daß der D.S.B. deutschen Kunst. Deshalb öffnen wir die Tore auch
von jetzt ab von den Sängerinnen denselben Beitrag den gemischten Chören, unsern Frauen und Mädchen,
wie von den Sängern fordert, sieht sich der Bundestag dem ganzen singenden deutschen Volk! Wir dürfen
zu dem Beschlusse genötigt, auch die Sängerinnen zu uuch nicht zögern, uns im Geistigen auf die neue Zeit
dem Sängerbeitrag für D.S.B. und Rh. Sgb. Mosel— einzustellen. Unter keinen Umständen können wir Funk⸗
Saar hevanzuziehen. tionäre, Leithammel gebrauchen. Wir bedürfen der
Antrag des Musikausschusses. Führer aus der Geistigkeit heraus und zur Geistigkeit
hin. Jeder Vereinsvorstand muß gerade stehen von
Der Bundestag regt an, daß die Chorproben der ich aus, er muß Kraft zum Leben, zum Vorwärts-Bereine
häufiger von dem Bundeschormeisteẽ und rben haben, jene Kraft, die nicht nur aus dem Kopfe,
seinen Mitarbeitern besucht werden, weil er darin eines dondern aus dem Herzen strömt. So müssen die Chor—
der wesentlichsten und wirkungsvollsten Weiterbildungs⸗ eiter ihre Aufgabe erfassen, sich mitten unter die
wite sieht. Im Interesse einer möglichst rationellen Zänger stellen, alles von der ersten Vorbereitung an
Arbeit und finanziellen Entlastung sollen tunlichst an mitmachen und aus dem Geistigen heraus beschwingen
einem Tage mehrere Vereine besucht werden, und die ind befeelen: das ist der rechte Führerthp! Kein
Gaue und Bereine werden gebeten, diesen Plan nötigen— deutscher Bund hat die Gefolgschaft wie wir, 8500
falls durch Zusammenlegen von Proben und Zu⸗ sommen aus dem Arbeiterstand. Wir müssen auf unser
sammenfassen von Vereinen zu unterstützen. Der Wewissen nehmen, was wir ihnen und dem aanzen
Bundestag steht auf dem Standpunkt, daß ein Besuch ingenden Volke schuldig find!
aller Feste und der meisten Konzerte durch die Gau— Machtvoll gab der Saarsängerspruch dem er—
vorstände den Bund finanziell und den Bundeschor- Zabert de
z — 7 ebnisreichen Bundestag in St. Ingbert den Ausklang.
meister und seine Mitarbeiter auch leistungsmäßig so—
weit entlastet, daß sein Beschluß unbedingt durchführ— Walther Stein,
bar ist. Erster Bundesschriftführer.
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