Full text : 11.1933-1934 (0011)

Seite 252 II

Ill Saar⸗Sänger-Bund lil

*ppp Nr. 10
Gau Warndt.

Sänger ein Ende zu machen, so hahe die gewaltige natio
nale Erhebung dieser Zwietracht, der typischen deutschen
Parteileidenschaft und allen die Einigkeit störenden Fak—
toren den vernichtenden Schlag versetzt. Die Umstellung
sei für die Kulturorganisation des S.S. B. nicht schwer
gewesen, weil er von jeher eine grade Linie hatte und
auch verfolgte. Trefflich waren Dr. Bongards Ausfüh—
rungen über das Führerprinzip, und jeder Sangesbruder
der in der Führung drin steht, dürfte bei richtiger An—
wendung der Ansichten des Bundesführers ein harmo—
nisches Zusammenarbeiten innerhalb der kleineren und
größeren Sängergemeinschaften bald feststellen. Ueber die
umfangreiche Neuorganisation in dem erheblich vergrößer
ten Bundesgebiet sprach dann Gauführer Frantz. Erfreu—
lich war die Feststellung, daß sich dieser wesentlichen Um—
gruppierung durchweg keinerlei Schwierigkeiten in den
Weg stellten. Für unsere linke obere Saarkante ist wichtig
zu wissen, daß der neue Großgau Völklingen alle Vereine
umfaßt, die in Orten der Bürgermeistereien Völklingen,
Ludweiler, Wadgassen-Schaffhausen, Püttlingen und Bous
bestehen. Man zählt im Augenblick 27 Vereine in 19
Orten. Bezüglich des Vorhandenseins mehrerer Vereine an
einem Platze wird der Bund demnächst Ausführungsbestim—
mungen herausgeben, bei denen die Richtlinien des Deut—
schen Sängerbundes maßgebend sein werden. Der neue
Gauvorstand setzt sich mit Zustimmung der Gauversamm—
lung zusammen: 1. Gauführer P. Frantz (Wadgassen)
2. Berwanger (Großrosseln'; 1. Gauchormeister Wolj
Wölklingen); 2. Groß (Wadgassen); 1. Gauschriftführer
Marz Echaffhausen); 2. Schmitt (Großrosseln); 1. Gau—
schatzmeister Knopp (Völklingen); 2. Schmitt (Emmersweiler);
1. Gaupressewart H. P. Buchleitner (Völklingen); 2. H.
Schunck (Völklingen); Beisitzer: Pistorius (hüttlingen),
Gerber (Hostenbach), Bechtel (LSauterbach) und Schnur
(Völklingen). Die durch den Gauführer benannten Mit—
glieder des Vorstandes wurden durch den Bundesführer
bestätigt. Gauführer Frantz sprach die Hoffnung aus, daß
sich eine gedeihliche Zusammenarbeit im Interesse der
guten Sache zeigen werde. Bundesführer Dr. Bongard
hatte anschließend Worte herzlichen Dankes für seinen
alten und bewährten Mitarbeiter Wagner und ernannte
ihn zum Mitglied des Bundesvorstandes mit Sitz und
Stimme. Die Programmgedanken, die der neue Gaüführer
dann entwickelte, seien in Kürze angegeben: Weckung und
Förderung eines gesunden und echten Sängergeistes, Ge—
meinschaftsbetätigung im weitesten „Sinne; Gewinnung
aller, Fernstehenden für die Sängersache und Schaffung
starker Chorgesangkörper; offenes und freimütiges natio
nales Bekenntnis der Bewegung; harmonisches Zusammen—
arbeiten zwischen und mit allen Instanzen des Bundes.
Auf Grund einer Aussprache des Bundesvorstandes mit
den Vorständen der Gesangvereine „Cäeilia-Eintracht“ und
„Saargold“ Geislautern haben sich die beiden Vereine unter
dem Namen „Sängervereinigung Geislautern“ zusammen—
geschlossen. Die Versammlung wurde vom Gauvorsitzenden
Wagner geleitet. Zum 1. Vorsitzenden wurde Trenz ge—
wählt. Als Chorleiter wurde der bisherige Chormeister der
„LCäcilia-Eintracht“,, Marx aus Wehrden, beibehalten. Die
ührigen Vorstandsämter wurden je zur Hälfte aus den
Mitgliedern der beiden Vereine besetzt.
Zu einem großangelegten Orchester-Konzert holte der
Gemischte Chor Völklingen aus. Das Orchester des Musik?
vereins Harmonie brachte unter der befeuernden Leitung
von Prof. Skohoutil drei Werke Beethovens zum Vortrag
die Eroika, das Violinkonzert in D-Dur (Frl. Riele Queling,
Köln, als ausgezeichnete Solistin) und die Egmont-Ouver—
türe. Es ist sehr bedauerlich, daß diesem wertvollen Kon—
zert der Besuch versaat blieb. der ihm gebührt hätte.
Gau Wuadgassen.
M.G.V. Differten konzertierte mit dem Musikverein zu—
sammen vor einer beifallsfrohen Hörerschaft zum Besien
des Winterhilfswerks. Der erste Teil brachte vaterlän—
dische Chöre wie Heinrichs „Mahnung“. Wirkungsvoll kamen
auch Foersters „Ueber dem Feldweg“ und eine Reihe von
Volkfsweisen.

