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Zusammenkunft Gelegenheit zu geben, gemeinschaftlich auf—
zutreten. 8. Unser Gauschatzmeister Herr Schlund ist ange—
wiesen, falls angeforderte Beiträge auch für 1933 nicht
bis zum 15. 12. 1933 überwiesen sind, durch Nachnahme
zuzüglich Kosten erheben zu lassen. 9. Anfragen um Aus—
kunft nehmen in letzter Zeit derart überhand, daß es mir
gänzlich unmöglich ist, ohne beigefügtes Rückporto Antwort
zu erteilen. Unsere neue Anschrift lautet: Rheinischer
Sängerbund, Nahe-Mosel-Saar — Gau Trier-Land —
z. Hd. Herrn Gaͤuschriftführer, Arnold Mayerer, Ruwer
dei Trier. 10. Bundeschormeister Palmatius Wilhelmi,
Trier, Kaiserstraße, erteilt in musikalischen Angelegenheiten
gerne jedem Bundesverein Auskunft und ist nebenbei, wie
auch unser stellv. Bundeschormeister Adolf Huber in
vonguich gerne bereit, gegen die baren Auslagen auf An—
forderug“ an Ort und Stelle, soweit Freizeit vorhanden
ist, Ratschläge zu erteilen. 141. Wir bitten alle Bundes—
vereine, uns diejenigen Vereine namhaft zu machen, welche
bis jetzt noch nicht dem deutschen Sängerbund angehören
und als sogenannte wilde Vereine zu betrachten sind.
12. Voraussichtlich findet unsere Jahreshauptversammlung
am 1. oder 2. Sonntag im Monat Januar 1934 statt,
Als Tagungsort wird wohl ein anderer Ort wie Pfalzel
in Frage kommen, da Pfalzel dem Gau Trier-Stadt zuge—
teilt worden ist. Bei der Auswahl unserer zukünftigen
Tagungsorte muß darauf gesehen werden, daß solche Orte
in Betracht kommen, die nach allen Richtungen hin gut
erreichbar sind. Schon jetzt machen wir alle Vereine darauf
aufmerksam, daß alle Tagungen restlos durch Delegierte
besucht werden müssen.
llll Saar⸗Sänger-⸗Bun“ „dun Nr. 9
Bernkastel. Ihre Darbietungen fanden wie die Massen—
chöre begeisterten Beifall. Dise Gaukapelle Cues führte sich
als Chorbegleiterin und als Kapelle aufs beste ein.
Gau Beckingen.
Unter Leitung von Gauvorsitzenden Fries und in An—
vesenheit von Bürgermeister Thielen lösten sich in einer
Beneralversammlung die beiden Rehlinger Vereine auf
und schlossen sich zu einem neuen Verein zusammen, für
den bereits 1283 Beitrittserklärungen vorliegen und der
sich unter Führung des Lehrers Heitz stelldbe, der vom
Bäuführer bestätigt wurde. Gemeinde und Sängerschaft
sind zu diesem erfreulichen Zusammenschluß herzlichst zu
deglückwünschen!
Vor ausverkauftem Hause veranstaltete M.G.B. QOuar⸗
ettverein Almenrausch Haustadt ein Konzert. Es wirkten
mit: Die Werkskapelle der Firma Karcher K Roth, Beckin—
gen, K. Schäfer (Tenor), der Männerchor des Quartett—⸗
bereins Diefflen und des Quartettvereins Almenrausch,
heide unter dem Dirigenten K. Schäfer. Gauleiter dui
überbrachte die Grüße des Bundes und sprach über Zweck
und Ziel unserer Chorbewegung. Die Vortragsfolge des
Abends brachte Werke von C. M. v. Weber, Hugo Kaun,
D. di Lasso, Fr. Silcher, M. Neumann, H. Heinrichs. Alle
Darbietungen fanden großen Beifall.
Gau Brebach.
Ougartettverein Hanweiler-Rilchingen veranstaltete einen
Unterhaltungs- und Tanzabend. Für die unter der Leitung
von Chormeister Wilcker vorgetragenen Lieder ernteten die
Sänger reichen Beifall, so daß sie sich zu Zugaben ent—
chließen mußten. Den humoristischen Teil bestritt Herr
Kasper mit seinen vier Getreuen Bopp, Burger, Hell und
Robert. Der zweite Teil galt einem gemütlichen Tänzchen,
'o daß jeder zu seinem Recht kam. Der Gau Brebach
par d Gauchormeister v. d. Eltz und Pressewart Gebe!
vertreten.
Gau Bernkastel.
