Full text : 11.1933-1934 (0011)

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Monatitsschrift
Aeber Zoo Vereine mit über Z0 ooo Mitgliedern. Herausgegeben im Auftrage des Bundes e
von Stadtschulrat Dr. h.e. Haus Bongard und Rektor Walther Stein, Saarbrücken. 6 B
Druck und Verlag der Buch⸗ und Kunfstoruckerei Bebr. Hofer A. G. Saarbrücken. 4
Böolklingen und Teipzig. Bezugspreis Ar. 5.— vierteliährlich. Einzelnummer Ar. 2.—
13. Jahrgang

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Nr. 3

Bundestag des 5 i Bund
undeskag des Saar⸗Sünger-Bundes.
er 14. ordentliche Bundestag des Saar—
Sänger-Bundes rief eine riesige Sänger—
Heerschau von Saar, Mosel und Hochwald in das ent
zückend gelegene, festlich in den Reichs- Und Landes—
arben geschmückte pfälzische Städtchen St. Ingbert
Einen würdigen, alle Herzen erhebenden Auftakt gab
dem Bundestag der markige Deutsche Sängergruß und
das „Befreiungslied der Deutschen“ mit Blasorchester
von Armin Knab, das die Stadtvereinigung und der
Orchesterverein St. Ingbert unter dem Stabe von Chor—
leiter Matthieu wirkungsvoll zum Vortrag brachte.
Bundesschriftführer Walther Stein widmete den
im vergangenen Jahr verewigten Sangesbrüdern fol—
gende Gedenkworte:
Bewegten Herzens gibt der Saar-Sänger-Bund jedem
seiner Bundestage einen weihevollen Aufklang im Ge—
dächtnis an die heimgegangenen Sangesbrüder:
Wir sind ein Volk, vom Strom der Zeit
Gespült ans Erdeneiland,
Voll Unfall und voll Herzeleid —
Wir haben es auch im vergangenen Jahre wieder in
unserem Sängerwald erleben müssen, daß so manches
blühende Reis geknickt ward, ehe der Sommer kam, und
daß so manche Eiche gefällt wurde, die tausend Wettern
Trotz geboten hatte.
In tiefster Dankbarkeit und Ehrerbietung gedenken wir
unseres greisen Führers, des Vorsitzenden des D.S.B. Ge—
heimrat Dr. Hammerschmidt. Wie steht uns dieser pracht—
volle weißhagarige Feuerkopf, sein maärkantes Gesicht und
seine kraftvoll aufgereckte ritterliche Gestalt so unvergeßbar
deutlich vor Augen, wie er hier auf dem Saarbrücker
Bundestag und dann später in der „Volksdeutschen Kund⸗
gebung“ des von ihm nach innen und außen so würdig
gestalteten Frankfurter Bundesfestes begeistertes Bekenntnis
ablegte zu deutschem Volk und Vaterland, zur Unteilbar—
keit seiner Stämme und zur Unverletzlichkeit seiner Grenzen
Und wenn unmittelbar nach dem Frankfurter Bundesfest
der unerbittliche Tod ihn faßte mit eiserner Faust — wir
wollen das Schicksal preisen, das diesen tatenfrohen Mann
plötzlich aus lebendigster Wirksamkeit herausriß und nicht
erst zu langem, müßigem Siechtum verurteilte! — Und
wir vergegenwärtigen uns in dieser Gedächtnisstunde
unseren lieben Meister Maxr Wiedemann, den ebenfalls im
vergangenen Jahre heimgegangenen Chormeister der uns
befreundeten Berliner Liedertafel, die heute all Delegierten
mit dem Bild des Unvergeßlichen beschenkt. Wie oft er⸗
klingt sein Lied in unseren Reihen! Wie oft ist seine weise
Lehre, die er uns als Dozent auf unserem Homburger
Bundestag gab: durch Hören zu lernen bei uns immer
wieder naͤchdrücklichst wiederholt wurden! Wie hat dieser
gütige Mensch vielen von uns als Freund so nahe gestanden!
Und an diese Männer, die führend im D.S.B. und in
deutscher Chorpflege stauden, reihen sich all die vielen
Sangesbrüder und' fördernden Mitglieder, die wir im ver—
vergangenen Jahr aus unseren Reihen durch den Tod ver—
            
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