Full text : 11.1933-1934 (0011)

Seite 268 1

Ulll Saar⸗Sänger⸗Bund

unmnde.r.

Mitteilungen.
Der 15. ordeutliche Gantag des Gaues XIV Nahe-Mosel-—
Saar findet am 15. April 1934 in Trier statt.
Suüngerehrungen.
Kreis Bitburg: M.G.V. Neuerburg: Joh. Ambros,
Lebensalter 55 Jahre, aktiv 25 Jahre; Peter Diedrich,
Lebensalter 53 Jahre, aktiv 25 Jahre; Joh. Beyer,
Lebensalter 45 Jahre, aktiv 25 Jahre; Eduard
Ludowisy, Lebensaͤlter 56 Jahre, aktiv 25 Jahre;
Jak. Beher, Lebensalter 47 Jahre, aktiv 25 Jahre;
Kreis Brebach: M.G.V. Arion Bübingen: Jakob Kaul.
aktiv 25 Jahre.
Kreis Hochwald: M.G.V. Thalfang: Ludwig Biehl,
Ldebensalter 45 Jahre, aktiv 25 Jahre; Karl Merker,
Lebensalter 49 Jahre, aktiv 25 Jahre.
Kreis Homburg: Liedertafel Oberberbach: Wilhelm
Welter, Lebensalter 58 Jahre, aktiv 40 Jahre.
Bavaria Mittelbexbach: Johann Wagmann, Lebens—
alter 44 Jahre, aktiv 25 Jahre; Stanislaus Steimer,
Lebensalter 60 Jahre, aktiv 40 Jahre.
Kreis Merzig: Toncordia Brotdorf: Matth. Adler—
Berger, Lebensalter 54 Jahre, aktiv 25 Jahre;
Kreis Saarbrücken: Mannerchor Saarbrücken: Joh.
Berg, Lebensalter 46 Jahre, aktiv 25 Jahre.
Kreis St. Ingbert: Lyra Rohrbach: Karl Holzer,
Lebensalter 40 Jahre, aktiv 25 Jahre.
Kreis Völklingen: Concordia Bous: Gustav Ball—
haus, Lebensalter 48 Jahre, aktiv 25 Jahre.
Kreis St. Ingbert: Frohsinn St. Ingbert: Nikolaus
Weber, Lebensalter 60 Jahre, aktiv 40 Jahre; Peter
Hooß, Lebensalter 62 Jahre, aktiv 40 Jahre.

einer Rede über die Zukunftsaufgaben des D.S. B., daß
der Führerrat berufen sei, an allen wichtigen Fragen mit—⸗
zuarbeiten, und daß seine Mitarbeit die Gewähr biete für
eine Einheitlichkeit innerhalb der Organisation. Der außer—
ordentliche Zuwachs an Vereinen sei das erfreuliche Er—
jgebnis der bisherigen Werbearbeit. Diese müßte in den
nächsten Wochen in erhöhtem Maße fortgesetzt werden, die
toch außenstehenden Vereine müßten durch die positive
Arbeitsleistung des D.S.B. die Ueberzeugung gewinnen
daß der Bund musikalisch und in der Volkstumsarbeit vor—
zildlich arbeite. Der Führer empfahl, die jährlichen Sänger—
age möglichst groß und auf breitester Basis aufzuziehen
und in erster Linie musikalisch auszugestalten. Brauner
nachte davon Mitteilung, daß er die Herren Rosenthal—
deinzel und Kapellmeister Erich Sauerstein in den Musik—
ausschuß des D.S. B. berufen habe. Damit gewinnt die
Bewegung zwei neue jugendliche Kräfte, deren Arbeit sicher
zum Segen des Bundes ausschlagen wird. Die Einheitlich—
keit der Organisation wird dadurch betont werden, daß die
Einzelbünde gleichmäßige Bundesbanner mit dem Symbole
des neuen Staates erhalten als Stiftung der Leitung des
D.S.B. Erfreuliches war auch zu berichten über den Fort—
gang der Verschmelzung der Bünde in den Kreisen, die
bis sauf ganz wenige NAusnahmen bereits verwirklicht ist.
Schatzmeister Dr. Her mannz Frankfurt a. M. berichtete
vor seinen finanztechnischen Darlegungen kurz über den
geplanten Umbau der Satzung des D. S.B. die dem Führer—
prinzip angepaßt werden müsse. Als obersten Grundsatz
stellte er die Annäherung zwischen D.S.B. und den ein—
zelnen Sängern hin; dies könne z. B. dadurch gefördert
werden, daß der Verein unmittelbar Mitglied des
D.S. B. werde, wobei Kreis und Gau als Verwaltungsstelle