Mit größeren Schwierigkeiten war die Durchführung des
nach den neuen Bestimmungen notwendigen Zusammen—
schlusses der beiden M.G.B. Graach 1870 und Männer—
quartett zu einem neuen Gesangverein verbunden. Auch
Bundesführer Dr. Bongard versuchte die hadernden Par—
teien auf gütlichem Wege zusammenzubringen, Stützpunkt—
leiter Kieren berief eine Versammlung zur Gründung des
—A
fassung aller Kräfte zur Pflege des deutschen Liedes auf—
rief: „Nichts ist so berufen, Klassen- und Standesgegen—
sätze zu überbrücken, kurz dem Gemeinschaftsgedanken „Einer
für alle und alle für einen“ zum Siege zu verhelfen, als
das deutsche Lied!“ Erfrenlich war das Ergebnis: 20
aktive und 80 Inaktive erklärten ihren Beitritt. In—
zwischen ist ihre Zahl erheblich angewachsen, und unter
Chorleiter Cohnen, Wehlen, fanden bereits die ersten Ge—
sangstunden statt.
Anläßlich der Weinkirmes und dem damit verbundenen
starken Fremdenverkehr in Bernkastel trat der neugegrün—
dete Gau mit dem Bezirk J (340 Sängern) zum erstenmal
vor die Oeffentlichkeit; In geschlossenem Zuge marschierten
die Vereine unter den schneidigen Marschweisen der Gau—
blaskapelle Cues, begleitet von dem Vertreter des Kreises
der Stadt, der Wehr-, politischen und wirtschaftlichen Ver—
bände und ihren Fähnenabordnungen, zum fahnengeschmück
ten Marktplätz, wo die Weihestunde der deutschen Sänger—
schaft mit stissem Gedenken an die Opfer des Weltkrieges
und der nationalen Bewegung würdig eingeleitet wurde.
Gauführer Groß begrüßte dann in herzlichen Worten die
gesamteé Sängerschaft und die Ehrengäste, an ihrer Spitze
Vandrat Middendorf, Beigeordneten Popp, den stellvertre—
tenden Kreisleiter Maringer und die Vertreter der vater—
ländischen Organisationen und der Frauenschaft. In be—
geisternder Rede feierte er das deutsche Lied als Träger
des deutschen Gedankens, als Begleiter des Menschen von
der Geburt bis zum Grabe, als befeuernde Macht in vater—
ländischen Nöten wie an der Saar und für den Soldaten im
Kriege. Alle undeutsche Musik und der undeutsche Tanz
müssen verschwinden! Aber auch die Uneinigkeit und Zwie—
tracht in der Sängerschaft müsse ein Ende haben. Jeder
sanges⸗ und musikbegabte Deutsche ohne Unterschied von
Stand und Klasse gehört in unsere Chor- und Musik—
vereine. Auch im Gesangsleben gilt die Devise: Alles für
Deutschland! Sein begeistert aufgenommenes Hoch galt den
Führern des neuerstandenen Reiches! An den Chordarbie
tungen waren beteiligt: M.G.V. Kautenbach, Männerchor
Graach, Sängerbund Lieser, M.G.V. Andel, M.G.V. Mon—
gelfeld, Männerauartett Bernkastel, Gem. Chor des M.G.V
Gau Köllertal.
An dem vor vollbesetzten Hause trefflich verlaufenen
derbstkonzert des Gaues Köllertal waren beteiligt Män—
ier⸗Quartett-Verein Hilschbach unter Trouvain, Frohsinn
Walpershofen unter Jungmann, Vereinigte M.G.V. Lebach
unter Riehm, M.G. V. Hilschbach⸗-Ziegelhütte unter Schorr,
M.G. V. Einigkeit Güchenbach unter Ziegler und M.G.V.
Büchenbach unter Jungfleisch. Gauvorsitzender Altmeyer,
Bürgermeister Ahrens und Lehrer Fischer betonten die
bolksdeutsche Bedeutung des Liedes, namentlich des Volks—
liedes. Gauchormeister Jungfleisch hielt einen sehr inter—
essanten Vortrag über seinen Besuch der Chorleiterschule
und damit gleichzeitig über neue Chorliteratur, die er
hestens mit seinem Männergesangverein zur Anschauung
brachte. Bundesschriftführer Stein unterstrich mit herzlichem
Dank den lebhaften Beifall, der dem Redner zuteil wurdoe.
M.G.V. Güchenbach konzertierte sehr erfolgreich unter
dem Stabe von Bernhard Jungfleisch, der übrigens eine
gute Einführung gab, mit Mozart „Die Seele des Welt—
alls“ und Ehören von Haßler, Deprèes, L. Weber, Gumpelz—
seimer, Rein, Lang, sowie mit vaterländischen Chören von
RKein, Baußnern, Beck und Stilz. Mit Anerkennung buchen
wir auch die Klaviervorträge von Jungfleisch und Zyrus,
die Beeihoven, Lißt und Brahms zu Gehör brachten und
wie der Chor reichen, dankbaren Beifall fanden.
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