Full text : 11.1933-1934 (0011)

Nr. 12 ur
V0om

mtihhh Saar⸗Sänger-Bund li ul Seite 299
— —
üchertissch.

Zeitschrift für Musik, Monatsschrift für eine geistige Er—
neuerung der deutschen Musik, 1834 gegründet von Robert
Schumann, Herausgeber Gustav Bosse, Verlag Gustav Bosse,
Regensburg; Preis vierteljährlich 3,60 M., Einzelheft
1,33 M. Wenn wir diese Nummer unserer Bundeszeit⸗
schrift dem „Deutschen Menschen“ widmen, dann darf der
empfehlende Hinweis auf die Z. f. M. nicht fehlen, die stets,
namentlich aber betont in den glücklich überwundenen
Jahren des Musikbolschewismus und des Musikinternatio—
alismus scharfe Klinge geführt hat für große deutsche
Kunst. Die Z. f. M. und wir alle, die wir seit Jahrzehnten
in ihrer Gefolgschaft stehen, haben bei dem gewaltigen Um—
und Aufbruch des deutschen Volkes unter Adolf Hitler nicht
umlernen brauchen. Und die 3.f, M. solgt deshalb auch
heute nur ihrer ruhmvollen Tradition, wenn sie die Besten
aus der Welt der Musik zu den Besten unseres Volkes,
zu den Wohlgesinnten, Aufbaubereiten sprechen läßt. Und
hegreiflich ist deshalb unser Wunsch, daß ihre Gemeinde
ständig wachsen möge, daß ihr Wort immer mehr Echo
ftinden möge bei unsern Chorleitern und Sängerführern,
überhaupt bei der gesamten bewußt vaterländischen gebil—
deten Sängerschaft. Wenn die heutige Sondernummer der
3. f. M. neue Freunde gewinnen würde, so hätte sie einen
hedeutsannen Dienst am „deutschen Menschen“ getan. Die
uns vorliegende Februarnummer ist eine rechte Faschings—
nummer. die ersten Autoren führen uns über „Kraut und
Rüben“, Karrikaturen, abenteuerliche Phantasien, Fast—
nachtsstreisen, Fastnachtsgebäck, musikalische Unfallchronik
durch den „Wellenraum“ zum — Ascherinittwoch. Sehr
ernsthafte Berichte aus der musikalischen Welt, von Musik
und Musikern, von Konzert, Oper, Funk und Radio zeigen
uns, daß nicht ewig Fastnacht sein kann.
Die Westmark, Monatsschrift für deutsche Kultur, her—
ausgegeben vom Volksbildungsverband Pfalz-Saar, Kampf—
zund für deutsche Kultur in der Westmark, Hauptschrift—
leiter Kurt Kölsch, N.S. B. Verlag, Neustadt a. d. Hardt,
Heft 1M. Die neue Zeitschrift gehört zu den erfreulichsten
Erscheinungen der jüngsten Zeit. Wir nennen aus dem
uns vorliegenden Heft: Karl Mages, Das Jahr der Be—
treiung, Dr. Karl Müller, Die Kulturlandschaft des Saar—
gebiets, Hermann Diehl, Geopolitik der Saarfrage, Dr.
Edgar Daeque, Geburt der Kohle, Dr. Gustav Böhm, Der
Wirtschaftsraum der Westmark, Dr. von Leers, Raum als
Schicksal, Die Wacht im Westen, Gedichte, Bilder. Zahl—
reiche wertvolle Berichte aus dem Kulturleben der Heimat
bervollständigen die reichhaltige Nummer der trefflich aus—
gestatteten Monatsschrift. Wir verfehlen nicht darauf hin—
zuweisen, daß nicht nur durchaus sachkundige Autoren über
kulturelle, politische und wirtschaftliche Belange der West—
mark, Pfalz und Saargebiet schreiben, sondern daß hier
auch unsere heimischen Dichter gebührend zu Worte kommen,
so K. W. Straub, Theo Jörg und Rupert Rupp. Als
beriodische Beilage ist angeschlossen „Völkische Wissenschaft“
mit einer Einführung von Dr. Hermann Emrich, Volk und
GBeist von Josef Bürckel, Die Wissenschaft in der Zeit—
vende von Kurt Kölsch, Die Wissenschaft im Gesamtgefüge
der Kultur, Die Neuordnung der Pfälzischen Gesellschaft
zur Förderung der Wissenschaften und die Aufgabe der
Philofophie im neuen Reich von Dr. Eugen Herrigel. Wir
hünschen der ausgezeichneten Zeitschrift Eingang in alle
däuser in Pfalz und Saargebiet. Der N.S.8. Verlag,
Keuftadt, bringt weiterhin eine wertvolle Anthologie von
Dichtungen heimischer Dichter heraus unter, dem Titel:
Stimme der Westmaärk, eine Auslese pfälzisch-saarländischer
Dichtung, herausgegeben von Kurt Kölsch und Rupert
Rupp. Mit meist heimatlichen Motiven sind vertreten aus
der Pfalz: Ludwig Dillmann, Paul Ginthum, Willi
Butting, Kurt Kölsch, Eduard Koelwel, Otto Wenz, von
der Saar: Teut Ansolt, Karl Arend, Will Keiling, Adolf
irchner, Arthur Liceti, Rupert Rupp. Kaum je über—
tiegen im Ausdruck, mit erfreulicher Klarheit der An—
shauung, vielfach von großer Wärme des Ausdrucks und
tarker Innigkeit geben sie meist Eindrücke der heimat—
lichen Landschaft und vom Schaffen ihrer fleißigen Be—
»ölkerung. Hier wird der deutschen Dichtung ein wertvoller
Beitrag aus seiner bedrängten Westmark dargereicht. Möchte
os Buüch hioer und im Peich seine Leser finden, damit nicht

