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Rahmen und wurde von der Bergkapelle Heinitz mit gutem
Empfinden vorgetragen. Mit der Uraufführung, der Text
des Storm'schen Gedichts: „Ueber die Heide hallet mein
Schritt“, von dem fsaarländischen Komponisten Heinz Franz
leilete der Chor den 2. Teil ein. Tie „Harmonie“ hat
den Beweis erbracht, daß nur durch zähe Aasdauer solches
hochgesteckte Ziel erreicht werden kann. Durch die folgenden
Lieder: „Die wilde Jagd“ von Weber, „Es blies ein Jäger“
von Heinrichs, „In der Ferne“ von Silcher und die „Ab—
reise“ von Schauß wehte ein kräftiger Zug echten Volks—
liedergeistes. DTer große Anhängerkreis des Vereins, der
an dem Abend den Saal bis auf den letzten Platz gefüllt
hatte, muß den Sängern dankbar sein, daß sie für wenig
Geld solches Liedgut aus dem großen Schatze des deutschen
Liedes dargereicht bekamen. Taß der Chor wirklich auf
der Höhe ist und eine gute Schulung besitzt, hat der Konzert—
abend bewiesen. Die ganze Veranstaltung stand unter der
bewährten Chorleitung von Chormeister Lehrer Matheis,
der durch feine straffe und sichere Leitung seine Eignung be—
wiesen hat,
Vorsitzender Nauhauser erstattete in der Hauptversamm—
lung des M.G. VB. „Liederkranz“ Neunkirchen den Jahres—
bericht, aus dem hervorzuheben sind: Das Werbekonzert
auf dem Unteren Markt, das große Konzert zu Ehren
Haydns im Saalbau, das einen Tag später in Saarbrücken
uͤnter Mitwirkung der „Harmonie“ Saarbrücken wiederholt
wurde, und schließlich der wohlgelungene Bunte Abend.
Der Gemischte Chor hatte einen beachtlichen Aufschwung
zu verzeichnen. Vier Mitglieder hat er durch den Tod ver—
loren. Taͤe Ausführungen des Vorsitzenden wurden durch
einen ausführlichen Bericht des Schriftführers Eisenbeiß
ergänzt. Ter Mitgliederbestand betrug am Ende des Jahres
1932 313, darunter 83 Frauen. Der Mitgliederstand am
Jahresschluß ist 261, darunter 50 Aktive. Die Zahl der
angeschlossenen Frauen beträgt 65, doch sind bereits im
neuen Jahr 12 Neuaufnahmen zu verzeichnen. Der Sach—
verwalter des Frauenchors konnte von ersprießlicher Ar—
beit innerhalb des Gemischten und Frauenchores berichten
Die Gesangsstunden wurden regelmäßig besucht. Der Kassen—
bericht dieser Abteilung ist ebenfalls befriedigend. An—
schließend wurden die Mitbegründer des Vereins, Seibert
und Schwörer zu Ehrenmitgliedern ernannt. Vom Saar⸗
Sängerbund wurden für 40jährige Sängertreue ausgezeich—
net Otto Heß und Hans Appel, für 25jährige Sängertreue
Karl Schneider und Alfons Mathern. Die Neuwahl des
Vorstandes hatte folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Lehrer
Nauhauser, 2. Vorsitzender Rauber, Schriftführer Eisenbeiß,
Kafsierer Neuberger, Beifitzer für Männerchor Jung und
r Beifitzer für Frauenchor Frau Dülke und Fri
Scheck
den choristischen Darbietungen des ersten Teiles — wie „Die
Irgel von Vineta“ von K. Grim und „Angelus“ von H.
heinrichs — das Gepräge. Unter einigen Intonations—
ibungen litt die Wiedergabe der schwierigen Komposition
„Drei himmlische Schreine“ von H. Lang; dagegen feierten
die stimmkräftigen zweiten Bässe besonders in Rinkens
harakteristischer „Werkeluhr“ und in Rößlers grotesken „Im
Wirtshäusle“ wahre Triumphe. Wohlverdienter, allseitiger
Bbeifall wurde den Humor verratenden Männerchören des
weiten Programmteiles zuteil. Hervorragende solistische
Darbietungen wechselten mit den eindrucksvollen Chop—
jesängen ab. Das Kammermusikquartett Saarbrücken, be—
tehend aus Lent Klein-Michels (Klavier), Prof. Hans
3kohoutil (Violine), Fritz Klein (Bratsche) und Willi Pitz
Violoneello), erfreute die andächtig lauschende Hörerschar
nit der geschmackvollen Wiedergabe eines Klavierquartetts
»on Mozart. Die Quartettisten entwickelten beim Vortrag
rechtes, feinsinniges Musikertum, so daß das Klavierquartett
in seiner ganzen bezaubernden Schönheit aufblühte; schwung—
»oll und doch im straffen Rhythmus wurde alles Thema—
ische klargelegt. Reicher Beifall folgte dieser hochkünst—
erischen Leistung; er galt serner auch mit Recht den auf
»ornehmer Höhe stehenden Violinvorträgen Prof. Skohoutils,
»ie von Leni Klein-Michels stilgemäß begleitet wurden. Letz—
ere machte sich außerdem um die erfolgreiche Wiedergabe
Lhopin'scher Kompositionen verdient. Die Grüße des
tzundesvorstandes überbrachte Bundesschriftführer Stein,
»er für die guten Leistungen des konzertgebenden Vereins
Worte warmer Anerkennung fand und dabei seiner Freude
»arüber Ausdruck verlieh, daß der M.G.V. „Frohsinn“ an
»em Schaffen der zeitgenössischen Männerchor-Komposition
richt achtlos vorübergehe. Seine Wünsche galten dem wei—
eren Aufstieg dieser strebsamen Sängervereinigung, die in
Nik. Rodermann einen zielbewußten und strebsamen Chor
meister ihr eigen nennen darf. F. D.
