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Der Saarbrücker Lehrergesangverein konzertierte auf
Finladung des Verkehrsvereins Dudweiler zusammen mist
dem angegliederten Kammerchor erfolgreich im evangel.
Bemeindehaus Dudweiler. Das reichhaltige Programm
dessen Bewältigung schon allein physisch eine außerordent—
liche Leistung bedeutete, bot in 25 Chören, von denen 11
»om Kammerchor gesungen wurden, Verlen klassischer,
neuerer und zeitgenössischer Literatur. Werke von Bennet
Brell, Zelter, Schumann, Brahms, Kaun, Philipp, Pesta—
lozzi, Knab u. a. erstanden unter Otto Schrimpfs souveräner
Leitung in vorbildlicher Auffassung und mustergültiger
Durchführung. Ein aufmerksames, gut besetztes Haus dankte
den Ausführenden und ihrem Leiter mit stürmischem
Beifall. R. C.
Der Saarbrücker Lehrer-Resangverein singt am 2. Februar
im Rahmen des Winter-Hilfswerkes im Städt. Saalbau
ꝛin Wohltätigkeitskonzert. Neben einer Reihe einfacher
Volkslieder, z. T. in neuer Bearbeitung, bringt es ein—
eitend zwei Chöre aus dem „Eichendorffzyklus“ des in
etzter Zeit immer häufiger genannten Franz Philipyp:
„Ein anderer König“ und „Benediktus“. Zelter, der Alt—
Jen des Männergesangs, ist mit 2 Proben vertreten:
„Urfinsternis“ mit ihrem köstlichen musikalischen Humor,
„Versus memorialis“ nach einer Goethe'schen Scherzdich—
ung. Besondere Beachtung verdienen die Namen: Armin
sRnab mit seinen trutzigen Bauernliedern, Richard Trunk
nit seinen mitreißenden vaterländischen Gesängen. von
denen „O Land“ aus der „Feier der Neuen Front“ ge—
zeben wird, deren Uraufführung kürzlich vom Berliner
Lehrergesangverein gesungen wurde. Otto Jochum kommt
nit seinem „Deutschen Lied“ zum Klingen. Am 13. März
ingt der Chor ein eigenes Konzert. Es bringt durchweg
reue Meister der Chormusik. Othegraven mit seinem köst—
ichen Abendlied“ (Chor und Orchester). Alle anderen Chöre
rugen rein vaterländischen Charakter, Trunk: „O Land“
Hitler“ nach Dichtungen von Baldur von Schirach,
Hermann Meyer: „Erntelied“, Gulbins mit seinem wir—
kungsvollen Chor „An das Vaterland“. Im 2. Teil singt
der Chor ein Werk seines Chormeisters Otto Schrimpf als
Uraufführung: Edda-Lieder (aus der Weisheit der Wala)
Worte von Karl Schneider, ein Werk für Einzelsprecher,
Sprechchor, Männerchor, Orchester und Orgel. Im Rahmen
der Städt. Symphoniekonzerte singt der Chor im März
„Beethovens IX. Symphonie“. ferner Anton Bruckner mil
seinem mächtigen „150. Psalm“
Nur durch stärkste Zusammenfassung aller Kräfte war
es Musikdirektor Deichelmann möglich geworden, dem Ge—
dächtnis Richard Wagners durch den M.G. V. Oberstein
eine so festliche Stunde zu weihen, wie wir es eben er—
leben durften“ Dr. Herbert Auerbach zeichnete in seiner
feinen Einführung Leben und Schaffen des Meisters und
wies darauf hin, daß seine Werke einen vaterländischen
Ruf an die Gegenwart bedeuten. In den Dienst der Wieder—
gabe Wagnerscher Werke: dem Vorspiel zu den Meister
singern von Nürnberg und Partien aus Rienzi, Tann—
häuser und den Meistersingern — hatten sich neben den
veranstaltenden M.G.V. der gemischte Chor und das ver—
stärkte Streichorchester des Musikvereins gestellt. sowie die
Solisten Herbert Klein, Walter Lahr, Rudi Müller und
Otto Gebel, die allesamt unter dem Stabe von Chormeister
Deichelmann zu einem ausgezeichneten Ensemble zusammen—
gehalten und auf einen trefflichen Zusammenklang gebracht
waren. So wurde dieser Wagnerabend seiner Aufgabe im
Rahmen des Möglichen — des Meisters Werk gehört nun
schon mal auf die Bühne — aufs beste gerecht.
Kreis Saarbrücken.