in uns der Fluch eines russischen Dichters Wahrheit werde:
„Es lebt ein ewiger, gerechter Richter, der wird, wenn wir
zie Missetat nicht rächen, auf unser Flehen in seinem Zorne
prechen: Ihr, wußtet nicht zu ehren eure Dichter, zum
weiten Mal send' ich euch keine wieder!“
Die Zeitschrift für Kommunglwirtschaft, Deutscher Kom—
nunalverlag, Berlin-Friedenau, Blantenbergstr. 7, widmet
hre Dezembernummer dem Saargebiet. Berufene Federn
tellten sich in den Dienst, der deutschen Oeffentlichkeit ein
ßild unserer Heinat zu geben: Entstehung, gegenwärtige
Lerfassung und Verwaltung des Saargebiets von Dr.
Dierkes, Gegenwartsprobleme der saarländischen Kommune
on Dr. Laß, Das Steuerrecht von Dr. Diertes, Arbeiter—
chaft und Arbeitsmarkt von Peter Kiefer, M. d. L., Für—
orgerecht und Fürsorgewesen von Dr. Dr. Dr. Kuhring,
das Verkehrsproblem von Dr. Cartellieri, Elektropolirtik
ind Gasfernversorgung von Dr. Neickes, Probleme der
ßZaswirtschaft von Dr. Ludwig Kreutz, Wasserversorgung
»on Direktor Bohmann, Sparkassenwesen von Dr. Rech,
Nilchwirtschaft von Direktor Fritz Ullrich, Saar-Landwirt—
chaft von Wilheln Strauß, Siedlung und Siedlungsarbeit
»on Bertha Gräfin von Sierstorpff, Kulturpolitik von Dr.
lugust Hellbrück, Künstlerische Beziehungen in der Bau—
unst an der Saar und Blies von Dr. Walter Zimmermann,
Zaarbrücken von Dr. Neickes, Neunkirchen von Dr. Latz,
zt. Ingbert in Vergangenheit und Gegenwart von Dr.
zchier. Die sehr reichhaltige, interessante Sondernummer
»wähnt übrigens auch unsere Arbeit: „Den Männergesang
zetreut der S. . B. In immer neuen Schulungskursen für
xhorleiter sucht seine Leitung die Leistung der einzelnen
Vereine zu heben. Organisatorisch bemerkenswert ist der
Imstand, daß die dem Saargebiet benachbarten Bezirke
des südlichen Rheinlandes zusammen mit dem S. S. B. zum
Zängerbund Nahe-Mosel-Saar zufsammengeschlossen sind.“
Die Spätwerke J. S. Bachs von Erhard Krieger, Ver—
ag F. W. Gadow & Sohn, G.m.b. H., Hildburghausen,
ßreis 2 M. Aus jahrzehntelanger Vertiefung in Leben
ind Lebenswerk von Altmeister Bach erwuchs dieses äußer—
ich schmale, aber überaus inhaltreiche Heft, eine Zu—
ammenfassung von Aufsätzen, die in der Zeitschrift für
vangel. Kirchenmusik erschienen sind. Sie sind gewidmet
den Goldberg-Variationen, dem III. Teil der Klavierübung
bestehend in verschiedenen Vorspielen über die Katechismus—
ind andere Gesänge, vor die Orgel: denen Liebhabern, und
esonders denen Kennern von dergleichen Arbeit zur Ge—
nuͤths Ergezung verfertiget von Johann Sebastian Bach“,
zinige kanonische Veränderungen über das Weihnaächtslied:
„Vom Himmel hoch, da komm ich her“, Das musikalische
Ipfer, Die Kunst der Fuge. „Wer im Werk Bachs sich zu—
echtfindet, empfängt den Hauch der Ewigkeit. Ist das
richt viel für uns Menschen?“ Möchten dieser Berufung
es Bachbegeisterten Autors recht viele folgen, namentlich
insere Organisten und Kirchenmusiker!
Unser scheen frehlich Saar, Gedichte in Saarbrücker
Mundart, Verlag Gebr. Hofer A.“G. Saarbrücken. Autoren
tus dem ganzen Sgarland haben ihr Bestes beigesteuert:
x7. Reinhaͤrd, F. Schön, C. Schumann, L. Bruch, K.
„chwingel, N. v W. N. Fox, E. Thrasolt und F. Diesinger,
um größten Teil bereits aus Zeitung und Buch bestens
ekanute Namen! All die hier in reicher Fülle dargebo—
enen Gaben einer freundlichen Muse — Scherz und Ernst
— find nur denkbar aus tiefster Verwurzelung mit der
zeimat, ihrem Boden, ihrer Landschaft, ihren Menschen
ind ihrem Leben und Wirken. Der Humor feiert natürlich
naerster Linie seine Triumphe, er beschäftigt sich recht
müfant gelegentlich mit im öffentlichen Leben stehenden
ßersönlichkeiten. Das hübsch ausgestattete Werk hat es ver—
Fsient, zu einem Hausbuch aller Saarländer zu werden.
z58 wird beftimmt seinen Wert behalten. Nachdrücklichst
nöchten wir aber noch darauf hinweisen, daß sich viele
ieser köstlichen Perlen heimischer Dichtkunst zum Vortrag
iuf Familiengbenden und Vereinsveranstaltungen eignen.
Zzie werden ftets und überall ein dankbares Publikum
unden!
Sprachenpflege. Le Traducteur, eine Zeitschrift in
deüisch und Franzzsisch. beide Sprochen rein und richtig
            
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