Die Bemühungen, die Sängervereinigung und den G.V.
„Euterpe“ Großrosseln zu einer großen Sängergemeinschaft
zusammenzuschließen, ist von Erfolg gekrönt. In Gegenwart
des Vorsitzenden Dr. Bongard und des Geschäftsführers
Rauchholz traten beide Vereine zur gemeinsamen Ver—
sammlung zusammen und vollzogen die Vereinigung. Da—
nit ist für den Warndt ein großer Gesangchor gebildet.
Führer des neuen Vereins ist der bisherige Vorsitzende der
Euterpe“, Gauvorsitzender Peter Berwanger, zweiter
Führer wurde der Vorsitzende der Sängervereinigung,
Joseph Thinnes. Die übrigen Mitarbeiter werden dem—
nächst ernannt.

Sängervereinigung und Euterpe Großrosseln gaben ein
jutbesuchtes gemeinsames Konzert, dem Gauführer Ber—
vanger und Gemeindevorsteher Rupp einige warme vater—
ländische Worte vorausschickten. Nach einigen Massenchören
varteten die beiden Vereine mit Werken älterer und neuer
Tonschöpfer auf und fanden freundlichen Beifall.
Den Richtlinien des Deutschen Sängerbundes folgend
haben sich in einer stark besuchten Generalversammlung die
heiden Gesangvereine „Concordia“ und „Frohsinn“ zum
Männergesangverein 1933 Lauterbach zusammengeschlossen
Als Führer wählte man Rik. Herber, zum Stellvbertreter
Josef Maring. Die Kassengeschäfte versehen Johann Müller
und Josef Schwarz; zum Schriftführer wurde Josef Clanget
und zu dessen Stellvertreter Erwin Bouttermann bestimmt.
Die Dirigentenwahl fiel auf Lehrer Valerius, dessen Stell—
obertreter ist Sangesbruder Mees.

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unüdertroffen bei
Nheuma / Gient / Kopfsehmerzen
lschias, Hexenschuß u. Erkültungskrankheiten
Stark harnsAurelörgend, dakteriontötend“
APSOlIUt UnScChEAdIIChI EiDn Voraueh Oberzeouotl

Vom Büchertilsch.

Zeitschrift für Musik, Monatsschrift für eine geistige Er—
teuerung der deutschen Musik, 1834 gegründet von Robert
Schumann, Herausgeber und Verleger Gustav Bosse,
RKegensburg. Preis vierteljährlich 3,60 M. Einzelheft 1,36
Mark. Der 100. Jahrgang der vortrefflichen, von uns an
dieser Stelle immer wieder empfohlenen 8.f. M. schließt
mit einer dem Rundfunk gewidmeten, also höchst aktuellen
Rummer: Prof. Dr. Neubeck, Die kulturelle Sendung des
Rundfunks; Dr. Pessenlehner, Musikkrise — Kulturkrise;
Wolfgang von Bartels, Warum Funkkritik? Dr. Fritz Stege,
Bergleichende Rundfunkkritik, die musikalische Gliederung
der deutschen Sender; Dr. Büttner, Musikalische Drama—
urgie des Senders; Dr. Brockt, Gibt es eine spezielle
Rundfunkmusik; Otto Oster, Funkoper; Prof. Dr. Fritz
Sktein, Erziehung zur Volksmusik. Neben weiteren Auf—
ätzen erster Fachautoren: Berichte über Berliner, Leipziger
Wiener Musik, Musik im Rheinland, Neuerscheinungen, Ur
und Erstaufführungen, Musikfeste, Tagungen, Konzert, Oper,
Schule, Kirche, Bühne, Der schaffende Künstler, Musik im
Ausland, Film, Funk, Schallplatte, Bild- und Notenbei—
lage. Das starke Interesse an der Saar spiegelt
sich auch in dieser Dezember-Nummer in einem Bericht
wieder, der die Bedeutung des S. S. B. für den schaffenden
Künstler ins Licht rückt.

GERIISTETZOMVMNTER

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