Unter Leitung von Dr. Bongard vollzog sich im Sänger—
heim Ludwigsberg die Neubildung des Kreises Saarbrücken.
Als Auftakt zu neuen, großen Aufgaben, bedingt im Um—
bruch der Zeit, konnte sich darum die Tagung eines regen
Zuspruchs erfreuen. „Männerchor“ Saarbrücken unter Otto
Schrimpf, die „Deutschherren-Singegemeinschaft“ unter
Merscher hatten die musikalische Umrahmung übernommen
und fanden mit guter Chorliteratur und trefflicher Wieder—
gabe warmen Beifall. Einleitend sprach der Gauführer
über die Gegenwaärtsziele unseres musikalischen Lebens
überhaupt, sodann über die besonderen Ziele, die unsere
Zeit dem deutschen Männergesang stelle, Sie beschreite
neue Wege im National- und Volkspolitischen, suche wieder
die Urquellen deutscher Kultur. Sie fordere aber auch
neue Formen unseres Gemeinschaftslebens. So bedeutet
die Umbildung unseres Bundeslebens eine stärkere, Erfas—
sung und somit einen slärkeren Einsatz aller musikalischen
Kräfte. Sodann beleuchtete Redner das sich wieder Hin—
wenden unseres Volkes zum Autoritätsgedanken, die Unter
ordnung unter eine starke, zielbewußte Führung, die den—
noch auf Verantwortung und Mitarbeit des einzelnen nicht
verzichten kann und zeigte, daß auch wir in unserem Bundes—
leben zum Prinzip des Führertums kommen müßten. Er
umriß diesen Führergedanken und stellte seine Forderungen
an den wahren Führer: Mut zur Entscheidung, Fähigkeit
die Kräfte des einzelnen und der Gesamtheit zu mobili—
sieren, sein Verantwortungsbewußtsein zu stärken, ihn ein
zuspannen in unsere Aufgaben. Zum Kreiswart ernannte
Dr. Bongard sodann auf einstimmigen Vorschlag der Ver—
tretertagung den Sangesbruder Jaëcckel. Saarbrücken. Mit
herzlichem Dank nahm dieser an und entwickelte in großen
Zügen das Ziel seiner kommenden Arbeit. Er ernannte
folgende Miktarbeiter: Bitsch (Brebach) und Weißgerber
Saarbrücken) zu seinen Vertretern, zu musikalischen Sach—
heratern Hitzelberger und Gillessen (Saarbrücken) und
oon der Eltz (Brebach), zu Schriftwarten Bach und Bauer
(Saarbrücken), zum 1. und 2. Schatzmeister Wollbold (Saar—
bhrücken) und Ludt (Fechingen), zum Kreispressewart
Thommes (Saarbrücken), Luck (Saarbrücken) wurde Bei—
sitzer, weitere sollen noch ernannt werden. Die Mitglieder
des Führerrates wurden durch den Gauführer in ihren
Aemtern bestätigt. Der Kreis Saarbrücken ist somit ge—
bildet. Der deutsche Sängergruß gab einen feierlichen
Abschluß.
Kreis Saarlouis.
M.G.V. Sangeslust Saarlonis 1 erfreute sich zu seiner
Weihnachtsfeier im Saalbau, wie alljährlich, starken Be—
uches. Ein Prolog, hübsch gesprochen von der kleinen Else
Honings, gemeinsame Weihnachtslieder, Chöre des Vereins,
Instrumentalvorträge der Hauskapelle und einige Ein—
akter fanden stürmischen Beifall, namentlich das mit lokalen
Anspielungen gespickte Volksstück Saarlouiser Allerlei“
Mit großem Bedauern und herzlichen Wünschen für bal—
dige Wiedergenesung wurde es aufgenommen, als Vereins—
fkührer Karl Fine die Mitteilung machte, daß der ver—
ehrte Chormeister Gottlieb Hoffmann wegen seiner eben
überstandenen Operation und wegen Erkrankung seiner
Frau an der Teilnahme verhindert sei. Der Abend nahm
einen trefflichen Verlauf. F
M.G.V. Germania Derlen blickt auf einen wohlgelun—
zenen Familienabend weihnachtlichen Charakters zurück. In
der am Dreikönigstag folgenden Jahresversammlung er—
tattete Kassierer Seidel den Kassenbericht, der mit einem
Fehlbetrag abschloß, da der Verein nur 1 Fr. Monats—
deitrag erhebt. Vorsitzender Schwinn gab einen Rückhblid
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