Full text : 11.1933-1934 (0011)

Nr. 12 116P

illsll Saar⸗Sänger-Bund su—
Kreis Bernkastel. deutscher Liedergarten 3.fnre

ill Seite 269

Der Bernkasteler M.G.V. beging im Hotel zu den drei
Königen sein 85. Stiftungsfest. Aktive und inaktive Sän—
gerschaft, Damenchor, Freunde und Gönner, die, Beigeord—
neten Popp und Dick, Gauführer Groß fanden sich zusam—
men zu froher, liedbeschwingter Geburtstagsfeier. Chor—
meister Kohnen brachte mit seinen wohlgeschulten Scharen
— Männerchor, gemischter und Frauenchor — ernste und
heitere Chöre zum Klingen, u. a. Schumanns Zigeuner—
leben. Vereinsfuͤhrer Matthias Gaub rückte in seiner war—
men Begrüßungsrede die Arbeit des vergangenen Jahres ins
Licht, gedachte der heimgegangenen Sänger, und zeichnete
eine Reihe von Sangesbrüdern für ihre jahrzehntelange
treue Mitarbeit aus. Auch der Bernkasteler M.G.VB. —
so bekannte er — reihe sich zum vaterländischen Aufbau
in die Front und stelle fsich hinter den Führer: nimmer
und nimmer zu lassen vom deutschen Geist, der uns alle
erhebt und aufwärts reißt!
M.G.V. „Cäcilia“ Nachtig feiert am 2. und 3. Juni
sein 25jähriges Stiftungsfest. Mit dieser Feier wird das
erste Wertungssingen des Gaues Bernkastel verbunden. Aus
diesem Anlaß fand eine Versammlung statt, zu der auch
Gauleiter Lehrer Groß sowie der Schriftführer Otto Win—
gerter erschienen waren, um die technischen Fragen zu
besprechen. Bei dieser Gelegenheit hielt Gauleiter Groß
einen Vortrag über den Wert des Zusammenschlusses der
Gesangvereine und die Aufgaben derselben im, Dritten
Reiche. In trefflichen Worten schilderte er die Verirrungen,
die sich in den letzten 10 Jahren in dem Begriff, „Kunst“
auf allen Gebieten bemerkbar machten und die allem
anderen als dem deutschen Charakter entsprachen. Erst
durch unseren Führer Adolf Hitler und die Männer seiner
Regierung findet das deutsche Volk sich wieder auf den
rechten Weg zurück, und besonders die Gesangvereine seien
dazu berufen, mitzuhelfen an der Bildung der deutschen
Volksseele. Nach Schluß des Vortrages dankte der Vor—
sitzende Gessinger-Junglen im Namen der Sänger für die
begeisternden Worte und ermahnte sie, das eben, Gehörte
zu beherzigen. Die Versammlung wurde umrahmt von
einigen Chören und Volksliedern des Vereins.
RKreis Bitburg.
Vor einigen Wochen sind 13 Gesangvereine unseres
Kreises unter dem Namen Sängergau Bitburg dem Sän—
gerbund Nahe-Mosel-Saar angegliedert worden. Der Sänger—
hdund betrachtet es als seine Hauptaufgabe, den ihm ange—
schlossenen Vereinen eine gründliche Fortbildung im deut—
schen Volks- und Kunstgesang zuteil werden zu lassen. Er
ist daher besonders auf eine fleißige Weiterbildung seiner
Chormeister bedacht, die verpflichtet sind, an allen Fort—
bildungskursen teilzunehmen. Der erste Kursus für die
Choͤrmeister unseres Gaues fand am 3. Januar statt. Von
13 Chormeistern waren 11 erschienen. Bundeschormeister
Beck wußte den Kursus sehr lehrreich zu gestalten. Er
gab einen Ueberblick über die Entwicklung des deutschen
Chorgesanges von seinen ersten Anfängen, vor 900 Jah—
ren bdis in die Jetztzeit. Er illustrierte seine Ausführun—
gen durch Schallplatten, die Lieder aus allen Entwick—
lkungsstufen des Chorgesanges wiedergaben. Besonders ein⸗
gehend behandelte er die Neuzeit und, bot den Chormeistern
eine reichliche Auswahl guter, neuzeitlicher Chorliteratur.
Um 7 Uhr fanden sich die Sänger unseres Bitburger Män⸗
nergesangvereins im Schubertsaale ein. Mit ihnen übte
der Bundeschormeister einen Chor von Arnim Knab „Deut—
scher Morgen“ ein, der beim großen Sängertreffen in
Saarbrücken als Massenchor gesungen werden soll. Der
Bundeschormeister lud die Vereine des Gaues Bitburg
zu dieser Kundgebung ein, in der jeder Sänger im Liede
feine kreue Verbundenheit mit den deutschen Brüdern an
der Saar bekunden soll. Begeistert nahmen alle Anwe—
fenden diese Einladung auf und gelobten, alles daran zu
sejen. damit aus dem Gau Bitburg alle Vereine ge—
schlossen nach Saarbrücken kommen.

