Nr. 10
ilst Saar⸗Sänger⸗Bund
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wie sie am Wertungssingen in Brebach aufzutreten haben.
Die Vertreter der Sparkommission Uhl und Hermann be—
richten: Teilnehmer am Bundesfest 1937 in Breslau brin—
gen das Geld für die Fahrt auf, wenn sie wöchentlich
1 Fr. und das Verpflegungsgeld, wenn sie wöchentlich 50
Ceñtimes mehr sparen. An den Gautagen hat jeweils jeder
Verein bekannt zu geben, wieviel Sparer sie aufgenommen
haben. Gauführer Schunk bittet, eifrig für diese Sache zu
werben, um recht viele Sänger 1937 nach Breslau führen
zu können. Unter Verschiedenes bittet der Gauführer um
eine pünktlichere Begleichung der Bundesbeiträge und „setzte
sich für eine bessere Anzeigenwerbung in der
S. 5. 3. ein. Mit der „Allmaächt“ von Lachner und zwei
Volksliedern zeigte sich M.G.V. Eintracht Hassel würdig,
zu den Unseren gezählt zu werden. Mit dem Deutschen
Sängergruß schloß die Tagung.
rn die Sänger so wie bisher ihren alten Vereinen in
zukunft diesem neuen Bund die Treue halten und mit
Ernst und Eifer mitarbeiten, damit der Städt. Männer—
gesangverein zu einem starken Zweig im kulturellen Leben
der Stadt St. Wendel heranwaächse.
Zu einem gewaltigen, mitreißenden Treubekenntnis zu
VBolk, Führern und Vaterland gestaltete sich die Abend—
erenade der St. Wendeler Bürgerschaft zur Feier des 86.
Beburtstags des greisen Reichspräsidenten von Hinden—
»urg — Treubekenntnis ohne Worte, Ehrfurchtsbezeugung
»ͤhne Rede! Die Harmonie gab mit Beethovens Andante
den festlichen Aufklang. Dann fsolgten die Gesangvereine
im Massenchor mit Schrimpfs Saarfängerspruch, Baußnerns
Deutschland, heiliger Name“, Knabs „Befreiungslied der
deutschen“, Heinrichs „Mahnung“ und „Deutschland dir
nein Vaterland“. Rauschender Beifall brach auf, als
Bürgermeister Dr. Flory ein Telegramm verlas, das die
Ztadt anläßlich dieser Serenade zum 86. Geburtstage
unferes Reichspräsidenten, dem verehrten Reichsoberhaupte
ibsandte: „Die Bevölkerung der Stadt St. Wendel im
Zaargebiet gedenkt, vieltausendköpfig bei einer Abendsere—
rade versammelt, des Geburtstages unseres allverehrten
derrn Reichspräsidenten und entbietet ehrfurchtsvolle
Blückwünsche. In Liebe und Treue, die Stadt St. Wendel.“
Auch der Handwerkerwerbewoche gaben die St. Wendeler
M.G.V. einen überaus eindrucksvollen Auftakt durch eine
onzertante Morgenfeier auf dem Fruchtmarkt vor dem
St. Wendelsdom, die allgemein lebhaftesten Beifall fand.
Daran schloß sich dann der malerische Festzug und hernach
die Vorführungen des Reitervereins.
Ganu vVöolklingen.
