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statt in die Breite zu bauen. Daher die 13 noch heute Brobeheft umsonst durch den Verlag des „Traduecteur“ in
erhaltenen Turmhäuser. Wo man auch in dem Wenen Vande La Chaux-de-Fonds (Schweizy).
blättert, überall stößt man auf interessante dinge. Dabei Rudol erzog, Die Tänzerin und ihre Schwe—
erfährt man, daß der Ausdruck Sansculotten für die Sol stern. — aus aeene In aiee
daten der französischen Revolution, der als „Ohnehosen“ hand mit farbigem Sqhutzumschlag KHn. NRodon Halb⸗
auch in, das deutsche Volkslied übergegangen ist, sich eder RMe. 7 werlag der J. G. Cotta'schen Buchhand—
darauf bezieht, daß diese Regimenter lange Hosen, und ding Rächfolger, Stuttgart und Bertin Rudolf Herzog,
nicht mehr Kniehosen wie im alten Regime getragen haben. der Dichter der Wielotlens der Stoltenkampsnß
Bekannte Staatsmänner wie Franklin Roosevelt werden Fieler anderer, in“ HDundertiaufenden bon Studen verbret
mit ihren Maßnahmen noch bis um die Mitte 1933 be⸗ eter Romane, hat Lin neues Wert vollendet Wieder ist
handelt. Auch der Flucht, Scheidemanns wird noch Er- 8ein Roman,“ der durch die Eigenart seiner Problem
wähnung getan und mit Recht wird sein Ausspruch von felluug, durch die Fülle der Figuren, die Fardigkeit feines
der verdorrten Hand und seine Parole: „Der Feind steht andschaäftlichen Hintergrundes und bor allem durch“ den
rechts!“ zeitlich ganz genau festgelegt. So weiß der Brock- ühnen Schwung seiner dichterischen Form wieder für
haus auf alle Fragen Bescheid, und es ist deshalb bhegreis- Zunderttausende Genuß und Anregung vbringen wird. Aus
lich, wenn jeder, der den 16. Band ins Regal stellt, die dem Kampfe zweier Geschlechterfolgen und damit aus dem
Frage auf den Lippen hat: Wann kommt der Siebzehnte? Kampfe zweier Weltanschauungen schöpft Rudolf Herzog
Dr. F. Grautoff. diesmal seinen Stoff, und es geht um Grundfragen der
ae diebe, die im tiefsten Wesen der Menschheit verwurzelt sind
Sprachenpflege. Le Tradueteur, franzöfisch-deute And gegen deren klare leuchtende Flamme der Sturm ener
sches, illustriertes Sprachlehr⸗ und Unterhaltungsblatt. — von Levolutionären Ideen“ erfüllten ßeit angeht. Süd
Verlag in La. Chaur-de-Fonds (Schweiz). Diese Monats- deutsche, an Tradition gebundene Menschen stehen im Miltel—
schrift fördert in abwechslungsvoller, anregender Zusammen- zunkt des Romans, führend unter ihnen ein junges Mädchen,
stellung das Erlernen der französischen Sprache und ist dessen reines Frauentum vor allem feindlichen Einfluß
ein vorzügliches Mittel, sich die gebräuchlichsten Wörter hefteht und dessen kluge Hand geschickt alle, die ins Wanken
anzueignen oder schon vorhandene Kenntnifse aufzufrischen kommen wollen, wieder aufzurichten und vor dem Unter—
und zu erweitern. Durch Gegenübhberstellung beider Sprachen zang zu bewahren weiß. Der Herzschlag eines echten
ist das lästige Aufsuchen in Nachschlagewerken überflüssig, dichters, dem deutsches Wesen und Reinheit Ziel gläubigster
denn der „Traducteur“ gibt zu jedem französischen Aus- Jeberzeugung sind, klingt heiß und hinreißend dus diefem
druck die deutsche Uebersetzung oder erklärende Fußnoten. Werke, das ebenbürtig neben den besten Schöpfungen
Der Lesestoff ist vielseitig und mit Bildern geschmückt. Herzogs steht.
Lustigemusikalische Ecke.
