Seite 288 p uh Saar⸗Saäuger⸗Bund IsPh
die Kreiseinteilung, die Kreisgrenzen und die Bezirke be—
Rreis Hochwald. prochen, worauf der Punkt 5: Kreischormeister und Musik—
ausschuß behandelt wurde. Kreischormeister Frisch behan—
delte in längeren Ausführungen zunächst das Jahr 1933.
Er bedauerte sehr, daß infolge der vielen Arbeit der Besuch
aller Vereine im Kreis nicht möglich war. Er sprach die
Bitte aus, daß der Musikausschuß ihn im neuen Jahre
anterstützen soll, was letzterer auch zusagte. Den beiden
Musikausschußmitgliedern Hiebel, Soetern, und Schneider,
Otzenhausen, wurde der Bezirk 1 zugedacht. Die Chor—
probenbesuche werden bis zur Kreistagung in Thalfang
alle durchgeführt. Die Vereine werden durch Postkarte
aufgesordert, die Chorproben an der für den besuchenden
Chormeister gelegenen Zeit abzuhalten und für vollzähliges
Erscheinen der Sänger Sorge zu tragen. Hierbei wurde
ruch bekanntgegeben, daß der Besuch der Gesangstunden
Pflicht ist und daß dieser Besuch den Angehörigen der
SA., SS. usw. als Dienst angerechnet wird, d. h. wenn
ꝛine Chorprobe mit einem SA.Dienst zusammenfällt, die
Anwesenheit im Gesangverein als Dienst gilt. Tiese An—
»rdnung ist vom obersten Führer der SA SS. usw. im
Einvernehmen mit der Reichskulturkammer getrofsfen wor—
den und gilt als unbedingt vollwertig. Wenn dieser Ent—
scheidung entgegen noch Leiter von diesen Organisationen
handeln, so wirken sie gegen den Willen des Führers und
intergraben das Werk unseres Volkskanzlers. Geistige
Bildung und Pflege des Gesangs ist ebenso wertvoll für
die Aufsbauarbeit, wie Sport und Körpertraining. Ferner
vurde bekanntgegeben, daß seitens des Bundes das Singen
das Kanons wieder in den Vordergrund gestellt werden soll,
d. h. nicht, daß hierdurch der vier- oder vielstimmige Ge—
ang ausgemerzt werden soll. An Hand eines gemeiuschaft—
ichen Liedes als Kanon vorgetragen, schildert der Koeis—
hormeister, daß durch die Verschiebung des Textes der
»inzeln einsetzenden Singgruppen die Mehrstimmigkeit trotz
einem einstimmigen Siüngen auf natürlicher Grundlage
utage tritt. Der fsolgende Punkt Ppeaee den Zu
ammenschluß der beiden in Hermeskeil bestehenden Ver—
ine. die angesichts der Verhältnisse bis zum Schluß der
Tagung nicht geregelt werden konnte. Gegen 8 Uhr abends
vurde die sehr inhaltsreiche Tagung geschlossen, woraus
der Kreisvorstand geschlossen die Chorprobe der Sänger—
vereinigung besuchté. W.
M.G.V. Thalfaug 1845 beklagt den Tod seines Ehren—
mitgliedes Friedrich Thomas, der im Alter von 82 Jahren
derschied. Der verewigte Sangesbruder war 609 Jahre lang
Mitglied des Vereins und hat an seiner Aufswärtsent
wicklung bis zuletzt den lebhaftesten Anteil genommen.
Diese vorbildliche Treue wird den heimgegangenen Sanges—
bruder unter uns allen unvergefssen machen.
Kreis Merzig.
eewhhh Rer. 18
In Hermeskeil fand die Kreisvorstandssitzung des Hoch—
waldtreises statt, zu der alle, bis auf den Vertreter des
Bezirkes 3 (Thalsang), erschienen waren. Außerdem war
M.G.V. Quariett Hermeskeil zur Verschönerung der Tagung
mit einer Zahl Sänger erschienen. Ebenso war der Fran—
ziskuschor Hermeskeil und die Sängervereinigung Hermes—
keil durch Deiegierte vertreten. Nachdem der Bezirksleiter
Lenninger die Tagung eröffnet hatte, trugen die an—
wesenden Sänger des M.G.V. Quartett Hermeskeil und
die Kreisvorstandsmitglieder gleichzeitig als Vorprobe für
das deutsche Sängerbundessest die beiden „Knab'“schen
Bundeschöre „Deutscher Morgen“ und „Weckruf“ vor, ein
guter Beweis dasür, daß die intensive Arbeit für die Vor—
bereitung zum diesjährigen Bundessest, welches der ganzen
Welt die Angehörigkeit des Saargebietes zum deutschen
Vaterland dokumentieren soll, im Kreis Hochwald ein—
gesetzt hat. Sodann erfolgte die Begrüßung der anwesenden
Verkreter und der Vorstandsmitgneder durch den Kreis—
führer Mathieu. In längeren Ausführungen berichtete er
über die Pflichten der deutschen Sänger beim Aufbau
unseres Vaterlandes. Rückblickend auf die letzten Jahre
der Erhebung zeigte er an Hand guter Beispiele, wie not—
wendig die wirksame Mitarbeit aller Sänger für den
unter der Führung Adolf Hitlers in Angriff genommenen
Aufbau des deutschen Vaterlandes ist und wies daraus
hin, das jeder Sänger auch außerhalb des Gesangvereins
seine Pflicht für das Gelingen des großen Werkes mit
Freude und der Hoffnung auf das Erstehen eines neuen
Deutschlands tun muß. Er gab weiterhin einen Aus—
blick auf das vor uns liegende Jahr und berichtete über
die zu haltenden Veranstaltungen, bei den die diesjährige
Kreistagung, der Bundestag in Trier und das Bundessest
in Saarbrucken in den Vordergrund traten, worauf er das
Wort an den Kreisgeschäftsführer Willems zum Tütig—
keitsbericht abtrat. Dieser gab bekannt, daß im Jahre
1933 im Kreis Hochwald 33 Vereine dem Bunde ange—
hörten und 9 Vereine dem Bunde fernstanden. Unter den
33 Vereinen befindet sich ein Kirchenchor und ein Ge—
mischter Chor. Weiter erstattete er Bericht über die übrige
Tätigkeit der Kreisgeschäftsstelle und übergab das Wort zur
Rechnungsablage an den Kreisschatzmeister Lenninger, der
zur Zufriedenheit der anwesenden Vertreter die kassen—
lbechnischen Geschäste der Kreisgeschäftsstelle bekannt gab.