In gemeinsamer Tagung der Gaue Völklingen, Wad—
zassen und Warudt entbot der Führer des Gaues Völk—
lingen Wagner der zahlreichen Versammlung herzlichste
Brüße, insbesondere dem Bundesführer Dr. Bongard. Er
vies hin auf die Bedeutung der Zusammenkunft: aus den
drei bisherigen Gauen einen großen, leistungsfähigen Gau
zu schaffen. Sein Appell, die Verhandlungen in vollster
Würdigung der großen Sache zu führen, fand den Nieder—
chlag in dem in jeder Hinsicht befriedigenden Ergebnis der
Tagung. Bundesführer Dr. Bongard verstand es, in
seiner Begrüßung die wichtigen Aufgaben zu zeichnen, die
sich durch die deutsche Gegenwart ziehen, an denen der
Sängerbund nicht gleichgültig vorbeigehen dürfe. Wenn
es in gewisser Hinsicht bisher nicht gelang, der vielsei—
tigen Zersplitterung der Kräfte im Lager der deutschen
M.G. B. „Frohsinn“ St. Ingbert feierte sein 40jähriges
Bestehen im Sinne seiner bisherigen künstlerischen Arbeit
durch ein Festkonzert, ohne große Reden und lärmende Be—
geisterung. Mitwirkende waren: Hilarius Hautz, Speyer
(Flügel), Organist A. M. Müller, St. Ingbert (Klavier
begleitung), Orchesterverein St. Ingbert (Leitung Karl
Moser) und der Männerchor des Vereins (Leitung Richard
Ripplinger). Der Orchesterverein leitete den ersten Teil
mit der Egmont-Ouvertüre von Beethoven und den zweiten
mit dem Andante aus der H-Moll-Sinfonie von Schubert
ein. Hilarius Hautz, ein gebürtiger St. Ingberter, nahm
die Einweihung des fast neuen Steinway-Flügels vor, den
sich der Verein zu seinem Ehrentag zugelegt hat. Die
Vortragsfolge sah die Es-Dur-Sonate op. 31 Nr. 3 von
Beethoven vor, sowie Scherzo Cis-Moll von Chopin und
Scherzo Es-Moll von Brahms. Als Zugabe schenkte er
„Mazurka“ von Chopin. Der Männerchor brachte „Gra
duale“ von E. Grell, „Flammenhymnus“ von Lendvai.
Begleitet am Klavier von A. M. Müller folgte: „Des
Liedes Heimat“ von Pache, „Kreuzfahrt“ von Wießner“,
„Schwäbisches Tanzlied“ und „Hopp Mariannele“ von
Jochum. Mit dem Walzer „An der schönen blauen Donau“
mit Orchesterbegleitung von Joh. Strauß fand das Fest—
konzert sein Ende. Eine aufmerksame Zuhörerschaft füllte
den Saal bis auf den letzten Platz und spendete reichen
Beifall. Allen Mitwirkenden des Festkonzertes gebührt
herzlicher Dank, besonders unserm Landsmann Hilarius
Hautz.
Gau St. Wendel.
Mit Freuden können wir berichten, daß sich auch in der
Stadt St. Wendel 4 Vereine im Städt. Männergesangverein
zusammengefunden haben. Man hat sich hierbei an die
Richtlinien des Deutschen Sängerbundes gehalten, die da—
hin lauten, daß beim Zusammenschluß der jeweils älteste
Verein Träger des Namens bleibt. Es handelt sich um
folgende Vereine: Städt. Männergesangberein, Gesang
verein Orphea, Quartett Rheingold und Quartett Lambert
Sämtliche Dirigenten und Vorsitzenden sind freiwillig zu—
rückgetreten und haben damit den Weg für den Zusammen—
schluß freigemacht. Für diesen großzügigen Entschluß sei
hnen an dieser Stelle herzlicher Dank gesagt und ebenso
für ihre uneigennützige Arbeit, die sie in der vergangenen
zeit für das Männergesangvereinswesen geleistet haben.
er neue Vorstand wird gebildet von 9 Vorstandsmitglie—
dern der alten Vereine, den Vorsitz hat Schlachthofdirektor
Dr. Lutgen, die vorläufige Dirigentschaft Organist Endres
übernommen. Das Vermögen der Vereine und das In—
ventar gehen in den Besitz der neuen Vereinigung über.
Das Vereinslokal ist im Hotel Riotte, wo jeden Mittwoch
um 20.30 Uhr die Gesangproben stattfinden. Durch diesen
nmensdsse find nun in wirtschaftlicher und künst—
erischer Hinsicht die Bedingungen erfüllt, die für ein er—
folgreiches Arbeiten notwendig sind für einen Verein, der
auf dem ihm zugewiesenen Gebiet der Kunst sich nicht nur
hetätigen. sondern Vollendetes zu leisten dewillt ist. Mödgen
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