Seite 250 . uuslhh Saar⸗Sänger-Bund
M.G. VB. Sulzbach 1923 beging in würdiger Weise sein schlossen. Die Vorstandswahl ergab kleine Aenderungen,
10. Stiftungsfest durch ein Festkonzert, das durch Teil- die sich sicher im guten Sinne auswirken werden. Einige
ahme des „Arion“ Herrensohr unter Carl, Ges. BV. der uinterne Vereinsveranstaltungen werden das Vereinsleben
Straßenbahner unter Lansch, Thalia Dudweiler unter deleben. Mit einigen Chören und dem deutschen Sänger—
Straßner und Sängervereinigung 1877 Jägersfreude unter gruß schloß der Vorsitzende die Versammlung.
Junker eine künstlerisch bedeutsame Note erhielt. Der fest— In Spiesen hatten einsichtige Männer den Mut aufge
gebende Verein gab unter Chyrmeister Haeber den Auf— »racht zü sagen, so geht es mit der Zersplitterung nicht
klang mit Kauns „Lebenslied“. Es kamen „weiter um veiter in unserer deutschen Sängersache Der Verfuch dee—
Klingen Hoffmann, Kämpf, Thuille, Tonati, Heuser, Rein, Zusammenschlufses foll dankbar dnerkannt und Jobend er
Bexner Uhlig. Baußnern, Heinrichs. Trunk, Graener, vähnt werden. Wäre er zur Wirklichkeit geworden, er
Stürmer, Othegraven, Wagner, Brahms und Bruch. Der Jätte dazu beigetragen in Spiefen, das bekanntuüch über
2. Bundesschriftsührer Grehe und Gauführer Baus über- ehr guie Sänger verfügt, einen glänzenden Verein zu
brachten Glückwünsche von Bund und Gau. »ilden. Leider ergab die Versammlung, daß trotz des besten
M.G. B. Konkordia Herrensohr veranstaltete unter seinem Willens verschiedener Spieser Gesangvereine der Gedanke
Chorleiter Mierswa, einen Weber- und Wagnerabend und des Busammenschlufses ins tote Geleis geriet. Dankbar gmuß
brachte mit seinen 80 Sängern () der gemischte Chor soch die Mitarbeit des Führers des Gaues Sulzbachtal
zählt 20 Männer, und 40 Frauen — Frühlingsahnung Baus, erwähnt werden, der in allen Versammlungen ver—
aub Preciosa, die Jagerchoͤre aus Euryanthe und Freischüuß ucht hatte, die Sache zu fördern. Wenn es ihm nicht ge—
von Weber, das Steuermannslied und Matrosenlled und ungen ist, ist es nicht seine Schuld. Um auf die Einzel⸗
das Spinnerlied aus Wagners „Fliegendem Holländer“, deiten einzugehen, können wir dem M.G. V. Eintracht 58
das Brautlied aus „Lohengrin“, den Einzug der Gäste auf 1ud dem Quartettverein 24 Spiesen nur, Anerkennung
die. Wartburg aus dem Tannhäuser““ zum Vortrag bllen. Gejs.V. Eintracht, der nächstes Jahr sein 75jähriges
Fräulein Bohrmann fügte Arien aus, diesen Opern hinzů Jubiläum seiern kann, saßte den einstimmigen Beschluß, üch
So gut wie alle hier genannten Werte haben init unserer dufzulösen und dem M.G. V, Harmonie beizutreten. Der
voltsfümlichen Musikpflege, mit unseren künstlerischen und Quartettverein 24 Spiesen Hat Jich bereits aufgelöst, um
volksdeutschen Aufgaben nichts zu tun. Sie liegen im benfalls der „Harmonie“ ihre Sänger zuzuführen. Beide
Aufgaben-, aber auch im Leiftungsbereich der Opernhäuser. Vereine baten, der M.G. V. Harmonie mächte seinen Namen
Unterbrechungslos ist vor diesen Fehlgriffen seitens des n Sängervereinigung Harmonie Spiesen umändern. Es
Bundes gewarnt: durch Bundes- und Gautage, Chormeister- virkte befremdend, „Lon dem BVertreter dieses Vereins zu
Ausschußfißzungen und Dirigententage, Kurse, Wertungs- ören, daß eine Aenderung ihres Vereinsnamens nicht
singenbesprechüugen, Zeitschrift und Ehorsängerbuch. Her n Frage käme. Diese erbetene kleine Umänderung wäre
und namentlich in der Chorleiterschule unter Prof. Rein »och eigentlich keine wesentliche Namensänderung gewefen
sind aber auch ganz eindeutig Wege gewiesen, wie unser Schade, daß der ganze Gedanke des Zusammenschlüsses an
singendes Volk zu betreuen ist. Sit ieser Nleimigeit Icheltern Aen onen nicht ver—⸗
25 8332 ennen, daß ein Zusammenschlüß von Gesangvpereinen eine
Das 36. Stiftungsfsest des M.GeB. Conevrdia, Sulzbach hwierige Sache Int. Die Mehrzahl unserer Sanger hang
konnte in recht sangesbrüderlichem Geiste mit einigen Gast- in ihrenn Verein. Erinnerungen, Famtlienüderlieferungen
vereinen durch ein gutbesuchtes und künstlerisch wertvolles isw. Helfen mit das Band zaͤ seinem Verein zu feftigen.
