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treter Scheidthauer, Neunkirchen. Zum Gauchormeister wählte
man Chorleiter Kunkel, Wiebelskirchen, zu dessen Stelb—
vertreter Chormeister Wirtz, Illingen.
Unter Vorsitz von Wilhelm Fetzer fand eine Tagung statt,
in der sich M.G.V. Neunkirchen und M.G.B. Saargold zur
Erzielung höherer künstlerischer Leistungen unter dem Stabe
von Chormeister Henninger sangesbrüderlich zusammen—
schlossen, Die Organssation ist einer späteren Versammlung
vorbehalten.
Sein 35. Stiftungsfest beging der Männerchor Nenu—
kirchen durch ein trefflich vorbereitetes Festkonzert unter
dem Stabe von Chorleiter Heinz Omlor, aufs beste unter—
stützt vom Harmonie-Orchester von Professor Skohoutil unter
seiner persönlichen Leitung und mit Johannes Willy, Frank—
furt, als ausgezeichneten Solisten. Wir nennen: Aus dem
deutschen Parnaß von Butz, An die Musik von Lachner,
Zauberharfen-Ouvertüre von Schubert, Egmont-Ouvertüre
von Beethoven, Der Soldat von Schumann, Dank sei dir
von Händel und zum Schluß Leonidas für Bariton, Män—
nerchor und Orchester von Max Bruch — ein reicher
Blütenstrauß deutscher Kunst!
Männerchor Landsweiler-Reden vereinigte sich mit Män—
nerchor Wellesweiler unter dem Stabe von Chormeister
Josef Rein zu einem trefflichen Herbstkonzert, in dem zeit—
genössische Tonschöpfer: Reger, Trunk, Knab, Gernsheim,
Walter Rein aufs beste zum klingen kamen. Sehr ein—
drucksvoll waren auch die Massenchöre Deutschland von
Trunk und Heimatklänge von Stilz. Den instrumentalen
Teil bestritt bestens der Musikverein Landsweiler-Reden mit
Gluck, Schubert, Schlegel und Beethoven.
Gau Primstal.
Zwecks der durch die Bildung des Rheinischen Sänger—
bundes Mosel-Nahe-Saar erforderlich gewordenen Zu—
sammenlegung verschiedener Gaue waren 19 Ver—
treter aus den Bürgermeistereien Eppelborn, Lebach,
Bettingen zu einer Tagung in Eppelborn erschienen
Der Bund war vertreten durch seinen Schriftführer Stein
und den Geschäftsführer Rauchholz. Rektor Stein kenn—
zeichnete das Ziel der Tagung, verschiedene Gaue in einen
Großgau zu vereinigen. Die Notwendigkeit wurde auch von
allen anwesenden Sängern erkannt und man einigte sich
dahin, den Gan Prims-Ill-Thel zu bilden, dem nur die
Vereine der oben erwähnten Bürgermeistereien angehören.
Auf Vorschlag hin wurde der bisherige Vorsitzende des
Gaues Prims, Ewen, Bettingen, von dem Bundesvertreter
in seinem Amte bestätigt. Zu seinem Mitarbeiter bestimmte
der neue Gauvorsitzende Studienassessor K. Riehm, Lebach,
zum Gauchormeister. Bekanntgegeben wurde, daß nach den
Richtlinien des DEB. in Orten unter 3000 Einwohnern in
Zukunft nur noch ein einziger Gesangverein bestehen soll
Seine Tätigkeit wird der neugebildete Gau am 1. Januar
1934 aufnehmen. Die derzeitigen Vereinsvorsitzenden wur—
den vom Bundesvertreter als kommissarische Führer ihrer
Vereine bestätigt. Ab 1. Oktober 1933 ist der Bezug der
Deutschen Sängerzeitung Pflicht für jeden dem Bunde ange—
hörenden Verein.
Gau Saarbrücken.
Zur letzten Tagung nach der alten Bundeseinteilung
konnte Oberregierungsrat Jadeckel als Gauführer des Gaues
Saarbrücken neben den Vertretern fast aller Gauvereine
— unentschuldigt fehlte M.ß.VB. Harmonie — auch eine statt—
liche Anzahl Sangesbrüder begrüßen, zugleich Bundesführer,
Bundesschriftführer, Bundesschatzmeister und Bundes—
geschäftsführer. Man merkte es: die Größe der Stunde
wird von unsern Sangesbrüdern begriffen, man geht nicht
gleichgültig an den Dingen der Gegenwart vorüber. Der
jüngste Gauverein hatte die muiskalische Umrahmung über—
nommen, der Kath. Kirchenchor St. Michgel, der unter
dem Stabe Hubers auserlesene Chorliteratur trotz der Un—
gunst der Saalverhältnisse wirkungsvoll zum Vortrag
brachte. Gauführer Jaeckel erledigte die umfangreiche und
wichtige Tagesordnung in verhältnismäßig kürzer Zeit.