9 besucht mit euxen 28 2—
Sangesbrüder. Lehrer 55 Küppchen im Oberthal!
Jußmarsch 5,68 km von Tholen durck den Varu s-Wald, salwärls. Viel Spielgelegenkkeil in sckalligen Knlagen. Hillige
Kiaff· nwervfiegung. Ia Referenzen. Zusckrift an Galiltälte Glaeser oder wirlsckaflliche Otg. des Ersolungokeimes von Dr. Stessens.
bestehen bleiben. Zukunftsaufgabe des D.S. B. sei der Ein—
bau des deutschen Menschen in den nationalspozialistischen
Staat. Dieses Ziel müsse der ganzen Arbeit des Bundes
als eiserner Leitsatz vorangehen. Im Anschluß daran sprach
Dr. Hermann ausführlich über die finanzielle Lage des
D.S. B. die er als geordnet und befriedigend bezeichnete.
Er stellte fest, daß der D.S. B. keine Verbindlichkeiten zu
erfüllen habe, außer denen, die der normale Verlauf des
Beschäftsbetriebs mit sich bringt. Der Bundesbeitrag für
1934 wurde auf 0,60 RM. pro Sänger festgesetzt, worin
die Ablssung der „Stagma“ (Tonsetzergenossenschaft) ein—
»egriffen iste Die Erhöhung des Bundesbeitrages um 10
Pfennig erklärt sich aus dem Wachsen des Aufgabenkreises,
den der D.S. B. zu betreuen hat. So sind u. a. für die
aächste Zeit Schulungskurse geplant, die sich nicht nur
auf musikalische Arbeit beschränken, sondern auch die orga—
nisatorische Seite des D.S. B. insbesondere die Werbung,
umfassen. Erhöhte Arbeitsleistung verlangt auch die Sorge
um das Grenzland- und Auslanddeutschtum. In Zukunft
verden alle Kreise ihrerseits gleich mäßig einen Bei—
rag in Höhe von 0,16 RM. erheben. Die Höhe dieser Ab—
zabe war bisher in das Belieben der Kreisleitungen ge—
tellt. Der einheitliche und von gleichgerichtetem Geist be—
eelte Verlauf der Tagung, auf der neben den genannten
Fragen eine Reihe grundlegender interner Angelegenheiten
zrledigt wurden, zeigte, daß der D.S. B. unter der Füh—
cung von Georg Brauner unbeirrt und zielsicher seinen
Weg vorwärtsgeht, daß das Gebäude des Bundes stark und
fest dasteht. Die Tagung zeigte aber auch, daß jetzt der
Augenblick gekommen ist, in dem es gilt, ein großzügiges
Kulturprogramm durchzuführen, das wir nicht nur den
Vereinen, sondern der ganzen deutschen Musikwelt und
darüber hinaus unserem Volke schuldig sind. Daß damit
bereits der Anfang gemacht wurde, werden die Auswir—
kungen dieser Führertagung beweisen.
Bei der Fülle von Eingängen waren wir wieder
gezwungen, eine Reihe von Berichten für die nächste
Nummer 2urückzustellen.

Veranstaltungen.
25. Febrnar: Sgo. Homburg: Festkonzert „Vier Jahres—
zeiten“ v. Haydn.
11. März: Liederkranz Elversberg: Konzert für die Volks—
schule in Elversberg.
1. April: Liederkranz Elversberg: Konzert.
L. u. 2. September: 3. Gaufest des Gaues XIV (Nahe—
Mosel-Saar).
Führertagung des Deutschen Sängerbundes. Zum ersten
Male seit dem Dortmunder Sängertage, der im April ds. Is.
eine Neuordnung des Deutschen Sängerbundes brachte, hatte
der Führer des Bundes, Georg Brauner, Berlin, die
Vertreter der Kreise zusammengerufen, um ihnen Mittei—
lung zu machen von der Lage des D.S. B. und seinen Ar—
beitsplänen für die nächste Zukunft der Organisation. Die
Zusammenkunft, die am Sonnabend und Sonntag der ersten
Dezemberwoche in Berlin stattfand, hatte zum Ziel, die
Verbundenheit der deutschen Sängerführer durch eine ge—
meinsame Aussprache zum Ausdruck zu bringen. Bundes—
führer Brauner nahm Gelegenheit, die neuernannten Führer
der Kreise zu begrüßen. Das Bild hat sich gegen frühevre
Sitzungen wesentlich geändert. Mehr als ein Drittel der
Kreise steht unter neuer Führung, so daß die Tagung
gleichzeitig die persönliche Bekanntschaft der Führer unter—
einander vermitteln koönnte. Nach Begrüßungsworten des
Führers des Kreises Kurmark, Schul z Gerlin), in dessen
Gebiet die Tagung stattfand, nahm Brauner das Wort zu
einem großangelegten Bericht, in dem er eine ausführliche
Darstellung der Ereignifse seit dem Dortmunder Sänger
tage gab. Noch niemals hat auf den Schultern eines Vor—
sitenden des D.S.B. mehr Verantwortung, aufreibender
Kampf um den Bestand des Bundes gelastet als im letzten
halben Jahr, wo es galt, den D.S. B. nach innen und außen
zu festigen. Der Bündesführer war jedoch in der erfreu—
lichen Lage, als Endergebnis seines Berichtes festzustellen,
daß der Bestand des D.S. B. nicht in Gefahr ist, und daß
nunmehr mit aller Kraft an die Erfüllung janer Auf—
gaben herangegangen werden kann, die sich der D.S. B. als
Fulturorganssdtion dgestellt Hat. Der Führer heftonte in
            
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