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Rezitation von Karl Teusch und die Begrüßungsrede des
Vorsitzenden Lex an den Vertreter der Stadt Dr. Schuh—
macher, des S. S.B. Thommes, der auch den erkrankten
Bundesvorsitzenden zu vertreten hatte, an Sangesbrüder und
Sangesfreunde. Er gedachte ehrend der vorstorbenen und
gefallenen Mitglieder und betonte die Verbundenheit der
Saarsänger mit dem Vaterland. Seine Ehrungen galten
den Sangesbrüdern Wilhelm Kersch, A. Lengler, Ph. Geis—
bauer und Otto Krieger. Namens der Stadt überbrachte
Dr. Schuhmacher in begeisternden Worten Glückwünsche und
Grüße, für Bund und Gau gratulierte Herr Thommes, mit
hohem vaterländischem Schwung ebenfalls auf die volks—
deutsche Bedeutung der Liedpflege hinweisend. An den
chorischen Darbietungen waren mit trefflichen Gaben be—
teiligt: M.Quartettverein Saarbrücken 1, Kathol. M.G. V.,
Saarbrücker Sängerbund von 1860, M.G.V. Frohsinn
Saarbrücken 1 und Deutschherrn-Singgemeinschaft Saar—
brücken 1. Dem M.G. V. Germania wünschen wir kraft—
vollen weiteren Aufstieg!
M.˖G.B. Euphonia hatte seine Mitglieder und Freunde
als Auftakt zur Winterarbeit zu einer internen Brahms—
Feierstunde eingeladen. Vorsißender Graf eröffnete die
Veranstaltung mit einem Vortrag über Brahms Leben
und Schaffen. Maria Burger am Flügel leitete stimmungs—
voll ein und gab mit dem Walzer-Opus 39 und den
ungarischen Tänzen Proben ihrer feinen Kunst. Willi
Lorscheider sang mit seinem schönen, gepflegten Tenor
Brahmslieder, von Maria Burger feinsinnig begleitet. —
Nach kurzer Pause fand die Jahres-Hauptversammlung statt,
vom deutschen Sängerspruch und dem Türmerlied stim—
mungsvoll eingeleitet. Vorsitzender Graf sprach Worte herz—
licher Begrüßung. Zum Gedächtnis der verstorbenen Freunde
erklang feierlich Schuberts „Sanktus“. Es folgten die
Rechenschaftsberichte des geschäftsführenden Vorstandes.
Schriftführer Clos erstattete einen klar umrissenen Jahres—
bericht. Kassierer Schneider gab einen übersichtlichen Be—
richt über die Finanzlage des Vereins. Der Chorleiter
Lorscheider sprach über musikalischen Aufbau und Zukunfts—
arbeit. Er fand warme Worte der Anerkennung für seine
pflichtbewußten Sänger. Darauf wurde dem Vorstand ein—
stimmig Entlastung erteilt. Die Neuwaähl erfolgte nach den
Richtlinien des Bundes. Sangesbruder Graf wurde ein—
stimmig zum Vereinsführer gewählt, der übrige Vorstand
wurde bestätigt. Nach internen Verhandlungen fand die
Versammlung nach Verlauf von knapp einer Stunde mit
dem Saarfängerspruch ihren Abschluß. Zum ersten Male
eine Jahres-Hauptversammlung, herausgerissen aus klein—
licher Vereinsmeierei und gestellt auf die hohe Stufe
ernster, verantwortungsbewußter Arbeit!
Der Saarbrücker Liederkranz e. V. beging sein 65. Stif—
tungsfest durch ein Festkonzert, an dem Männerchor Saar—
hrücken unter Leitung von Otto Schrimpf, Liedertafel Saar—
brücken unter Wilhelm Schäfer, der Saarbrücker Liederkranz
unter seinem neuen Leiter Hans Liebe und das Orchester
des Berufsmusiker-Perbandes unter Müller beteiligt waren.
