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uhs Saar-⸗Sänger⸗Bund
etonend. „Schlosser und Gesell“, „Vetter Michel“, „Mädal
heirgt mi“, schwungvoll und bewegt wiedergegeben, erweck—
ten, stürmischen Beifall. Nach einem stimmungsvollen Prolog
dielt der Führer Jakob Maurer seine Festinsprache. Nach
jerzlicher Begrüßung der Festgemeinde gab er in knappen
Zügen einen Ueberblick über die Entwicklung des Vereins,
on dem Tage an, da brave, deutsche Männer, Menschen der
schaffenden Arbeit, in Liebe auch zu den geistigen Gütern
unseres Volkes, an seiner Wiege slanden über die harten,
schwierigen Jahre des Völkerringens hinweg, das einen
Teil seiner besten Söͤhne im Kampfe um Heimat und Volt
Aünweggerafft, bis zum heutigen Tage, wo der deutsche
Zänger endlich vor der Erfüllung eines jahrzehntelangen
Zehnens steht. Ein kurzes Gedenken der Toten, Ehre
hrem Andenken! So wie in der Vergangenheit, so sei
auch heute und in Zukunft jeder Sänger seines Chores
bereit, seine besten Kräfte Volk und Nation zu schenken,
allezeit bereit, das deutsche Lied als eines unserer heiligsten
Büter zu bewahren. Ein warmer Dank an alle, singende
und fördernde Mitglieder, ein Sieg-Heil auf Volk und
Laterland, das Deutschlandlied schlossen seine Ausführun—
zen. Als Vertreter des Gauvorstandes sprach Sangesbruder
Thommes. Er stellte den deutschen Männergesang in seinen
Zielen und Aufgaben mitten hinein in das Ringen der
Begenwart um Volkwerdung und Nation. Wenn es waäahr
sei, daß unser Volk aus fseiner Vielgestaltigkeit zur Ein—
heit des Denkens und Empfindens komme, daß der mit der
Scholle verbundene Bauer wieder Grundlage echten und
resunden Volkstums werde, daß die schaffende Arbeit aus
lassenkämpferischer Verzerrung heraus den Stempel der
Ehre und Würde erhalten solle, dann sei unser deutscher
Männerchor allezeit Bahnbrecher gewesen, dann stehe er jn
zgerade am Ziele einer unendlich harten und schwierigen
Aufgabe. Der deutsche Männergesang sei doch immer die
Stätte gewesen, die aus ihrem Wesen heraus Brücken schlug
wischen Klassen und Ständen unseres Volkes. Indem er im
Liede die Seele unseres Volkes beschwinge. im Volksliede
zinabsteige an die Quellen echten und wahren Volkstums,
sei er der sichere Garant im Kamwfe um das Werden
unseres Volkes. Das klare Bewußtwerden dieser hohen
Aufgabe müsse dem Sänger, vor allem unseren iugendlichen
ZSangesbrüdern Ansporn sein, um so intensiver sich des hei—
igen Gutes unserer deutschen Kunst hinzugeben, das Volk
nmit geistigem Inhalte zu erfüllen. um so auch unsere deut—
schen Brüder an der Saar das klar fühlen zu lassen, daß
s naturhafte Bande sind, die uns mit unserem deutschen
Volke ewig und untrennbar verbinden, die durch nichts
zu zerreißen sind und die 1935 unser Schicksal zum Besten
intscheiden müssen. Aus seiner Hand empfingen eine Reihe
»on Sängern im Auftrage des Gaues für treue Arbeit die
gebührende Auszeichnung: so Heinrich Wagner für 40fjäh—
rige aktive Mitgliedschaft die goldene Ehrennadel des Bun—
des, Jakob Maurer, der 19 Jahre an der Spitze des Chores
teht, Melchior. Uebel und Herz für 25jährige Mitarbeit
die silberne Nadel. Eine Reihe fördernder Mitglieder er—
hielten für treue Gefolgschaft ein Diplom. Ein letzter war⸗
mer Appell zu weiterer tatkräftigen Arbeit beschloß seine
Rede. Die Burbacher Hüttenkapelle gab den instrumentalen
NRahmen mit auter. ansprechender Musif,
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Der Kirchenchor St. Michgel beging unter lebhafter An—
teilnahme der Pfarrgemeinde sein 7. Stiftungsfest. Im
Mittelpunkt standen treffliche Chöre, die unter dem Stabe
des Chormeisters und Organisten Huber klangvoll zu Gehör
gebracht wurden. Großen Beifall fand auch das Singspiel
„Das deutsche Volkslied“, sowie die Solovorträge von Ehrist.
Zentes, die Huber jun. ausgezeichnet am Flügel begleitete.
Pfarrer Dr. Traurich fand warme Worte der Beglückwün—
schung und herzlicher Anerkennung.
Das 30. Stiftungsfest der Sängervereinignung Loreley—
Viktorig Saarbrücken 5 gestaltete sich zu einem außerordent—
lichen Ereignis für unsern Stadtteil. Der mit deutschen
Flaggen geschmückte Festsaal des Volkshauses war ein—
schließlich der umlaufenden Galerie bis auf den letzten Platz
besetzt. Vorsitzender Görgen begrüßte die Erschienenen, ins—
besondere die Ehrengäste und die anwesenden Brudervereine.