Der nächste Punkt der Tagesordnung bildete der dies—
jährige Kreistag. Da der Bundestag in Trier bereits im
Monat April stattsfinden soll, muß der Kreistag bereits
in den März gelegt werden, was in Anbetracht der zahl—
reichen Veranstaltungen Schwierigkeiten bereitete, bis man
nach längeren Aussprachen beschloß, den 11. März dieses
Jahres festzuhalten, vorausgesetzt, daß die durch den Bund
angesetzten Massenchorproben an diesem Tage nicht statt—
finden. Wenn diese jedoch stattfinden, wird die Kreis—
tagung auf den 18. März zurückverlegt. Als Tagungsort
wuürde Thalsang bestimmt, Die Tagung beginnt um 128
Uhr, so daß für alle Vereine Faährgelegenheit besteht.
Der Tagung geht eine einstündige Vorbesprechung des Kreis—
vorstandes voraus. An der Tagung muß jeder Verein
zwei aktive Sänger als Delegierte entsenden, die in der
Lage sind, die 3. Bundeschöre zu singen. Als weitere
Massenchöre für diese Tagung sind „Das deutsche Volks—
gebet“ (Janoske) und „Volk ans Gewehr“ (einstimmig)
vorgesehen. Ferner werden die in Heft Nr. 11 (Februat
1939 enthaltenen Kanons Nr. 8 „Laßt Gesänge er—
schallen“ und Nr. 6 „Himmel und Erde“ durch die De—
— 0—
her verpflichtet, diese Chöre, Kanons und Volkslieder bis
zu diesem Zeitpunkt so einzuüben, daß die Gewähr auf
guten Vortrag unbedingt gegeben ist. Ferner sind die
übrigen 6 Kanons bereits soweit vorzubereiten, daß mil
den Delegierten über die einzelnen Auffassungen ver—
handelt werden kann. Zweifelsfragen über dies oder jenes
sind den Delegierten zu dieser Tagung mit auf den Weg
zu geben. Diese Anordnungen bedingen schon aus dem
Grunde der Werbung die intensive Inangriffnahme dieser
Arbeiten und Entsendung unbedingt einwandfreien Ma—
terials. Schon diese Aufforderungen lassen den Ehrgei;
erwachen, daß die Sänger, die als Delegierte entsand!
werden sollen, alles daran setzen, den Aufgaben als Dele—
gierten vossl und ganz gerecht zu werhden Sodann wurd—
Gauleiter Engel berief den Vorstand des Gaues Saartal
Mettlach nach Keuchingen. Nach einleitenden Worten des
Hauleiters über das Bundesfest im September, an welchem
alle Vereine teilnehmen sollen, erstattete Schriftführer Bohr
den Geschäfts- und Gauschatzmeister Meyer den Kassen—
zericht, welche ohne Einwendungen entgegengenommen wur—
den. Wie alljährlich wurde denjenigen Chorleitern, welche
am Dirigententag in Saarbrücken teilgenommen, Fahrt—
unterstützung zuteil. Es wurde beschlossen, Urkunden über
das Wertungssingen den Vereinen zuzustellen und die—
elben wie früher beim Bund zu bestellen. Der 2. Gau—
eiter Konter gedachte der schönen Zusammenarbeit der
Vereine im Gau, in den 10 Jahren welche die Vereine
dem Gau Saartal Mettlach und dem Saar-Sänger-Bund
angehört, und er fand herzliche Worte des Dankes für
den Leiter desselben. Gauleiter Engel übertrug diesen
Dank auf Gauvorstand, Chorleiter und alle geschäftsführen—
den Vorstandsmitglieder, bei welchen er sfür die edle Sänger—
ache immer volles Verständnis gefunden habe. Am Schluß
gedachte er des neugegründeten Kreis Merzig“, in welchen
der Gau Saartal Mettlach seine Auflösung findet. Er bittet
alle Gauvorstandsmitglieder und Vereine, demselben und
seinem Kreisführer, Schulleiter Griebler, ihr vollstes Ver—
rauen entgegen zu bringen und dadurch dem Nahe-Mosel—
Saargau, dem Deutschen Sängerbund und unserer geliebten
Saarheimat in Treue weiter zu dienen.
Der erste Kreistag des Kreises Merzig, zu dem sämtliche
NRereine ihre Vertreter enfsandt hottent irrde it dem—