—71
Vaterlondische Gesaͤnge aqus alter und neuer Zen
für drei gleiche Atimmen.
h5 —
Bruno Leipold
BB

Verlag von Karl hochstein heidelberg

zigens zusammengestellter gemischter Chor brachte die alten
Weihnachtslieder zum Klingen. Unter ihnen gefielen be—
onders „Kommt herbei, ihr frohen Hirken“ und „Komm
jerein“. Mit sinnigen Gedichten wartete der jüngste Nach—
vuchs des Vereins auf. Im zweiten Teil brachte das Doppel—
fsuartett nach „Sonntag ist's“ von Breu und „Abend—
riede am Rhein“ von Neumann unter dem Stabe von
Thorleiter Sartorius schöne Volkslieder zum Vortrag. Ver—
zinsführer Mertes widmete sein Wort dem deutschen Lied,
dem Träger deutscher Kultur. Das Vereinsorchester um—
rahmte den Festabend mit wohlgelungenen Instrumental—
darbietungen. Der Verein feiert übrigens in diesem Jahr
sein 10. Stiftunagsfest R.
Kreis Hochwald.

In Otzenhausen fand, durch den Hauptvorstand arangiert,
in Chormeisterlehrgang für den Gau Hochwald statt. Die
durch die Hauptgeschäftsstelle in Saarbrücken ergangenen
Sinladungen wurden von allen Chorleitern des Gaues
mit Freuden begrüßt, wenn es leider auch nicht allen mög—
ich war, restlos zu erscheinen. Gauführer Mathieu eröff—
iete die Tagung mit dem Appell, bei der nunmehr ein—
etzenden musikalischen Aufbauarbeit, zu der uns Bundes—
hörmeister Beck das geistige Rüstzeug vermitteln will, freu—
»ig und verantwortungsbewußt mitzuarbeiten. Bundeschor—
néister Beck, Musikdirektor in Homburg, legte in einlei—
enden Ausführungen die Notwendigkeit und freudige Be—
reitwilligkeit der Mitarbeit der deutschen Sängerbewegung
im kultürellen Wiederaufbau des deutschen Volkes in dem
Sinne des Führers klar. Er forderte die, Chorleiter auf,
m Verein mit der hinter ihr stehenden Sängergemeinschaft
reu und fleißig zu der inneren Erstarkung durch die
pflege echt deütscher Kultur ihr Teil beizutragen. Unsere
zeit' verlangt ganze Männer, die, von hohem Verantwor—⸗
ungsgefühl getragen, die ihnen zugeteilte Aufgabe voll
rkanut haben und zur Erreichung des gesteckten Zie les
hre ganze Kraft einzusetzen wissen. Der Leiter des Lehr—
Janges entwickelte dann in anschaulicher Weise die Ent—
hbickelung und den Werdegang der deutschen Chormusik
‚on ihren Anfängen bis zur Jetztzeit. Von den charak—
eristischen Merkmalen der einzelnen Baustile ausgehend,
zeigte er die Wesensverwandtheit der, jeweiligen Musik—
richtung, deren typische Vertreter in ihrem Schaffen für
die Ehormusik besonders beleuchtet wurden. Schallplatten
mit Männerchorliedern aller Jahrhunderte vertieften seine
Ausführungen und brachten die Teilnehmer dem Geiste und
dem Verständnis der einzelnen Kunstepochen näher. Im
veiteren Verlauf der Tagung verbreitete sich der Bundes—
5eifter sber die Geschichte des deutschen Chorgesanas

HKreis Daun.

Alter Gewohnheit folgend
tett „Eiflia“ Immerath am
ghend der fich wieder auten

beranstaltete das Doppelquar—
Neujahrstage seine Familien—
Pefüuchbs erfreuen durfte Ein
            
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