Festkonzert begangen werden. Vorsitzender, Kamp sprach Im so hnehr muß der hochherzige Beschluß der belden
sich in einer gründlegenden Rede uͤber Probleme der Kereine hervorgehoben werden, die alles aufgeben wollten.
Sängerbewegung aus, die heute im Brennpunkt stehen: im vaufbauende' Ardeit zu leiflen. Es wäre edoch verkehrt,
voltsdeutsche Betonung. Zusammenschluß der kleinen Fein GessWHarmonie die alleinige Schuld des Scheiternẽ
leistungsschwachen Vereine Exfassung der Jugend, Wer⸗ ufzubürden. M.G.VB. 09 und viederiafel stellten sich auf
bung noch abseitsstehender Männer und Frauen zu einer Zen' unverständlichen Standpunkt, nur dann mitzumaächen
das ganze Volk umfassenden Singgemeinde, Bildung wahrer henn“ alle Spieser Vereine den Zusammenschluß bollzögen.
Volksgemeinschaft durch Einbeziehung auch der Besitzenden Zälte fich nur einer dieser beiden Vereine mitangeschlofsen,
und Buqhgebildeten in unsern Reihen. Chorleiter Marz 5wäre der übriggebliebene Verein erdrüct und zur un—
ließ durch die dargebotenen chorischen Gaben erkennen, daß ühigrleit verurteitt gewesen. Der Bund will jedoch seine
er den neuübernommenen Verein zur Höhe führen werde. Zaͤnger nicht zwingen, von sich seibst heraus sollen die
Auch die Gastvereine steuerten gut vorgetragene Chöre bei, Zänger im“ neuen Geist handeln.“ Blicken wir getrost in
so daß es nicht an dankbarem, Beifall fehlte. . Das Fie Zuütunft, und geben wir die Hoffnung nicht auf, daß
1. Winterkonzert des Vereins war dem Gedächtnis von dereinft in Spiesen' doch noch in Ersuüllung geht, was um
3J 3 Brahms i Wirken — 71 313—26 —
Johannes Brahms gewidmet. dessen Leben und heute versagt blieb. Großes Werk gedeiht nur durchk
Chörmeister Marrx in fesselndem Vortrag zur Darstellung Fimgkeit! J. W
brachte. Männer-, Frauen- und gemischter Chor und Martin 8*
Schulze als meisterlicher Pianist am Flügel gaben starke Gau St. Ingbert.
Eindrücke von dem vielseitigen Schaffen des großen deut— Auf dem Gautag St. Jugbert in Hassel gab Gauführer
schen Tonschöpfers. Schunk seiner Freude Ausdruck, daß außer den Delegierten
Quartettverein Jägersfrende veranstaltete unter seinem voviel Sänger erschienen seien. M.G.V. Eintracht Hassel
Chormeister Keuper ein Herbstkonzert unter dem Motto: vurde einstimmig in den Bund aufgenommen. Mit' dem
Heimat und Vaterland. Der vollbesetzte Saal gab durch deutschen Sängergruß und der „Mahnung“ von Heinrichs
reichen Beifall seiner Freude über die dargebotenen Chöre ttellte sich der neue Bruderverein unter Chorleiter Albert
kund. Sie wurden mit gutet Tongebung und sorgsamer deintz vor. Gauchorleiter Hans berichtete über das Bundes—
Dynamik vorgetragen.. Der Verein zeigte unter sicherer est 1934 und gab die Vereine bekannt, die für das
Fuͤhrung gute Disziplin. In der Jahresgeneralversammlung ZSonderkonzert bestimmt sind. Er schlägt vor im Januar
waren alle aktiven und eine große Anzahl inakltiver Mit- wei Gaukonzerte zu Gunsten der Winternothilfe zu ver—
glieder erschienen. Die Versammlung beschloß: am 25. anstalten und zwar je eins in St. Ingbert und Niederwürz-—
Februar 19834 Beteiligung am Volkstrauertag, am 29. »ach. Als Massenchöre werden „Frisch auf zum Streit“
April 1934 Frühjahrskonzert unter dem Geleitwort; „Feier von Knab und. Deutschland, hl. Name“ von Baußnern
stunde des Schaffenden.“ Es wurde einstimmig die Betei- gesungen. Der Vorschlag wurde gutgeheißen.“ Gauchor—
iigung an sämtlichen Gau- und Bundesveranstaltungen be neister Hans gibt dann die Reihenfolge der Vereine an
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