Full text : 11.1933-1934 (0011)

Seite 238 IINR inihl Saar⸗Säuger-Bund Isn usshbblh NRr. 10
beste und zeitgemäße zu wählen aufforderte, damit, sich zierte Harmonik, Klangtrübungen, unsangliche Melodik, sie
auch unsere Männergesangvereine in die Einheits— ist aus dem Attordgefühl heraus unvokal, liebt plötzlichen
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ation r ik — fr ⸗ rreihung n Improvisationen, pathetisch senti—
nung des nationalen Kitsches — einreihen. Seine weiteren mental. Die Spätromantiker stellen sich da) vor die
Ausführungen galten der künstlerischen Vorbereitung des Titanen, sie zu überschatten, sondern hinter sie, um sich
Bundesfestes, der Durchführung des Gemeinschaftsgedan- hinter ihnen zu decken.
kens, so daß auch in den Sonderkonzerten nicht einzelne Die neue Chorliteratur ist geschaffen aus der
Vereine, sondern die Gaue zu Trägern würden und zwar zeisftigen Haltung' des neuen deutschland, ein neues Aus—
unter verantwortlicher Führung des Gauchormeisters. Für drucksnittel, unbewußt von schöpferischen Naturenali—
die Wein wde e arhetn dDe , werden nählig aus dem Bolrsliedfatz eutwickelt, wie wiederum
— ierzeae gegen Frank— ahlreiche Chorproben deutlich machten. Kennzeichen der
— ß dree n —— D e hünnt Tonschöpfungen, die wirklich als Ausdruck der geistigen
n die neue Vhtn sanem VWor unt praktischen wgeß deuns de euen euntsnd angusehen nd Peruge
spielen. In letzter Zeit ist in der Männerchorbewegung die d ei rte — attordische Hewchtsbelastung, nicht
Frage nach der Chorliteratur brennend geworden. Je 88 eit, der Fangwirtung. Menern —
nach Einstellung wurde die neue propagiert, bekämpft oder ind mhdß cftnnmig vft — srtne eig re
gemieden. Nicht alle Bünde fanden so wie der S.S.B. den sornm —— nig oiteitinzelnen Instonmentengen vn
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di aiften e 6— get Sif fiddo an —— 834 der Instrumentalmusik, alle Stimmen bringen gewisser⸗
naßen Spiegelbilder der leitenden Melodie. Alle musika—
e e r d eee e en n ez sehehte sund uunzetten httenrung der eb dihtt
age: , en rstarkung der melodischen Kraft; man sieht es ihr
üuddegestern ist schließlich eine Frage nach der geistigen icht n wahe Wlded dahnterteden “ — 2
— ꝛrrzee: ie nicht einfach aus dem Gehör heraus begleiten. Er—
Die neue Musik — was will sie? was ist anders ge⸗ 3586 7 .
worden? Der — um diese A e Zerntdee —D ———
geleise geschoben — ob homophon voder polyphon, vb zweie Ri hyhen n z die Akzente werden berschoben Frneuc,
drei⸗ oder vierstimmig, wertentscheidend set die Schwierig⸗ zuug der mastlerischenGest ahtu u gedas Ganze deachs
eit ddegein set Mustie heaodteposigtpepgurs gueint gugan sz aune guer Ioige an. onzenratton der imeiodischen
die he Muftt ht Deseutthe enh zeteenbtshe Mte udet boguontdenr osgehe üt, Zeshung auhhtehners
ist nicht immer neue Musik. Professor Rein unterschied nun e — —— —RꝛX Febddurd
e erre 1. Liedertafelei, 2. Spätromantik und 3. gndu we fingeudes Bölt'müsfe uim Glauben
Die Jedertafelei bevorzugt die hochgezüchtete teche du 5* —A— de⸗
nische, artistische Leistung. Daher ist ihr das Konzert Bundeschormeifter Bege füagte den“ bed olus⸗
die herrschende Form, Diese Sucht nach dem Paradischen dne hsrwesehee diesate —S Gusn
dem Birtuosenhaften spiegelte die Zeit wieder in Liszt und egengenommen wurden, Belehrungen aus der Pratis er
Paganini. Und so wie diese „in Erstaunen setzten“, so deft — * rß 5
— —*8* en sen Dek amation Aussprache der Endsilben und den Kanon an.
