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kleber Zoo Vereine mit über 30000 Mitgliedern. Herausgegeben im Auftrage des Bundes
von Stadischuirat Dr. h.e. Haus Bongard und Rektor Walther Stein. Saarbrüchen.
Druch und Verlag der Buch- und Kunstorucherei SGebr. Hofer A. S. Saarbrücken
BSölklingen und Leinzig. Bezugspreis Fr. 5.2 viertelzährlich. Einzelnummer Er. 2.-r⸗
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Ur. 12
Mmarz 1034
Der deutsche Mensch.
Die Größe unserer Zeit besteht darin, daß wir uns
einmal wieder auf den deutschen Menschen
besinnen. Dieser Selbstbesinnung sind die anderen
großen Völker des Kontinents durch die Gunst ihrer
geographischen Lage und die sich daraus nach geo—
politischen Gesetzen ergebende Geschlossen—
heit ihrer geschichtlichen Führung enthoben.
Deutschland aber — im Herzen Europas
gelegen, in zahlreiche Stämme mit vielfach
eigenem politischen Willen aufgeteilt, mit
seinen weiten, mehr oder weniger offenen
Grenzen in jedem Jahrhundert seiner Ge—
schichte im Norden, Osten oder
Westen durch beutegierige Ein—
fälle bedroht und erschüttert,
den Riß der großen Glaubens—
spaltung in seinem innersten
Mark erleidend, Jahrzehnte
hindurch der Tummelplatz sen—
gender und brennender Kriegs—
horden aus allen europpäischen
Ländern, durch selbstfüchtige
Dynastenpolitik immer wieder
um die von den Besten des
Volkes ersehnte und erkämpfte
Einheit betrogen, in tausend
Schlachten seiner wechselreichen
Geschichte gegen eine Welt von
Feinden siegreich und dann
wieder vom Traum eines
ewigen Friedens wie von
einem Rausch in einer sich
geradezu selbst aufgebenden
Passivität des Fühlens und
Handelns befangen, nur zu selbstgenügsam in, sich en⸗
gesponnen als Volk der Dichter und Denker, inwendig
voller Figur, stets überströmt von der Fülle der Ge—
sichte, aus der Kraft begnadeter Phantasie in Wort,
Ton und Farbe schöpferisch gestaltend, durch seine stets
mit besonderer Fürsorge gepflegten Bildungsstätten auf
Hellas und Rom irrtümlich als die eigentlichen geistigen
Kraftfelder der Menschheit verwiesen, — dieses Deutsch—
land ist im Lauf der Jahrtausende immer mehr ab⸗
gedrängt worden vom Wissen um sein
eigenes Sein und Werden, abgedrängt
von den lebendigen Quellenseiner großen
Volftheit.
Horn von Wismar
Mecklenburg um 1400 v. CEhr.
Aus: Der. Wolfgang Schultz
Altgermanische Kultur in Wort u. Bild
Die deutsche Sängerschaft als eine der be—
deutsamsten Volksbildungsmächte würde das Kulturamt,
in das sie das Schicksal gestellt hat, nicht aus volks—
deutschem Geist begreifen und erfüllen, wenn sie diesen
Anruf zur Selbstbesinnung überhören und nicht viel—
mehr beherzigen und an das
singende Volk weitergeben
wollte. Dieses Zurück—
besinnen auf große,
wahrhaft heldische
deutsche Vergangen—
heit ist kein spielerisches
Umleiten der Wissenschaft
in andere Kanäle, keine
unfruchtbare Ueberlegung
des denkenden Geistes, son—
dern eine lebendige in die
Zeit gestellte Tat. Hier
harrt ein eminent bedeut—
sames Problem der Eugenik
seiner Lösung und Auswir—
kung: die Aufwertung
unseres Volkes aus
dem Reichtum seiner
Erbmasse.
Es wird uns tatsächlich
überkommen wie eine Ent—
deckung, wenn uns Dr.
Wolfgang Schultz in seinem
Werke Altgermanische Kul⸗
tur in Wort und Bild,
drei Jahrtausende germani—
schen Kulturgestaltens, mit
160 Bildern auf 80 Tafeln
und einer Karte, J. F. Lehmanns Verlag, München,
Preis 6,— Mark, gebunden 7,50 Mark, den
Spiegel dreitausendjähriger Vergangenheit vorhält.
hier hat ein Kundiger in überaus fesselnder
und durchaus volkstümlicher Gestaltung einmal ver—
ucht, die gesicheren Ergebnisse der germa—
nischen Altertumsforschung, wie sie aus der
Zprache, aus Felsritzungen, Aufzeichnungen, Boden⸗
funden und Vergleichen mit anderen Völkern ge—
vonnen wurden, uns zusammengefaßt vor Augen zu
führen und in Bild und Wort anschaulich zu machen,
eine versunkene Welt aus über dreitausendjähriger Ver⸗
chlittung wieder zu Lehen und Wirklichkeit zu erwecken