Full text : 11.1933-1934 (0011)

ijss Saar⸗Säunger⸗Bunde
Gau Köllertal.
Der Gau Köllertal ist vorbildlich in der Veranstaltung
seiner sorgfältig vorbereiteten und gut durchgeführten Gau—
konzerte, die aüch in diesen schweren Zeiten allen Vereinen
zu konzertlicher Betätigung Gelegenheit geben, ohne sie
tinanziell zu belasten. Der Besuch pflegt stets recht gut zu
sein. Das letzte Gaukonzert fand in Hilschbach statt. Es
wurde aufs beste bestritten von M.G.V. Güchenbach, M.G.V.
Hilschbach-gZiegelhütte, M.G. V. Eintracht Lebach, M.G.V.
Einigkeit Güchenbach, M.G. V. Rheingold Pflugscheidt und
Männerquartettverein Hilschbach. Erfreulicherweise stand das
Volkslied im Mittelpunkt der Veranstaltung, der Gauvor—
sitzender Altmeyer ein warmes Geleitwort widmete. Warum
erhält die Schriftleitung kein Programm?

Seite 42 95

Aun Nr

dungsjahr! Es gibt uns den Mut, mit freudigem Blick
uind frischem, frohem Sängerherzen, aller Not und Sorgen
inserer schweren Tage zum Trotz, hoffnunasvoll in die
Zukunft zu schauen! Sch.
Gau 5aartal Mettlach.
Der Gau Saartal Mettlach bringt für die kommende
schöne Frühlings- und Sommerzeit wiederholt seine rei—
zenden Orte für Familiens, Schul- und Sängerfahrten in
empsehlende Erinnexung. Die besteingerichteten Gasthöfe,
die freundliche Bürgerschaft und anbesuchten Bundesvereine
werden es an Gastlichkeit nicht sehlen lassen. Es ist gewiß,
daß alle Besucher aus unserer schönen Gegend mit den
besten Erinnerungen wieder heimkehren werden. Deshalb:
Auf ins Saartal Mettlach!
Der Gautag des Gaues Saartal Mettlach mit Jahres—
abschluß findet am 7. Mai, nachmittags 2.30 Uhr, im
Sängerheim des Gesangvereins „Frohsinn“ Dreisbach statt.
Als Vortragender über „Neue Chorliteratur“ wird Dr.
Ernst Stilz dem Gautag beiwohnen. Wegen der Wichtigkeit
der Tagesordnung muß der Besuch des Gautages wie in
früheren Jahren ein recht zahlreicher werden. Jeder Verein
des Gaues muß vertreten sein

Dem verhältnismäßig umfangreichen Jahresbericht des
Männerquartettvereins Hilschbach entnehmen wir: Am 31.
Januar 1932 fand die Gründungsversammlung in An—
wesenheit von 25 Personen statt. Als Gründer des Vereins
gelten 27 Aktive und 11 Inaktive, zusammen also 38. Die
erste Gesangstunde unter dem Stabe von Josef Trouvain
fand am 7. Februar statt und war von 25 Sängern be—
sucht. Sich der Schwere der Aufgabe bewußt, griffen alle
Sänger kräftig in die Räder, voll höchster Opferbereitschaft
und blühendem Idealismus — vor Augen ein schönes,
hohes Ziel! Am Gründungstage besuchten als erstes alle
Sänger das Gaukonzert des Gaues Köllertal in Walpers—
hosen. Die erste Vorstandsbesprechung fand am 25. Februar,
die erste Mitgliederversammlung am 30. März statt. Am
28. März wurde der Verein auf dem Gautag des Gaues
Köllertal mit sechs gegen eine Stimme in den S. S. B. auf⸗
enommen. Zum Bundestag in Großrosseln entsandte der
ee seinen Vertreter. Bereits am 24. April fsand unter
Mitwirkung des M.G. V. Güchenbach das Gründungskonzert
statt. Damit hatte sich der junge Verein der Oeffentlichkeit
vorgestellt. In einheitlicher Konzertkleidung und wohl—
diszipliniert trug die eifrige, hoffnungsvolle Sängerschar
ihre Lieder schön und zum größten Gefallen der vielen
Konzertbesucher vor. Der erste Erfolg war errungen und
eiferte den Verein sehr an. Der Abend erbrachle außer
vielen neuen Freunden und Mitgliedern auch einen schönen
finanziellen Ertrag, der den NAufbau und Ausbau des
Vereins sehr erleichterte. Am 10. Oktober besuchten 10
Sänger das Konzert des Leipziger Kammerchores in Saar—
brücken. Am 16. Oktober beteiligte er sich am Konzert
des Gaues Köllertal in Lebach. Mit großem Eiser und
Erfolg arbeiteten Sänger, Dirigent und Vorstand vorwärts.
Der Verein leitete am 1. November eine große Werbung
um neue Mitglieder und Förderer ein. Am 27. November
fand das Herbstkonzert statt. Dank der Rührigkeit und
Fähigkeit des Chormeisters Josef Trouvain, Dank des Eifers
und der Opsferbereitschaft aller Sänger (16 Arbeitslose
— 50 Prozent des Choöres) und Dank der guten Vorberei—
tung durch den Vorstand wurde das Konzert ein großer
Ersolg. 36 Aktive trugen 12 Lieder vor, die mit größtem
Beifall von den zirka 300 Konzertbesuchern aufgeüͤommen
wurden. Auch diesmal wieder ein Zustrom neuer Mit—
glieder, großer moralischer und finanzieller Gewinn, An—
sporn und Freude für die Sänger selbst. Am 4. Dezember
errang der Verein auf dem Wertungssingen in Schwal—
bach das Prädikat gut bis sehr gut Am 11. Dezember
beteiligte sich der Verein am Freundschaftssingen des ihm
befreundeten Brudervereins MG.V. Liederkranz Dilsburg,
an dem 5, Gesangvereine teilnahmen. In den elf Monaten
seines Bestehens hatte der Chor fünfzig Gesangstunden.
Der Höchstbesuch war 36, der Durchschnitt 28 Sänger.
Die vorerwähnte Werbeaktion ist noch nicht ganz abge⸗
schlossen und war bereits zu 50 Prozent erfolgreich, zählt
doch der Verein heute 40 Aktive und 66 Ingktive (daruͤnter
3 Ehrenmitglieder), zusammen also 1060 Mitglieder. Zu
allen stattgefundenen Gautagungen entsandte der Verein
seine Vertreter. Seinen Verpflichtungen gegenüber Gau
und Bund ist er prompt nachgekommen! Fuͤrwahr ein er—
folgreiches. an Arbeit und großen Opfern reiches Grün—