In seiner Festrede hielt er einen Rückblick über drei Jahr—
zehnte eifriger Vereinstätigkeit im Dienste des deutschen
Gedankens. Er gedachte u. a. der 17jährigen Führung
seitens des verstorbenen Vorsitzenden Kleinbauer und der
Verdienste der früheren Dirigenten, Musiklehrer Kern und
jetzigen Oberregierungsrates Treitz. Er gruppierte seine wei—
teren Ausführungen um die Höhepunkte: Fahnenweihe 1907
bzw. 1908, Gedenkfeier für die 1914 gefallenen Sanges—
brüder 1922, Gesangwettstreite in Völklingen 1923562.
Preis im Haupt-, 3. Preis im Ehrensingen), Wertungs—
singen 1920, 1925, 1929 und 1932. Der Redner spräch
weiter von der neuen Zeitepoche, die unsere Arbeit neuen
großen Ideen unterordne. Auch in dieser neuen Zeit seien
die Gesangvereine ein Kulturfaktor, der den deutschen
Idealismus befruchte. Ein dreifaches „Sieg-Heil“ galt dem
deutschen Sang, der da klinge vom Saaresstrand zum Vater—
land. Der festgebende Verein bot unter Leitung seines
Chormeisters Musiklehrer Maas mehrere gutgewählte und
klangschön zum Vortrag gebrachte Männerchöre, „Lied von
der Heimat“ von Wagner-Schönkirch und „Ich laß von
mneiner Heimat nicht“ von Clgassen. Der Acanppella-Chor
Constantia erfreute die Zuhörer neben „Im Wald“ von
Weber mit zwei heiteren Darbietungen Schwefelhölzle“
und „Die Henne“. M.G. V. Concordia Altenkessel trug den
schwierigen Chor „Die heilige Flamme“ von Rein mit
autem Erfolge vor. Mit dem Strauß'schen Walzer „An der
schönen blauen Donau“, den Fräulein Liesel Ballier ton—
sicher und mit viel Charme sang, sicherte sich dieselbe einen
Beifall, der die Sängerin zu einer Zugabe zwang. Zwischen
den Liedervorträgen erfolgte durch den Gauvorsitzenden
Mayer die Ehrung der Jubilare. Die Ehrennadel erhielten
für 40jährige Mitgliedschaft Trouvain, für 25jährige Mit—
gliedschaft Großmänn, Pink und Hein. Der Verein er—
nannte zu Ehrenmitgliedern Minas, Krüger, Waschburger
und Heid. Ihnen wurde eine Vereins-Ehrennadel über—
reicht und allen Zubilaren durch den gemeinschaftlichen Ge—
sang des Saar-Sängerspruches gratuliert. Zu erwähnen
hleibt noch die treffliche Umrahmung durch das Orchester
ZRunafleisch. Iz
zZu einer würdigen und eindrucksvollen 48. Geburts—
tagsfeier hatte M.E.B. „Säugerkreis-Eintracht“ Saarbrücken
Sangesbrüder und Freunde eingeladen. Unter starker Teil—
nahme auch der heimischen Brudervereine stellte die „Ein—
tracht“, die sowohl ihrer Stärke als auch ihrer Leistungen
nach im künstlerischen Schaffen unseres Gaues eine Bedeu—
tüng errungen hat, das deutsche Lied in den Mittelpunkt
des Festes. Sie beanspruchte daunn auch den ersten Teil
für sich. Unter dem Stabe von Robert Carl bot der Chor
durchweg vortreffliche Chorliteratur, zu Anfang unter star—
ker Betonung des vaterländischen und heimatlichen Ge—
dankens. „Deutschland, heiliger Name“ von Baußnern klang
mächtig und markant und fand warmen Beifall. Dann
folgie lJeichte, heitere Musik, den Charakter des Volksliedes
Gau Saarbrücken-Burbach.
Ein erfreuliches Bild der Weiterentwicklung bot das
Wertungssingen der Gruppe 3 der Gane Saarbrücken-Bur—
bach, Köllertal und Schwalbach in Güchenbach. Gauführer
Meyer entbot herzlichen Willkommensgruß und eröffnete die
Veranstaltung mit dem „Deutschen Sängeraruß“. Beteiligt
varen: Constantia Saarbrücken 5 (gemischter Chor) mit
‚Abschied vom Wald“ von L. Senfl und „Die Henne“ von
Skandella: Vereinigte „Concordia-Rheingold“ Saarbrücken 5
mit „Der Reiter und sein Mädel“ von H. Lang und „Gebet“
IJrau Mia Kägelgen -Belz
Opern-⸗ und Konzerklängerin
Gelandsuntferrich
Margit Fabian
Konzerfsãngerin zur Laute
Saarbrũücken 5, Brunnenstr. 3, Tel. 25854
LInterricht im künstl. Lautenspiel.
20
45
Saarbrücken 3. Großkerzoq-Iriedrich-Straße 85