Haus das Konzert, indem ind dem V derhe vr denn gab Vunndesschristsührer Fe dem Dant ore
schwer scheinenden Salonstücke borgetragen wurden — man Sun rpenen eHrdn y dner uind. Abie Frisensep
tüt so, als ob. Durch einen ad hoc aus Chorleitern zu— aß Wornee eadre mit inem begeistarnden Dusru
sammengestellten Chor veranschaulichte der Redner nun we Meidiazr Deliersrhett m Snne er gndgr —
CEhsre aus dieser Geisteshaltung der Liedertafelei: wohlige zaben der deutschen Sängerschaft An Anfange wan
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zolge von unmotivierten Vorhälten, solistisches Hervor— e e
treten einer Stimme, Herauffschrauben des ectla in Am folgenden Tag folgte dann — wiederum im Fest⸗
hohe Lagen, effeltvotle, inaillge Swhlässe! Das ist die verr saa e Fangerheimns F, das mit, Spannung erwartete
logene Hallung der Liedertafelei verlogen wie ver Haus- Bumndessängen der Grußgpe 2.mit, Grofessor Walter
bau der gleichen Zeit mit feinen prunkenden, aber unbchten Rein als Sachverständigem. Die Ueberfüllung von Saal
Fassaden“ Der größle Teil der heutigen Siegheiichore“ und Rehenrgumen war der beste Beweis für das außer⸗
It nichis anderes als Liedertafelet im“ neuen Mantelchen. drdentlichs Interesse. Als Vertreter des Bundesvorstandes
e Mittel müsen Innnner n Derhalnis n den Gehalten at uen Fat hh ith pege tnhdie gengttige
tehen, zu großen Gehalten ör ürli e 2nogeneinde, esse, zule ings⸗
enene groß gehhren natürlich auch aroße sachverständigen, dem er, wie allen beteiligten Chorleitern
Die Spätromantik stellt die zweite Gruppe dar, no Sängern den Dank des Bundes übermittelte. Hier die
deren Wesenheit wieder deutlich wurde durch Beifpiel uns Vortragsfolge:
daeeee ‚weier vorgetragener Chöre. Hier: Aus— N Dohlotdis giltentenet Do gane int Dde Vehregoteen Rieb
malung des einzelnen, ganz dem Text hingegeben, jeden —*8
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haltlos und formlos zerfließend, dem Ausdruck sind keine W walera Armin Knab
Grenzen gesetzt, er hat aber nur Gültigkeit für den Mus dewn Walter diem
Sprechenden. Dort: Gesamtstimmung, die Gefühle, die der 3. Lvra Rohrbach, 54 Sanger, Chorleiter Gs. Wilker an
Text auslöst, werden in straffer Zucht dem musikalischen —— — —I —
Formungsgesetz unterworfen, objektiviert. Und so erhebt 4. MGV. Kirkel, 60 Sänger, Chorleiter E. Ebert
sich das einzelne ins Allgemeingültige. Hier ist die Musik der Linsiebler Paul Scholz
in untergeordneter Stellung gegenüder der ichhaften Hal— . Die Sonne ist verblichen Walter Rein
tung, dort ist sie die übergeordnete geistige Macht, die 5. Euphonia Saarbrücken, 55 Sänger, Chorleiter W. Lorscheider
sahliche Haltung forderte Diese Sutscheldung ürge' nic — eie e
bei der Aesthetik, sondern bei der Weltanschäauung. Das 6. Eintracht Mettlach, 80 Sanger, Chorleiter E. Rust
neue deutsche Weltbild stellt Gemeinnutz vor s Se aerleitex E. Ru Hildebrandt
Eigennutz, fordert Gemeinschaftssinn, Abkehr von der sich Snelderr ouvage Bealter Rein
selbst so wichtig nehmenden Problematik (Lilt), entschlossene 7. Quartett-Verein nuta ge — —— *
9 b 7 F —*— 7 engraben rm. Unger
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eree nngtiene ütsd ne ger n * ne d graihungs, 8. Liedertafel Wirchelxtinchent 67 —E s5. auntel Wer R
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Musik zu bilden, zu formen, ihn aufzurufen tuet Wonngotinder
3 u r Mi tarb ei t —X Einordnun g, zu m Mut! 9. Liedertafel Wallersangen, 86 Sänger, Chorleiter 3. Sibille
Die Spätromantik aber ist müde, dekadent. diebt kombü Dr delt ein Ianerlemn agen Welr

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