Gau Merzig.
Am 5. März fand in Merzig das Wertungssingen der
2. Gruppe der Gaue Merzig, Mettlach und Veckingen statt.
Als Wertungsrichter war Herr Dr. Stilz, Saarbrücken, ge—
vonnen. Der Bundesvorstand war durch den 2. Bundes—
dorsitzenden, Sangesbruder Engel, Mettlach, vertreten. Gau—
»orsitzender Griebler entbot namens der drei Gaue herz—
iche Willkommgrüße und wies auf die Bedeutung der
Wertungssingen hin. Am Wertungssingen beteiligten sich:
1. Eintracht Merzig mit 18 Sängern unter Chormeister
Friedrich. Gesungen wurden: Abendläuten von Grope und
Frisch gesungen von Silcher. Prädikat: Genügend. 2. Sän—
zerbund Schwemlingen (24 Sänger). Chormeister Thieser.
Es gingen drei Mädchen von Lendvai, Nun leb wohl du
leine Gasse (Eilcher). Gut. 3. Sängerkreis Saarhölzbach,
28 Sänger, Chormeister Kohn, Türmerlied von Geilsdorf,
Ich habe Lust von A. Knab. Gut und besser. 4. Harmonie
Menningen, 29 Sänger, Chormeister Domma, Flamme em—
dor von Kickstat, Ich habe den Frühling gesehen von
dendvai. Gut. 5. Sangeslust Rehlingen, 34 Sänger, Chor—
neister Kuhn. Lebenslied von Kaun, Der Soldat von Sil—
her. Gut und besser. 6. Eintracht Mettlach, Chormeister
Rust, 36 Sänger, Sängerspruch von Lendvai, Donaustrudel
don Rein. Sehr gut. Spitzenleistung. 7. Concordia Beckin⸗
gen, 483 Sänger, Chormeister Scherer. Wir Bauern von
Knab, Muß i denn von Rein. Sehr gut. Herr Dr. Stilz
'onnte in der Besprechung feststellen, daß die Vereine in
der Auswahl der Lieder durchweg eine glückliche Hand ge—
zeigt hatten. Seine Besprechung mit den Chorleitern und
Vereinsvorsitzenden erweckte den Eindruck unbedingter Ob—
ektivität. Gauvorsitzender Fries sprach wohltuende, be—
zeisterte und begeisternde Schlußworte, die nach einem
hinweis auf das deutsche Vaterland ihren Niederfchlag in
em begeistert gesungenen Saar-Sängerspruch von Schrimpf
anden. Zu erwähnen bleibt noch, daß Gauvorsitzender
vriebler an 2 Sänger Ehrennadeln verteilen konnte: an
Kiefer vom Liederkranz Merzig für 25, an Brausch von
der Eintracht Merzig für 40 Sängerjahre. Gr.
Gauvorsitzender Griebler gedachte auf dem Gautag des
Baues Merzig in Rech mit warmen Worten der Opfer
des Neunkirchener Unglückes. Dr. Stilz, Saarbrücken, sprach
über Vorstoß in neuere Chorliteratur“. Die äußerst fes
selnden Ausführungen fanden starken Beifall der Saͤnger.
Die lebhhafte Aussprache bewies, welches Interesse gerade
diese Ausführungen erweckt. Aus den Gauen Bechngen,
Merzig und Mettlach beteiligen sich am Wertungssingen ins
gzefamt acht Vereine. Wertungsrichter ist Musikdirekor Beck,
Homburg. Einstimmig wurde der Brauerei-Gefangverein in
den Gau aufgenommen. Gauleiter Griebler erftättete den

Ij . A⸗ — 3— — Daœnssicric
eAlcd-Pachtller“... Ixl beer
Saarbrücken 5. Vilhelmstr. 6. Tel. 28771
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.