Chöre von Baußnern, Heinrichs, Kaun, Finken, Othegraven,
Geilsdorf und Heuberger rückten die Leistungsfähigkeit der
beteiligten Vereine ins Licht. Vorsitzender Weißgerber be—
leuchtete in seinen Begrüßungsworten die kulturelle Arbei—
des Vereins und spräch allen Dank aus, die zu seinem
Aufstieg beigetragen haben. So konnte eine Reihe von
Ehrungen vorgenommen werden. Für Bund und Gau
sPprach Bundesschriftführer Stein herzliche Worte des
Dankes und der Beglückwünschung. Daran schlossen sich
die Gratulationen der befreundeten Vereine
qlil Saar⸗Sänger-Bunde
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und „Die stille Stadt“ von Armin Knab, „Drei Lilien“
»on Lemacher usw. Zwischen den einzelnen Chordarbie—
ungen gab unsere einheimische Pianistin Else Heinrich
Proben ihres Könnens. Die Erfolge, welche sich Frl. Hein—
ich mit Beethovens „Kondo 6⸗Dur Opus 51 Nr. 2“ und
Thopins „Ballade G⸗Moll Opus 23“ buchen konnte, was
a auch der kräftige Applaus bekundete, sind ein Beweis,
daß hohe Kunst nicht nur den sogenannten „Gebildeten“,
ondern auch unseren Sängern, die andächtig den Darbie—
ungen lauschten, dargeboten werden kann. Der Künstlerin,
die sich in liebenswürdiger Weise unentgeltlich dem Verein
zur Verfügung stellte, sei herzlichst gedankt. Im 2. Teil
rahm der Vereinsführer Bauer die Ehrung der Jubilare
or. Gauführer Oberregierungsrat Jäckel überbrachte die
Hrüße des Gaues und fand in seiner Festrede treffliche
Worte für Jubilare, Besucher und Jugend. Mit Freude
betonte er, daß der Verein als einer der rührigsten inner—
halb des Gaues Saarbrücken gelte, der immer zur Ver—
fügung stehe, wenn Gau und Bund rufen. Die Chöre
„Mahnung“ von Heinrichs und „Deutschland heil'ger Name“
»on Baußnern leiteten über zu einem Treuebekenntnis zu
uinserem lieben Vaterland und seiner Regierung. Mit
zeller Begeisterung erklangen das Saar-, Deutschland- und
dorst-Wessel-Lied und gaben so dem Konzert einen wür—
digen Abschluß. Das Orchester der Berufsmusiker Saar—
hrücken bot dem Konzert eine gute Umrahmung. Fr. Th
M.G. V. „Frohsinn“ Saarbrücken 1 machte seinen vorge—
ehenen sonntägigen Besuch in einem der Saarbrücker Kran—
?enhäuser, und zwar dieses Mal auf dem Rastphul, wo—
elbst sich auch ein eifriger Sangesbruder Willy Lallmann
hefand. Die unter der Leitung von Oberlehrer Peter Barth
trefflich vorgetragenen Chöre, Werke von Friedrich Silcher,
W. v. Baußnern und P. Geilsdorf, fanden reichen Beifall
M.G.V. Frohsinn Saarbrücken beging sein 40. Stiftungs—
test. Stellvertretender Vorsitzender O. Merbeth begrüßte
alle aufs herzlichste, insbesondere den Vertreter des Bundes,
den Pressevertreter der Saar-Front und nicht zuletzt die
Mitgründer und Ehrenmitglieder des Vereins. Der Redner
Jab dem Wunsche Ausdruck, daß man diesen Abend zu—
ammen im Sinne sangesbrüderlicher Verbundenheit ver—
eben möge. Nach einem sinnreichen, gut vorgetragenen
Prolog, gesprochen von Edith Wagner, brachte der Männer—
hor unter der Leitung von Oberlehrer P. Barth Werke
jon Silcher, Lendvai, Kaun, Heinrichs, v. Baußnern, Kämpf,
veilsdorf und Othegraven, wieder erneut sehr beachtliche
deistungen. Das Orchester von H. Lansch brachte einige
erstklassige Konzertstücke zu Gehör, welche starken Beifall
fanden. Als Vertreter des S.S. B. überbrachte Gauschatz—
meister Wollbold die besten Glückwünsche und Grüße. Vor—
hildlich stehe der M.G.B. „Frohsinn“ da, der seine Ob—
iegenheiten immer aufs beste erfüllt habe. Dem verdienst—
reichen Ehrenvorsitzenden Joh. Mettel verlieh er für 40—
ährige aktive Mitgliedschaft die Ehrennadel des S.S.B.
Der Jubilar dankte mit ergreifenden Worten für diese
ehrendolle Auszeichnung, richtete anfeuernde Worte an die
Jugend und gab das Versprechen ab, weiterhin unentwegt
der Sängersache zu dienen. M.G.V. „Germania“ und der
dath. M.G. V. mit seinem gem. Chor brachten noch einige
zjute Chöre zu Gehör, alsdann setzte man fröhlich zum
Tanz ein. 8
Der um die Pflege der Kammermusik besonders ver—
zdiente Musikverein Harmonie wartete an seinem 1. Kammer—
musikabend mit dem Klarinettenquintett H-Moll von
Brahms und dem Klarinettenquintett a-Dur von Mozart
auf. Die Mitwirkenden Prof. Philipp Dreisbach, Stuttgart
Klarinette), Prof. Hans Skohoutil (Violine), August Mappes
Violine), Günter Lemmen (Viola) und Wilhelm Pitz
Violoncell) sicherten den verhältnismäßig selten aufge—
ührten deutschen Meisterwerken durch feines, sicheres und
böhllig rundes, geschlossenes Spiel tiefsten Eindruck. Ebenso
hochwertig war im 2. Kammerkonzert die Darbietung des
Streichguartetts in A-Moll von Schubert, des Quartetts
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I — Vad — Wacholder-Destillierie
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—V J — iu Saarbrücken 5. Wilhelmstr. 6, Tel28771
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