—A IllJ Saar⸗Saänger⸗BVup Ip Nr. 9
ich es sagen. Dies „In kleinen Verhältnissen Aufgewachsen- Als Künstler kenne ich ihn nicht. In irgend einem Ver—
sein“ ist sein Fehler, für den er ja selbst nichts kann. Daß hältnis zu ihm steht —— von Finck, denn sie duzen
der Mensch es doch nie adet nn Wean er mit den sih * war aude nohere unn war en
Groschen gekämpft hat, au päter nicht, wenn er im o sehr erstaunt, sie in Hosen zu Tisch kommen zu sehen.
en itd— der edle Mensch wenigstens nicht. Dieser Sie interessiert mich. Sie scheint klug zu, sein. Sie hat
Kampf, läßt Spuren Frh Sie sind fast unsichtbar, aber vieles gesehen, ich glaube empfindend gesehen. Sie da
ihrer sind viele, viele. Ein geübtezs Auge entdeckt jeden in Paris studiert, wie lange? Mit welchem Erfolg? Ich
—s F ee ganze —X wtbeunden —A— jedenfalls möchte ich rasend gern was von
gewesen, festgebunden. Mangel an Ge— miedet un
an die Erde, man bekommt die Flügel geschnitten, man 4133
mertt es nicht, weil die Schere ganz dorsichtig tägüch nur Das sind die Priester, die dir, Worpswede, dienen.
eine Ahnung abschneidet. Was zat dies böse, böse Schick Paris. Wir kennen jetzt einen ganzen Schwarm junger
v den Menschen schließlich i oien enaer Fansther Mie denen ziehen m aeneh
roße, Unbefangene, das unabhängig Stürmende, das Stü— über Land; tanzen, rudern, singen in der Dämmerung
Prometheus, das titanenhaft Kräftige im Manne, die Ur- deutscche 'gieder, sind überhaupt „deutsch“. was hier
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es auch be ackensen. Er ist ein famoser Mann, geklär iger Schlag: zuverlässig, ar in nd se
in jeder Beziehung, steinhart und energisch, zärtlich weich anders als die jungen Franzmänner. Sie sind mit Feuer
zu seiner Mutter. Doch das Große, das unsagbar Große, dei ihrer Sache. Da kommen eine Menge natürlicher guter
das ist verloren gegangen. Im Leben nicht, in der Kunst. Anschauungen zutage, die einem das Herz erfreuen und
Schade, schade. erfrischen.
Der zweite im Reigen ist der kleine Vogeler, ein Berlin, Heute morgen berichte ich Dir noch schnell
reizender Kerl, ein Glückspilz. Das ist mein ganzer Lieb—⸗ »on allen schönen Dingen. Am Sonntag erlebte ich mit
g Fe ist nicht 8 Anadineuchteitsmensh yre Feagnben Farg Wehr v7 wundervolles n ee die dere
er lebt in einer Welt für sich. Er führt bei sich in der Eroika von Beethoven. Da kommt der wunderbare
Tasche Walther von der Vogelweide und dih Knaben Trauermarsch darin vor, der immer wieder und wieder
Wunderhorn. Darin liest er fast täglich. Er träumt darin hervorbricht, getragen und leise. Und darauf kommt ein
ortes so träumend, daß er da ort selbst vergißt. So zende Seele. Li bei d ik stan in⸗
kommt es, daß er trotz des vielen Lesens keins der Gedichte mal fest in mir, daß Du zu meinem Geburtstag hier sein
zuewendig puiß. Im eher * de Ecke steht seine Gitarre. müßtest. Kommst Du? Kommst Du?
uf ihr spielt er verliebte alte Weisen. Bann ist er gar 3 S p j
zu hübsch anzusehen, dann träumt er mit seinen großen Mia g, snn paithedende sen surh 7 venig
Augen Musik. Seine Bilder haben für mich etwas Rühren— darren aͤn Gelein zog, ane Derbhoret bie eine
des Er bgt sis, die gitdeutshen Preister Zum Vorbiit ger rge ppicte. Wieireheenne cutez abtitnt ant
nommen. Er ist ganz streng, steif streng in der Form. Sein wurde! Ein eleines o8 d äd die
Frühlingsbild, Birken, zarte, junge Birken mit einem Mäd— risser ig Wenmidechen pdhe Awee
— ge anie öpfe ins Haus bringen sollte, tat dies im Takt sich wiegend
3 ichenn die, 83 räumt, de eochr du und tanzend. Im Hausflur tanzten zwei andere Mädchen.
ist es fü— ich etwa rendes, i
zu sehen, wie dieser junge Kerl seine drängenden Früh— — degen zudte es 8—
lingssträume in diese gemessene Form kleidet' Das sirenge in ditfe aiche Enanz arc rg r ch mzuschen.
Pri des ed een kleinen Vogel zu; —*8 g di m der un
ast ist es eines Mannes Sinnen, fast wäre es eins, wenn —
es nicht wieder so etwas Gehaltenes, Träumendes in sich Paula Modersohn⸗Veder,
hätte. Das ist der kleine Vogeler. Ist er nicht reizend? Briefe und Tagebuchblätter.
Dann ist da noch der Modersohn. Ich habe ihn nur
einmal gesehen und da auch leider wenig gesehen und gar
nicht gefühlt. Ich habe nur in der Erinnerung etwas Lan—
ges in braunem Anzuge mit rötlichem Bart. Er hatte
o etwas Weiches, Sympathisches in den Augen. Seine
dandschaften, die ich auf den Ausstellungen sah, hatter
tiefe Stimmung in sich. Heiße, brütende Herbstsoune, oder
geheimnisvoll süßer Abend. Ich möchte ihn kennenlernen
diesen Modersohn.
Nun kommt der Overbeck. Ihn habe ich versucht, füh
lend zu sehen. Ich habe ihn aber nicht richtig fafsen kön—
nen. Seine Landschaften sind tollkühn in der Farbe, doch
ich glaube, sie haben nicht das Modersohnsche Empfinden
Hans am Ende kenn ich gar nicht Ein Schröder,
der augenblicklich in Worpswede ist, gehört, glaube ich,
doch nicht zu den „Worpswedern“s er son fehr „musikalisch“
musizieren, An unserem Mittagstisch der Berliner Maler
Klein, ein hübscher Kerl mit weichen, frauenhaften Zügen
und feinen nervösen Händen; im braäunen Sammetanzug.
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