Es ist selbstverständlich, daß das große Bundesfest 1934
in musikalischer und organisatorischer Hinsicht Bund, Gaue
und Vereine in vollstem Maße beschäftigen muß und daß
es darum auch bei allen Tagungen den breitesten Raum
in Anspruch nimmt. Gauchormeister Hitzelberger gab den
musikalischen VUeherhsick. die aroße Linie des musifdglischen
ppph Saar-Sänger-Bunde“
Aufbaues. Nun kennt der Gau seine Arbeit, jeder Verein
weiß seinen Platz. Jetzt heißt es: Ans Werk kraftvoll und
entschieden! Ostern 1934 sollen die musikalischen Vorberei—
tungen vollendet sein. Er wies noch einmal auf die Be—
tellung des Notenmaterials zu den Massenchören hin, ins—
besondere der Kantate von Bruno Stürmer, die unbeding!
von allen großen und leistungsfähigen Chören mitgesungen
perden müsse. Es gibt jetzt kein Nörgeln mehr, der Weg
ist gezeichnet. Dr. Bongard unterstrich und ergänzte die
Ausführungen und legté dar, wie der Bund bestrebt sei,
auf diesem Feste Neues zu bringen: Neue Formen, neue
Wege. Der Volksgedanke als Nähr- und Wurzelboden alles
ünstlerischen Empfindens soll dem Feste in seiner musika—
ischen Ausgestaltung sein besonderes Cepräge geben. Zum
Wertungssingen am 19. November wurden noch einmal Er—
äuterungen gegeben und dabei betont, daß auch die Oeffent—
ichkeit herzlichst dazu eingeladen sei. Mitwirkung bei den
Bautagungen und den Gaunachmittagskonzerten: Der Gau—
ührer wies auf die Rundschreiben an die Gauvereine hin,
viederholte die Bitte, ja auch diese Seite unseres musika—
lischen Lebens nicht zu vergessen. Zwei Vereine wurden mit
der Weisung zur Verschmelzung in den Bund aufgenommen:
die „Deutschherren-Singemeinschaft“ und der „Kath. M.G. V.
Tonstantia“. Somit dürften wohl alle Vereine im Gau—
gebiete im Bunde erfaßt sein, aber auch vor dem Nächsten,
ür zunser Gauleben Entscheidenden darf nicht Halt gemacht
verden: Aus der Vielheit zur Einheit zu kommen, aus
iner unfruchtbaren, für musikalische Leistungen wertlosen
Zersplitterung zur Einheit zu gelangen. Zusammenschluß
ist das Gebot der Stunde, Zusammenschluß all der Ver—
rine, die noch zwischen Wirtshausmauern ein Dasein führen,
von dem doch die meisten selber wissen, daß es zu wenig
zum Leben und zu viel zum Sterben bedeutet! Haben wir
doch den Mut, aus der Enge und Muffigkeit uns zu, be—
freien! Jugend, jetzt wäre eigentlich deine Stunde gekom—
nen! Zum Führergedanken sprachen Jaecckel und Dr. Bon—
gard. Autoritäre Führung, Einordnung, freiwillige Unter—
ordnung um einer starken Idee willen! Dienst am Ganzen,
Dienst in der Gemeinschaft, so soll der Führergedanke in
unserer Sängerschaft verstanden sein! Ein Sieg-Heil auf
unser Volk und seinen Führer beschloß den Abend. T.
Der Gesangverein der Straßenbahner Saarbrücken ver—
einigte am Totenfest eine sehr große Hörergemeinde zu
einem weihevollen Gedächtniskonzert, das dem rührigen
Verein Gelegenheit gab, seine fortschrittliche Schulungsarbeit
unter Chormeister H. Lansch unter Beweis zu stellen, Einem
Vorspruch von Walter Flex folgten Chöre von Beneken,
Kuhlau, Schubert, Brahms, Hafsfler, Kämpf, Kaun und
Silcher in guter dynamischer Abschattierung. Das Streich—
quartett Lansch gab den instrumentalen Rahmen bestens mit
Sätzen, von Mozart, Haydn und Beethoven. Es bezeugte
die allgemeine Ergriffenheit, daß niemand den Versuch
lauten Beifalls machte.
Im Städtischen Saglbau fand das Wertungssingen der
3. Gruppe der Gane Saarbrücken und Fischbachtal vor dem
Wertungssachverständigen, Musikdirektor Chr. Ott, Zwei—
hrücken, mit folgender Chorfolge statt:
1. MGV. Liedertafel Saarbrücken 8, Chorleiter W. Schäfer, 68 Sänger
a) Wer geht mit A. v. Othegraven
b) Gebet Erwin Lendvai
2. Sängerbund Quierschied, Chorleiter E. Kredteck, 70 Sänger
a) Winterleid Armin Knab
b) Lindenschmied Walter Reir
3. Constantia 1894 e. V. Saarbrücken 2, Chorleiter H. Gillessen, 70 Sänger
a) O Lied Armin Knab
b) Drei Lilien H. Lemache;
4. Postgesangverein Saarbrücken, Chorleiter G. Hitzelberger. 70 Sänger
a) Septembernacht Walter Rein
b) Tummel dich gut's Weinlein Walter Rein
5. Kath. Männergesangverein u. Frauenchor Saarbrücken 1, Chorleiter N. Rodermann
75 Sänger und Sängerinnen
a) Hoch empor Franz Curti
b) Das stille Tal Nobert Larl
6. Saarbrücker Lehrergesangverein, Chorleiter Otto Schrimpf. 85 Sänger
a) Versus memoriales E. F. Zelter
b) Geseg'n dich Laub Walter Rein
7. St. Johanner Sängerbund, Chorleiter Fr. Grebe, 88 Sänger
a) Abschied Bruno Stürmer
by Der Tanz und die Mädchen Erwin Lendvai
8. Flora Fischbach Chorleiter Otto Schrimpf, 90 Sänger
a) Sanktus Palãstrino
b) Ein geistlich Abendlied E. Huͤmperdinl
9. Sängerkreis⸗Eintracht Saarbrücken 5, Chorleiter Robert Karl, 120 Sänger
a) Heilige Flamme Walter Rein
) Schau ich in Eure Augen Karl Weid⸗
10. Saarbrücker Liederkranz, Chorleiter Hans Liebe, 170 Sänger
a) Am Grenzstein Hugo Kaur
69 Ein schön teutsch Reiterlieb S RNiet d
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