Musikverständig. A.: „Großartig, wie Ihre Tochter diese
Beethovensche Sonate spielt!“ — Berꝛ,„Ja, und dabei spielt
sie nur die billige Ausgabe zu 50 Pfennig! Das Blitzmädel
weiß aus dem Geringsten etwas zu machen!“
Die Wahrheit. „Sag Willi, findest du nicht, daß ich
wirklich mit Gefühl singe?“ — „Nee, Heinrich, wenn du
Gefühl hättest, würdest du überhaupt nicht singen.“
Auch ein Standpunkt. „Nun Fräulein Meta, singen Sie
nicht mehr für die Gefangenen?“ — „Nein, sie haben sich
beschwert, das wäre im Strafgesetzbuch nicht vorgesehen.“
Auch wahr. Professor (bei der Gesangslehrerprüfung
auf den Kehlkopf des Prüflings zeigend): „Wohin komme
ich, wenn ich da hineinsteche?“ Prüfling: „Ins Zuchthaus,
Herr Professor!“
Kindermund. „Elschen, du sollst doch nicht mit schmutzigen
Händen am Klavier üben!“ — „Aber Mutti, ich habe ja
nur auf den schwarzen Tasten gespielt!“
Treffend. In einer Abendgesellschaft wurde Reger von
einer mittelmäßigen Sängerin so lange bestürmt, sie auf
dem Flügel zu begleiten, bis er sich endlich hinsetzte und
einige Akkorde anschlug, die die Sängerin zu der etwas
ärgerlichen Bemerkung veranlaßte: „Aber der Flügel ist
ja verstimmt!“ Trocken erwiderte Reger: „Vielleicht merkte
er die Absicht!“
Gut gehört. Erster Straßenmusikant: „Glaubst du, daß
man uns hier hören kann?“ — Zweiter: „Ja, oben hat
schon jemand das Fenster zugeschlagen.
Die Selbsthilfe. Frau A.: „Denken Sie, während der
Sommerreise ist uns das Klavier gestohlen worden!“ Frau
B.: „Hat Ihr Mann es der Polizei gemeldet?“ Frau A.:
„Nein, ich glaube beinahe, er steckt selbst dahinter.“
Caruso⸗Ersatz. Ein junger Sänger läßt seine Stimme
von einem bekannten Operntenor prüfen und erwartet sein
Urteil. „Sie wären ein guter Stellvertreter von Caruso
gewesen“, sagt der Tenor, „Meinen Sie wirklich?“ „Ge⸗—
wiß, Sie hätten für ihn sterben können.“
Rache. Gattin: „Ich finde es von Müllers unerhört,
daß sie ihren Hund den ganzen Tag heulen lassen!“ Gaätte:
„Weist du, Else, wir werden uns revanchieren: sing doch
mal ein bißchen!“
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Bäterlicher Rat. „Melita“, sagte der Bankier zu seiner
Tochter, „singe heute abend um Gotteswillen nicht, sonst
I dein Bräutigam wieder eine Erhöhung der
Mitgift.“
Wie man's nimmt. A.: „Hörten Sie schon den Choral
oon Leuthen?“ — Wieso? Bei uns werden alle Choräle
von Leuten gesungen.“
Schmerzlich: Sie: „Sonderbar, wenn ich Klavier spiele
werde a immer melancholisch!“ Er: „Ich auch, Liebste,
ich auch!“
Zerstreut. Vor der Aufführung der „Schöpfung“ fragt
bei der Generalprobe zu Mahlers'8. Symphonie ein Chor—
sänger: „Was wollen wir anziehen zur Aufführung, Herr
Generalmusikdirektor!“ „Die Herren im Frack und die Damen
wie bei der „Schöpfung“.
Der Spottvogel. Zwei Komponisten besichtigen in Wien
das Schuberthaus. „Glaubst du“, fragt der eine, „daß
venn ich einmal tot bin, man auch ein Schild an meinem
Haus anbringen wird?“ — „O ganz sicher.“ — Und was,
zlaubst du, wird man wohl darauf schreiben?“ „Wohnung
zu vermieten!“
Abwarten. A.: „Gedenkt Ihr Herr Gemahl nicht etwas
gegen seine Taubheit zu tun?“ Frau B.: „Einstweilen nicht!
Er hat sich entschlossen zu warten, bis die Kinder keine
Musikstunden mehr haben werden“
Gut gesagt. Ein Kritiker, auf den Hans von Bülow nicht
zut zu sprechen war, kehrte von einem Kuraufenthalt in
Karlsbad gesund nach Berlin zurück. Bülow bemerkte dazu:
— WB fuhr er fort, aber leider lebend kehrte er
zurück.“
„Saardeutsches Streichquartett“
empfiehlt sich zu Veranstaltungen aller Art.
Anfragen an Konzertmeister
V. Kirchner, Saarbrücken
Guctav-Bruchstrasse 7 Telefon Nr 26850
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