Gau Sagarbrücken.
Die musikalische Arbeit des Gaues Saarbrücken. Es
anden 1932 4 Dirigentenbesprechungen statt, in denen
inige sehr wichtige und brennende Standesfragen behandelt
ind verabschiedet wurden. Der Besuch war zufriedenstel—
end, die letzte Sitzung sogar fast vollständig besucht. Das
Vertungssingen der 2. Gruppe fand am 8. November in
zischbach statt. Es waren folgende Vereine daran betei—
igt: Männerchor Saarbrücken 2, M.G. V. 1865 St. Arnual,
Männerquartett⸗-Verein Saarbrücken 1, Frohsinn Saar—
»rücken, Flora Heiligenwald, Concordia Merchweiler. Es
st erfreulich, daß fast alle Vereine bei der Kritik gut
ibgeschnitten haben und als bester Euphonia“ Saarbrücken2
zervorging. Umrahmt wurde das Singen durch Flora Fisch—
»ach mit prächtigen Liedgaben. Zu erwähnen ist noch der
Ddirigententag am 7. Oktober im Ludwigspark unter Pro—
essor Werlée mit dem Leipziger Rundfunkchor und das
donzert dieses Chores am 10. Oktober im Lutherhaus
Bßurbach. In diesem Zusammenhang möchte ich auch die
Lhorleiterschule erwähnen, die vorläufig nur für Gauchor—
neister stattsfindet, aber bestehen bleiben soll, damit alle
trebsamen Chorleiter sich weiterbilden können. Hier ist die
Arbeit noch lange nicht beendet. Es bedurfte langer und
ntensiver Kleinarbeit, um die Familien- und Gaukonzerte
oorzubereiten, die in diesem Jahre veranstaltet werden
und wie es den Anschein hat, gut zu verlaufen versprechen.
Aber darüber später. Möge das neue Jahr dem alten
nicht nachstehen und erfolgreich sein für Gau und Vereine.
H. Hitzelberger, 1. Gauchormeister.
Das 1. Gaukonzert des Gaues Saarbrücken wurde be—
tritten von M.G. V. Constantia unter Chormeister H. Gil—
lessen, M.B.V. Männerchor unter Chormeister O. Schrimpf,
Zaarquartett unter Chormeister R. Carl und M.G.V.
Fuphonia unter Chormeister Willi Lorscheider, der auch
neisterlich den solistischen Teil bestritt. Gauchormeister G.
ditzelberger faßte hernach die Vereine zu einem Massen—
hor zusammen. Die Chöre von Zöllner, Kienzl, Buck, Rin—
kens. Orlando di Lasso, Kämpf, Geilsdorf, WaagnerSchön—
Jahreshauptversammlung des M.G.V. „Liederkranz“
Wellesweiler: Ehrung der verstorbenen Mitglieder, Jahres—
bericht des Vorsitzenden Vost, Kassenbericht des en
Eisel. Entlastung des Vorstandes. Mitgliederbestand blieb
der gleiche. Die Vorstandswahl ergab: 1. Vorsitzender
Post. 2. Vorsitzender Houy sen., 1. Schriftführer Zimmer.
Is flerer Richard Houy. Der weitere Vorstand blieb
erselbe
Der rührige M.G.V. „Frohsinn“ Schiffweiler weiß durch
die Wahl seiner Programme, wie durch deren Ausführung
das Interesse an seinen musikalischen Darbietungen wach—
zuhalten. Das bewies auch sein letztes Konzert, das auf
der ganzen Linie achtunggebietende Erfolge zeitigte. Der
in allen Stimmen über gutes, in den zweiten Bässen sogar
über hervorragendes Material verfügende Männerchor
offenbarte unter der zielbewußten Leitung Nik. Rodermanns
auch in dieser Konzertveranstaltung eine sorgsam gepflegte
Gesangskultur und allgemeine musikalische Durchbildung
Ein einschmeichelndes Piano und ein feintöniges Iaen
steigerten sich in Gesängen wie „Abendlied“ von J. Wenzel
und „Glockenlied“ von Lendvai zu köstlichen Klangwir—
kungen. Vornehme Klangkraft, ausgezeichnete Textbehand—
lung und zarte dynamische Schwebungen gaben besonders
Qualitätsnorzellane C. Dees: