Full text : 11.1933-1934 (0011)

Nr. 10 Irr FrBshlcchl Saar⸗Sänger-Bund sissinit
Burkard Cello) eine besondere künstlerische Note erhielt.
Der Chor wartete unter dem Stabe von Willi Scholler
mit Schäfers Sonntagslied von Creutzer, Silchers König
in Thule und Frisch gesungen, Waldmorgen von Köllner,
Die Ehre Gottes von Beethoven, Bettelbu von Pauli und
Deutschland von Heinrichs auf, übrigens einer nicht gleich—
mäßig wertvollen Chorliteratur! Das Quartett bot Streich—
quartette von Beethoven, Tschaikowsky und Haydn, und
errang sich starken Anteil an dem Gelingen des Abends.
Gau Allingen.
Das Herbstkonzert des Männerquartett Uchtelfaugeun be—
zeugte in Liedwahl und Chorklang, daß Chorleiter Zimmer
mit seiner wackeren Sängerschar erfolgreich bestrebt ist,
in die vordere Reihe der Bundesvereine zu rücken. Pale—
strina, Orlandi di Lasso, Schubert, aber auch Lendwai.
Rein kamen gut rhythmiert und in sorgsamer Dynamik
zum Klingen. Den instrumentalen Rahmen gab bestens
das Orchester unter Kapellmeister Weber.
Gau Köllertal.
Das vom „VBereinigten Männergesangverein“ und dem
„Fraueuchor Lebach“ veranstaltete erste Konzert gestaltete
sich zu einem Ereiqnis für die Besucher und den ganzen
Ort. Nachdem die Verschmelzung des „M.G. V. Lebach“ und
der „Eintracht“ im Laufe des Sommers Tatsache gewor—
den, sah man dem ersten Auftreten dieses stattlichen Klang—
körpers mit Spannung entgegen, zumal noch der neuge—
gründete Frauenchor und die vereinigten Orchester Klesen
sLebach) und König (Eppelhorn) mitwirkten. Die ganze
Aufmachung des Abends glich nicht den bisherigen Konzert—
veranstaltungen, sondern wickelte sich in ganz neuer Form
ab. Den Auftakt bildeten drei Kanons für Frauenchor
und zwar: „Auf, laßt uns singen“ von Cherubini „Heililo“
von Robert Kahn und „Er ist da“ von Friedrich Kuhlow,
denen sich zwei weitere des Männerchores „Ein einzig
böses Weib“ von Josef Haydn und „Warnung“ von Padré
Martini anschlossen. Sie erfuhren eine tonreine und
klangschöne Wiedergabe und verfolgten, wie wir annehmen
können, auch den Zweck, der Pflege des Volksliedes neue
Bahneu zu weisen und der musikalischen Erziehung des
gesangliebenden Publikums.«Karl Riehms, des Chorleiters
Bearbeitung des bekannten „Ich hört ein Sichlein rauschen“
für vierstimmigen Männerchor schloß sich mit gutem Vor—
trage an. Vier Chöre für gemischten Chor „Lütt Anna,
Susanna“ für eine Frauen- und Männerstimme, „Nach—
tigall, ich hör' dich singen“ mit Sologeige und Soloflöte,
Satz von Walter Braunfels, das neckische „Und schau ich
hin“, vierstimmig von Max Reger und „Rosestock, Holder—
hlüh“, zweistimmig mit Orchestersatz von Karl Riehm hil
deten den Abschlüß des abwechslungsreichen ersten Teiles
Nach kurzer Pause hörten wir wieder zwei Frauenchöre
„Ein Knäblein ging spazieren“ von Waldemar v. Baußnern
„De Kuckuck up de Tune sat“ mit zwei Soloinstrumenten
von W. v. Othegraven, dann einen Gemischten Chor Wenn
die Bettelleute tanzen“ für zwei Frauen- und eine Männer—
stimme mit Orchester von Leo Blech, einen Männerchor .Ade
zur guten Nacht“ von Karl Riehm und den immerschönen
Madrigalchor „Innsbruck, ich muß dich lassen“ von Heinrich
Isaak. Glanznummer und, Krönung des Ganzen waren
der sechsstimmige und sehr schwere Chor „Maria durch ein
Dornwäld ging“ für géemischten Chor von H. Kaminstky
und „Jan Hinnerk wahnt uphde Lammerstrat“, vpierstimmig
für gemischten Chor von Julius Röntgen mit Orchestersatz
hon Karl Riehm. Daß die Darbietungen dieses Abends,
die hervorragende Wiedergabe dieser Verlen des deutschen
Volksgefanges, edelster deutscher Tonkunst, den Geschmadk
der Besucher getroffen hatten und in die Herzen der in
andachtsvoller Stille lauschenden Hörer gedrungen waren,
bewies der brausende, von Vortrag zu Vortrag sich stei—
gernde Beifall. Chorleiter Karl Riehm, hatte Chyr und
Orchester fest in der Hand. Es zeigte sich so recht, was
ein Verein mit gutem Material — und solches steht dem
Verein nach dem Zusammenschluß und dem Frauenchor
reichlich zur Verfügung — bei geeigneter und hingebender
Führung“ zu leisten vermag. Wir sind fest, überzeugt da⸗
bon. daß Chormeister Riehm bei seinem eifrigen Streben
durchaus in der Lage sein wird, das Musik— und Gesangs⸗
leben in Lebach in neue Bahnen zu seiten und bei weiterer
Arbeit hervorragende künstlerische Leistungen zu vollbrin—
gen. Ein bespnderes Noh auch dem wackeren. autageschulten

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Orchester. Der festlich geschmückte Saal war ausverkauft,
Ruhe und Ordnung machten das Gehörte zu einem voll—
kommenen Genuß. Nach diesem Anfang bleibt dem Männer—
hore als auch dem Frauenchore nur ein glückliches Weiter—
aufblühen zu wünschen. Schade nur, daß am Ort noch
ein Gesangverein abseits steht. Hoffentlich erkennt er
recht bald das Gebot der Stunde, das da lautet: „Alle
Kräfte zusammenfassen, damit volle Arbeitsleistung im
Interesse der Sänger und des Ortes gewährleistet werden
zann.“ Vorwärts immer, rückwärts nimmer! Ldy.
Nach einem längeren Vortrag des Gauführers Altmeyer
dereinigte sich die Sängerschaft des Ortes zur Sänger—
vrereinigung Heusweiler. Die Versammlung wählte auf
Vorschlag beider Vereinsvorsitzenden Chormeister Schorr
zum Dirigenten. Diesem sieht nun ein leistungsfähiger Chor
zur Verfügung, mit dem er sicher noch manchen Erfolg er—
bingen wird.

Gau Merzig.

Iyu Saarhölzbach fand auf Einladung des Bundesvor—
standes eine Tagung statt zwecks Zusammenschluß der Gane
Merzig und Mettlach. Der Gesangherein Konkordia um—
rahnte die Tagung mit einigen Liedern. Nach einem Vor—
trag des Bundesführers über den ZFührergrundsatz erfolgte
die Wahl des nenen Vorstandes. Einstimmig wurde Schül—
leiter Griebler zum Gauführer gewählt und durch den
Bundesvorfitzenden bestätigt. Der weitere Vorstand setzt
ich folgendermaßen zusammen: Siellvertr. Gauführer
Engel, Mettlach; 1. Gauchormeister Lambert, Merzig: 2.
Maron, Mettlach; 1. Schriftführer Hey, Hilbringen; 2. Bohr,
Besseringen; 1. Kassterer Uwer, Merzig; 2. Konter. Besse—
vingen. Als Beisitzer wurden ernannt: Lessel, Mettlach:
Oswald, Saarhölzbach; Brausch,. Merzig und Mollemeyer.
Menningen. Zum Pressewart wurde VPodehl, Merzig, be
sttimmt. Gauführer Griebler dankte für das ihm entgegen—
rebrachte Vertrauen, dankte aber besonders allen, die bis—
her in den Gauen mitgearbeitet haben. Bundesführer
Bongard dankte noch besonders Sangesbruder Engel für
eine bisherige außerordentlich erfolgreiche Tätigkeit im
Bau Mettlach. Gauführer Griebler gab dann einen Ueber—
zlick über das, was in Zukunft noch zu leisten ist und be—
tonte, daß das Volkslied wieder Allgemeingut werden
nüsse. Gauchormeister Lambert berichtete über die Arbeiit
für das Bundesfest. Er empfiehlt Gaukonzerte, auch soll
der deutsche Liedertag weiter zum Volkstag ausgebaut wer—
den. Bundesführer Bongard unterstrich diese Ausführun—
zjen und wies dabei auf die Vflichten der Chorleiter hin.
denn der Sänger ist zugleich Träger des Volkstums. Des
veiteren berichtete der Bundesführer über die Neuregelung
der Arbeitsmethode in Bund und Gauen. Mit dem Saar—
lied von Beck wurde dieser denkwürdige Gautag geschlossen
Die Merziger Liedertafel konzertierte vor vollbesetztem,
heifallsfreudigem Hause unter dem Stabe von Chormeister
P. Lambert mit ausgezeichneten Gaben, dem 23. Psalin
und der Kleinen Schäferin von Schubert, dem Befreiungs—
lied der Deutschen von Armin Knab. An dem Erfolg des
Abends hatte starken Anteil die Quintett-Vereinigung unter
A. Hoffmann. 3. B. mit dem Concoerso grosso von Händel

Saoaun Saarttal Meftionch

Unter dem Motto: „Frei wollen wir sein und treu und
vahr, deutsch wollen wir bleiben am Strande der Soar“
»eranstaltete M.E.V. Eintracht Mettsach unter dem Stabe
pon Chormeister E. Rust ein gutbesuchtes Herbstkonzert.
Die Vortragsfolge enthielt neben guten Musikstücken der
Musikvereinigung Mettlach-Keuchingen treffsich vorgetragen?
Thöre von Mendelssohn, Silcher, Rein, Lendvai, Heinrichs.
Lang. Beck und Baußnern. So fehlte es dem strebsamen
Verein nicht an dankbarem Beifall!

Gan Neuntireßen.

In Gegenwart des Bundesvorsitzenden Dr. Bongard er—
olgte die Neuwahl des Ganvorstandes des Gaues Neun—
kirchen-FTllingen. Erster Gauvorsitzender wurde Hütten—
zeamter Reüter, Wiebelskirchen. zweiter Vorsitzender Seel
Illingen, dritfter Barth, Neunkirchen, Gauschakßmeister Wal—
er, Ottweiler, Stellvertreter Franz. Neunkirchen. Gau—
Mrifftführer wurde wieder Schmidt, Neunkirchen. Stossyer
            
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